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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.07.1928
- Strukturtyp
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- 1928-07-19
- Erscheinungsdatum
- 19.07.1928
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- Deutsch
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x° IKK, IS. Juli 1928. Redaktioneller Teil. Börsenblatt s. d.Dtschn.Buchhanbel. Daß der s e st e Ladenpreis der Fels ist, auf dem der heutige deutsche Buchhandel verankert bleiben muß, ist uns ohne Zweifel. Die Angriffe gegen ihn sind Zeichen der Zeit. Zwar dürfen wir nie die Sorge einschlafen lassen, daß dieser Fall unbe dingt unerschüttert erhalten werden muß; zunächst aber halten wir dafür, daß wir die Eingriffe auf ihn eher abschlagen werden als die Schädigungen des regulären Buchhandels durch Buchvertriebseinrichtungen, die außerhalb des Buchhan dels stehen. Bei dieser Gelegenheit sei nachdrücklich auf die Schrift des Ersten Vorstehers der Buchhändlergilde »Die Krisis im Deutschen Buchhandel, eine Auseinander setzung mit vr. Edmund Wintcrhoff« von Paul Nitschmann, auf merksam gemacht. Jeder von uns muß sie lesen, wir müssen wissen! Es ist zu begrüßen, daß diese Schrift in großem Ilmfange an Behörden, Bibliotheken usw. versandt worden ist. Der Kreis oerein hat auch seinerseits eine größere Anzahl Exemplare be zogen und stellt davon Exemplare den Mitgliedern zur Weiter gabe an noch nicht bedachte Behörden und sonstige Stellen zur Verfügung. Erfreulicherweise ist aus unserem Verbände keine wesentliche Übertretung der Verkaufsordnung zu melden. Wenn wir das Leben innerhalb unseres Verbandes besehen, so können wir nur seststellen, daß es im vergangenen Jahre nicht besonders lebhaft war. Oder sollte es als ein erfreuliches Zeichen zu deuten sein, daß die Mitglieder keine Ursache hatten, sich mit Klagen oder Sorgen an den Verband zu wenden? In der Erkenntnis, daß es gut sei, vielleicht im kleineren Kreise einmal prüfend die Zeitlage für den Buchhandel zu be sehen, hat der Vorstand im Herbst v. I. eine Wochenend zusammenkunft für Chefs in Springe abgehalten. Obwohl wir nicht von einer großen Beteiligung aus unserm Mit gliederkreise berichten können, sehen wir doch dankbar und be friedigt auf diesen ersten Versuch zurück. Die Hauptversamm lung wird ein Wort darüber zu sagen haben, ob sie solche Zu sammenkünfte für die Zukunft genehmigen will. Mit dem Verbände »Norden-, zu dem ja immer ein näheres Verhältnis bestanden hat, haben wir eine Sommeraka demie in Hohnstorf a. d. Elbe veranstaltet. Sie tagt in diesen Tagen und wenn wir auch von ihrem Ausfall noch nicht berichten können, so dürfen wir doch mit Befriedigung fest stellen, daß auch aus unserm Kreise sich 9 junge Buchhändler bzw. Buchhändlerinnen an dieser Sommerakademie beteiligen. Nicht uninteressant ist die Tatsache, daß die Meldungen junger Buchhändlerinnen so zahlreich eingingen, daß sie nicht alle berück sichtigt werden konnten. Wir glauben, daß die Teilnehmer nicht ohne Gewinn bleiben, zumal Herr vr. Krake aus Hamburg, der Leiter der Sommerakademie, eine ganz besondere Begabung für diese Arbeit mitbringt. Auch darüber wird die Hauptversamm lung ein Wort zu sagen haben, ob ihr der mit dieser Beteiligung an der Sommerakademie des Kreises »Norden« beschrittene Weg ein auch für die Zukunft erwünschter ist. Zu einer von der »Gilde- einberufenen Zusammenkunft von Schulbuchhändlern in Berlin hatten wir ein anscheinend be sonders interessiertes Mitglied abgeordnet. Leider sind wir nicht in der Lage, von uns aus zu berichten, was bei jener Zusammen kunft erzielt worden ist, da wir trotz mehrfacher Bitten bis jetzt noch keinen Bericht des betreffenden Mitgliedes erhalten konnten. Daß die Schulbücherfrage eins brennende ist, wissen alle die unserer Mitglieder, die mit ihr zu tun haben. Wir können nicht unausgesprochen lassen, daß uns gerade der Schulbuch handel erheblich krank zu sein scheint. Es ist aber nicht nur eine Krankheit des Schulbüchersortiments, sondern wohl auch eine des Schulbücherverlags. Wenn wir auch die Schwierigkeiten des Schulbücherverlags voll und ganz würdigen, so glauben wir doch an die Möglichkeit wenn nicht der völligen Gesundung des Schulbuchhandels, so doch an die der Milderung der Schmerzen, die heute in dem Verkehr zwischen Schulbücherverlag und Schul büchersortiment liegen. Wenn wir recht sehen, so muß heute nicht nur das Sortiment, sondern auch der Verlag die Zeche des scharfen Wettbewerbs bezahlen und es scheint jeder Vernunft und Klugheit zu widersprechen, in dieser Zeit größter Schwierig keiten sich gegenseitig das Leben mehr als unbedingt nötig zu 828 verbittern. Wenn der Schulbücherverlag überhaupt Wert legt auf ein Schulbücher vertreibendes Sortiment, dann muß sich ein Weg finden, der die Unerträglichkeiten ausschaltet, unter denen das Sortiment heute seufzt. Und es muß sich auch inner halb des Verlags ein Weg finden, der die Schärfe des Konkur renzkampfes mildert, denn er läßt auch dem Verlag in vielen Fällen keine Früchte seiner ungeheuren Anspannung. Im Interesse guter Nachbarschaft hat ihr Vorsitzender im Vorjahre an den Hauptversammlungen der Kreise »Norden«, Rheinland-Westfalen und Sachsen-Thüringen teilgenommen. Die von letzterem Kreise vorgeschlagene Zusammenarbeit bei einer Werbewoche fand nicht die Zustimmung der Mehrheit des Vorstandes. Die Frage der K r e i s w e r b e st el le n ist für uns zunächst eine völlig offene. Die Hauptversammlung wird zu ihr Stellung nehmen müssen. Die Entscheidung ist nicht zu letzt abhängig von einer Persönlichkeit, die geeignet und bereit ist, der Aache zu dienen. Der deutsche Buchhandel hat in den letzten Wochen an einer großen Schicksalsstunde gestanden. Der Kampf um d i e neue Satzung des Börsenvereins ist aber beendet und wir können mit besonderer Befriedigung feststellen, daß es gerade der Erste Vorsteher des Börsenvereins, Herr Max Röder, gewesen ist, der im Augenblick der größten Krise den Faden fand, an dem die neue Satzung glücklich in den Hafen gebracht werden konnte. Die Zukunft wird erweisen, ob oder inwieweit die neue Satzung zum Heil des deutschen Buchhandels wirksam werden kann. Als erstes Opfer der Satzungsreform wurde der Ver band der Kreis-und Ortsvereine in seinem fünfzig sten Jahre zu Grabe getragen. Als letztes erfreuliches Zeichen seiner Tätigkeit kann man die wohlgelungene Herb st Ver sammlung in Potsdam besonders vermerken. Dank der ausgezeichneten Referenten und der Höhenlage der Aussprache hatte diese Zusammenkunft geistiges Format. Daß trotzdem der Verband seine Tätigkeit einstellen mußte, war vorauszusehen. Die neue Satzung des Börjenvereins hatte keinen Raum mehr für den Verband, den man ja in früheren Jahren als eine Neben regierung bezeichnet hat. Daß mit der neuen Satzung auch die Bedeutung der Krcisvereine geschmälert worden ist, scheint uns ohne Frage. Es wird Sache der Kreisvereine sein, zu beweisen, daß sie auch in der Zukunft ihre volle Berech tigung neben den Fachvereinen haben, und cs wird wichtig sein, daß die Kreisvereine Führer haben, die, über den Dingen stehend, für das Wohl des ganzen Buchhandels aus Überzeugung ein zutreten willig sind. Die Fachvereine tragen das Odium des Kampfes an sich, die Kreisvereine können ihre Bedeutung in der Zukunft dadurch beweisen, daß sie dem Ausgleich, der Ver ständigung der Gruppen dienen. Am Schluß der neuen Satzung steht harmlos der für uns vielleicht gefährliche Satz von der Verringerung der Kr e i s v e r e i n e. Wir wissen, daß unsere lieben Nachbarn gern bereit sind, unsere Grenzbezirke zu übernehmen. Auch darüber wird die Hauptversammlung Ursache haben, sich grund sätzlich klar zu werden, ob sie auf ein eignes Leben unseres Kreis vereins Wert legt oder ob es ihr unwichtig ist, wenn der Kreis verein. Hannover-Braunschweig ausgeteilt wird. Die Beteiligung an unserer diesmaligen Hauptversammlung wird ein Gradmesser dafür fein, wie wesentlich oder unwesentlich unsern Mitgliedern ihr Verband ist. Je nach den Beschlüssen, die die Hauptversamm lung faßt, wird der Vorstand den Forderungen der neuen Satzung gemäß zu handeln haben. Die Mitgliederz «hl war vor einem Jahre 190, sie beträgt jetzt 198. Einer ganzen Reihe von Mitgliedern konnten wir zu besonderen geschäftlichen und persönlichen Gelegenheiten unsere Glückwünsche aussprechen. Besonders erwähnt sei hier das 50jährige Jubiläum als selbständiger Buchhändler unseres verehrten Ehrenmitgliedes, Herrn Hellmuth Woller- mann. Der Vorstand hat ihm, der jahrzehntelang die Geschicke des Verbandes leitete, persönlich die Glückwünsche des Verbandes ausgesprochen und wünscht dem verdienten Jubilar auch an dieser Stelle noch einige Jahre des wohlverdienten stillen Glückes. Neu ausgenommen wurden: Fr. Busch, Hameln; E. Tippach, Goslar; F. Fröhlich, Helmstedt; R. Just, Jungbornf H. Heine,
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