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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.10.1886
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1886-10-06
- Erscheinungsdatum
- 06.10.1886
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- Deutsch
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5464 Nichtamtlicher Teil ^ 231, 6. Öktober 1886. tesse rot ausgemalt. Das Werk ist so selten, daß selbst Basel ein Exemplar davon nicht besitzt. (Klemm, Abt. II. Nr. 433.) 7. öidlig, 8ueru I^ulinu. gr. Fol. Mainz 1472. Peter Schösser. — Schriftf. 28'/z: 19'/z Cm.; Papiers. 37 : 27 Cm. Die dritte Mainzer Bibelausgabe, genauer Abdruck der zweiten von 1462, nur sind die Versalbuchstaben anders ver wendet. (Klemm, Abt. II. Nr. 25.) 8. Die fünfte deutsche Bibel, gr. Fol. Augsburg, um 1473. Gcdr. von Günther Zainer. — Schriftf. 35 : 22 Cm.; Papiers. 39 : 27^ Cm. (stark beschnitten). Das Werk ist mit einer Anzahl (nach Grüße 73) großer Initialen und Holzschnitte (9 : 77» Cm.) mit auf den Text be züglichen bildlichen Darstellungen geschmückt. Auch kleinere An fangsbuchstaben (4 Cm. im Geviert) kommen vor. (Klemm, Abt. II. Nr. 512.) 9. Die erste niederdeutsche Bibel. 2 Bde. Fol. Cöln um 1474 Nic.Goetz. — Schriftf. 30 7^ 19 7s Cm.; Papiers. 38 : 27 Cm. Dieses höchst bedeutende Druckwerk galt früher als eine Arbeit Heinr. Quentels, des Nachfolgers von Nie. Goetz (um 1479), wird aber jetzt allgemein als eine Leistung des letztgenannten an erkannt. Ganz besonderes Interesse gewähren die zahlreichen Illustrationen, die sich fast alle über die ganze Breite des Textes (12:19 Cm.) erstrecken und die in dem vorliegenden Exemplar zum größten Teil koloriert sind. Gewöhnlich kommen 94 Illu strationen auf das alte und nur 31 (eins davon wiederholt sich 9 Mal) auf das neue Testament; bloß die Apokalypse ist, wie in allen älteren illustrierten Bibeln, reichlich, mit 14 Bildern, bedacht. In der vorliegenden Ausgabe ist die Apokalypse gar nicht illustriert; in einer anderen sind wenigstens die, die Geist lichkeit beleidigenden Abbildungen weggelassen. Über die Ab stammung der Bilder ist man nicht genau unterrichtet. Öfters wurden sie als Arbeiten eines Nünberger Künstlers, speciell der Kunstanstalt Wohlgemuths und Pleidenwurffs betrachtet, sie tragen jedoch unverkennbar einen rheinischen Charakter an sich. Das Vorwort sagt nur, daß die Illustrationen — die, wenn auch roh, so doch Zeugnis von einer tüchtigen Kraft ablegen — nach Originalgemälden vieler Klöster und Kirchen gearbeitet seien. Die Ausführung in Holzschnitt ist von verschiedener Güte. (Klemm, Abt. II. Nr. 342. Vergl. auch unten Nr. 14.) 10. kidliu suoru Illing.. 2 Bde. Fol. in einem Einbande. Nürn berg 1475. Anton Koberger. — Schriftf. 27^: 19^ Cm.; Papiers. 40^:27^ Cm. Die erste von den 15 Bibelausgaben Kobergers bis Ende des XV.Jahrhnnderts, zugleich die erste datierte Nürnberger Bibel. Der sehr starke Folioband ist mit der ältesten semigotischen Schrift Kobergers gedruckt, die manchen Anklang an die Antiqua schrift bietet. Die Initialen sind rot und blau ausgemalt. 11. öibliu IiUlinn ouin Alossa oräinaris, IValatriäi Ltradouis st iutsriinsari Xastzlrai Iiuuäuususis. 4 Bde. gr. Fol. Straßburg 1478 — 1480. Adolph Rusch. — Schriftf. 367»: 24 Cm.; Papiers. 46 7s: 32 Cm. Ein sehr umfangreiches Werk in 4 mächtigen Bänden des größten Folioformats, zugleich ein sprechender Beleg für damalige typothetische Geschicklichkeit und Ausdauer. Außer den größeren Kapitelschriften kommen drei Schriftgattungen in dem Texte vor. Der eigentliche Text steht in der Mitte der Kolumne, zwischen seinen Zeilen läuft die Glosse des Anselmus in der kleinsten Schrift fort. Ringsum zieht sich die Glosse des Walafridus in einer Normalbreite von 3 7z Cm. hin. Der Abstand zwischen Glosse und Text beträgt an den Seiten 2 Cm., oben und unten 4 Cm. Wenn man bedenkt, daß diese typographischen Be schränkungen durch die vier starken Bände genau innegehalten wurden, so müssen wir uns sagen, daß dies bei einem Werk, dessen Herstellung Jahre verlangt, heutzutage kaum der Fall gewesen sein würde. Diese Bibel wurde früher allgemein Joh. Amerbach zugeschrieben, der 1480 mit denselben Typen druckte, was sich dadurch erklärt, daß der Genannte und Rusch sich nachweislich mit Schriften aushalfen. (Über die verwickelten Druckverhältnisse vergl. vr. Oskar Hase, die Koberger. 2. Aust. 1885.) Der Name des Rusch würde übrigens gar nicht auf uns gekommen fein, wenn nicht ein gelehrter Zeitgenosse, Rud. Lange in Münster, in einem, 1486 erschienenen Gedichte, sein Lob enthusiastisch gesungen hätte. (Klemm, Abt. II. Nr. 221). 12. Bidlis, üniinu oura l'ostillis Mösls! äs I»z-rs. 3 Bde. gr. Fol. Nürnberg 1481. Anton Koberger. — Schriftf. 30: 19 Cm.; Papiers. 40:29 Cm. Die erste der fünf Ausgaben der Bibel mit der Glosse des Nie. de Lyra, welche Koberger druckte, und die einzige derselben mit Illustrationen, 25 in dem ersten, 15 in dem zweiten Bande, während der dritte Band ganz ohne Illustrationen blieb. Acht solche sind Vollbilder. Text und Erläuterungen sind fortlaufend in einer und derselben Schrift gesetzt, und die Glosse unter scheidet sich von dem Text nur durch Einschluß in Klammern (Klemm, Abt. II. Nr. 725.) 13. ?SNlLi6N6llN8, llum olisläsios Ouüslosi Lsrspllrssi st oorarasutsrio Lslsmovis äsrolli. Bologna, Ibrahim ben Chaim 1482. — Schriftf. 28 7z : 16 Cm.; Papiers. 29'/z: 21 >/z Cm. Von diesem äußerst seltenen Werke kennt man nur sieben komplette Exemplare auf Pergament und nur eins auf Papier (in Karlsruhe), welches außer dem Klemmschen Exemplar überhaupt das einzige ist, welches sich in Deutschland vorfindet. Die punktierte hebräische Schrift, die überhaupt erst 1475 auf kam, ist ganz vorzüglich schön, ebenso der Druck. Das vor handene Exemplar ist zwar komplett, aber nicht tadellos und, wie aus der obigen Notiz über das Papierformat bereits her vorgeht, sehr stark beschnitten. (Klemm, Abt. III. Nr. 77.) 14. Die neunte deutsche Bibel, gr. Fol. Nürnberg 1483. Ant. Koberger. — Schriftf. 31 7?: 18 7z Cm.; Papiers. 38 : 27. Cm. Die einzige deutsche Ausgabe der Bibel, die Koberger ge druckt hat, zugleich eine der schönsten deutschen Bibelausgaben überhaupt. Sie enthält die Bilder der unter Nr. 9 erwähnten niederdeutschen Bibel, mitunter sind einzelne der Bilder weg gelassen, wogegen die Apokalypse mit einer größeren Anzahl illustriert ist, als irgend eine der Kölner Ausgaben. Grüße spricht, abweichend von dem unter Nr. 9 Gesagten, die Ansicht aus, die Illustrationen seien von und nach Israel van Mecken für Koberger gezeichnet und später, um 1480, in der Kölner Bibel größtenteils verwendet worden. Die Type des durchweg gut gedruckten, in Luthers Geburtsjahre erschienenen Buches ist eine, der Fraktur sich nähernde Schwabacher. (Klemm, Abt. II. Nr. 728.) 15. 61d1iu 8g,6vL 6UII1 Alossis Mo. äs I^rs. Eichstädt 1483. Georg Reyser. 3 Bde. kl. hoch 4°. — Schriftf. 25 :15 Cm.; Papiers. 28 7z! 20 Cm. Mit gotischer Schrift sehr kompakt gedruckt und mit schönen Initialen versehen. (Klemm, Abt. III. Nr. 233.) 16. öibliu 8ueru lutinu. Fol. Basel 1487. Nie. Kesler. — Schriftf. 247z! 15 Cm.; Papiers. 29:20 Cm. Ein starker, typographisch nicht bedeutender Band. (Klemm, Abt. II. Nr. 448). 17. 8idI1u lutiou. kl. Fol. Straßbnrg 1489. Joh. Pryß. — Schriftf. 23:14 Cm.; Papiers. 28'/?: 20 Cm. Ein starker, nichts Hervorragendes bietender, in semigotischer Schrift gedruckter Band. (Klemm, Abt. II. dir. 239.)
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