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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 21.02.1931
- Strukturtyp
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- 1931-02-21
- Erscheinungsdatum
- 21.02.1931
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- Deutsch
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x° 44. 2l. Februar 1031. Redaktioneller Teil. — Svrechsaal. Börsenblatt f. d. Dtschn Bnchhandcl. in ihrem mehr als 100jährigen Bestehen. Umso tragischer ist sein Hinscheiden im besten Mannesalter. In der Öffentlichkeit ist er wenig hervorgetreten, umso enger ist sein Name mit seiner Firma ver knüpft, und darüber hinaus werden auch seine vielen Freunde und zahlreiche Angehörige des Buchhandels und des graphischen Gewer bes dem rastlos tätigen, pflichtgetrcuen und charaktervollen Manne ein ehrendes Andenken bewahren. Ferner: am 17. Februar im 72. Lebensjahre der Universitätsbuchhändler Herr Hermann Warkentien in Rostock i. M. Der Verstorben« war als dritter Sohn des Kaufmanns War kentien in Rostock geboren und besuchte die große Stadtschule bis zur Obersekunda. Als Beruf wählte er den Buchhändlerstand. Das ging nicht ohne Schwierigkeiten, denn da schon sein ältester Bruder Buchhändler war, hatte die Familie starke Einwendungen gegen diese Berufswahl. Aber Hermann Warkentien blieb fest und trat bei Hermann Koch in Rostock in die Lehre. Nachdem diese beendet war, blieb er noch mehrere Jahre als Gehilfe in seiner Lehrfirma. Dann siedelte er nach Güttingen zur Firma Robert PeppmUller über. Diese Stellung gab seiner Lernfreudigkeit neue Anregung, und er arbeitete sich namentlich im Antiquariat sehr ein. Als Peppmüller bald starb, übernahm die Handlung der älteste Bruder des Verstorbenen, Herr Emrl Warkentien, dem Hermann zur Seite trat; 1886 wurde er Teil haber. Beide Brüder wußten die sich großen Ansehens erfreuende Handlung auf der Höhe zu halten und erfreuten sich namentlich aus Universitätskreisen guter Kundschaft. Aber nach einer Reihe von Jahren vertrug die Handlung zwei Inhaber und deren Heranwach sende Familien nicht mehr. Hermann trat deshalb aus und gründete am 1. Oktober 1895 in seiner Vaterstadt Rostock eine Firma unter eigenem Namen. Mit der ganzen Energie seines Wesens und großer Umsicht widmete er sich dem Ausbau seiner Handlung. Er hatte die Freude, seine Bemühungen schnell von Erfolg gekrönt zu sehen, denn die Firma erfreute sich bald eines großen Kundenkreises. Namentlich die Lehrer und Studenten der Universität kamen gern zu Warkentien, da er ein Antiquariat eingerichtet hatte und ein Lager von Rostocker Dissertationen hielt. In Anerkennung seines Wirkens für das wissenschaftliche Buch wurde er beim 26jährigen Bestehen seiner Firma zum Universitätsbuchhändler ernannt. Daß ein solch aufgeweckter, tätiger Mann im Kollcgenkreise auch nicht untätig sein konnte, zeigte sich bald. Warkentien war lange Jahre im Vorstand des Kreisvereins Mecklenburgischer Buchhändler und hat ihn oft auf der Kantateversammlung in Leipzig vertreten. Er war hier auch im geselligen Kreise ein gern gesehener Gast. Am 2. Januar 1919 trat ihm sein Sohn, Herr Kurt War kentien, in der Leitung seines Geschäfts zur Seite, dem er es, zumal seine Gesundheit schwankend geworden war, im vorigen Jahre allein überließ. In Hermann Warkentien ist ein tüchtiger Buchhändler und ein lieber Mensch dahingegangen. Außer seiner Familie trauern viele Freunde an seiner Bahre. Möge ihm die Erde leicht sein! —n— Ferner: am 19. Februar nach kurzem schweren Leiden im 64. Lebens jahre Herr Otto Wühler, Prokurist der Firma Koehler L Volckmar A.-G. L Co. in Leipzig. Das Ableben des Herrn Otto Wutzler, der viele Jahrzehnte hindurch die Einkanfsabteilung des Leipziger Barsortiments in vor bildlicher Weise geführt hat, bedeutet einen sehr großen Verlust für seine Firma, zugleich aber auch für den gesamten deutschen Buchhandel. Seitdem der junge Otto Wutzler im Jahre 1882 seine buchhändlerische Laufbahn bei der Firma F. Volckmar begonnen hatte, hat er der Organisation und dem Aufbau des Barsortiments dieser Firma und der später aus ihr hervorgegaugenen Firma Koehler L Volckmar A.-G. L Co. fast ein halbes Jahrhundert unermüd lichen und freudigen Schaffens gewidmet. Temperamentvoll in seinem Wollen und Können, bis zum letzten Arbeitstage sprühend in Anregungen organisatorischer und propagandistischer Art hat Otto Wutzler stets die höchsten Anforderungen an sich selbst gestellt und damit auch auf alle seine Mitarbeiter übertragen. Gestützt auf reiche Fähigkeiten und Erfahrungen, Freund und feinsinniger Kenner der deutschen Literatur hat sich Otto Wutzler in seinem Wirkungskreise einen fast einzigartigen Überblick über die Gesamtproduktion des deutschen Verlagsbuchhandels erschlossen. Weite Kreise des deutschen Verlages waren sich daher in stets steigendem Maße bewußt, in Otto Wutzler für wichtige Verlagsfragen einen kenntnisreichen, klugen und stets hilfsbereiten Freund und Berater zu besitzen. Schon einmal, im Frühjahr 1928, hatte das Leben Otto Wutzlers Lurch einen Schlaganfall bedroht in ernster Gefahr geschwebt. Mit der ihm eigenen zähen Energie hatte er diese damalige Er krankung überwunden, stets von der Hoffnung beseelt, so schnell wie möglich wieder in den ihm liebgemordenen beruflichen Pflichten leben zu können. Aus seiner stets hastenden geschäft lichen Tätigkeit ist er nach wenigen Tagen schweren Leidens jetzt aus unserer Mitte gerissen worden. Die Erinnerung an diesen treuen und bewährten Buchhändler wird im Barsortiment und über dieses hinaus in weiten Teilen des deutschen Buchhandels dankbar fortbestehen. SprecksaLl Überweisungen direkter Bestellungen. Der Verlag F. A. Brockhaus überweist die Früchte seiner kost spieligen Werbung für den »Vohks-BrockhauS« dem ortsansässigen Sortiment, was heutzutage noch mehr anzuerkennen ist. Ich sage dem Verlag dafür an dieser Stelle schönen Dank und freue mich, daß im Sprechsaal auch einmal Lob und nicht nur Tadel veröffent licht wird. Stuttgart. Walter Weitbrecht i. Fa. I. F. Steinkopf. Mit welchem Tage beginnt die Woche? Auf den so überschriebenen Beitrag im Börsenblatt vom 17. Fe bruar, gezeichnet Dgdn., möchten wir erwidern, daß die Beanstan dung der üblich gewordenen Wocheneinteilung durchaus begründet ist. Unsere Wocheneinteilung, der doch sicher die Schöpfungsgeschichte zugrunde liegt, ist tatsächlich falsch und die Woche muß sinngemäß am Sonntag enden und nicht mit ihm beginnen. Die Beibehaltung der üblich gewordenen, an sich sinnlosen Einteilung empfiehlt sich aber für die illustrierten Abreißkalender mit Wocheneinteilung aus einem praktischen Grund, da dann Sonntags, beim Abreißer des alten Blattes, eine neue Abbildung erscheint und der Sonntag für diesen Wechsel wohl besonders günstig ist, weil der Besitzer des Kalenders an diesem Tage die meiste Zeit hat, sich mit dem neuen Bild zu beschäftigen und es als kleine Feiertagsfreude zu genießen. Die Redaktion von Bards Mnseumskalender. Inhaltsverzeichnis. Bekanntmachungen der Geschäftsstelle des B.-V. betr. Tag des Buches. S. 153 u. 155; betr. Mitgliederaufnahmen. S. 153 / Verein der Buchhändler zu Leipzig betr. Hauptversammlung. S. 163. Artikel: Die Änderungen des § 7 des Umsatzsteuergesetzes. Vou vr. R. Runge. S. 154. Zur reformationsgeschichtlichen Forschung von heute. Vou vr. K. Schottenloher. S. 160. Liste von Autoren, die ihre Mitwirkung zum Tag desBucheszugesagt haben. S. 166. Besprechung: Ebisch-Schücking, Ltmksspoare LiblioZiuptiy. S. 160. Wöchentliche Übersicht über geschäftliche Einrichtungen und Veränderungen. S. 161. Kleine Mitteilungen S. 162—163: Buchausstellung in Buenos Aires / Ausgleichsverfahren / Allgemeiner Deutscher Buchhandlungsgehilfen-Verband / Angestellten-Versicherung / »Palm«, München / Aus Schweden / Aus den Vereinigten Staaten / Bibliotheksankauf / Starb Gutenberg eines gewalt samen Todes? / Heinrich Heine-Gesellschaft / Warnung / Schwindler. P e r s o n a l n a ch r i ch t e n S. 163: Gestorben: B. K. Giesecke, Leipzig; Herm. Warkentien, Rostock; Otto Wutzler, Leipzig. Sprechsaal S. 164: Überweisungen direkter Bestellungen / Mit welchem Tag beginnt die Woche? 164
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