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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.01.1929
- Strukturtyp
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- 1929-01-19
- Erscheinungsdatum
- 19.01.1929
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- Deutsch
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X° 16, 19, Januar 1929, Redaktioneller Teil, Börsenblatt f.d Dtschn. Buchhandel. Seminars der Technischen Hochschule Stuttgart-, Diese Biblio graphie enthält eine eingehende Beschreibung von etwa 950 gang baren Wandkarten und hat sich schon im Manuskript als ein brauchbares Auskunftsmittel für die Kartensammlung erwiesen, 2, Abteilung der künstlerischen Drucke Die Sammlung erfuhr eine Vermehrung von insgesamt 635 künstlerischen Drucken einschließlich der Faksimile-Reproduktio nen, der Mappenwerke und der unter der Bezeichnung »llar» et duriosa- zusammengefaßten Schriften, die sich dadurch auszeich nen, daß sie entweder als Unica bzw, in ganz wenig Exemplaren existieren oder durch die Eigenart ihres Inhalts bzw, ihrer äußeren Form aus den übrigen Beständen sich hcraushebcn. Die Sammlung der künstlerischen Drucke umsaßt jetzt insgesamt 11635 Bände. Eine erfreuliche Vermehrung erfuhr wieder die Sammlung der Schriftproben, zu der besonders die Firmen H. Berthold A,-G, in Berlin und D, Stempel A,-G, in Frankfurt a, M, bei trugen, Unter den übrigen Förderern der Sammlung verdient Herr Karl Lorenz aus Malente-Gremsmühlcn hervorgchoben zu werden, der seine neuerschienenen Holzschnittwerkc der Abteilung überwies. Eine überaus wertvolle Sammlung wurde der D B vom »Verein Deutscher Buchkünstler-- zur vorläufigen Verwaltung überwiesen. Es handelt sich um die aus Mitteln des Sächsischen Staates und der Stadt Leipzig ins Leben gerufene »Buchkunst- Stiftung 1927--. Sie besteht aus 47 typographisch hervorragen den Werken, Entwürfen und Probedrucken bedeutender Künstler, wie Markus Behmer, Fritz Helmut Ehmckc, Willi Gei ger, Friedrich Wilhelm Kleukens, Rudolf Koch, Richard Seewald, Max Unold und Heinrich Wieynck, sowie aus Handeinbänden von Erich Grüner, Hugo Steiner-Prag, Walter Tiemann u, a., die aus den Beständen der »Internationalen Buchkunst-Aus stellung- erworben wurden. Die Stistung, die im Lause der Zeit ständig erweitert werden soll, ist der Abteilung der künstlerischen Drucke angegliedert worden. Die Abteilung wurde von zahlreichen buchgewerblichen Ge sellschaften besucht, wie dem Bildungsverband der Deutschen Buchdrucker, der Handsetzer-Bereinigung im Verband der Deutschen Buchdrucker in Leipzig und den Lehrern und Schülern der Kunstgewerbeschule in München, Von bekannten Persönlich keiten auf dem Gebiete der Bibliophilie, des Buchgewerbes und -der Buchkunst, die die Abteilung besichtigten, seien folgende ge nannt: der dänische Bibliophile und Schriftsteller vr, Henning Bröchner aus Kopenhagen, der englische Verleger Peter* Davies aus London, der Schweizer Bibliophile Richard Doetsch-Benziger aus Basel, Professor G. Fumagalli, Generaldirektor des Istituto Italiaao äel I-idro, Florenz, der Dichter und Buchkünstler Paul sried Martens aus Hamburg, der Schristgießer Gustav Mori aus Frankfurt a, M,, der Verleger Jakob Mortkowicz aus Warschau, der Buchdruckereibesitzer Paul Nash aus San Francisco, Gustave Peignot, Inhaber der bekannten Pariser Schriftgießerei Peignot L Deberny und Mitherausgeber der Fachzeitschrift »l^rts et Metiers Orapdiqaes-, Oliver Simon aus London, künstlerischer Leiter der Curwen Preß und Gründer der Fachzeitschrift »The Fleuron-, und Mrs, Warde-Backer aus New Dort, die unter dem Pseudonym »Paul Beaujon- eine Reihe bedeutender Arbeiten aus dem Gebiete der Buch- und Schriftkunst veröffentlicht hat. Der alphabetische Hauptkatalog der Sammlung wurde auf dem Lausenden gehalten. Zur weiteren Erschließung der Samm lung wurden folgende alphabetische Sonderkataloge in Angriff genommen bzw, fortgefühpt: 1, der Drucker, 2, der Drucktypen, 3, der Illustratoren und 4, der Einbandkünstler, Die vor län gerer Zeit angelegte Drucktechnische Handbibliothek ist inzwischen auf rund 1 900 Bände angewachsen; über sie geben ein alpha betischer und ein systematischer Katalog Aufschluß, 3, Sammlung der geheimzuhaltenden Schriften Auch diese Sammlung, die zur Hauptsache aus Eroticis, Po- liticis und sonstigen Werken besteht, die für die allgemeine Be nutzung nicht geeignet sind, hat im Berichtsjahr starken Zuwachs 78 erfahren. Daß die D B auf die Erfassung dieser weniger für die Öffentlichkeit bestimmten Literatur besonderen Wert legt, ist mehr und mehr in weitere Kreise gedrungen; sie hat infolge dessen auch nach dieser Richtung hin manche dankenswerte Unter stützung gefunden. Für die Überweisung beschlagnahmter Schriften ist sie ver schiedenen Staatsanwaltschaften, dem Berliner Polizeipräsidium und besonders der Reichsregierung verpflichtet. Im Anschluß an das unter dem 18, 12, 1926 erlassene Gesetz zur Be wahrung der Jugend vor Schund- und Schmutzschriftcn wurde in der DB eine »Sondersammlung der Schund- und Schmutz schriften- eingerichtet. Mit dem Leiter der Obcrprüsstcllc für Schund und Schmutz in Leipzig, Herrn Ministerialrat 0r, von Zahn, wurde vereinbart, daß von sämtlichen Schriften, über die in den beiden Prüfstellen Berlin und München oder in der Ober- prüsstelle Leipzig verhandelt worden ist, ein Exemplar in diese Sammlung ausgenommen wird, gleichgültig, ob die Schrift aus die Liste gesetzt oder freigesprochen worden ist. Diese Sammlung ist somit geeignet, sowohl einen Überblick über die Tätigkeit der drei Prüfstellen und die praktische Auswirkung des Gesetzes zu vermitteln, als auch jenen Personen, die sich beruflich oder wis senschaftlich mit dieser Materie zu befassen haben, in bequemer Weise das Studium dieser Schriften zu ermöglichen, 4. Dublettensammlung Die DB besitzt eine bescheidene Sammlung von Dubletten, die zur Hauptsache durch nachträgliche Überweisung einzelner Werke von seiten der Autoren und durch gelegentliche Schen kungen kleinerer Bibliotheken von privater Seite entstanden ist und eine zwar geringe, aber lausende Vermehrung erfährt. Die Sammlung, die viel wertloses Material enthielt, ist im vorigen Jahr einer Sichtung unterzogen und hierbei alles Wertlose aus geschieden worden. Von dem Rest wurden, soweit das noch nicht geschehen, verkürzte Titclaufnahmcn gemacht und diese Aufnah men nach den 27 Gruppen des Wöchentlichen Verzeichnisses und innerhalb der Gruppen nach dem Alphabet geordnet. Die Neu ordnung, die bereits im vergangenen Jahre in Angriff genom men worden war, wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Der Katalog verfügt über rund 10 900 Karten, Wenngleich die Dublettensammlung, wie bereits erwähnt, wenig wertvolle Stücke enthält, so hat sie doch der D B manch mal gute Dienste geleistet. Wiederholt konnten Doppelstücke zu Tauschzwecken verwendet werden. Gelegentlich wurde auch Bibliotheken damit ein Dienst erwiesen, daß einzelne Lücken in ihren Zeitschriftenjahrgängen und Serienreihen durch diese Stücke ergänzt wurden. Vor allem aber war es möglich, aus landsdeutsche Stellen, die die D B bei ihrer Sammlung der aus landsdeutschen Schriften unterstützten, gelegentlich durch Über lassung geeigneter Literatur für ihre oft recht beträchtlichen Be mühungen zu entschädigen; die überlassene Literatur ist dann meist bestehenden oder im Entstehen begriffenen Büchereien deut scher Stammesgenossen im Ausland überwiesen worden, IX, Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei Die Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei ent wickelte sich im Geschäftsjahr 1927 erfreulich weiter. Da die erste Gabe für 1926 etwas schmal ausgefallen war, wurde für 1926 noch eine zweite Gabe, Josef Ponten: Aus deut schen Dörfern, hergestellt, die Ende des Jahres 1927 erschien und den Mitgliedern auf den Weihnachtstisch gelegt wurde. Die drei Erzählungen, von denen die erste Kindheitserinnerungen des Dichters an seine im Eupener Land, dem jetzt an Belgien abge tretenen Gebietsstreifen, verlebte Jugend, also »Grenzdeutsch tum-, die zweite das idyllische Leben auf einer alten rheinischen Wasserburg, also »Deutschtum- schildert, und die dritte zu den fernen Wolgadeutschen führt, also ein »auslandsdcutsches- Thema behandelt, sind durch den deutschen Gedanken miteinander ver bunden und Pasten nach dieser Richtung ausgezeichnet zum Cha rakter der D B, Satz und Druck in der Unger-Fraktur wurden in den Werkstätten der Staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe zu Leipzig hergestellt; die Holzschnitte stammen von dem begabten jungen Künstler Ernst Dölling, Den Einband
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