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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.08.1929
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1929-08-20
- Erscheinungsdatum
- 20.08.1929
- Sprache
- Deutsch
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X- 192, 20. August 1929. Redaktioneller Teil. — Svrechsaal. Börsenblatt f.d.Dtschn. Buchhandel. 7 Uhr: Festvorstellung der Niederdeutschen Bühne in Krögers Hotel, Blankenese. Gegeben wird: »Sodom und Gomorrha«, nieder deutsches Lustspiel in drei Auszügen von Heinrich Behnken. Da reichlich Platz vorhanden, können Freunde und Bekannte mitgebracht werden. Durch Ersatz der Fahrkosten wird den auswärtigen Mitgliedern die Beteiligung an der Jubtläumstagung wesentlich erleichtert. Aedes Mitglied hat Anspruch aus ein Exemplar der Festschrift »Der Buch händler-Verband ,Kreis Norden' in den zweiten 25 Jahren seines Bestehens«, 112 Seiten mit 7 Bildnissen. Kür einen Besuch Ham burgs und seiner näheren und weiteren Umgebung ist günstige Gelegenheit geboten. Jubiläum. — Die Firma K. Junginger-Hefti'sErben, Buchhandlungund Papeterie in Arosa jSchweizj kann am 20. August das 28jährige Bestehen feiern. Der Gründer, Herr K. Junginger-Hefti, kam 1001 zur Erholung nach Arosa. Er war vorher in der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart tätig. Als in Arosa durch Todesfall ein kleines Geschäft frei wurde, kaufte Junginger-Hefti dieses und eröffnete eine Buchhandlung nebst Pa piergeschäft. Dank seiner vorzüglichen Kenntnisse, streng soliden Grundsätze und seiner Tüchtigkeit konnte er das Geschäft bald zu einem ansehnlichen gestalten. Mt der Entwicklung des Ortes ging die der Firma mit, sodaß nach einigen Jahren durch Umbau die Geschäftsräume vergrößert werden mutzten. Die Kriegs- und' Nach kriegsjahre waren ziemlich ruhig, da die deutschen Kurgäste sohlten. Trotzdem Uetz Herr Junginger-Hefti im Jahre 1023 am Postplatz, in bester Lage, ein geräumiges Geschäfts- und Wohnhaus bauen. Er hätte den richtigen Zeitpunkt gewählt, denn mit der Befestigung der deutschen Währung stellte sich auch die deutsche Kundschaft wieder ein. Durch unermüdlichen Fleiß und Zuvorkommenheit brachte Herr Junginger-Hefti di« Handlung auf ihren jetzigen Stand. Die Früchte seiner Arbeit konnte er leider nicht mehr ernten. Im September 1027 starb er im Alter von erst 48 Jahren. Das Ge schäft wirb nun von Frau M. Junginger-Hefti, die bereits feit ihrer Verehelichung im Jahre 1005 mit in der Firma tätig ist, deren Tochter und einem 1. Gehilfen geführt. Vcrstcigerungskalcnder. — 28. August: S. Martin Fraenkel, Berlin. Wertvolle und schöne Bücher. 300 Nrn. September: Paul Graupe, Berlin, Sammlung Russell- Koblenz. Deutsche Literatur der Klassik bis zur Neuzeit, Ge samtausgaben und Einzeldrucke, eine Stefan George-Sammlung. 20. September: I. A. Stargardt, Berlin. Autographen. Herbst: Holl st ein L Puppe l, Berlin. Westdeutsche Schlotz- Samnrlung. Kupferstiche und Handzeichnungen alter Meister. Münchner Alt-Musikalien-Markt. — Vom 30. September bis 2. Oktober findet im Steinickesaal, München, ein Alt-Musikalien- Markt statt, der den Mstsikalien vertreibenden Firmen Gelegenheit gibt, alte und ältere Bestände abzustoßen. Firmen, die sich hieran beteiligen wollen, erhalten nähere Auskunft durch die Leitung Georg C. Steinicke, München, Adalbcrtstraße 15. Der neue Druck — das schöne Buch. — In dem Bericht über diese Magdeburger Ausstellung in Nr. 188 ist bei der Erwähnung der Umschläge des Malik-Verlages zu berichtigen, daß John Heart- sielb nicht der Deckname für Wieland Herzselde, sondern für seinen Bruder Helmut Herzfelde ist. 'kersonalnackrlckten. Jubiläum. — Am 18. August feierte Herr Karl Gossow sein 2Sjährigcs Dienstjubiläum als Markthelfer bei der Firma Walter de Gruyter L Co., Berlin. Gestorben: am 11. August während des Ferienaufenthaltes in Rippolösau im Schwarzwalb Herr vr. jur. Fritz Fikentscher, In haber des Berlages gleichen Namens und der Buchdruckerei G. Krepsing in Leipzig. Seit über 50 Jahren steht die Druckerei des Verstorbenen in Geschäftsverbindung mit unserer Adreßbuchredaktion, für die sie seit 1873 das Buchhändler-Adreßbuch druckt. Herr vr. Fikentscher trat 1020 durch die Gründung seines Verlages in direkten Verkehr mit dem Buchhandel. Aus dem jungen Verlag sei besonders erwähnt die von W. E. Groeger herausgegebene Bllcherserie »Die russische Revolution im Spiegel der Dichtung«, die guten Auklang sand. Ferner: am 14. August in Bad Brückenau der Buchhändler Herr Adols Dähnert, Inhaber der Firma K. E. Fischer in Leip zig im 71. Lebensjahre. über den Weg des Verstorbenen brachten wir aus Anlaß seines 70. Geburtstages im Börsenblatt 48 vom 23. Februar b. I. einen Überblick. Kurz sei wiederholt, daß er 1882 als Gehilfe zu K. E. Fischer kam, einige Jahre später Prokurist wurde, 1808 Teilhaber, 1808 — nach dem Tobe K. E. Fischers — allein berechtigter Ver treter und ISIS Alleininhaber wurde. Am 1. Januar 1028 wurde die Firma in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt, zu deren persönlich hastendem und geschäftssllhrenden Gesellschafter Herr Dähnert ernannt wurde. Welch blühendes Unternehmen sich im Lause der Jahrzehnte unter der Leitung des Verstorbenen entwickelt hat, dürfte hinreichend bekannt sein, erstreckt es sich doch über fast alle Zweige des Buchhandels. Dähnert war ein Mensch von seltener Begabung und Tatkraft, der sich auch der schnell fortschreitenden Entwicklung gut anzupassen wußte. Von 1042 bis 1024 widmete er sein Wissen auch dem Verein der Buchhändler zu Leipzig, dessen Vorstands- und Hauptausschußmitglied er war; im Krieg bekleidete er einige Jahre das Amt des Vorstehers der Bestellanstalt. Seit 1005 war er Vorsitzender des Verbandes der Kommissions- und Großbuchhändler zu Leipzig, ferner war er seit vielen Jahren als gerichtlicher Sachverständiger beim Land- und Amtsgericht zu Leipzig beeidigt. Seit 1028 wirkte er auch in verschiedenen Ausschüssen des Börsenvereins, so im Ausschuß zur Reorganisation des Börsen- vereins, im Satzungsänderungs-Ausschuß und im Fachausschuß als Vertreter des Verbandes der Aommissions- und Großbuchhändler. Sprecüsaal (Ohne Berantwortuna der Schrtftleitnna: jedoch unterliegen alle Einsendungen Len Bestimmungen über die Verwaltung des Börsenblatts.) Macht das Sammeln signierter Bücher zum Sport! Meine Überschrift sagt alles: Ich möchte den gesamten Verlagsbuchhandel anregen, den Bücher verkauf dadurch zu beleben, daß billige, signierte Ausgaben geschaffen werden. Im Zeichen unserer gelöarmen Zeit schlage ich vor, gegen einen geringen Mehrpreis Bücher in den üblichen Ein bänden signiert auf den Markt zu bringen. Wenn man einen generellen Aufschlag von 3 Mark auf jedes Buch nimmt, so könnte jedes Mitglied der heiligen Dreieinigkeit: Autor, Verlag, Sortiment, je 1 Mark für seinen eigenen Geld beutel mehr verdienen. Ich bin der Überzeugung, daß, wenn man das Büchersammeln signierter Ausgaben mittels einer geschickten Propaganda zur Mode macht, dem gesamten Buchhandel geholfen werden könnte, denn jeder am Buch Beteiligte wird seinerseits Gewinn haben. Modelaunen haben stets Geld gebracht, warum nicht auch im Buchhandel, und selbst, wenn dies wider Erwarten nur von kurzer Dauer sein sollte. Natürlich darf man auf keinen Kall in den unwirtschaftlichen Kehler verfallen, neben den einfach gebundenen Ausgaben noch Halb-, Ganz leder- und Luxusbände sowie numerierte und unnumerierte Abarten herzustellen. Das Publikum fall für 3 Mark Mehrzahlung die eigenhändig signierte Ausgabe selbst von den bekanntesten Autoren erhalten. Autoren, die glauben, teurer mit ihrer Handschrift sein zu müssen, sollen lieber ausscheiden; nur die einheitliche Billigkeit dieser signier ten Ausgaben kann einen größeren Absatz Hervorrufen. Broschierte Bücher scheiden selbstverständlich aus. Natürlich kann nur die Zusammenarbeit des gesamten belle tristischen Verlags einen tatsächlichen Erfolg erzielen, der ohne jeg lichen finanziellen Mehraufwand und ohne besondere »Verlags umstellung« zu erreichen wäre. Ich glaube bestimmt, daß auf diesem Wege das signierte Buch wieder ein beliebtes Geschenk werden könnte. Mühlhausen (Thür.). Hey'sche Buchhandlung Walter Geuse l. Druck: E. H e - r t ch N 800 .. -, , ^ u er. — Verlag: D er B ö r j e II v e r c I n der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches BuchhändlerhauS. amtl. tu Leipzig. - «uichrist d. Schrtstleituug u. Expedition: Selpzig E t, Gerichtsweg A >»uchhändlerhau->, Postzchti-bi. S7t,7S.
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