12346 SSrsrMI-it s. d. Dtlchn. vu»«»>>dL Fertige Bücher. X» 247, 2. November 1920. Soeben erschien: Richard Elchinger Rosa oder Die Gefahren der Schönheit Eine empfindsame Geschichte Im Stile der Zeit ausgestatket von Max Schwarzer Ein reizender Rokoko-Band M. 8.5O ordinär, M. 5.5O bar Partie 1Z/I2 2 Probe-Exemplare alatt mit 40 Proz. wenn auf beiliegendem Zerret bestellt anmutige kleine Rokoko-Roman ElchingcrS wird gewiß eins der ent zückendsten Bücher der letzten Jahre. Lebendig steht das galante Zeitalter vor dem Leser, welchem die mannigfachen Schicksale der schönen Rosa sehr zu Herzen gehen! Ge flissentlich geht Elchinger aller derben oder versteckten Erotik, die vielleicht mancher hinter diesem Titel vermuten wird, aus dem Wege! Dieses Buch ist fast ein Märchen, von seltener Innigkeit und Treue, ein Hohe« Licd der reinen deutschen Frau! Eine neue Romantik kündigt sich darinnen an, ver heißungsvolle Erlösung aus dem Sumpfe! Rööl L Sie., München Georgenstraße 28 Friedrich Gogarten Dis »Freunde der christlichen Welt" hielten im Verein mit den „Freunden der freien Volksküche" und dem »Bund »ür Gegenwartschristentum" Anfang Ok ober einen religiö en Kongreß auf der Wartburg ad, der eine symptomatische Bedeutung für die religiöse Lage res heut-gen Protestantismus weit über die Kreise dieser Bünde ha>. Denn er bedeutet einen ernsthaften Ver such seiten« des liberalen Protestantismus, sich mit der Frage, wie weit können die Nöte unserer Zeit durch da« Christentum gelöst werden, auseinanderzusetzen. Der bekannte Schiiftfteller Wilhelm Schäfer be richtet in der »Frankfurter Zeitung" in einem umfangreichen F,Uill,ton seine Eindrücke und kommt kritisch zum Endurteil, daß die protestantische Kirche gegenüber demreligiösen Drängen und der sozialen Not unserer Zeit dauernd versagen wird. Da endet er seine Kriiik mit folgendem Bekenntnis eines Erlebnisses: Dies war das unerwarlete und erschütternde Ereignis auf der Wartburg, daß ein starker Geist in den Spuk solchen Scheins hineinleuchtete. Wenige in Deutsch land werden seinen Namen gekannt haben, doch dürfte der Pfarrer Gegarten bald unter denen ge nannt werden, die für unser Schicksal bestimmend sind. Mit ihm trat Martin Luther in den Fest saal der Wartburg und war wieder der Junker Jörg, demTeufel sein Tintenfaß an den Kopf zu schmeißen. Nichts hatte der Mann, der da sein Gottes bekenntnis ablegte, mit der liberalen Theologie zu tun, und cs brannte die göllliche Dämonie IN ihm wie sie in Jesus war, als er die Tische der W chsler im Tempel umsttirzte. Die F eunde der christlichen Wett, soeben noch mit ihrem M ister Otto von cinemW ltkuchenbund träumend, dieAgiiatoren der sozialen Entscheidung, soeben noch von der Dring, lickkeit ihrer M ssion erfüllt, mußten die Geißel Gottes erfahren Amso grausamer traf di- Geißel, als das Tdema der Predigt — denn eine Predigt war es, kein Vortrag, und die gewoliigste Predigt, die ich jemals hörte — als dieses Thema: „De Krisis unserer Kultur" vss nsichtlich andere Ei Wartungen angeregt hatte.... Allen, die Obren hatten zu hören, mußte es ein Erlebnis ohnegleichen sein, derart die Stimme Gottes aus Menschenmund zu vernehmen. Ihnen bckam der Urgrund Sprache, aus dem Luther die Gnade stines Glauben« errang. F Gogarten ist ständiger Mitarbeiter der Tat! Bisher erschienen: Religion Weither. brM5.-,gebM 10.- ReliaionundVolkstum.(Tarflt>gschr.5) br M 2.- Fichte als religiöser Denker, br M5.-, geb M 10.— ^ Eugen Diederichs Verlag in Jena