Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.05.1925
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1925-05-09
- Erscheinungsdatum
- 09.05.1925
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19250509
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-192505097
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19250509
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1925
- Monat1925-05
- Tag1925-05-09
- Monat1925-05
- Jahr1925
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
108/109, 9, Mai 1925, Redaktioneller Teil, Redaktioneller Teil. (Nr. 81.) Kantate 192S llenthalben sprießt es und sproßt es. Oie Welt steht verjüngt !m Festgewand, als wüßte sie, daß es gilt, Feierstimmung zu schaffen. Ls ist Kantatezeit im schönsten Sinne des Mortes. — In größerer Menge denn je eilen die Angehörigen öcs deutschen Buchhandels diesmal nach Leipzig/ das hundertjährige Bestehen des Börsenvereins festlich zu begehen. Auch Ehrengäste in stattlicher Zahl sind gemeldet. Wer die Grenzen des Reiches hinaus findet das Jubiläum Beachtung. Das reiche Festprogramm überwältigt fast durch die Fülle des Gebotenen. Man darf erwarten/ daß die Teilnehmer starke und bleibende Eindrücke mitnehmen, daß die Tage nicht nur von rauschender Festfreude, sondern auch von echter Würde und sachlichem Gehalt erfüllt fein werden, wetteifert doch alles, fix aufs beste und schönste auszugestalten. An guten wünschen für den jubilierenden Verein wird es nicht fehlen. Eine Fülle von Fcstgefchenken und Erinnerungsgaben steht Zu erwarten. Eine Hundertjahrfeier gibt es eben nicht alle Tage. Auch das Börsenblatt will in der Reihe der Gratulanten nicht fehlen. Mar es von je Brauch, daß den Kantategästen auch an dieser Stelle ein herzlicher Wiilkommensgruß entboten wurde, so kommen wir dieser Pflicht diesmal ganz besonders gern nach. Oas Börsenblatt ist das Tagebuch des Buchhandelslebens, ist insbesondere die laufende Chronik seiner Vereins geschichte. Was den Beruf bewegt, was er erlebt, findet hier seinen Niederschlag. Alltäglichkeiten und Festesfreuden spiegeln sich in ihm getreulich wider, vor allem in allen Höhepunkten des Buchhandelsschicksals tritt das Börsenblatt als Herold an die Rampe. So war es eine Selbstverständlichkeit, daß das Börsenblatt auch das 100 jährige Jubiläum des Börsenvereins durch eine entsprechende, besondere Unternehmung auszuzeichnen versuchte. Oen Beziehern ist in diesen Tagen eine Fest nummer als Sonderausgabe vorgelegt worden, die hoffentlich als dauernde Erinnerungsgabe willkommen sein wird. Dankens werterweise haben dafür außer dem derzeitigen Ersten Vorsteher des Börsenvereins, seine Ehrenmitglieder und einige der Mitglieder, die ihm 50 Jahre und länger bereits angehören, inhaltsvolle Festgrüße und Glückwünsche zur Verfügung gestellt. Auch der Gruß eines Verstorbenen ist eingefügt- von Arnold Bergstraeßer stammt er, dessen letzte Gedanken noch auf dem Sterbebett seinem Börsenverein galten, zu dem Jubeltage vorauseilend, den wir heute feiern. Oie anschließenden Aufsätze sollen einen Werblick über das ganze große Arbeitsgebiet des Börsenvereins und seine Einrichtungen geben. Vicht um Festartikel, wie sie anderwärts vielleicht üblich sein mögen, waren die Mitarbeiter gebeten. Nicht Weihrauch sollte angezündet, nicht Fanfaren sollten geblasen werden. Dem Charakter der Zeit entsprechend sollte vielmehr ernste Besinnung den Grundton abgeben und auch der sachlichen Kritik das Tor geöffnet sein. Oie Beiträge dürften so in der Tat eine über die flüchtige Lektüre und die Festtagsstimmung hinaus Geltung behaltende sachliche Würdigung des Wesens und der Bedeutung, der Leistungen und Auf gaben der lOSfährigen Spitzenorganisation des deutschen Buchhandels darstellen. Oer Anzeigenteil aber führt den deutschen Verlag —zwar nicht in lückenloser Vollständigkeit, indessen doch ln reicher Auswahl und größter Vielseitigkeit —in repräsentativen Ankündigungen vor, dazu eine Reihe verwandter Betriebe. Oas Studium dieser Anzeigen gewährt nicht nur einen Einblick in den derzeitigen Stand des deutschen Buchhandels, sondern dürste z. B. auch vom werbetechnischen Standpunkt aus mancherlei Anregungen gewähren. Nimmt die Festnummer im reichen Kranz der Festgaben wohl auch nur ein bescheidenes Plätzchen ein, so wird sie doch hoffentlich der Anteilnahme des Börsenblattes an der Jubelfeier gebührend Ausdruck verleihen. Festtage verstiegen rasch. Oie gehobene Stimmung, die sie erfüllt, muß nur zu bald doch wieder dem Alltag welchen. Auch die tiefsten Eindrücke drohen im Laufe der Zeit wieder zu verblassen. Oas Vergangene muß immer wieder neuem Er leben Platz machen. So will es das Gesetz dieser Welt. Aber jedes Erlebnis braucht nicht ein passiver Genuß zu bleiben, schöner ist es, wenn sich die in ihm ruhenden Möglichkeiten zu aktiver Auswirkung entfalten, wenn das Erleben zum Beleben wird. Oas Bewußtsein, das Innewerden der Tatsache, daß trotz aller Stürme und Nöte der Buchhandel imstande gewesen ist, sich seine vor 100 Jahren geschaffene «Organisation durch allen Wandel der Zeiten zu erhalten und zu behaupten, muß auch zur Kraft werden, das Begonnene fortzuführen, der Vergangenheit in aller Zukunft nie nachzustehen. Oas Mitdabei- gewesensein in einer großen Stunde ist doch auch eine Verpflichtung. Man feiert letzten Endes nichts, dem man nicht Bestand wünschte und Oaseinsrecht zubilligte. Lind „des Mannes schönste Feier ist die Tat". Im lebendigen Wirken feiner Mitglieder zum allgemeinen Besten erhält sich der Börsenverein am sichersten. Oas ist der Fels, auf dem er steht. Mögen die Festtage der 100jährigen Jubelfeier diesen Geist stärken! Mag Kantate 1ZLZ im besten Sinne des Wortes die Frühlingsfeier eines neuen glorreichen Jahrhunderts für den Börsenverein sein! 102«-
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder