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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.06.1928
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- 1928-06-14
- Erscheinungsdatum
- 14.06.1928
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X- 136. 14. Juni 1928. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. b.Dtschn.DuHhanver. sowie der Gewinn- nn>d Verlustrechirung für idas Geschäftsjahr 1927. 2. Beschlußfassung über «die Genehmigung der Bilanz und der Ge winn- und Verlustrechnung sowie über die Verteilung des Rein gewinns. 3. BeschlUmfassung über die Entlastung des Vorstands und Aussichtsrats. 4. Beschlußfassung über Statutenänderungen: 8 4, betr. Änderung des Stimmrechts und der Dividende der NamenS- aktien. 6. AufsichtsratSwcchlen. (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 130 vom 6. Juni 1928.) Kölner Verlags-Anstalt und Druckerei A.-G. in Köln. Bilanz am 31. Dezember 1927. Aktiva. Jmmobilienkonto: Buchwert am 1. Januar 1927 631 720,— Zugang 6 059,61 636 779,61 Abschreibung - 6 735,61 Maschinen- und Schriftenkonto: Buchwert am 1.1. 1927 498 206,— Zugang 137 798,22 636 004,22 Abschreibung 61 979,22 Mobilien- und Utensilienkonto: Buchwert am 1. 1. 1927 18 620, - Zugang 8 716,05 27 236,05 Abschreibung 2 723,05 Fuhrparkkonto: Buchwert am 1. Januar 1927 19 150,— Zugang 6 675,— 25 825,— Abschreibung 2 683,— Verlagskonto: Buchwert am 1. Januar 1927 Verlagsartikelkonto 69 675,51 Abschreibung 69 675,51 Effektenkonto: Buchwert am 1. Januar 1927 Kassakonto Materialienkonto: Vorräte am 31. Dezember 1927 . . . Debitoren Verlustvortrag 1926 15 644,72 Verlust 1927 163 238,71 Aktienkapital. . Obligationen Reserven Unerhobene Dividende Kreditoren Passiva. RM 630 044 684 025 24 513 23 242 1 1 7 783 126 340 253 296 178 783 1 828 030 1205 000 64 120 500 680 501 885 18 Gewinn- und Verlustrechnung vom 31. Dezember 1 828 030 18 1927. Soll. Verlustvortrag von 1926 Materialienkonto Löhne- und Druckereispesenkonto Salärkonto Allgemeines Betriebskostenkonto Handlungsunkostenkonto Steuern Zinsen - . . Abschreibungen: Gebäude 6 735,61 Maschinen 35 027,58 Schriften 16 951.64 Mobilien 2 723,06 Fuhrpark 2 683.— Verlagsartikel 69 676,51 Außenstände 9 307,23 Verlustvortrag von 1926 15 544.72 Verlust 1927 163 238.71 (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 122 vom 26. Mai 1928.) RM 15 544 458 479 987 557 388 414 124 074 103 335 46 218 26 850 143 003 2 293 508 2114 724 178 783 62 14 43 Anpreisung und Verbreitung unzüchtiger Schriften (Reichs- gertchtsentscheidung vom 16. April 1928). — In einem Verzeichnis über die an seinem Lager befindlichen Bücher und Druckschriften hat ein Buchhändler auch eine Reihe Schriften und Abbildungen porno graphischen Inhalts aufgeführt. Der Katalog erschien Ende Oktober 1925 und wurde an zahlreiche Buchhandlungen, wissenschaftliche In stitute usw. versandt. Ausdrücklich war in den Anpreisungen erwähnt, daß die Firma Zahlungserleichterung gewähre und für Weitergabe des Katalogs in Freundes- und Bekanntenkreisen dankbar sei. Auf Grund dieser Anpreisungen und nach einer im Juni 1926 vorge nommenen Durchsuchung der Geschäftsräume wurde Anklage wegen Vergehens gegen 8 184 StGB. (Vergehen gegen die Sittlichkeit) er hoben. Das Schöffengericht in K. verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe und erkannte auf Einziehung einzelner näher be- zeichneter Schriften und Abbildungen (»Bonifacius Kiesewetter«, »Das Bukett«, »Liebesfrühling« usw.), sowie der noch vorhandenen Lagerverzeichnisse. Das Gericht sah als erwiesen an, daß eine große Zahl der angebotenen Schriften und Abbildungen unzüchtige, bas. Scham- und Sittlichkeitsgefühl verletzende Abhandlungen und Abbil dungen enthalten. Die Unsittlichkett einer Anzahl Schriften sei bereit gerichtlich festgestellt, trotzdem seien diese mit den übrigen vom Angeklagten an das breite Publikum verbreitet worden. — Die gegen dieses Urteil vom Angeklagten beim Reichsgericht einge legte Revision ist nur bezüglich der Beschlagnahme der Kataloge von Erfolg gewesen. Das Urteil wurde in diesem Umfang aufgeho ben. Zur Begründung wurde gesagt, daß die Unzüchtigkeit der Schriften und Abbildungen rechtlich einwandfrei festgestcllt sei, ebenso deren Anpreisung und Verbreitung durch den Angeklagten. Dagegen sei zu beanstanden, daß der ganze Vorrat an Lagerverzeichnissen ein gezogen und beschlagnahmt worden sei. Es hätte nur der Teil der Verzeichnisse eingezogen und beschlagnahmt werden dürfen, der sich auf die Kaufangebote der unzüchtigen Schriften und Abbildungen be zieht. (Aus den »Neichsgerichtsbriefen«. 2 0 772/27.) 'kersonalnackrlckten. Diamantene Hochzeit. — Am 14. Juni feiert der jetzt in Graz lebende Herr Kommerzialrat E u g e n M a r x, bis 1918 Inhaber von A. Hartleben in Wien, mit seiner Frau das seltene Fest der Dia mantenen Hochzeit. Zur gleichen Zeit begeht die Firma A. Hart leben das Jubiläum ihres 125jährigen Bestehens. Fast die Hälfte dieses Zeitraums, 55 Jahre lang, hat der Jubilar ihre Geschicke ge leitet und ihr Weltruf verschafft. Es erscheint uns daher am Platze, bei dieser nicht alltäglichen Gelegenheit die Erinnerung an das er folgreiche Wirken Kommerzialrats Marx' im Buchhandel wachzurufen. Aus seiner Vaterstadt Leipzig, wo er als Sohn einer angesehenen Kaufmannsfamilie am 27. Oktober 1844 geboren wurde, trat Eugen Marx nach zuletzt absolvierter fünfjähriger Schulzeit an der Städti schen Realschule in Leipzig Ostern 1859 als Lehrling bei der Buch handlungsfirma E. F. Steinacker in Leipzig ein, wo er fünf Jahre ernster Lehr- und Vorbereitungszeit im damaligen Sinne zu ver bringen hatte. Am 1. April 1864, im Alter von 19>L Jahren, wurde er in die 1803 in Budapest gegründete, 1844 nach Wien verlegte Ver lagsbuchhandlung A. Hartleben in Wien als Gehilfe berufen. In haber war damals Adolf Hartleben, der, ein früherer Offizier, von seinem Großonkel als Erbe eingesetzt worden war. Er hatte Eugen Marx bei Steinacker kennengelernt und so war es tatsächlich Eugen Marx, dem die Leitung von Anfang an zufiel. Er wurde 1875 Teil haber, später Kompagnon und 1892 alleiniger Besitzer der Firma. Während der Verlag unter seinen Vorgängern beinahe ausschließlich Belletristik gepflegt hatte, verfolgte Herr Eugen Marx den Grund gedanken und das Ziel, in seiner Verlagstätigkcit das Wissen zu popularisieren, gediegene allgemeine und Berufsbildung zu verbrei ten und damit Freude am Beruf und Wohlstand in weite Schichten des Volkes zu tragen. Der Gedanke, die Volksbildung zu fördern, zeigt sich namentlich auch in den Zeitschriften und großen Samm lungen, die von ihm gegründet wurden. So entstand von den ersteren z. B. »Der Stein der Weisen«, der sich die Verallgemeinerung und Vertiefung der Bildung und des Wissens zum Ziel setzte, und von dem 23 Jahrgänge unter der Redaktion von E. Marx erschienen. Ferner die »Deutsche Rundschau für Geographie«, von der 37 Jahr gänge erdkundliches Wissen vermittelt haben. Die »Neuesten Erfin dungen und Erfahrungen«, 45 Jahrgänge, sämtlich unter Redaktion des Verlegers, brachten alle Errungenschaften der praktischen Technik, der Gewerbe, Industrie, Land- und Hauswirtschaft zur allgemeinen Kenntnis. Von den Sammlungen, die Eugen Marx verlegerisch er dacht, gegründet und selbst einzeln unter Mitwirkung von vielen Hunderten von Schriftstellern durchgeführt hat, seien hier nur die »Chemisch-technische Bibliothek« (350 Bände), die »Elektrotechnische Bibliothek«, die die Elektrotechnik von ihren ersten Anfängen an be gleitet hat (70 Bände), die »Mechanisch-technische Bibliothek« (25 Bände) hervorgehoben, sowie die »Bibliothek der Sprachen kunde« (125 Bände), die in einer Anzahl von weit über eine halbe 647
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