^ 7, 9. Januar 1929. Fertige Bücher. BSrs-nbl-,1 s. d. Dychn. Buchh-Nd-I. 195 o o O O O I I I I * O Die Frauen über nnx VHMX Eine Tür fällt ins Schloß Roman / 22. Tausend Geheftet M. 5.—, in Ganzleinen M. 6.üo „Ois osus Osnoratioii", Nsleits Ltilclrsr: Das Buch von Tilla Durieux hat in der Presse — neben warmer Zustimmung — scharfe Ver urteilung erfahren. Wenn man eg liest, wie man dies Buch lesen soll: a!s Darstellung der Probleme, die sich zwischen Mann und Frau erheben, als die Darstellung der Konflikte einer Frau, die schöpferisch tätig und zugleich doch ganz Frau ist, fragt man sich erstaunt, wieso und warum. Was in diesem Buch, wie es gesagt ist, zeigt einen durch viel Erfahrung und Leiden gereiften Menschen. Es wäre zu wünschen, daß auch Männer, nicht nur Frauen, das Buch lesen, weil die Darstellung der seelisch-sinnlichen Konflikte, die insbesondere der geistig produktiven Frau erwachsen, die, wirtschaftlich und geistig unabhängig, durch die Liebe doch ab hängig ist, wie jeder wahrhaft Liebende — sie vielleicht manches lehren können, was ein Mann nicht mit der gleichen, innerlich erlebten Wahrhaftigkeit schildern kann. „Ois krsu", lislsns Der Roman — mehr ein Bekenntnis als eine Dichtung — ist auf alle Fälle ein Lebens dokument. Mit großer Wahrhaftigkeit und einer gewissen kühnen Grobheit spricht eine Künstlerin von ihrem Frauenschicksal. Durch die Art, wie aus den Wirrsalen einer stark triebhaften Natur schließlich der geistige Mensch den Weg der Freiheit findet, ordnet es sich der „Frauenbewegung" ein. „Ois Önins": Ein Bekenntnisbuch, das geschrieben werden mußte — das fühlt man an dem wuchtigen Willen, Erlebtes auszusprechen. Es hat das kantige, brennend Kalte seiner Verfasserin, zeigt das tragische Gesicht der großen Schauspielerin ohne Schminke. „lVlonnlshIältsr für VerinusrllcsiuriA und LeldstASstuItunA", I,o11s Wsllrnsuri: Psychologisch fein dargestellt, die Berufserfüllung der Frau, doch alles unbewußt triebhaft ge schrieben und darum so packend und erschütternd. Nach den schweren seelischen Gewittern springt diese Frau immer in den Beruf wie in ein Bad, taucht in ihm unter, betäubt sich. So kommen die Grenzen ihres Könnens. Sie erkennt auch hier: Eigenleben in allem, dann gestalten wir beides: Liebe und Beruf. Das Buch birgt eine Fülle von Problemen, und Psychoanalytiker werden reichen Gewinn davon haben. s Wir bitten, das Lager zu ergänzen! Bezugsbedingungen: Einzelexemplare / Partie n/io mit Auslieferung: In Leipzig F. Vvlckmar; in Wien Or. Fr. Hain O O O I I I »» 0