^ 160, 14. Juli 1903. Fertige Bücher. 5499 <A 0 «6n neuer Lerzilorttr« Mit Illustrationen von Adolf Hering Stolze Herzen. Roman von Ma von SersNorff l Blk. ord., pfg. netto, 68 Pfg. bar !! Vvsfetzievt yv Pfg ord., 6S Pfg. netto, SS pfg. bar 7rel-Exemplare ir/>r, ro ra u. s. w. Lin Risiko ist für Sie ausgeschlossen, da wir alle Bände, welche I Ihnen liegen bleiben sollten, nach Ihrer eigenen Wahl Umtauschen. I Für»'» K eh« «fünfte* werden die Bände mit Uekttriir-stv-ifsir geliefert. DE" Girmen, welche sich für unsere Homan-Sivliowelr ganr DE" desonüerr verwenden wollen, erhalten vorrugrveaingungen. öerlin-Leipjig hochachtungsvoll A. Nobach ^ Lo. Abteilung für Buchverlag. Ein Arbeiterleben Die sozialdemokratischen Wahlsiege veranlassen ein ganz auffällig gesteigerles Interesse der liberalen und konservativen Presse an Denkwürdigkeiten und Erinnerungen eines Arbeiters Herausgegeben von Paul Göhre Brosch. Mk. 4 50, geb. Mk. 5.50 Ich kann daher nur noch bar liefern. I. I. David in der Nation schreibt: Mitten in die jüngsten, großen Wahlsiege der Arbeiterpartei hinein kommt ein merkwürdiges Buch. Es erinnert an die Anfänge der ungeheueren Entwicklung des Deutschen Reiches zur Gewerbemacht, an einen höchst eigentümlichen Übergang zum Großbetrieb, dessen Bedingungen man noch nicht kannte. Herausgegeben hat's Paul Göhre, nun Reichstagsmitglied. Verfaßt hat's ein alter Arbeiter, Karl Fischer, der jetzt bei armen Verwandten seine letzten Tage verbringt. Es ist ein sonderbares Buch. Höchst eintönig in allein, in der Darstellung, die dennoch nicht ohne Kraft ist, in den Begebenheiten, und dennoch zwingend durch seine große Wahrhaftigkeit. Die Würde eines Kulturdenkmals, die der Herausgeber dafür in Anspruch nimmt, kommt ihm unter allen Umständen zu. und also mag es bleiben. Eine Hiobstimmung weht durch und bricht einmal erschütternd aus... . Ich gesteh es, das Buch hat mich mächtig bewegt und mit neuen Erkenntnissen begabt. Man meint sich im Leben mit offenen Augen um- gethan zu haben. Und nu n merkt man: es gibt Bedingungen, gültig für Millionen, und wir haben nicht einmal eine Ahnung von ihnen. Und wir erschrecken und es ist wie eine Regung von Schuld in uns, hören wir von ihnen mit aller Wahrheit. Da ist ein Mensch von einer ungemeinen Begabung. Denn er sieht richtig und weiß mit wenigen Strichen eine Gestalt sicher und fest zu zeichnen. Milten in der Kultur, in Deutschland lebt er und hat keinen, nicht den fernsten Anteil an allen ihren Genüssen, die er sicherlich vor vielen würdigen und empfinden könnte Also scheiden wir von Karl Fischer. Er ist ein Mann des Überganges gewesen. Denen ergeht es immer übel. Ein Vorläufer, wie sie in die Pfanne gehauen werden. Die hinter ihm marschieren in geschlossenen, in immer wachsenden Reihen und sie wissen sich zu wehren und ihre Haut immer besser zu verkaufen. Am Eingang einer unabsehlichen Bewegung, ohne Ahnung, daß sie schon begann, steht erundmanwirdoftundoftnachih in blicken. Verlag Eugen Diederichs in Leipzig 730'