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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.10.1915
- Strukturtyp
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- Band
- 1915-10-15
- Erscheinungsdatum
- 15.10.1915
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. Verband der Kreis- und Ortsvereine im deutschen Buchhandel. Kommissionssitznng in Goslar am 4. und 5. September 1915. (Jeder Kreis- und Ortsverein sendet einen stimmberechtigten Abgeordneten, Es steht ferner jedem Verein frei, einen zweiten Abgeordneten als beratendes Mitglied, aber ohne Stimmrecht zu senden. Es wohnen der Versammlung außer dem Vorstande 34 Abgeordnete bei, ferner drei Gäste, Herr Hermann Seippel, Hamburg, als ehemaliger Vorsitzender des Verbandes, und die beiden ortsansässigen Kollegen Herren Ludwig Koch und Richard Danehl,) Den Vorsitz führt Herr R, L, Prager, Berlin, Erster Tag, Eröffnung 10 Uhr morgens. Der Vorsitzende: Meine sehr geehrten Herren Kollegen! Hiermit eröffne ich die vom Vorstande des Verbandes der Kreis- und Ortsvereine einberufene Zusammenkunft und heiße Sie alle herzlich willkommen. Ich danke Ihnen für Ihr zahlreiches Erscheinen; bedeutet doch gerade in diesem Jahre eine solche Reise angesichts des Mangels an Angestellten ein großes Opfer, Wir haben dieses Opser aber von Ihnen fordern müssen, da eine Verständigung mit den Vorständen unerläßlich war, namentlich da eine Hcrbstvcrsammlung zu berufen, wie sie geplant war, die Zeitumstände verboten. Das Recht zur Einberufung von außerordentlichen Versamm lungen steht dem Vorstande laut §2o der Satzung zu; doch kann es zweifelhaft sein, ob die Zusammenkunft der Vorsitzenden eine solche außerordentliche Versammlung darstsllt. Der Vorstand wird deshalb in der nächsten ordentlichen Versammlung, die Kantate 1916 statt findet, die nachträgliche Genehmigung erbitten. Von der Berechtigung, die § 6ü dem Vorstande gibt, Gäste in die Versammlung einzuführcn, ist nur in bescheidenem Maße Ge brauch gemacht worden. Wir haben Herrn Karl Siegismund, den Ersten Vorsteher des Börsenvcrcins, gebeten, unserer Zusammen kunft beizuwohncn. Leider war der Erste Vorsteher nicht in der Lage, unsere Einladung anzunehmen, da eine sür seine Gesundheit unum gänglich notwendige Kur in Karlsbad in die Zeit unserer Tagung fällt. Dagegen war Herr Hermann Seippel, den wir als den früheren Berbandsvorsitzcnden cingcladen haben, so freundlich, die Einladung anzunehmen. Ich begrüße ihn herzlich und sage ihm sür die Bereit willigkeit, mit der er unserem Rufe gefolgt ist, unseren aufrichtigen Dank, s, Während der größte Teil der Vereine, teilweise in überschweng licher Weise, seine Zustimmung zur Einberufung dieser Versammlung ausgesprochen hat, ist sie von einer Seite als unnötig bezeichnet worden: Wir konnten diese Herren nur bitten, unsere Vorlagen ab» zuwartcn, bevor sie dazu Stellung nehmen. Nach Kenntnisnahme der Tagesordnung und der dazu gehören den Unterlagen hoffe ich, daß Sie alle die Notwendigkeit der Ein- berusung der Versammlung zugeben werden. Die Besprechung der Neuwahl des Vcrbandsvorstandes ist drin- gcnd und eine Einigung bis zur Ostermesse notwendig. In dieser Kricgszeit, deren Ende nicht abzusehen ist, war es kaum möglich, aus schriftlichem Wege einen Verband zur Übernahme der Vorstands- geschäste zu bestimmen. Dazu gehört eine mündliche Aussprache: diese soll hier stattsinden. Auch zur Beratung der Lehmannschen Anträge eignet sich ein kleiner Kreis von Männern besser als eine große Versammlung, Es muß einnial vor dem Gesamtbuchhandcl sestgestellt werden, ob und inwieweit die fraglichen Anträge nützlich und durchführbar sind. Den wichtigsten Punkt der Tagesordnung erwähne ich zuletzt: die Revision der Satzungen des Verbandes. Wir erfüllen mit diesem Anträge im Lause der Jahre häufig an uns gerichtete Wünsche, Die Schaffung einer Vertretung des Sortiments ist eine alte Forderung, der zu genügen bisher nicht gelungen ist. Wir wollen sie schassen nicht als eine Organisation für den Kampf, sondern der Verständigung, und sind der Meinung, daß eine Zeit, die so Großes in der Organisation geleistet hat wie diese Zeit des Weltkrieges, gerade geeignet ist, auch dieser Organisation die Wege zu bahnen. Was in diesem Kriege von Heer, Volk und Verwaltung geleistet ist, beruht aus dieser Fähigkeit der Zusammenfassung der Kräfte, Auch derjenige, der bis jetzt zweifelnd den großen Organisationen gegenübergestanden und ihre Wirksamkeit nicht erkannt hat, muß durch den Weltkrieg belehrt worden sein. Die Märkte der großen kartellierten Produkte haben — soviel dort auch verdient worden sein mag — nichts von jener wucherischen Preissteigerung aufzuweisen gehabt, die aus den Märkten des sreien Wettbewerbs zu so unhalt baren Zuständen führte — man vergleiche nur das Experimentieren des Staates auf dem Lebensmittelmarkt und die Teuerung der not- nvendigsten Produkte, Und warum dies? Weil die Organisationen fehlten, und es nötig war, aus einem Nichts diese erst herzustellen. Daß eine Sortimenterorganisation — nicht als Organisation des Kampfes, sondern des Friedens — kommen wird, nach dem Kriege kommen muß, schon zur Entlastung des Börsenvereins, betont auch der Aussatz iin Börsenblatt Nr, 183: »Vorsorgen — nicht abwarten!«, der wohl als eine redaktionelle Auslassung zu betrachten ist. Es heißt da: »Besondere Beachtung verdienen auch die Zuschriften, die den Weg der Organisation zur Lösung der Frage Vorschlägen, Es handelt sich nicht allein um Anregungen für dis Arbeit bestehender Berufs- vereine, sondern auch um Wünsche engeren Zusammenschlusses der Buchhandlungen eines Ortes, an dem kein Verein besteht, um das Ideal einer Sortimenterorganisation überhaupt. Diese Sortimenter organisation wird und muß nach dem Kriege kommen, nicht nur als ein notwendiges Gegenstück zu der Organisation des Verlags, sondern weil ihr Ausgaben zufallen, die von keinem der bestehenden Vereine übernommen werden können. Der Börsenverein wird durch seine Entwicklung, besonders seit Übernahme der Deutschen Bücherei und der mit der Bearbeitung und Ausgestaltung der deutschen Biblio- graphie verbundenen Arbeiten immer mehr auf den Weg einer Ver tretung der Gesamtinteresscn des Buchhandels in der Öffentlichkeit gedrängt, die es nicht nur wünschenswert, sondern auch notwendig macht, ihn von einer Reihe von Funktionen, die er bisher im Interesse des Sortiments übernehmen mußte, zu entlasten. War ein großer Teil seiner Arbeit bisher den Bemühungen gewidmet, zwischen einzelnen Firmen Frieden zu stistcn oder doch zu vermitteln, so wird er sich in Zukunft aus einen Ausgleich zwischen den Organisationen des Verlags und des Sortiments beschränken müssen, denen es über lassen bleiben müßte, sich sowohl über die verschiedenen Anschauungen 1381
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