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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.05.1928
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1928-05-26
- Erscheinungsdatum
- 26.05.1928
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- Deutsch
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^ 121, 2ö. Mai 1928. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f.d.Dtschn. Buchhandel Man kann über Wesen und Bedeutung der sog. Gehetmwissen- schaften geteilter Meinung sein. Der Buchhändler, der im Dienste der Allgemeinheit steht, muß in der Lage sein, auch den Bedars aus diesem umsangreichen Literaturgebiete besriedtgen zu können. Im einzelnen wird er es nur selten völlig beherrschen und darum sich gern von einem solchen Katalog beraten lassen, der mit Recht seinen Platz in der Geschästsbibliothek beanspruchen darf. L. vr. F. W. Koch: Die Lohnsteuer ab 1. Januar 1928. Mönchen 1928: C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung. XI, IS» S. kl. 8" Lwd. Mk. 4.80. Der Steuerabzug vom Arbeitslohn ist zwar vom Standpunkt des Fiskus aus praktisch, in her Durchführung aber ziemlich kompli ziert geregelt. Das hängt zum Teil damit zusammen, daß Erleichte rungen auf diesem Gebiete zum Agitationsstoff gewisser politischer Parteien gehören und meist auf dem die Klarheit der Gesetze nicht gerade fördernden Kompromißwege eine Erhöhung der Abzüge bei kinderreichen Familien und des steuerfreien Lohnbetrags erreicht worden ist. Die durch zahlreiche Erlasse und Entscheidungen auch nicht übersichtlicher gewordene Materie erfährt in dem vorliegenden Erläuterungsbuch eine sachkundige Behandlung, die als erschöpfend bezeichnet werden kann, sodaß sich der Praktiker daraus über alle Zweifelsfragen zu unterrichten vermag. vr. Runge. Kleine Klitieilungen Ausverkauf. — Dt« in Konkurs befindliche Firma Bruno Meyer L Co., Königsberg i. Pr., Paradeplatz 10, veran staltet einen Ausverkauf mit bis zu 59 Prozent ermäßigten Preisen. Nachbeziige sind nicht statthaft. Deutsche Buchausstellung in Madrid. — Sonntag, den 2». Mat, mittags 141 Uhr, ist die Deutsche Buchausstellung in Madrid, die sich eines steigenden Besuchs aus allen Kreisen erfreut, vom König Alfons XIII. von Spanien eingehend besichtigt worden. Der König hatte den Wunsch ausgesprochen, ganz unoffiziell und ohne Benachrichtigung der Öffentlichkeit die Ausstellung besuchen zu können, und nur die Deutsche Botschaft war kurz vorher verständigt worden. Der König erschien in Begleitung des Oberhosmarschalls Herzog von Miranda und wurde am Eingang der deutschen Abteilung vom deutschen Botschafter Grasen von Wetczeck empfangen, der sogleich den Delegierten des Börsenvereins, Biblio thekar vr. Hans Praesent, sowie Frl. vr. Richert-Barcelona und Krau Bankdirektor u ll m a n N-Madrid, die sich die größten Verdienste um die künstlerische Ausgestaltung der Ausstellung er worben hatten, dem König vorstellte. Es erfolgte sodann ein zwanzig Minuten währender Rundgang durch die deutsche Buchausstellung, wobei dem König die hervorragendsten Erzeugnisse des Buchge werbes vorgeführt wurden. U. a. verweilte der König, der die deutsche Sprache fließend beherrscht, länger bei der Neuauflage von Meyers Lexikon (Btbliogr. Inst., Leipzig), bei einem Album mit Photo graphien aus der Deutschen Bücherei, bei der deutschen Literatur über Goya und der übrigen Kunstlitrratur über Spanien, bei den vorzüglichen Faksimilewerken der Manesse-Handschrift sJnfel-Ver- lag, Leipzig), des Code; Aureus (Hugo Schmidt-Verlag, München), bet dem Trachtenbuch des Christoph Weiditz von seinen Reisen nach Spanien <W. de Gruyter L Co., Berlin), bei dem Volkskunstwerk von Bossert iE. Wasmukh, Berlin), den Albertina-Faksimiles von Meder sA. Schroll L Co., Wien), sowie den schönen Handeinbänden von Fritzsche-Hager A.G. u. Hük^l L Denck (beide in Leipzig) und bei manchen anderen Kostbarkeiten der Ausstellung. Inmitten des anwesenden Publikums bewegte sich der König völlig zwang los und äußerte wiederholt seine größte Anerkennung über den Stand des deutschen Buchgewerbes und über die hervorragenbe Aus stattung der deutschen Kunstbücher. Am Schluffe >ber Besichtigung wurde dem König von dem Katalog der deutschen Buchausstellung das Exemplar Nr. 1 der numerierten Ausgabe aus Büttenpapier überreicht, das von Hübel L Denck (Leipzig) tn blaues Leder mit Goldausdruck gebunden worden war. Der Verein der Reise- und Vcrsandbuchhandlungen hält seine Hauptversammlung am 8. und 9. Juni tn Köln ab. Die Tages ordnung und das sonstige Programm ist in Nr. 119, S. 4842 abge- bruckt. Tic Lesesäle der Deutschen Bücherei bleiben vom Pfingstsonn- abend bis zum 2. Psingstfeieriag einschließlich geschlossen. 578 Aus Madrid. — Die »Co mara oficlal del ltbro» in Madrid feierte am 12. Mai den Jahrestag ihrer Gründung bzw. Neu organisation (19W) wie üblich mit einem Festessen im Hotel National, an dem etwa 159 Mitglieder (darunter bekannte Verleger, Sorti menter, Buchdrucker, Buchbinder, Schriftsteller ufw.) tetlnahmen. Nach dom Essen wurden zwei längere Ansprachen gehalten. Der Präsident der CLmara, I). JuliLn Martine- Rens, begrüßte die Er schienenen, sprach über die speziellen Arbeiten der Kammer tm letzten Fahre, über das spanische Buch und feine Beziehungen zu Jbero- Amerika und die Vertretung des spanischen Buchhandels aus der kommenden Ausstellung in Sevilla. Schließlich begrüßte er besonders herzlich als Vertreter des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler vr. Hans Praesent, der vorher bereits dem Vorsitzenden die Grüße des Börsenvereins zum Ansdruck gebracht und engere Be ziehungen zwischen dem spanischen und deutschen Buchhandel an geregt hatte. Schließlich sprach als Vertreter des verhinderten Ar- bettsministers 0. Ricardo Franzo über bte Verdienste der CLmara und sicherte die Unterstützung der Regierung für die Ausbreitung des spanischen Buches bssvnders in Südamerika zu. Aus Großbritannien. — Eine bedeutsame Krage für den eng lischen Buchhandel ist die hier schon erwähnte Wahl einer Zeitschrist als amtliches Organ der großen Verbände: der Verleger und der Sortimenter. Während die Sortimenter schon seit einigen Jahren die Zeitschrift »The Bookseller« als ihr Blatt ansehen, hat sich auch jetzt der Verlegeroerein, nachdem diese Frage schon auf manchen Buchhandelsversammlungen erörtert worden war, angeschlossen. Das bisherige Blatt: »The Bookseller« heißt jetzt »The Publisher and Bookseller«. Der Stab des Blattes wird künftig aus drei Mit gliedern des Verlegervereins und drei Sortimentern bestehen. The Publishers' Circular and Booksellers Record bespricht natürlich auch dieses Ereignis, das für dies Blatt sehr schwierige Folgen haben kann. Die Unterhandlungen mit diesem Blatt wurden abgebrochen, weil es sich nicht seiner Selbständigkeit begeben wollte. Das Blatt schreibt, daß es 79 Jahre bestehe und daß es wie bisher dem Buch handel mit allen Krästen als unabhängiges Handelsblatt dienen wolle, und sein Hauptziel sei, allen Verlegern und Sortimentern zu Helsen, mehr Bücher zu verkaufen s»To soll more books«), Als Fern stehende werden wir mit Aufmerksamkett verfolgen, ob der englische Buchhandel zwei bedeutende Blätter nebeneinander unterhalten kann. Die Engländer sind besorgt über die beabsichtigten Maßnahmen Australiens, ein Gesetz zu schassen, das den australischen eigenen Verlagshandel gegen den englischen Wettbewerb schützen kann. Australien weiß, daß diese Krage schwierig zu entscheiden ist, da es genau wie England der Berner Übereinkunft angehört und man da keine Ausnahmegesetze machen kann. Aber es will doch Auswüchse beseitigen, die allmählich zu schreienden Mtßständen geworden sind. Es wird ein Beispiel dafllr angeführt. Da gibt ein amerikanischer Verleger Buchrechte gleichzeitig nach England und nach Australien, wonach das betreffende Buch in jenen Ländern zu Sk. 2,8 verkauft werben soll. Was manchen nun englische Verleger? Sie bringen schleunigst eine billige Kolonialausgabe heraus, die dann in Austra lien zu »k. 1,9 verkauft wird. Hierfür paßt das so oft unpassend ge brauchte Wort »dumping« ganz genau, und dagegen will sich Austra lien wehren. Mit den Bnchhandlungsreisenden beschäftigt man sich ost in der englischen Presse. Ein Aussatzschrciber verlangt, daß diese wesent lichen Mithelfer am Buchverkaus besser unterstützt werden, und ihre Wichtigkeit durch die allerbeste Behandlung seitens der Verleger an erkannt werden müsse. Auch ihre Ausbildung muß insofern besser sein, als man sie viel mehr Uber die Bücher, die sie vertreiben und über all das, was diese Bücher betrisst, unterrichten müsse. Daß aber doch ein sehr gutes Verhältnis zu manchen Reisenden besteht, zeigt die Feier, die einem Herrn Ntce jüngst gegeben wurde, und über bte tn Publishers' Circular auf einer ganzen Sette berichtet wird. Herr Rice, der im ganzen großbritannischen Buchhandel eine be liebte Persönlichkeit ist, arbeitet 54 Jahre im Buchhandel, und davon die letzten 39 Jahre als Reisender bei John Murray. Viele bekannte Buchhändler waren bei der Feier und viele Reden wurden dabei ge halten, die alle durchsetzt waren von dem frischen englischen Humor. Zu dem Gegenstand: »Gute oder schlechte Verlegeranzetgen«, schreibt die Schriftstellerin Stopes in Publishers' Circular: Was nutzt es, über mangelhafte Verlegeranzeigcn zu sprechen, wenn solche Anzeigen überhaupt nicht angenommen werden. Sie habe drei großen Zeitungen sDaily News, Weftmtnster Gazette und Evening Standard) je eine Seite Anzeigen angeboten, die sie zurückgewiesen hätten. Sie druckt diese Anzeige tn der Verlegerzeitschrist ab und fragt: »Warum sind sie zurllckgewiesen?« Das ist nicht schwer zu finden und die Dame weiß es auch, will es nur nicht wahr wissen. Sic zeigt neun Bücher an, die sich mit dem Geschlechtsleben, mit dem Bau des
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