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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.02.1930
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1930-02-04
- Erscheinungsdatum
- 04.02.1930
- Sprache
- Deutsch
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F. 29, 4. Februar 1930, Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d.Dtschn. Buchhandel. Als Neujahrsgabe für 1929 versandte die Gesellschaft einen von Ernst Dölling geschaffenen, von Poeschel L Trepte ge druckten mehrfarbigen Wandkalender, über den in dem Abschnitt »Werbung« bereits Näheres mitgeteilt worden ist. Die Gesellschaft übernahm aus dem Vorjahr ein Gesamt vermögen von 14 480.79 RM. Die Einnahmen des Jahres 1928 betrugen 21 930.44 RM; davon waren 21 175.29 RM Mitglieds beiträge. Die Ausgaben beliefen sich auf insgesamt 25 897.38 RM; davon wunden 15 956.03 RM für die DB aufgewendet, und zwar 12 796.14 RM zur Beschaffung sammelpflichtiger Werke, die außerhalb des organisierten Buchhandels erscheinen, 914.— RM für die photographische Werkstätte, für die eine Verdunkelungs einrichtung, eine besondere Anlage zur Entnahme von elektri schem Kraftstrom, ein Schrank für photographische Materialien und einige kleinere Einrichtungsgegenstände zu beschaffen waren; 2 245.89 RM wurden für die Ausschmückung des Hauses und zur Unterstützung bibliographischer Arbeiten der DB verwendet. Die Ausgaben für die Herstellung und Versendung der Jahres gabe und des Wandkalenders beliefen sich auf 6 705.48 RM, die Verwaltungskosten auf 3 235.87 RM. Das Gesamtvermögen der Gesellschaft betrug am 31. 12. 1928: 10 513.85 RM. Buchhändler-Taschenbuch 1930. Sechster Jahrgang. Begründet durch Emil Fink. Herausgegeben von Horst Kliemann und Emil Fink. kl. 8«, 176 S. Emil Fink Verlag, Stuttgart, Zentralstelle für buchgewerbliche Reklame. In Ganzleinen (flexibel) gebunden NM. 1.20 no. Wenn der Buchhandel, der eine solche Unmenge von Kalendern und Taschenbüchern für andere herstellt, ein solches Werk für sich selbst herausgibt, so besteht schon an sich die Ehrenpflicht, in typo graphischer und sonstiger Hinsicht eine Musterleistung zu vollbringen. In der Tat erfüllt das vorliegende, in seiner äußeren und inneren Gestaltung von Fritz Fink geschaffene Buchhändler-Taschenbuch in jeder Beziehung die Anforderungen, die man an eine solche Ver öffentlichung stellen kann. Vor allem ist es ein wirkliches Taschenbuch, das sich vermöge seines gut gewählten Formates und seiner durch das verwendete Dünndruckpapier auf ein Minimum reduzierten Stärke bequem in der Tasche unterbringen läßt. In bezug auf den Inhalt kann gesagt werden, daß die Kunst, vieles zu bringen und jedem etwas zu bringen, in bewundernswerter Weise geübt ist. Wie schon in den vorausgehenden Jahrgängen, verläuft das für Notizen Raum lassende Kalendarium als erste Hälfte des Ganzen auf den rechten Seiten, während die linken von Verlagsanzeigen eingenommen werden. Aber auch hier schon findet man, namentlich in biographischer Beziehung, viel Wertvolles, in dem eine Reihe von Anzeigen einem bestimmten Autor gewidmet ist, unter dessen Porträt sich biographische und literarische Mitteilungen, die für den Buchhändler von Wert sind, finden (Edwin Erich Dwinger, Richard Euringer, Andrä Gide, Wolfgang Goetz, Thor- kild Gravlund, Otto Nebelthau, Friedrich Nittelmeyer, Werner Som- bart, Hermann Stegemann, Friedrich Lienhard). Einige Verlags anzeigen sind so abgestimmt, daß sie nicht lediglich als Bücher anzeigen, sondern als Einblicke in die Verlagsarbeit erscheinen (Drei Masken Verlag, Diederichs, K. F. Koehler, Koehler L Amelang, Wilhelm Violet). Auch die Anzeige der Adressenstelle des Deutschen Verlegervereins hat nicht nur werbenden, sondern auch informato rischen Wert. Der zweite, textliche Teil enthält eine Fülle des Wissenswerten für Buchhändler und Buchhandelsangehörige aller Art. Wir finden Angaben über freiwerdende Schriftsteller, Musiker und Künstler und über literatur- und musikgeschichtliche Jubiläen; ferner unter dem Sammeltitel »Zum Nachschlagen bei der Tagesarbeit«: Nobelpreis träger der Literatur, Partietabclle, Rabatt-Tabelle, Portoersparnisse beim Paketversand. Hierher gehört auch, was Horst Kliemann zur Frage der Kalkulationstabelle für die Verlagsherstellungsarbeit zu sagen hat. Es folgt auf eine Reihe Beiträge scherzhafter Art (Wie man Bücher nicht einordnen soll, Das gute Werbefeuilleton, Die Posaune oder Tausend mal tausend effektvolle Bücheranzeigen) eine Anzahl bemerkenswerter fachlicher Beiträge, so K. H. Bischoffs ver dienstliche Arbeit über die Wichtigkeit des deutschen Exportbuchhan dels der Gegenwart, Horst Kliemanns anregende Darlegungen »Zur Verbandswerbung fürs Buch«, Ed. Lanzenbergcrs wertvolle Äuße rungen über »Wert und Unwert der heutigen Buchkritik«, G. Schön- felders aufschlußreiche Abhandlung »Das Studium der Buchhanbels- betriebslehre« und aus der gleichen Feder die vergleichende Dar stellung »Die buchhändlerischen Verkaufsordnungen Deutschlands, Englands und Frankreichs«. In kunstgeschichtlicher Beziehung fesselt vr. Annemarie Meiner mit ihrer Arbeit »Münchener Stil und Stil der Jugend« dadurch, daß die Verfasserin von dem Zurückgreifen des Buchdruckgewcrbes auf vergangene Stilformen in den 70er und 80er Jahren das 19. Jahrhunderts ausgeht, eine Bewegung, die eine künftige schöpferische Periode einleitcte, die durch die Namen von vr. M. Huttler und Georg Hirth bestimmt wirb. Insbesondere werden die Verdienste der Münchner »Jugend« gewürdigt und die scharf trennenden Merkmale aufgezeigt, die den »Stil der Jugend« und den »Jugendstil« (mißverstandene Anwendung in Architektur und Kunstgewerbe) unterscheiden. Zwei sehr verständlich geschriebene rechtliche Abhandlungen »Buchhändlerisches Verkaufs- und Verkehrs recht« und »Steuerrecht« von vr. Kurt Runge und ein kurzer Hin weis »Literaturgeschichte für Buchhändler« (welche von den vor handenen Literaturgeschichten entspricht den buchhändlerischen Be dürfnissen am meisten?) bilden den Schluß. Hervorzuhebey ist der klare und lesbare Druck, der auch bei Verwendung kleiner und kleinster Schriftgrade nicht an Schärfe ver liert. Kurt Loele. Kleine Mitteilungen Das Inhaltsverzeichnis zum Börsenblatt 1929 lag der gesamten Auflage der Nummer 27 vom 1. Februar bei, worauf wir alle Be zieher hiermit besonders aufmerksam machen. Preisnachlaß im Ausverkauf. — Preisnachlässe auf neue Werke im Falle von Ausverkäufen von Buchhandelsunternchmcn sind nur zulässig, wenn es sich um völlige Geschäftsaufgabe infolge Konkurses oder sonstiger Liquidationsursachen handelt. Diesen Standpunkt ver tritt auch für Markenartikel schlechthin der Markenschutzverband. Darüber wird in einer Verb-anbszc-itschri'ft folgendes gesagt: »Ein Preisnachlaß ist nur dann zulässig, wenn die Marken artikel bei Konkurs- oder sonstigen Liquidationsverkäufen zwangs weise veräußert werden müssen. Bei Saison- und Inventurausverkäufen darf ein Preisnach laß auf Markenartikel nicht gewährt werden, worauf in den An kündigungen hingewiesen werden muß. Bei Ausverkäufen wegen Aufgabe des Geschäftes muß der Inhaber erst versuchen, die Markenartikel dem Fabrikanten oder dessen Vertreter unter Hinweis auf seinen Ausverkauf zur Ver fügung zu stellen, um ihn zur Rücknahme zu veranlassen. Miß glückt dieser Versuch, so hat er bei seiner Organisation, seiner Einkaufsvereinigung oder seinen Wettbewerbern die Markenartikel mit einem geringen Preisnachlaß anzubieten. Nach Erschöpfung dieser Absatzversuche und nach Zustimmung der örtlichen Jndustrie- und Handelskammer muß dem Einzelhändler zugebilligt werden, daß er im Ausverkauf die Preise für die Markenartikel herabsetzt.« Wir haben seitens der Geschäftsstelle in solchen Fällen eben falls immer wieder, um eine Schädigung des Ortssortiments zu verhüten, empfohlen, die Bestände zunächst diesem anzubicten oder zu versuchen, sie vom Verlag zurücknehmen zu lassen. Wir hoffen, daß gerade in dieser Beziehung in nächster Zeit dem Gesamtbuch handel bedeutsame Vorschläge unterbreitet werden können. Or. H. Verein der Buchhändler in Hildcsheim. — Auf der Jahresver sammlung am 29. Januar 1930 wurde die Neuwahl des Vorstandes vorgenommen. Es wurden gewählt: Vorsitzender: Paul Eugen Schuh i. Fa. Fincke'sche Buch- und Musikalienhandlung, Schriftführer: Georg Scholz i. Fa. Franz Borgmeyer Sort. Kassierer: Hermann Olms i. Fa. Roland-Buchhandlung. Hildcsheim, den 1. Februar 1930. Der Vorstand des Ortsvereins der Buchhändler in Hildcsheim. Der Buchhandlungs-Gchilfen-Verein zu Leipzig veranstaltet sein diesjähriges Kostümfest am Sonnabend, dem 8. Februar, 20Uhr, in den Sälen des »Sachsenhvfes« unter der Devise: »Ein Volksfest am Nil-«. D-ie dem Feste entsprechend dekorierten Säle bergen eine Fülle von Überraschungen und Sehenswürdigkeiten, die jedem Teil nehmer lange im Gedächtnis bleiben werden. Eintrittskarten sind bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern, bei Herrn Otto Richter, Kreuz straße 14, sowie in der Roßberg'schen Verlagsbuchhandlung, From- mannstraße 4, zu haben. Der Eintrittspreis beträgt für Mitglieder und deren Angehörige RM 1.—, für Gäste NM 1.50. 125
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