Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.02.1904
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1904-02-04
- Erscheinungsdatum
- 04.02.1904
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19040204
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190402048
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19040204
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1904
- Monat1904-02
- Tag1904-02-04
- Monat1904-02
- Jahr1904
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
1154 Nichtamtlicher Teil. ^ 28, 4. Februar 1904. Wilhelm Ernst L Lohn in Berlin. 1166, 1168 'Arthur Felix in Leipzig. 1170 Fritzschc <L Schmidt in Leipzig. 1170 Deerberg, Die rationelle Kultur der Kohl- und Steckrübe. 2. Ausl. 1 ^6. Albert Goldschmidt in Berlin. 1173 86. 101. Neapel. Lieb. 3 »L. 86. 79. Riviera. 6. ^uü. Oleb. 4 86. 80. Italien. 2. a.uü. (leb. 6 G. Kaufmann in St. Johann. 1178 W. L H. Marens in Breslau. 1174 Carl Marhold in Halle a/S. 1170 alters. 80 Oswald Mutze in Leipzig. 1177 Seiling, Professorentum, der Stolz der Nation? 1 50 -H. E. Pierson s Verlag in Dresden. 1178 Veit L Comp, in Leipzig. 1178 kür 1901—1903. " ° ' 8 k Verlag für Börsen- nnd Kinanzliteratur A.-G. in Leipzig. 1177 Friedrich Vieweg <Si- Sohn in Brannschwcig. ll l Oie IVisssnsobatt. Nett 1. 3 -A; Akb. 3 80 Hermann Walther Verlagsbuchhandlung G. m. b. H. 1172 in Berlin. 8tu6iersu6e. 2 50 ^eb. 3^^. I. I. Weber in Leipzig. 1171 Leipzig im Jahre 1904. Geb. 5 Otto Weber in Leipzig. 1176 Nichtamtlicher Teil. Heinrich Vrorkhaus. Zur hundertsten Wiederkehr seines Geburtstages 1804 — 4. Februar — 1904. L Der vor nunmehr dreißig Jahren, ein Siebzig jähriger, aus dem Leben geschiedene Kollege, dem diese Zeilen gewidmet sein sollen, verdient es wie wenige andere, daß sein Gedächtnis Alten und Jungen der Nachlebenden im Beruf in Erinnerung gebracht werde. Am heutigen Tage ist ein Jahrhundert dahingegangen, seit er der Welt gegeben wurde. Das gibt den äußern Anlaß, seinem reich gesegneten Wirken nachträglich erneute Würdigung zu teil werden zu lassen. Sein Name ist Heinrich Brockhaus. Nicht nur im Leipziger Buchhandel, sondern in weitesten Kreisen der zeitlichen Berufsgenossen, von denen freilich die meisten jetzt auch Rasen und Efeu deckt, ist und war das Bild seiner kraftvollen und abgeklärten Persönlichkeit lebendig. Er hat seinem Namen einen runden, vollen Klang gegeben. Heinrich Brockhaus war am 4. Februar 1804 in Amsterdam zur Welt gekommen als viertes Kind (zweiter Sohn) von Friedrich Arnold Brockhaus, dem spätern Be gründer des Wellverlagshauses F. A. Brockhaus in Leipzig. Sein reichbegabter Vater hatte sich damals noch nicht dem Buchhandel zugewandt. Er betrieb ein Geschäft in englischen Manufakturwaren, das er 1795 in Dortmund eröffnet, schnell zur Blüte gebracht und wegen des in der Hauptsache nach Holland gerichteten Absatzes 1802 nach Amsterdam verlegt hatte. Aber der Übermacht der darauf einsetzenden Conti- nentalsperre Napoleons gegen England war kein Kaufmann gewachsen. 1804 gab er das unmöglich gewordene Geschäft auf; erst 1805 wandte er sich dem Buchhandel zu, zunächst in Amsterdam, 1810 in Leipzig, dann in Altenburg und seit 1817 wieder in Leipzig. Heinrichs Mutter, eine ausgezeichnete Frau aus ange sehener Dortmunder Familie, starb schon 1809. Ihr Verlust erschütterte den starken Vater aufs äußerste und war der hauptsächlichste Grund für seinen Entschluß, Amsterdam zu verlassen. Ein großes Hindernis freilich bereitete die Kinder schar, sieben an Zahl, deren ältestes beim Tode der Mutter zehn Jahre, das jüngste erst wenige Tage alt war. Am 3. Januar 1810 verließ Friedrich Arnold Brockhaus mit allen Kindern Amsterdam. Der sechsjährige Heinrich wurde bei seinem Onkel Gottlieb Brockhaus in Dortmund, dem ältern Bruder Friedrich Arnolds, untergebracht. Er blieb dort in liebevoller Pflege und verständig geübter Erziehung bis 1816. Freilich fehlte ihm, wie aus seinen Tagebüchern späterer Zeit hervorgeht, wo er die glückliche Jugend der eigenen Kinder mit der seinigen vergleicht, in vielem die Mutier und manche harmlose und beseligende Kindesfreude, die eben nur die rechte Mutter gewähren kann. Frühzeitig wurde er dem Kaufmannsgeschäft zugeführt. Wenn die Schule beendigt war, hatte er im Laden des Onkels zu tun, mußte Tabak und Zucker verkaufen helfen und anderes mehr. Der dabei erlernten Kunst des Dütendrehens, die kein Buch händler verstände, rühmte er sich später oft gegen seine Kinder. An dem Laden des Buchhändlers Köppen ging er nur mit ehrfurchtsvollem Staunen über die ihm damals noch verschlossene Bücherwelt vorüber. Er ahnte nicht, daß er später ein ganzes langes Leben hindurch — bisweilen mehr als erwünscht — mit Büchern zu tun haben würde. Sein Lesebedürfnis konnte er nur in geringem Grade befriedigen. Campes Robinson, den er zwölfmal durchlas, und — Kortums Jobsiade mußten ihm genügen. In spätern Jahren pflegte er scherzend den Satz auf sich anzuwenden: »Was man in der Jugend wünscht, hat man im Alter die Füller. So ernst es übrigens sein Dortmunder Onkel mit seinen Pflichten nahm, und so dankbar und ehrend der Neffe
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder