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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.11.1928
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1928-11-17
- Erscheinungsdatum
- 17.11.1928
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- Deutsch
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>1? 268, 17, November 1928, Redaktioneller Teil, Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Pauli, Gustav. Barthel Beham. Ein kritisches Verzeichnis seiner Kupferstiche. Straßburg 1911. 8° Mit 4 Tafeln — Studien zur deutschen Kunstgeschichte. Heft 135. Pauli, Gustav. Hans Sebald Beham. Ein kritisches Ver zeichnis; seiner Kupferstiche, Radierungen und Holzschnitte. Straß burg 1901. 8° Mit 36 Tafeln. — Nachträge Straßburg 1911. 8° Mit 6 Tafeln — Studien zur deutschen Kunstgeschichte, Heft 33 und 134. Nöttinger, Heinrich. Ergänzungen und Berichtigungen des Sebald Beham-Kataloges Gustav Paulis. Straßburg 1927. 8° Mit 6 Tafeln — Studien zur deutschen Kunstgeschichte. Heft 246. Es muß nun noch ein oft zitiertes Buch besprochen werden: Bergau, R. Wentzel Jamitzerss!) Entwürfe zu Prachtgefäßen in Silber und Gold. Berlin (1879). 4° Mit 71 Tafeln. Ergän zungsheft (1881). 4° Mit 4 Tafeln (Handzeichnungen). Die auf den Tafeln abgebildeten Entwürfe von Gefäßen haben mit dem berühmten Wenzel Jamnitzer, den der Verfasser als Erfinder dieser Blätter ansah, kaum etwas zu tun. Die Stiche der ersten Reihe ^ bilden eine Folge des sogenannten Meisters von 1551, wahr scheinlich Matthias Ziindt, die der zweiten Reihe k sind Entwürfe des Virgil Solls, der Nest, Holzschnitte, stammt aus des Rivius Perspectiva von 1547. Die Blätter dieser Folgen werden gewöhnlich mit den von Bergau gegebenen Nummern bezeichnet. Reichverzierte Gefäße: Pokale, Becher, Humpen, Kannen, Trink schalen, Flaschen zu schaffen, war die Hauptarbeit der Silberschmiede jener Zeit. Und dem entspricht auch die große Menge der Vorlagen für ganze Gefäße oder Verzierungen an ihnen, die während der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und auch noch im 17. Jahr hundert bis etwa zum dreißigjährigen Kriege in Deutschland, und zwar in Nürnberg, erschienen. Eine Übersicht dieser Blätter im Zusammenhang und in ihrem gegenseitigen Verhältnis findet sich in Winkler, A u g u st. Die Gefäß- und Punzenstecher der deut schen Hochrenaissance. 4° Mit Textbildern. In: Jahrbuch der Königlich Preußischen Kunstsammlungen. Bd. 13, 1892. S. 93 ff. Andere in sich abgerundete Gebiete des Ornamentstiches, wie die Vorlagen für die Goldschmiede, die Tischler, die Schlosser, lassen noch auf eine Bearbeitung warten. In älterer Zeit hatten den Vertrieb der Ornamentblätter sehr oft die Künstler selbst in der Hand, später, im 17. und besonders im 18. Jahrhundert besorgten die Herstellung und die Verbreitung aber die Stichverleger, die entweder die ihnen von den Künstlern ge lieferten Vorlagen selbst vervielfältigten oder es von anderen Ste chern bewerkstelligen ließen. Sie versahen jede der von ihnen her ausgebrachten Folgen mit einer Verlagsnummer, dann numerierten sie die Blätter der einzelnen Folgen in sich, zuweilen außerdem noch fortlaufend. Hauptsächlich kommen für den Ornamentstich in Be tracht Christoph Weigel in Nürnberg und Jeremias Wolfs, I. G. Hertel und Martin Engelbrecht in Augsburg. Letzterer begann sein Geschäft im Jahre 1719, und es setzt sich bis zur jetzigen Firma I. A. Schlossersche Buch- und Kunsthandlung fort, dessen -(-Inhaber das Leben und Wirken seines geschäftlichen Ahnherrn in erschöpfen der Weise dargestellt hat: Schott, Friedrich. Der Augsburger Kupferstecher und Kunst verleger Martin Engelbrecht und seine Nachfolger. Ein Beitrag zur Geschichte des Augsburger Kunst- nnd Buchhandels von 1719 bis 1896. Augsburg 1924. 8° Mit Textbildern und 1 Tafel. Mehr als 700 Folgen mit beinahe 6000 Einzelblättern verlegte Engelbrecht. In dem Schottschen Buche findet sich ein brauchbares Verzeichnis von ihnen. Wenden wir uns nun nach Frankreich, so finden wir die stärksten ornamentalen Anregungen ausgehen von der Schule von Fontainebleau, wo von italienischen Künstlern in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts an der inneren Ausgestaltung des Schlosses gearbeitet wurde. Über die graphische Betätigung dieser Künstler gibt die beste Auskunft Herbst, kV Des Graveurs äs 1'ecole de Dontainebleau. Fon tainebleau 1896—1902. 8" 5 Dekte. Sonderakdruck aus: Zonales de 1a Societe kistorique et arckäoloAique du Catinais. 1. Catalossue de l'oeuvre de D. D. 1896. 2. CataloZue de l'oeuvre de Danturi. 1896. 3. Dominique Dlorentin et Iss burinistes. 1899. 4. Des eaux-kortes nommees ou marquäes. 1900. 5. Des Der vielseitigste und fleißigste Ornamentkünstler der französischen Frührenaissance, Jacques Androuet Ducerceau, findet eine aus führliche Würdigung mit Angabe seines graphischen Werkes in l'extband und 4 l'akeln. Auch schon in Destailleur, ID Xotices sur quelques artistes kran^ais, ar- 1863. 8° ist ein umfassendes Verzeichnis seines Werks zusammengestellt. Und dieses Buch ist für die großen französischen Ornamentzeichner der Barock- und Folgezeit, Jean Lepautre, Jean B6raln, Daniel Marot, Juste-Auröle Meissonnier, Francois de Cuvilli6s, Jean Charles Delafosse, Richard de Lalonde, neben manchem weniger hervor tretenden Künstler, noch immer maßgebend in Bezug auf die von ihnen geschaffenen Einzelblätter und Folgen. Diese Verzeichnisse gehen auch dem von Destailleur herausgegebenen Tafelwerk voran: D e s t a i l I e u r, D. üecueil d'estampes relatives L l'oruemeu- sonnier, Daloude etc. Daris 1863—71. 2° 2 kde. mit je 72 lak. Das Werk des Daniel Marot verzeichnet dann noch Derard, CataloZue de toutes les estampes qui kormsut l'oeuvre de Daniel lUarot, arebiteete et Graveur kran^ais. Krüssel 1865. 8°, das seines Vaters Jean Marot, der auch in den Destailleurschen Notices Berücksichtigung gefunden hat, k e r a r d, H.. Catalossue de toutes les estampes kormaut l'oeuvre de dean IVlarot, pr6ced6 d'une notice de sa vie et. ses ouvraZes. Daris 1864. 8" Sonderdruck aus: ^nnuaire de l'arcbitecte. Ein für die Stilentwicklung wichtiger Künstler ist der Südfranzose Bernard Toro. Er steht an dem Übergange vom Barock zum Rokoko. Wir finden seine Blätter aufgezählt in DagranZe, Deon. CataloFue de l'oeuvre sculpte, peint, arts 1869, l, 8. 289 u. koIZ. Doch das größte dekorative Genie der nun kommenden Zeit ist An toine Watteau, dessen figürliche und ornamentale Blätter, von aus gezeichneten Stechern vervielfältigt, zum ersten Male beschrieb Ooucourt, Ddmond de. Catalossue raisouue de l'oeuvre peiut, dessiue et grave d'^ntoiue Watteau. Daris 1875. 8" Aber man wird jetzt besser den neueren und bibliographisch äußerst sorgfältig bearbeiteten Katalog von Dacier und Vuaflart benützen. Dacier, Lmile, et Ulbert Vuaklart. dean de dullieuue 237 Dakelu. Noch sei des Francois de Cuvillies, des einst in München tätigen Naumgestalters gedacht. Durch die Wirrnis seiner vielen hundert Ornamentblätter führt neben den schon oben erwähnten Notices von Destailleur Daris 1859. 8" Sonderdruck aus: Devue universelle des arts. Und schließlich wäre noch auf eine Arbeit über Pierre Nanson, einen Ornamentkünstler des Louis XVI-Stils aufmerksam zu machen, Ver mehr als 500 Blätter geschaffen hat. de catalogue de l'oeuvre. Daris (1912). 8° Mt 56 l'akeln. Den niederländischen Ornamentkünstlern ist das umfängliche Buch H e d i ck e, Robert. Cornelis Floris und die Florisdekoration. Studien zur niederländischen und deutschen Kunst im 16. Jahr hundert. Berlin 1913. Textbd. 4°, Tafelbd. 2" Mit 50 Tafeln gewidmet. Wir finden in ihm u. a. ein Verlagsverzeichnis des Hie ronymus Cock in Antwerpen und eine chronologische Zusammen stellung der Werke des wichtigen Hans Vredeman de Vries, doch sind leider die bibliographischen Angaben unzureichend. Im Vorstehenden wird der Name manches Künstlers vermißt werden, der bedeutend genug wäre, auch in einer solchen kurzen Übersicht nicht vergessen zu werden, aber bei vielen von ihnen steht eine knnstgeschichtliche Durchforschung ihrer Arbeiten noch aus, und man ist dann eben gezwungen, die allgemeinen Nachschlagewerke zn benutzen. Die am Beginn dieser Bibliographie flüchtig berührten Nebcn- gebiete des Ornamentstichs werden in einem bald folgenden zweiten Aufsatz ausführlich behandelt werden. 1265
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