Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.01.1931
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1931-01-13
- Erscheinungsdatum
- 13.01.1931
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19310113
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-193101138
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19310113
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1931
- Monat1931-01
- Tag1931-01-13
- Monat1931-01
- Jahr1931
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
wurde der Verlag vor allem durch seine Haus- und Fainilien-Kalen- ber, deren Grundstock der heute im 48, Jahrgang erscheinende Wachenhusen-Kalender bildete, aus dem sich die übrigen Kalender- Ausgaben entwickelt haben. Nicht minder bekannt sind die humoristi schen Zeitschriften »Lachende Welt« (84. Jahrgang), »Der lustige Sachse« sss, Jahrgang) u, a, sowie die sächsischen Mundartbllcher von Lene Voigt sSäksche Balladen, Säk'sche Glasstgger), denen sich in neuerer Zeit andere Sammlungen und Werke bekannter Autoren angeschlossen haben, 2, Arbeitsgemeinschaft des Niederschlesische» Jungbuchhandels. — Die Arbeitsgemeinschaft findet diesmal, der besseren Zureise wegen, am Sonntag, dem 1. Februar, in Liegnttz im Hotel Reichshof <am Bahnhof) statt. Das Arbeitsprogramm wurde wie folgt festgesetzt: 1, Herr Buchhändler P, Röbke-Hirschberg: Referat »Notwendige Forderungen des selbständigen Buchhändlers an seine Ange stellten, a) an seine Leistungen aus wirtschaftlichen Gründen, b) an seine Bildung aus Verpflichtung dem Beruf und dem Kun den gegenüber«. 2. Herr Hermann Meyer i, H, Max L Comp,, Breslau: Referat »Berufs- und Selbstbildung«, Nachfolgend Aussprache über die Referate, über die örtliche Grup penarbeit und die gemeinsame Weiterarbeit des Jungbuchhandels in Niederschlesten. Die Arbeitsgemeinschaft soll um 9,39 Uhr be ginnen und smtt kurzer Pause) um 18 Uhr etwa beendet sein. An schließend gemeinsames Mittagessen, Preis etwa NM 2,—. An der Arbeitsgemeinschaft kann jeder teilnehmen, der Inter esse an dem Arbeitsprogramm und den jungbuchhändlerischen Be strebungen hat. — Anmeldungen sind bis spätestens den 28. Ja nuar zu richten an Frieda Wiebermann, Löwenberg-Schl. Allgemeiner Deutscher Buchhandlungsgchilscn-Vcrband, Leipzig, — Donnerstag, den 18, Januar 1931, abends 8 Uhr, veranstaltet die hiesige Ortsgruppe im THB-Heim, Dittrichring 17 III, im neuen Jahre ihre erste Fachgruppensitzung, Ganz besondere Beachtung verdient an diesem Abend der Vortrag des Herrn Buchhändlers Walter Rehm Uber die Organisation im Retsebuchhan- d el. Alle Kollegen aus dem Buchhandel werden hiermit herzlichst dazu eingeladen; Gäste sehr willkommen, Vereinigung ehemaliger Schüler der Deutschen Buchhändler. Lehranstalt zu Leipzig E. V. — Die nächste Mitgliederversammlung findet am Mittwoch, dem 14, Januar 1981 im »Sach se n h o f« sVereinsztmmcr), um 29 Uhr, statt, Kollege Hoeie hält einen Vortrag über »den heutigen Stand der Sozial versicherung«. Zu diesem Abend find Gäste willkommen. Aus Frankreich, — Am 8, Dezember 1989 ist in Paris Louis - Jules Hetze! gestorben. Mit diesem Verleger, der, aus einer alten Straßburger Familie stammend, im Jahre 1847 in Paris ge boren wurde, verschwindet ohne Zweifel eine der bemerkenswertesten Figuren der französischen Verlegerwelt, Die Firma Hetze! war von dem Vater des Verstorbenen im Jahre 1849 gegründet worden. Von den großen Schriftstellern, deren Werke von dem stark republi kanisch eingestellten Verlag herausgegeben wurden, seien nur fol gende genannt: Hugo, Jules Verne, der Architekt und Restaurateur Vtollet-le-Duc, der ältere Dumas, Turgenjess ider in der Umgebung von Parts starb), Stevenson, Erckmann-Chatrian, Nennet, Alphonse Daudet, usiv. Ganz Vorzügliches hat dieser Verlag im Jugend- und im illustrierten Buch geleistet. In beruflichen Kreisen spielte Louis- Jules Hetze! eine große Rolle, immer stand er in erster Linie, er war auch der Doyen der ehemaligen Vorsitzenden des »Vsrcls äs la I-ibraiiis», Seiner Tatkraft wird zum großen Teil die Verwirk lichung der Idee eines Internationalen Verlcgerkongresses zuge schrieben lder erste dieser Kongresse fand bekanntlich im Jahre 1898 in Paris statt), und bis zu seinen letzten Tagen nahm er an der Vorbereitung des nächsten Kongresses, der im- Juni dieses Jahres in Paris stattsinden wird, lebhaften Anteil. Weiter war Louis-Jules Hetze! Mitglied der Jury säst aller großen Aus stellungen, er spielte eine aktive Rolle im kommunalen Leben, er war Kommandeur der Ehrenlegion und Träger vieler fremder Aus zeichnungen, »Mit ihm«, so heißt es in dem Nekrolog der öidlio- grapkie äs la braves, »verschwindet eine große Persönlichkeit, in der die Eigenschaften des guten Verlegers in vollkommener Weise Fletsch und Blut geworden waren.« In Paris wurde am 5, Dezember das »Institut äs lourvalisms äs ?aris« eröffnet, also eine Journalistenschule, die unter dem Pro tektorat der großen Tagespresse und der »lisvus äss äeux gegründet wurde. Die Zahl der Dozenten beläuft sich aus sechsulW dreißig, unter ihnen der dem Leser bekannte Herr Gaston ger von der »dlatson äu l-ivrs«. Herr Gaston Zeiger wird übM »Das Buch und der Verlag« lesen. M Wie schon kurz erwähnt ss, Nr, 4), fand in Paris kürzlich aiÄ läßlich einer kommerziellen Ausstellung auch ein »Tag des Ver-' lages und der Buchtndustrten« statt, der neben anderem den Besuch der noch jungen »Imprimsris krantzaiss äs l'bläitiov« umsaßte, einer Druckerei für Serienbücher, die als technisch aus der Höhe stehend erachtet wird. Es werden serienweise drei Typen von Büchern hergeftellt, die beiden ersten mit 288 Seiten, einem dreifarbigen Umschlag und zum Ladenpreis von 3,89 bzw, 8.— bis 8,89 Krcs-, der dritte, weit bessere Typus mit 829 Setten, gutem Papier, ge bunden, zu einem Ladenpreis von 18 Franken, Seit Mai 1828 wur den bis jetzt mehr als 18 Millionen dieser Serienbücher »fabriziert«. Die Leistungsfähigkeit belief sich bis vor kurzem aus 2999 Exemplare pro Stunde, jetzt beträgt sie dank neuer Falzmaschinen bei besserer Qualität fast das Doppelte, Es werden nur drei verschiedene Schriftarten verwendet. Nach der Ansicht des Leiters dieser Drucke rei kommen ihre Methoden nicht sllr alle Bücher in Frage, sehr wohl aber für bas normale. us, Reklamezettel in Telegrammsorm. — Wegen groben Unfugs ist jüngst ein Geschäftsmann zur Rechenschaft gezogen worben, der Reklamezettel in- Telegrammsorm in Hausbriefkästen werfen ließ. Aus den Ausführungen des Oberlandesgerichts, das den Geschäfts mann sllr voll verantwortlich erklärte, ist folgendes beachtlich: Der Angeklagte hätte bedenken müssen, daß diese Form der Reklame mög licherweise eine Belästigung darstelle. Ohne Zweifel sollte durch jene Reklame ganz besondere Aufmerksamkeit erzielt werden. Daß die Empfänger jedoch durch diese Reklame aufgeregt und belästigt werden würben, konnte dem Angeklagten nicht zweifelhaft sein, sKlimschs Druckerei-Anzeiger Nr, 2, 1931.) ?ersona1nackrlckten. Gestorben: Ende des Jahres 1939 Herr Leon Golbschmibt, Inhaber der Firma M, Glogau junior in Hamburg. Der Verstorbene, aus Unterfranken stammend, war in früher Jugend nach Hamburg gekommen. Am 1. März 1884 übernahm er dort die 1889 gegründete Sortiments- und Antiquartatshanblung M, Glvgau, die er durch Umsicht und Fleiß und auf Grund seines gediegenen allgemeinen und literarischen Wissens zu einer der ange sehenen Buchhandlungen in Hamburg ausbaute. Doch ließ er es sich damit nicht begnügen: er gliederte seinem Unternehmen einen Verlag an, der den Namen der Firma auch weit über Hamburgs Grenzen bekannt machte. Seine besondere Liebe galt den jungen niederdeut schen, hauptsächlich Hamburger Autoren, Namen wie Gorch Fock, Fritz Lau, Georg Droste, Jakob Loewenberg, Carl Müller-Rastatt und neuerdings Harry Reuß-Löwenstein mit seinen Humoresken- Bänden finden sich in seinem Verlag zusammen und wurden durch ihn stark gefördert. Als 1, Vorsitzender der Literarischen Gesell schaft, deren Mitgrünber er war, hat sich der Verstorbene um das literarische Leben Hamburgs große Verdienste erworben und auch dadurch wieder indirekt auf den Buchhandel befruchtend gewirkt. Er leitete die Volksunterhaltungsabende der Gesellschaft, die der immer großen Zuhörerschaft erlesene geistige Genüsse vermittelten. Uber die Arbeiten der Literarischen Gesellschaft, deren Mitglieder zahl aus 2490 stieg, berichtete der Verstorbene in der von ihm ver süßten Geschichte der Literarischen Gesellschaft. Inhaltsverzeichnis. Bekanntmachungen: Rat der Stadt Leipzig betr. Urheber- rechtsetntragsroll-e, S, 33 / Unterstützungs-Verein Deutscher Buchhändler und Buchhandlungs-Gehülse» betr. Spende Sächs.- Thllring, Buchh.-Verbd, S, 33, Artikel: Bericht über die a.o, Hauptversammlung des Unterstützungs- Vereins Deutscher Buchhändler u, Buchh.-Geh. S. 38, Internationale Statistik der Geistesarbeit im Jahre 1929, III, S, 34, Kleine Mitteilungen S, 38—36: Jubiläum A, Bergmann, Leipzig / 2, Arbeitsgemeinschaft des Niederschlefischen Jungbuch handels / Allgem. Deutscher Buchh.-Gehilsen-Verband, Leipzig / Bereinigung ehem, Schüler der Dtschn, Buchh.-Lehranst. / Aus Frankreich / Reklamezettel in Telegrammsorm, Personalnachrichten S. 38: Leon Golbschmibt, Hamburg f. Verantwort!. Schriftleiter: Franz Wagner. — Vertag: Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buch Händler haus. Druck: L. Hebrtch Nach). Samt!, in Leipzig. — Anschrift d. Schrtstleitung u. Expedition: Leipzig, Gerichtsweges iBuchhänülerhauöt, Postschtiehsach274/7V. 36
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder