7718 N° 233, 7. Oktober 192g. Künftig erscheinende Bücher. B0r>c„bIaN s.d.DIschn.Buchhand-1. Oer lebendige Goethe! Gine zeitgemäße und notwendige Art, Goethe zu sehen Demnächst erscheint: MbiLi' vii-icM'r > IZ-IIN ! j sl»l) j ! Mit einem Goethebildnis vonLips aus demIahreliyl ! Zn Ganzleinen gebunden vier Mark * ! Goethe als leibhaftiger Mensch in einer wirklichen i i Welt, seine Leidenschaften zwischen den Frauen, an i ! denen sich sein Innerstes am stärksten offenbart und i i wandelt, also der lebendige Goethe. — Das ist der i i Gegenstand dieses BucheS. Sein Besonderes und i Neues ist also, daß es nicht das Menschliche für das i Verständnis der Werke erforscht, nicht die Liebe so- - Zusagen als Motor der Gedichte, Dramen, Romane, - nicht das Literarische im Leben sucht, sondern viel- i mehr mit allen Mitteln schärfster, historischer Akribie i zum rein Tatsächlichen vordringt und die Tatsachen ! mit Blut und Leben neu erfüllt. Kein Roman, f denn der Autor schreibt nur Wirklichkeit, keine Wissen- i schaft im landläufigen Sinne, denn der einzige Gegen- f stand ist der wirkliche Mensch. Das ist also eine i sehr zeitgemäße und eminent notwendige Art, Goethe i zu sehen- man wird vielleicht hier den Beginn einer f neuen Bemühung um die Erkenntnis historischer i Persönlichkeiten überhaupt sehen dürfen. probe - Exemplare bi« IS. Oktober bestellt mit 403L Rabatt. T > „Der unprosaischste Mensch im gegen wärtigen Deutschland". Demnächst erscheint: 8NOMLV voi-I voklMNOK O68 MO8 Mit einem Bilde des babylonischen Weibes aus der Apokalypse von Dürer Zn Ganzleinen gebunden fünf Mark * Ein erotisches Manifest! Das lyrische Gegenstück zum Don Zuan-Epos Trencks. Sonette, die ein Literarhistoriker an denen Shakespeares maß. Nicht individuelles Leid, sondern der Trieb selbst in seiner Offenbarung — eine Apokalypse, denn so will das Wort offenbar genommen sein. Das verpflichtet und rechtfertigt. Verpflichtet zu schonungsloser Selbst, und Zeitkritik — und rechtfertigt bitterste Wahrheit auch des Furchtbarsten: der Mechanisierung des Eros, die noch schlimmer ist als die Pervertierung, weil ihre Opfer ohne Zahl find. Aber der Seher weis sagt nicht hilflos wie Kassandra. Zur „Offenbarung tritt die Wiedergeburt, die Erhöhung der Liebe durch die Liebe, des Triebs durch das Gefühl, der Wüst- heit durch allmächtige, alle Schlacken verzehrende Leidenschaft". Der Dichter hat hier in eng gebän digter Form tiefste Problematik des Bluts erlebt und gelöst. Schon das Manuskript wurde von der Zugend beider Geschlechter als Erlösung aus tiefsten Wirren begrüßt. Künstlerischer Wert und aufbauende Kraft reichen sich die Hände zu einem Geschenk der Erneuerung. * G. D. Stoffregen in der „Königsb. Ostpreuß. Ztg.".- Trenck kümmert sich wenig um literarische Augenblicksströmungen und von der Mode diktierte Gcheinwerte. Was er gibt ist echt und wiegt schwer wie Gold. Der tieste Gehalt seiner Dichtung offenbart sich nicht ganz leicht, weil er an die letzten Geheim nisse rührt: Gott, Blut, Leben, Schuld, Tod, Liebe. Probe - Exemplare bis 15. Oktober bestellt mit 40^ Rabatt. T I.LO?dv XI.OI'L VMI^O, OOI^