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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.01.1929
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1929-01-31
- Erscheinungsdatum
- 31.01.1929
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- Deutsch
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W 26, 31, Januar 192S. Teil, — Sprechfaul. Börsenblatt f.d.Dtschn. Buchhandel. 'kersonalnacnWrten. Jubiläum. — Am 1. Februar 1929 sind es vierzig Jahre her, daß Herr Jzsü Verö nach Beendigung seiner Mittelschulstudien das Elternhaus verließ und als Praktikant in die sich noch heute eines guten Rufes erfreuende Miskolczer Buchhandlung B. Ferenczi ein trat. Nach Beendigung seiner Lehrlingsjahre fand er die Aussichten, die ihm die Provinzbuchhandlungsverhältnisse boten, für zu eng und trachtete danach, im Ausland unterzukommen. Als junger Gehilfe kam er zu der hervorragenden Berliner Verlagsfirma S. Fischer, die aufs beste dazu angetan war, seine weitere Ausbildung zu fördern. In seine Heimat zurückgekehrt, trat er als erster Gehilfe in die noch heute bekannte Pozsonyer Buchhandlungsfirma Sigmund Steiner ein. Nach Pozsony sehen wir Jzsü Verö in Miskolcz als selbständigen Buchhändler. Seine Firma war seinerzeit eine der bekanntesten Pro vinz-Buchhandlungen. Dort traf sich die Elite der Gesellschaft der StadtMiskolcz. In literarischen, politischen und wissenschaftlichen De batten hatte Jzso Verö immer seinen redlichen Teil, und seine Mei nung war nie ein leeres, im Winde verhallendes Wort. Besonderer Familienverhältnisse halber löste er später seine Miskolczer Buch handlung aus und kam nach Budapest. Hier wurde er Prokurist der Natenzahlungs- und Engros-Buchhandlung Kunossy, Szilägyi «L Co. Diese Firma wurde später mit der Buchhandlungs-Aktiengesellschaft in Budapest vereinigt, die sodann Jzsü Verö zum Direktor er wählte. — Jzso Verö versieht nunmehr seit einer langen Reihe von Jahren die Direktionsgeschäfte der Buchhandlungs-Aktiengesellschaft, und das Resultat seiner Tätigkeit können diejenigen ungarischen und ausländischen Firmen bezeugen, die mit der Buchhandlungs-Aktien gesellschaft in geschäftlicher Beziehung stehen. An die Direktions tätigkeit von Jzsü Verö knüpft sich der Bau der Straßenpavillons der Buchhandlungs-Aktiengesellschaft an, und der Umsatz dieser Firma erfuhr einen großen Aufschwung infolge der Einschaltung dieser Pavillons in den Vertrieb. Ebenso wickelt Jzsü Verö, bzw. die Buchhandlungs-Aktiengesellschaft den Bahnhofsbuchhandel in Ungarn ab. Jzsü Verö ist jedoch nicht nur als Buchhändler ein hervor ragender Fachmann, sondern auch als Privatmann eine der liebens würdigsten Persönlichkeiten. Er ist ein vorzüglicher Leiter seiner Unternehmung, ist aber auch seinen Beamten in Sorgen und Nöten ein stets Verständnis an den Tag legender Vorgesetzter. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, noch lange Jahre in seiner heutigen körperlichen und geistigen Frische wirken zu können zum Segen seines Hauses und im Interesse der Verbreitung des guten Buches. r s. 70. Geburtstag. — Am 31. Januar d. I. vollendet Herr Buch händler C. Nässer in Flensburg sein 70. Lebensjahr. Die buchhändlerische Laufbahn begann Herr Nüffer in seiner Geburts stadt Liegnitz und war darauf 20 Jahre lang in der Buchhandlung von Aug. Westphalen in Flensburg — zuletzt als Geschäftsführer — erfolgreich tätig. Im Jahre 1901 gründete er in Flensburg in der Nathausstraße ein eigenes Sortiment, das sich im Laufe der Jahre zu beachtlicher Höhe entwickelt hat. Als nunmehriger Senior der Flensburger Buchhändler steht er mit seinen Kollegen in bestem Einvernehmen und sie wünschen dem Jubilar, daß ihm seine un gewöhnliche körperliche und geistige Frische auch weiterhin erhalten bleiben möge. An Stelle seines im Kriege gefallenen einzigen Sohnes ist seit mehreren Jahren sein Schwiegersohn als Mitinhaber im Geschäft tätig. 60. Geburtstag. — Herr Paul Scholz, Inhaber der Firma E. I. Scholz Wwe. in Wollstein feiert am 31. Januar seinen 60. Geburtstag. In Wollstein geboren, besuchte er in Züllichau das Gymnasium. Sein Wunsch war, Theologie zu studieren. Er mußte jedoch das Studium vorzeitig abbrechen, weil sein Vater starb. Nun entschloß er sich doch Buchhändler zu werden, um später seiner Mutter im Geschäft zur Seite stehen zu können. Er trat als Lehrling in die Waldmannsche Buchhandlung Inh. Artur Fromann in Frank furt a. O. Nach Vollendung der Lehre und darauf folgender Militär dienstzeit in Leipzig trat er in die väterliche Buchhandlung ein. 1901, nach dem Tode seiner Mutter, übernahm er das Geschäft aus eigene Rechnung. Mit Fleiß und Umsicht baute er die Firma weiter aus, so daß sie heute einen guten Namen besitzt und als Buchhandlung gilt, in der man stets gut und zuverlässig beraten wird. Seit Gründung des Verbandes der Buchhändler in Polen (früher Posen) gehört der Jubilar dessen Vorstand an, was genug dafür spricht, welch geschätzte und angesehene Persönlichkeit Herr Scholz ist und wie gern man auf seinen Rat hört. Nebenbei war er seit 1907 Ratsherr beim Magistrat seiner Heimatstadt, seit Mai 1911 Beige ordneter und vertrat während des Krieges den im Felde stehenden Bürgermeister. Er ist seit Jahren Mitglied des Gemeindekirchenrats; in dieser Eigenschaft konnte er den Pastor am Sonntag öfter im Lese gottesdienst vertreten. Auszeichnung. — Dem Prokuristen der Firma Greßner L Schramm in Leipzig, Herrn Richard Hintzsche, Ehrenmitglied des Allgemeinen Deutschen Buchhandlungsgehilfen-Verbandes und 1. Vorsitzender der Krankenkasse Deutscher Buchhandlungsgehilfen, Ersatzkasse, wurde am 31. Dezember 1928 von der Handelskammer Leipzig das tragbare Ehrenzeichen in Silber verliehen. Herr Richard Hintzsche ist nach 46jähriger ununterbrochener Tätigkeit bei der Firma Greßner L Schramm in Leipzig am 31. De zember 1928 in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Möge es ihm vergönnt sein, ihn noch recht viele Jahre zu genießen. Gestorben: am 27. Januar infolge Herzschlags Herr Felix Hentze, In haber der Buchdruckerei und Verlagshandlung Herm. Schlag Nachf. in Leipzig. Die Firma ging im Jahre 1908, nach dem Tode Curt Hentzes, in den Besitz von Felix Hentze über. Im Verlag der Firma erscheint seit ihrer Gründung die älteste Fachzeitschrift des Edelmetallgewer bes »Die Goldschmiede-Kunst«, die, heute im 50. Jahrgang stehend, eine führende Stellung in diesem Gewerbe einnimmt. Darüber hin aus erfreut sich das Unternehmen des Verstorbenen als fachmännisch gut geführte Druckerei besten Ansehens. Sprecksanl Ein interessanter Beitrag zum Kapitel Mahnwesen. Ich erhielt folgende Karte: Wir überwiesen Ihnen den Betrag von NM. 3.05 laut Ihres Zahlungsbefehles. Die Überweisung wird am Montag bei Ihnen eingehen. Wir bitten, den Zahlungsbefehl zurückzuziehen. Was Ihre Art anbelangt, auf diese Weise Ihre Kunden zur Zahlung zu zwingen, so ist diese glücklicherweise im Buchhandel noch nicht üblich. Wir haben wohl verschiedene kleine Mahnzettel von Ihnen empfangen, aber eine Nach nahmekarte noch nie. Andere Firmen holen überfällige Beträge durch Nachnahme herein und nicht durch einen nicht avisierten Zah lungsbefehl, von der Rechnungshöhe überhaupt zu schweigen! Hochachtungsvoll Buchhandlung L L. Ob die Nachnahmekarte nicht demselben Schicksal verfallen wäre wie die »verschiedenen kleinen Mahnzettel«? Ein Verleger. Staffelung der Mitgliedsbeitriige? Der Verband der Deutschen Musikalienhändler hat die Verbands beiträge gestaffelt, und zwar wie folgt: Klasse I: Kleine Betriebe (bis 3 Hilfskräfte) Mk. 4.50 viertel jährlich, Klasse II: Mittlere Betriebe (4 bis 8 Hilfskräfte) Mk. 8.50 viertel jährlich, Klasse III: Größere Betriebe (mehr als 8 Hilfskräfte) Mk. 11.50 vierteljährlich. Im Buchhandel müssen wir alle Mk. 11.50 vierteljährlich, oder vielmehr Mk. 22.50 halbjährlich bezahlen, obgleich die meisten von uns wahrscheinlich nicht »mehr als 8 Hilfskräfte« beschäftigen. Sollte eine solche Staffelung, wie sie der Musikalienhändlerverband ge rechterweise vornimmt, nicht auch bei uns möglich sein? Mir will scheinen, als ob die Erhebung einer solchen Forderung durchaus zeitgemäß wäre, und ich richte an die verantwortlichen Stellen hiermit den dringenden Appell, sich mit diesem Antrag bald und eingehend zu beschäftigen! Al len st ein. P a u l K ö p p e. Berantwortl. Schriftleiter: Druck: E. Hedrich Nach ^ Eämtl. in Leipzig. — Anschrift b. Schrtftleitung u. Expedition: Leipzigs 1. Gerichtsweg 36 fBu^hä'ndlerhauS«. Postschltebf. 274/7V.
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