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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 08.01.1931
- Strukturtyp
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- 1931-01-08
- Erscheinungsdatum
- 08.01.1931
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- Deutsch
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r ^Meilen ad 1819 Tos Echo« und die ihn, an,«gliederte -Deutsche D^Mort-Revue- als ofsizielie Eiportorgane des ReichsverbandeS der Industrie. Der gestellten Aufgabe entsprechend erfuhr ^Mas Echo« eine dustere Umgestaltung, die es den hochentwickelten des Auslandes ebenbürtig machte. Auch im heutt- Wgen Gewände und der jetzigen Erscheinungsweise, die den veränderten I Verhältnissen angepatzt ist, erfüllt «Das Echo« seine überlieferte Auf- 1 gäbe. Darüber hinaus wirken die verschiedenen fremdsprachigen Ausgaben des «Echo« für die wirtschaftlichen Interessen Deutsch lands und für die Förderung der Handelsbeziehungen zu den Export ländern. Gegen die öffentliche Hand. — Im Preußischen Landtag richtete Herr Verlagsbuchhändler Hermann Hillger am 7. Oktober 1S8l> folgende Kleine Ansrage an das Staasmintsterium: Im allgemeinen macht die Erkenntnis in weitesten Kreisen Fortschritte, daß das selbständige Gewerbe geschützt und gefördert, staatliche Unternehmungen aus ihr notwendigstes Maß beschränkt werden müssen. Dieser Erkenntnis arbeitet die Reichspost be dauerlicherweise entgegen, indem die Deutsche Reichs poft - /Reklame G. m. b. H. im Austrag der Oberpostdirektion Potsdam ' unter dem Titel »Krastposten« Landkarten zum Preise von LS Rpf. erscheinen läßt, die zum Wandern anregen sollen. Diese Karten werben ausschließlich an den Postschaltern verkauft, während sie im Buchhandel nicht zu haben sind. Ganz abgesehen davon, daß Deutschland die besten kartographischen Anstalten der Welt besitzt, die natürlich gern solche Karten Herstellen und verlegen wstrben, sollte doch der Vertrieb solcher Karten grundsätzlich dem Gewerbe überlassen bleiben, das darauf eingerichtet ist, nämlich dem gesamten Sortiments-Buchhandel. Daß so verfahren wird, liegt doch vor allem im Interesse des Preußischen Staates. Wie sollen die Buchhändler in der Lage fein, die Gewerbe- und sonstigen Steuern auszubringen, wenn von behördlicher Seite immer wieder derartige Eingriffe erfolgen, die den in der jetzigen Krisenzeit ohne hin schon spärlichen Umsatz immer mehr verringern müssen? Die Oberpostdirektton ist sicher der Meinung, daß sie mit Herausgabe dieser Karten Propaganda für ihre Krastposten betreibt und es ist auch aus diesem Grund« unverständlich, warum die Post für die Propaganda ihrer Krastposten nicht auch den Buchhandel mit etn- spannt, der gern bereit ist, auch diese Karten ebenso seilzubieten wie alle anderen sonstigen Wanderkarten. Ich srage: Ist das Staatsministerium bereit, auf die Reichspost «tnzu- wirken, daß sie in Zukunft derartige Verlagsunternehmungen , nicht mehr vornimmt, sondern sowohl den Verlag wie den j Vertrieb derartiger von ihr vielleicht gewünschter Karten- / Unternehmungen dem Buchhandel überläßt? s Der Preußische Minister für Handel und Gewerbe erteilte dar auf am 25. Dezember 1939 folgende Antwort: Rach Mitteilung des Herrn Reichspostministers ist der Verkauf der Krastpoststreckenkarten am den Postschaltern inzwischen eingestellt worden. Der noch vorhan den gewesene Restbestand an Karten, die eine Werbung für den /Krastpostverkehr bezweckten, ist unentgeltlich an das Publikum ab- / gegeben worden. Die wichtigsten Neuerscheinungen deutscher Literatur. — Inner halb der Lehrgänge der Fichte-Hochschule zu Leipzig wird vr. Morgenstern auch in diesem Jahre wieder seine vielbeachteten und gerade für den Buchhandel wichtigen Vorträge über »Die wich tigsten Neuerscheinungen deutscher Literatur« halten. Es sind Be trachtungen über die wichtigsten literarischen Erscheinungen der k letzten Monate und sie bieten eine Charakteristik des Gesamtschasseus der einzelnen Autoren mit Hinweisen aus die Hauptströmungen der deutschen Literatur der Gegenwart. Der Lehrgang umfaßt sieben Abende und findet ab 15. Januar jeden Donnerstag 29 Uhr statt. Gebühr RM 4.—, für Mitglieder der Fichte-Hochschule Ermäßigung. Anmeldung: persönlich, schriftlich oder telephonisch durch dis Kanzlei, Dittrichring 17 Z«. sgeössnet täglich 19—14 Uhr, Montags auch von 17—19 Uhrj. Fernsprecher 795 88. Bei der Meldung ge nügt die Angabe der Nummer der betr. Lehrgänge nach dem Ar beitsplan. Die Bestellung kann auch aus dem Abschnitt der Zahl karts ^Postscheckkonto Leipzig 69789) erfolgen. Genaue Anschrift uzid Berufsangabe ist zu statistischen Zwecken unbedingt erforderlich. Uber !die sonstigen Teilnahmebedingungen und die übrigen zahl reichen Veranstaltungen der Fichte-Hochschule unterrichtet ein Ar beitsplan sü^Lanuar—März 1931, der für 19 Pfennig erhältlich ist. Gericht über die 2. Arbeitsgemeinschaft deutscher Buchhändler in der.Tschechoslowakei in Salesel. — Was wollten denn die Kollegen aussaerechnet in Salesel? werden sich wohl verschiedene denken, wenn sie die Titclzeile gelesen haben. Die Antwort ist nicht schwer. 43 deutsche Buchhändler der Tschechoslowakei wollten alle Vorurteile überwin dend, an einer Tischrunde beraten, ob es möglich sei, in ruhiger Aus sprache im Interesse des gesamten Buchhandels das zu besprechen, was nicht nur für die 43 anwesenden Buchhändler, sondern für den ganzen Stand eine Lebensfrage ist. Es stellte sich bald heraus, daß wir Sortimenter, die wir von früh morgens bis spät abends hinter dem Ladentische oder im Büro arbeiten, eigentlich ganz ver gessen, datz diese Abgeschiedenheit uns allen nicht frommt. Mit be sonderer Freude konnte man wahrnehmen, daß es von ungeahnter Wichtigkeit ist, in ungezwungener und unvorgeschriebener Weife und in Rede und Gegenrede alles sagen zu können: was einen bedrückt. Was bei Versammlungen ganz unmöglich ist, ereignete sich hier. Die Buchhändler saßen trotz mitunter auftretender Meinungsver schiedenheiten wie eine große Familie beisammen und dieses er hebende Gefühl wirkte sich derart aus, daß es außer mir gewiß den meisten Kollegen Bedürfnis sein wirb, sobald als möglich wieder zu einer neuen Arbeitsgemeinschaft zusammenzukommen. Kür die Ver- banbsleitung dürfte die dritte Tagung wohl noch mehr Vorarbeit als die zweite verursachen, weil die Zahl der Arbeitsteilnehmer sich ganz bestimmt stark vermehren wird. Wenn ich es verziehe, von dem mir vorliegenden Protokoll ab- znschweifen und dasselbe nicht in der trockenen Form wortwörtlich zu bringen, so geschieht dies nur darum, weil die Teilnehmer der Arbeitstagung den Inhalt kennen, während die abwesenden Kollegen mit diesem Protokoll-Bericht nichts anzusangen wüßten. Wir wollen nicht einen Bericht, wie die üblichen Versammlungsberichte es sind, bringen, sondern wir wollen allen Buchhändlern sagen, was wir wollten und was wir von dieser Zusammenkunst nach Hause brachten. Wenn alle Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft sund ich glaube, es von den meisten sagen zu können) ihr so wie ich folgten, werben sie ein großes Plus buchen dürfen und sich sagen müssen, datz uns dort die Augen geössnet wurden, geöffnet durch uns selbst. Könnten wir Buchhändler öfter, als es möglich ist, uns ungezwungen aussprechen, wie es bei anderen Berufen und besonders in der Arbeitnehmerschaft möglich ist, bann würden wir den Weg zu uns finden und uns nicht nur als den Konkurrenten, sondern als den Menschen kennen lernen. Das Positive Ergebnis ist dahingehend auszuwerten, daß es sehr gut möglich ist, auch in großem Kreise verschieden eingestellter Menschen Berufsfragen frei zu erörtern und die Basis zu finden, auf der man weiterbauen kann. Soweit ich den Ersolg der Tagung überblicken kann, ist er größer, als ich ihn mir erhoffte und das Er gebnis der Arbeitsgemeinschaft ein stark positives. Besonders wertvoll sind Arbeitsgemeinschaften, wenn die Teil nehmer bereits viele Anregungen mitbringen, um so Begonnenes fortzusetzeu und auszubauen. Von der zweiten Arbeitsgemeinschaft in Salesel können wir ruhig behaupten, daß hier nicht nur Anregun gen gegeben wurden, sondern daß jeder Teilnehmer das dort gemein sam Ausgetauschte zuhause ausbauen und für sich verwerten kann. Sei es die Frage gemeinsamer Propaganda zur Rückgewinnung von Lesern, sei es der Schutz gegen Übergriffe in unsere Rechte, die Aus bildung des Nachwuchses, die Frage der Lagerbewertung, die uns alle besonders interessierende Steuerfrage. Keine Frage wurde bloß gestreift, über alles wurde ausgiebig beraten. Der Verbanbsleitung und allen Herren, die sich um das Zu standekommen der Arbeitsgemeinschaft so bemühten, sei herzlichster Dank gesagt für die drei außergewöhnlich fruchtbaren Tage, die sie uns allen bescherten. Wir dürfen uns alle besonders darüber freuen und müssen unserer Spitzenorganisation, dem Börsenverein, für seine Unterstützung danken und besonders danken dafür, daß der Leiter der Tagung, Herr Verlagsbuchhändler Theodor Marcus, Breslau, es so vortrefflich verstanden hat, die Verhandlungen so zu führen, daß sie erfolgreich enden mußten. — Auf Wiedersehen bei der 3. Arbeits gemeinschaft. Jägerndorf. Fritz Kreitzler. Tätigkeitsbericht des Mäscrschen Technikums für Buchdrucker in Leipzig. — Verleger und Buchbruckereibesiber Georg Möser si. Fa. Julius Maser), Direktor des Technikums für Buchdrucker in Leipzig, führt in dem von ihm erstatteien Tätigkeitsbericht über das Schuljahr 1929/1939 unter andern! aus, datz die künstlerischen Fragen des Buchbruckgewerbes gerade im legten Jahre eine be deutende Klärung erfahren hätten. Das Für und Wider, das die Gemüter über die «Neue Typographie« erregte, habe sich gelegt, die geschmackliche Bildung hätte heute solche Fortschritte gemacht, daß man sich selbst in den Kreisen, in denen man dieser neuen Bewegung in Gegnerschaft gegenüberstand, davon überzeugte, baß doch ein guter Kern in dem neuen Kormwillen der jungen Generation stecke. Zweck der Gesamtausbildung am Technikum sei einmal, eine Vertiefung des mitgebrachten Könnens und Wissens zu erreichen, und darüber hinaus im Rahmen des Unterrichlsplancs möglichst in allen Fächern
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