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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.07.1928
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- 1928-07-07
- Erscheinungsdatum
- 07.07.1928
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- Deutsch
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I5K, 7. Juli 1SW. Redaktioneller Teil. BSrlcnblatt s. d. DNchn. Buchhandel. Kleine Klitieilungen Buchausstcllung in Maracaibo (vgl. Bbl. Nr. 60 und 140). — Laut Mitteilung des SchulvercinS in Maracaibo ist die Eröffnung der geplanten Buchausstellung ails Anfang Oktober d. I. ver schoben worden. Sammelsendungen dorthin leitet, wie bereits mitgctcilt, die Firma Breuer, Möller L Eo., Hamburg 1, Alster damm 26, weiter. Wie die Auslandabteilung aus Maracaibo er fährt, sind die ersten Zusendungen der deutschen Verleger, reich haltiger als erwartet, inzwischen cingetroffen und mit lebhaftem Tank begrüßt worden. Vermißt werden noch gute Wochen- und Monatsschriften und deutsch-spanische Zeitschrif ten, von denen Probcbände oder Probehefte durch Vermittlung der Firma Breuer, Möller L Eo. noch erbeten werden. Für die Buch- ausstcllung ist auch die einzige in Maracaibo ansässige Buchhand lung, die deutsche Werke führt, Hermanns Belloso R o s s e l l, vom Schulvercin interessiert worden. Nachbestellungen auf das Aus stellungsgut seitens der Besucher werden deutschen Firmen, die der Schulverein in erster Linie berücksichtigen wird, und auf Wunsch auch jener örtlichen Firma zugeleitet werden. Aber die 4. Buchhändlcrwochc des Allgemeinen Deutschen Buch- handlunqsgchilscn-Vcrbandcs ^Fachgruppe Buchhandel im D.H.--V.) vom 17. bis 23. Juni 1928 geht uns folgender Bericht zu: Tie 4. von unserm Verband veranstaltete Buchhändlerwoche vom 17. bis 23. Juni 1928 im »Waldfrieden« bei Bad Lausick darf wiederum als ein Erfolg bezeichnet werden. Wenn die Teilnehmer- Zahl diesmal nicht ganz so groß war wie in den Vorjahren, so dürste daran in erster Linie die Zersplitterung in den Bildungsbestrebungen schuld sein. Eine einheitlichere Zusammenfassung und gegenseitigere Anpassung der vielen Wochcnendkurse, Sommerakademien, Fortbil dungskurse usw. könnte im Interesse aller Beteiligten nur von Vor teil sein. Die Vortragssolgc war wieder zeitgemäß zusammengestellt und die Teilnehmer waren voll des Lobes über Anregungen, die aus dem Gehörten zu entnehmen waren. Vertreten war wiederum der Verlag am stärksten, obwohl gerade dem Sortiment ein tieferes Eindringen in die Wirtschastssragen besonders not täte. Auch die schöne und gesunde Lage unseres Heims und die gute Verpflegung gibt den Teilnehmern Veranlassung zur Anerkennung für unser Unternehmen. Tie Anreise am Sonntags dem 17. Juni, ging diesmal sehr glatt vor sich; bis mittags 1 Uhr waren bereits sämtliche Teil nehmer eingetroffen, was die Geschäftsführung äußerst erleichterte. Am Montag früh nach der gemeinsamen Kaffeetafel wurde die Buchhändlcrwoche offiziell eröffnet, nachdem durch das Largo von Händel eine stimmungsvolle Einleitung erfolgt war. Der Ge schäftsführer des Verbandes begrüßte im Namen des Vorstands die Teilnehmer und gab einen kurzen Überblick ü-ber die Entwicklung der Buchhändlerwochen. Es wurde das nötige Rüstzeug an die Teil nehmer verteilt, und Herr A. E. Günther, Hamburg, begann mit seincm Vortrag »Literarische Strömungen der Nachkriegszeit«. Die Aussprache ergab, daß man schon ziemlich tief in das literarische Leben der Nachkriegszeit eingedrungen war; der Vortragende ver steht es ja nur zu gut, seine Hörer zu fesseln. Am Nachmittag wurden Spaziergänge in den Glastencr Wald unternommen. Der zweite Vortrag des Herrn Günther war eine Fortsetzung des ersten, denn die »Politisierung der Literatur« ist eine spezifisch nachkriegs zeitliche Erscheinung. Auch hier wieder zeigte sich, was dem einen oder anderen Berufskollegen noch fehlte zum selbständigen Urteil über literarische Werke. Die Aussprache war so lebhaft und an regend, daß nur die Mittagspause Schluß gebieten konnte. Man sah Herrn Günther ungern scheiden und hätte mit lhm gern noch einen dritten Tag verbracht. Der Nachmittag war dem Spiel und Sport gewidmet. Am Mittwoch sahen wir unfern verehrten Herrn Professor Menz wieder bei uns, der über das Thema »Aus deutschem Sprach- gut und Schrifttum« referierte. Professor Menz führte in klarem Vortrage die Entwicklung und die Wandlungen, denen das deutsche Sprachgut und Schrifttum im Lause der Jahrhunderte unterworfen war« deutlich vor Augen. Wir hörten gern auf die Ausführungen dieses mit unserm Beruf ja in besonders enger Fühlung stehenden Gelehrten. Am Nachmittag besichtigten die Teilnehmer das Her mannsbad in Bad Lausick sowie einige historische Stätten. Am Donnerstag hatten die Teilnehmer das Vergnügen, einen Vertreter des Leipziger Mcßamts zu hören, der über »Messe, Export und Buchhandel« sprach. Der Leiter der literarischen Abteilung des Leipziger Mcßamts, Herr Direktor V o ß, zeigte in anschaulichen Worten die Aufgaben der Wcltmessc, deren Entwicklung und Aus wirkungen, und versuchte dann die Beziehungen zum Buchhandel zu 772 erklären. Großzügig, weitblickend und tiefschürfend, so kann man die Ausführungen bezeichnen, und wir wünschten nur, daß ein weit größerer Kreis von Buchhändlern den Vortrag hätte hören können. Besonderer Dank sei aber dem Leipziger Mehamt ausgesprochen für die schöne Erinnerungsgabe; sie wird den Teilnehmern eine wirkliche Erinnerung sein. — Da der Nachmittag verregnet war, wurden musikalische Unterhaltungen geboten, und es zeigten sich auch nach dieser Richtung hin die Talente der Teilnehmer. Freitag, den 22. Juni, sprach ein früherer Berufskollege zu uns, Herr Redakteur Kurt Loele, Leipzig, über »Bahnhofsbuch handel und Zeitschriftenwesen«. Fast zur gleichen Zeit, als der Vortragende die Verdienste Georg Stilles für den Bahnhofsbuch handel hervorhob, hat dieser unbestritten befähigte Mann die Augen für immer geschlossen. Der Vortrag brachte manchcs Neue für die Teilnehmer, da ja unsere jüngeren Kollegen die Entwicklungs geschichte besonders auch des Zeitschriftenmesens kaum kennen. Auch Organisationsfragen spielen sowohl beim Bahnhofsbuchhandel als auch beim Zeitschriftenwesen eine große Nolle, dir der Vortragende sehr gut zu erläutern verstand. — Am Nachmittag wurden nur Lurze Spaziergänge gemacht, da für den Abend eine Abschicdsfeier ge plant war. Diese Abschiedsfeicr Hätte besser für Sonnabend abend ge paßt, aber da an diesem Tage der Begrüßungsabend der Deut schen Buchhändler-Lehranstalt anläßlich des 75jährigen Schuljubi- läums stattfand und verschiedene Teilnehmer zu dem Begrüßungs abend gehen wollten, mußte die Abschiedsfeicr bereits für Freitag alumd angesetzt werden. Es war ein schöner geselliger Abend, der wohl allen Teilnehmern in angenehmer Erinnerung bleiben wird. Unser »Waldfrieden«--Wirt hatte auch mit dazu beigetragcn, die Stim mung zu erhöhen; besonders sei absr den beiden »Kammermusikern« und dem »russischen Opernsänger« gedankt, die sich so eifrig in Len Dienst der Festleitung gestellt haben. Für Sonnabend, den 23. Juni, war als Vortragender Herr Arbeitsgerichtsrat Fingerling, Leipzig,, geivonnen worden, der über »Arbeitsrecht und Angestellte« sprach. Mit dem prozessualen Recht beginnend, gab der Vortragende an Beispielen aus der Praxis interessante und lehrreiche Hinweise, die von den Zuhörern mit Be achtung ausgenommen wurden. Auch die anschließende Aussprache ge staltete sich ziemlich lebhaft, woraus wir den Schluß ziehen konnten, daß auch dieses Thema angebracht war. Nach dem Mittagessen wurde dann vom Geschäftsführer Krüger der offizielle Schluß der 4. Buchhändlerwoche verkündet, und von seiten der Teilnehmer war cs nur Dankbarkeit und Anerkennung für das Gebotene, die dabei zum Ausdruck gebracht wurden. Eine Anz-ahl der Teilnehmer fuhr dann nach Leipzig zur Beteiligung an den Jubiläumsveranstaltungen der Deutschen Buchhändler-Lehranstalt. Am Sonntag trennten sich die letzten Teilnehmer mit einem herzlichen »Auf Wiedersehen«. Alles in allem darf die 4. Buchhändlerwoche als ein Erfolg unserer Be wegung angesprochen werden, denn kein Mißton trübte die Veran staltung, im Gegenteil, _wit dem größten Interesse und mit sicht barem Eifer folgten alle Teilnehmer ohne Ausnahme den Ausfüh rungen der Vortragenden. So soll es auf einer Buchhändlerwoche sein, und die Auswirkungen werden dem einzelnen Teilnehmer wie auch der Firma 'bald zugute kommen. Buchhändlcrvcrcin »Rübezahl«, Breslau. — Der Sommer ausflug des Vereins am letzten Junisonntag war vom schönsten Wetter begünstigt. Diesmal wurde Nimptsch, die reizende Bergstadt im Schlesischen Vorgebirge besucht und damit eine Bergwanderung und der Besuch der herrlichen Park- und Gartenanlagen des Herrn von Ohcimb in Woislowitz verbunden. Bei der Ankunft auf Bahn hof Nimptsch wurden die Teilnehmer, einige 30 Personen, von dem Bürgermeister der Stadt, Herrn Kühn, begrüßt, der sich dann den ganzen Tag dem Verein zur Verfügung stellte. Nach einer Wande rung über die bewaldeten Hügelketten, die Nimptsch 'einschließen, wurde der Schloßpark in Woislowitz besichtigt. Am Eingänge des selben .begrüßte Herr von Ohei-mb die Gäste selbst und führte sie durch den an Naturschönheiten und Seltenheiten reichen Park in die weitausgedehnten Gärtnereien, gab Erklärungen und zeigte sich auch, besonders den Damen gegenüber, als liebenswürdiger Haus herr, den Damen Rosen und andere Blumen überreichend. Mit Dankesworten schieden die Gäste von dem »schönen alten Herrn«. Dann ging es wieder unter Führung des Herrn Bürgermeisters weiter und es wurden die Sportplätze und das in herrlicher Um gebung liegende Städtische Bad besichtigt. Im Hotel zum Bären wurde dann das wohlvorbcrcitcte Mittagsmahl eingenommen, ge würzt von einer Anzahl Reden und einem Tafellicd, das die Vor züge von Nimptsch in ein Helles Licht stellte. Das Lied war aller dings schon vorher einmal, während der Wanderung nach den Be- grüßungswortcn des Herrn Bürgermeisters Kühn und einem ge schichtlichen Vortrage des 1. Vorsitzenden Herrn Konrad Schneider,
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