Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.09.1907
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1907-09-14
- Erscheinungsdatum
- 14.09.1907
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19070914
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190709147
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19070914
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1907
- Monat1907-09
- Tag1907-09-14
- Monat1907-09
- Jahr1907
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
215, 14. September 1907. Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. 9083 ihnen veröffentlichten Originale und ältere Jahrgänge, die Tageszeitungen gleichfalls die ältesten oder sonstwie inter essanten Nummern (Lstit äournal z. B. die während der Be lagerung 1870/71 des Papiermangels wegen auf verschiedene Farben gedruckten und ganz gekürzten Ausgaben usw.); sie machen außerdem an der Hand von Statistiken in drastischer, aber nicht mehr neuer Form Angaben über den täglichen usw. Papierverbrauch und den Raum, den man damit be legen könnte. Sehr interessant besonders wohl für Laien sind die zahlreichen, meist im Betriebe vorgeführten Druck-, Setz- und Buchbindereimaschinen. Man kann in den Aus stellungen der lünot^ps-Llaslünsii lüä., London, der Nsrgsu- tbalsr lünotz-ps Oo., der Monoline, des Typograph usw. die verschiednen Satz- und Druckarten, ferner auch den Farben druck kennen lernen und somit einen, vielen so ungewohnten Einblick in den Betrieb der schwarzen Kunst gewinnen. Wenn sich das Ausland hier, wie im allgemeinen, nicht in so umfassender Weise beteiligt hätte, wer weiß, ob die Exposition äu IÜVI-6 überhaupt zu stände gekommen wäre. Bucheinbände sind auf der Ausstellung nur von einigen Kunstgewerblern zur Schau gestellt; wir glauben sie auch schon in früheren Salons bemerkt zu haben, sie sind trotz dem aber hier durchaus angebracht. Besonders fesselt uns eine Decke mit der Aufschrift eines Ausspruches des großen Königsberger Philosophen: »II z? a äsux oüosss äont la nufissts wo pöndtrs ä'aänüration bt äs rsspsot: o'sst ls sisl ötoiltz au ässsu äs uos tdtss st 1a loi äu äsvoir au kouä äs nos oosurs«. Die ausländische Presse hat in der interessanten und vielseitigen Kollektivausstellung von Saarbaob's Nsrvs Lxsbaugs, Mainz, ihren berufenen Vertreter gefunden. Die Bnchausstellung ist nicht so umfassend als man hätte erwarten und voraussetzen dürfen, sie ist aber durch die von der Firma Albert Langen in München hier zur Schau gestellten Werke moderner Buchausstattung sehr interessant. Bei der in Frankreich immer mehr um sich greifenden Tendenz, die Bücherpreise herunterzudrücken, ergibt sich für den Ver leger ganz von selbst die Notwendigkeit, auf den über kommenen Bahnen fortzuwandeln. Die Langensche Aus stellung fordert somit zum Vergleich heraus; ergänzt wird sie aufs glücklichste durch eine gute Auswahl von Originalen der Simplicissimus-Künstler und von den ganz in französi schem Geist empfundenen und hier besonders Anklang findenden Reznicekschen Sonderdrucken. Ein gutes Pendant hierzu bildet die Ausstellung der Jugend mit den ge schmackvoll gerahmten Farbendrucken, die wir außerdem noch in einem anscheinend besonders hergestellten, großen und wertvollen Album vereinigt finden. Ihnen zur Seite steht die Ausstellung der Fliegenden Blätter, die auch einige Originale und, wie die Jugend, eine komplette Serie aller erschienenen Bände gebunden hergeschickt hat. Auf größerm Platz vereinigt finden wir dann noch Hendschels wohlbekannten »Telegraph«, die Kollektionen Engelhorn, Kürschner, Janke, Polyglott und, in einer Kollektivausstellung mit englischen, amerikanischen, italieni schen, spanischen usw. Zeitungen und Zeitschriften vereinigt, die Woche, das Echo, März, die Grenzboten, Zukunft, Lustige und Fliegende Blätter, die Meggendorfer, die Lustige Woche, Arena usw. und von Tagesblättern den Tag, Neue Freie Presse, Berliner Lokal-Anzeiger, Berliner Tageblatt, Mün chener Neueste Nachrichten, Frankfurter, Leipziger Illustrierte, Kölnische, Kölnische Volkszeitung usw. usw. Ein sehr interessantes Schaustück ist noch der von dem Spanier Octavio Viader auf Korkblättern hergestellte Nach druck einer zweibändigen, in alten gotischen Typen gedruckten und mit Vignetten und polychromen Initialen versehenen ersten Don Quixote-Ausgabe aus dem fünfzehnten Jahr hundert. Von deutschen Firmen finden wir auf der Ausstellung noch vertreten Jul. Faber, llob-i-noor, die Märkische Fantasie papier-Manufaktur, Louis Geister, Arthur Müller, Karl Krause-Leipzig, Scheiter L Giesecke-Leipzig usw. usw. Bruno Conrad Kleine Mitteilungen. * ZeitungS-Jubilättm. — Das »Annaberger Wochen blatt-, Tageblatt, Amtsblatt für die königl. Amtshauptmannschaft Annaberg (Erzgebirge) und die königl. und städtischen Behörden zu Annaberg und Jöhstadt, ist in die Reihe der hundertjährigen Zeitungen eingetreten. Am 12. September 1807, zu jener sturm bewegten Zeit, als Napoleons I. siegreiche Heerscharen über unserm Vaterland des Krieges Geißel geschwungen hatten, erschien im weiland Hasperschen Verlag in Annaberg die erste Nummer des »Annaberger Wochenblatts-, vierseitig, in kleinem, bescheidenem Format. Zu seinem hundertjährigen Jubiläum, zu dem auch wir das gut geleitete nationale Blatt beglückwünschen, hat die jetzige Verlagsfirma C. O. Schreiber (Inhaber Felix Thall witz) eine mit Illustrationen und Faksimiledrücken geschmückte Festnummer herausgegeben, die in ihrer großen Reichhaltigkeit viel Interessantes über die Bergstadt Annaberg und das Erz gebirge bringt. Ein geschichtlicher Rückblick auf die Entwicklung der Jubilarin liefert einen lehrreichen Beitrag zur Geschichte des Zeitungswesens. Gutachten -er Berliner Handelskammer. — Buch druckerei. Der Buchdrucker ist nach Handelsbrauch berechtigt, nach dem Korrekturabzug zu drucken, wenn der Besteller nach Übersendung des letztern keine Änderungen verlangt hat. — Photographien. Ein Brauch, nach welchem Photographien, welche Verlegern zum Ankauf behufs Vervielfältigung angeboten werden, als eingeschriebene Postsendung zurückzusenden sind, auch wenn die Beobachtung besonderer Sorgfalt bei der Versendung weder gefordert, noch nach den den Verlegern mitgetetlten Um ständen geboten ist, läßt sich nicht scststellen. — Buch- und Musikalienhandel. Cs besteht in Berlin ein Handelsgebrauch, nach welchem die Buch- und Musikalienhändler mit den Verlegern über die in Kommission genommenen Bücher am 15. März jedes Jahres abrechnen. Doch ist der Buchhändler berechtigt einzelne Bücher (sog. Nachremittenden) bis zum Sonnabend nach Kantate abzuliefern, bezw. zu verrechnen. Papierhans in Berit», Dessauerstraße 2. — Der Lesesaal steht wochentäglich von 9 bis 1 und von 4 bis 6 Uhr allen Fach genossen zur Benutzung frei. Gegen 60 Fachschriften liegen aus. Die Ordnung der Bücherei ist zum größten Teil beendigt. Die Bücher, insbesondere alle Jahrgänge der Papier-Zeitung, stehen zur Benutzung während der angegebenen Stunden frei. — Der Buchgewerbesaal ist täglich von 11—2 offen. Die Zeitschriften der Berliner Typographischen Gesellschaft liegen aus. Meist finden auch Ausstellungen von Drucksachen oder Druck-Entwürfen statt, über den Buchgewerbcsaal verfügt die -Gesellschaft Berliner Buch- gewerbcsaal-. — Der 1. Stock des Vorderhauses ist für Aus stellungszwecke zu vergeben. Der Maschinensaal im Erdgeschoß ist mit Transmission und Elektromotor versehen. Dort können Maschinen des Papierfaches im Betrieb vorgesührt werden. (Papier-Ztg.) Gründe für sofortige Auflösung des Dienstverhältnisses. — Das Reichsgericht hat am 12. Juli 1907 folgende Entschei dung zu Z 70 des Handelsgesetzbuchs gefällt: Gründe, die sich vor der Anstellung eines Handlungsgehilfen ereignet haben, können nicht nur als Gründe für die Anfechtung des Anstcllungsvertrags wegen Irrtums, sondern auch als Entlaffungsgründe gemäß H 70 des Handelsgesetzbuchs dienen. Das Gesetz gewährt die Befugnis fristloser Kündigung, wenn »ein wichtiger Grund vorliegt-. Es wird also nichts weiter verlangt, als daß während der Dauer des Dienstvertrags eine Störung des normalen, durch den Dicnst- vertrag geschaffenen Verhältnisses zwischen Prinzipal und Gehilfen eintritt. Die Störung kann auch in einem Ereignis ihren Grund haben, das schon vor der Anstellung liegt, sofern nur seine 1184»
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder