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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.06.1922
- Strukturtyp
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- 1922-06-10
- Erscheinungsdatum
- 10.06.1922
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- Deutsch
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X- 133, 10. Juni 1922. Redaktioneller Teil. VÜrstUblatt f. v. Dtlam. vuchhandeu als erstes Stlick der geplanten Veröffentlichungen der Stadtbibliothck der Freien und Hansestadt Lübeck erschienen ist. Nach den Mitteilungen vr. Pieths enthielt die Bibliothek bei ihrer Eröffnung 1100 Werke: heute ist der Bücherbestand aus 142110 Bände angewachsen, dazu kommen 50 301 Untversitäts- und Schulschriften, 1122 Handschriften und 0015 Musikalien. Wie Georg Brandes Athener Ehrendoktor wurde, darüber berichtet der Berner »Bund» folgende ergötzliche Geschichte: Auf der Rückreise in die Heimat in der Schweiz, berichtete Brandes feinen Freunden: Um -er Geburtstagsfeier zu entgehen, mar er von Dänemark nach Süden gefahren und auch in Athen an Land gegangen, wohin ihn im Geiste seine Studien oft geführt hatten. Aber da mar alles voll, und er kam nur sehr schlecht unter. Kein Suchen half, er wurde ärgerlich, dachte an Abreise, bis ihm zuletzt der Einfall kam, beim Professor für nordische Sprachen an der Universität seine Karte abzugeben. Der fiel aufden Rücken: Brandes ist hier?! Sogleich sorgte er für ein gutes Hotel, alarmierte aber auch die Fakultät und den Rektor. Die Universität beschloß ein Bankett; der alte Herr, der allen Festen im Norden ausgewichen war, mußte im Süden an Trinksprttche und Nekrologe glauben. Die Zeitun gen brachten sein Bild und sein Leben. Da wollte der Magistrat nicht -urückstehen; er lud ihn gleichfalls zu einem Feste. Dann der König. Dann die Dänen. Schließlich beschlossen die Professoren, ihm ihren höchsten Orden zu verleihen, den vr. ti. e. Erschöpft verließ der Achtzig jährige die Stadt, dankbar für alle Ehrungen, aber aufs neue skeptisch geworden gegen die Segnungen des Ruhmes, worüber er in seinem »Voltaire* sich ironisch verbreitet hat. Schweizerische Dichterehrnng. — Die Schweizerische Schil ler st i f t u n g hat, wie die »Neue Zttr. Ztg.« meldet, folgende schweize rische Dichter mit Preisen und Ehrengaben ausgezeichnet: Jakob Boßhart, der demnächst seinen 00. Geburtstag feiert, mit einem Preis von 5000 Fr.; C. F. Namuz mit einem Preis von 2000 Fr.; Carl Al brecht Bernoulli und Heinrich Federer mit Ehrengaben von je 1000 Fr. Ferner wurden einer Reihe von Schrift stellern Beiträge insgesamt von rund 10 000 Fr. gewährt, u. a. je 1000 Fr. Siegfried Lang in St. Moritz und Hermann Kes ser in Zürich. Eichendorffpreis 1922. — Dem schlesischen Dichter Bruno Arndt, dem Verfasser der Romane »Marianne« und »Aus dem Leben des Schreibers Tobias Kiekbusch«, ist von der Vereinigung oberschlesischer Schriftsteller der in diesem Jahre erstmals zur Verteilung gelangende, von ihr gestiftete »Eichcndorffpreis« für seine Novelle »>1i88u 8o1emni8* verliehen worden. Annette von Droste-Hülshoff-Ausstellung. — Im Landesmuseum in Münster i. W. findet Anfang Juni eine Ausstellung der Annette von Drostc-Hiilshoff-Andenken statt. Die alten mllnsterländischen Adcls- geschlechter, insbesondere die Freiherren von Trostc-Hülshosf, haben hierzu reiches Material zur Verfügung gestellt. Leipziger Berufspädagogische Woche. — Vom 2. bis 7. Juli 1922 findet in Leipzig eine vom Sächs. Unterrichtsministerium in Verbindung mit dem Deutschen Verein für Fach- und Fortbildungsschulwcsen ver anstaltete »Berufspädagogische Woche* statt, in der das Thema: »Tie Mädchenberussschule* in Vorträgen mit Aussprachen, Vorführungen, Besichtigungen usw. allseitig behandelt werden soll. Auch Nichtsachsen dürfen daran teilnchmcn. Anmeldungen sind bis 17. Juni 1922 an die Geschäftsstelle des Deutschen Vereins für Fach- und Fortbildungsschul wesen, Leipzig, Brandvorwerkstr. 38, zu richten. Ortsgruppe Weimar der Gocthegescllschaft. — In einer Versamm lung der Weimarer Mitglieder der Gocthegesellschaft, die im Kunst sammlungssaal des Goethe-Nationalmuseums stattsand, wurde die Gründung einer Weimarer Ortsgruppe beschlossen, die ein gesellschaftspolitisches Gegengewicht gegen die Berliner und andere größere Ortsgruppen bilden soll. Der Jahresbeitrag beträgt fünf Mark. Vorsitzender der Ortsgruppe ist Sanitätsrat vr. Vulpius, Schrift führerin Frl. vr. von Lengeseld, Schatzmeister Kommerzienrat L a e m m e r h i r t. Eine Pause in der Nobclpreisverteilung? — Das norwegische Nobelkomitce hat dem Stvrthing den Vorschlag unterbreitet, die Statuten der Nobelstiftung dahin abzuändern, daß die Verteilung der Nobelpreise eine Zeitlang eingestellt iverde, um auf diese Weise den Hauptfonds zu stärken. Kunstdruck- und Berlagsanstalt Wezei L Naumann Actien- Gesellschaft. Leipzig. — Bilanz am 3l Dezember 1921. Grundstücke . . Maschinen Eiekrii'che Licht- und Kraftanlangen Utensilien OrunN'ile Z>nkola"en Or ainal Lilhogrovh'esteine Vho'ogiaphische Utensilien PräaepUitt.n . . . Schriften. B'ick'oidek Pa> erste. Musterschutz und Warenzeichen . . . v o,a> -bezahlte Versicherungsprämien . . . . Ware« den an de W 'tpapiere Schuldner einschl. Bank- und Postscheckguthabe» . Verbindlichkeiten. ^0 998 355 69 Genußsäeine Schuldverschreibungen Rück aue 1 Svnderrücklaae Rücklage sin T'lgung des AnleiheausgeldeS Ruch einz lösende Gew nnanteilscheine Nach e nzulöiende Zinsaüschnilte ! AuSaeloste. noch einzulösende Schuldverschreibungen . . Hypotheken bester und AngestelltenunterstützungSsondS Neue Rechnung Vortrag aus 19^0 55 30? 42 Gewinn 1921 l 435 555 20 Gewinn- und Verlustrechnung am 31. Dezember Soll. 8 200 0-0 2000 000 531500 5l00'0 3M000 17 8-5 2 080 5 630 1 500 72 000 500 000 l 362 ,51 10 972 739 l 490 862 68 20 998 355 192t. 69 Generalhandlungsunkosten Anleihezinsen Gel'äude Maichi ensonderabschreibunq Elekir. Lit t- und Kraftanlage Elekir. L cht- und Kraftanlage. Sonderabschreibung . . ^ond>rabschre>bung . Photogr. Utensilien Präa'P'atten . . . G winnvortraq aus l920 55 307 -12 Gewinn im Jahre 1921 l 435 555,26 .H H 4 883 870 iS 5 386 340 37 24 345 — 20 742 12-' >22 20 430 000 — 19 064 62 77 997 — 84l? 95 29 997 — 31 606 15 99 99 l — 3 750 — 2 095 — I 490 802 !2 03l 887 08 10 65 30? 42 12 426 98--91 149 590,83 Brustowaienaewinn Konto für verschiedene Einnahmen 12631 887>t6 30 v H. für die Aktien und 220 4L für den Genuß'chem kann gegen Aushändigung des Gewinnanre,lscheins Nr. 22 bzw. Nr. 2 bei der Deutschen Bank, Filiale L ipstg, in Leipüg erhoben werden. (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 122 vom 27. Mai 1 922. Der verbotene Hexenkessel. — Die kürzlich unter dem Titel »Der Hexenkessel« erschienene Sammlung satirischer Zeitgcdichte, die den be kannten Mitarbeiter der »Jugend« Franz Kunzendorf zum Verfasser hat, ist von der Eisenbahndirektion Breslau für den Verkauf auf d-e» Bahnhöfen Schlesiens verboten morden. 83 l
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