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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.03.1928
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- 1928-03-03
- Erscheinungsdatum
- 03.03.1928
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- Deutsch
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54, 3. März 1928. Redaktioneller Teil. linge ohne jede buchhalterische Vorbildung oder Praxis teilnchmen. Jeder Teilnehmer muß aber die Verpflichtung eingehen, an dem Kursus regelmäßig bis zum Ende teilzunehmen, da selbst ein ein maliges Fehlen Lücken verursacht, die ein erfolgreiches Weiterarbeiten erschweren. Durch den aus dem Bildungsfonds geleisteten Zuschuß ist die Korporation in der Lage, das Teilnehmcrhonorar, ausschließlich Lehr hefte, auf nur NM. 7.50 für Lehrlinge und Angestellte von Firmen festzusetzcn, deren Inhaber bzw. Geschäftsführer Mitglied der »Korpo ration« oder von Firmen, die Mitglied der »Bestellanstalt« sind: für die Angestellten von Firmen, bei denen die genannten Voraussetzun gen nicht zutresfen, beträgt das Kursushonorar NM. 15- . Nach Be endigung des Kursus erhält jeder regelmäßige Teilnehmer vom Kursusleiter eine Bescheinigung, daß er bis zum Ende des Kursus teilgenommen hat. Anmeldungen zur Teilnahme an diesem Buchführungskursus sind schriftlich bis spätestens zum 10. März 1928 an die Ge schäftsstelle der »Korporation der Berliner Buchhändler«, Berlin W 8, Wilhelmstraße 47, Buchhändlerhaus, Aufgang 0, I. Stock, zu richten. Anschlußvorträge Baden, Württemberg, Bayern, Hessen-Darm- stadt, Hessen-Nassau ab 19. März 1928 gesucht von Karl Peter im Anschluß an eine Psalzvortragsreife. Themen: Vorlesung von Tierge schichten oder Vortrag über Carl Hagenbecks Tierpark mit Lichtbil dern unter Erzählung eigener Tiererlebnisse. Genannter ist u. a. Spezialfachmann für Tierliteratur und Mitarbeiter im vorgenannten Tierpark. Forderung: Honorar einschl. Lichtbilder 50 NM.-j-15 RM. Neisespesenzuschuß und freie Unterkunft am Vortragstag, auch privat. Evtl, nach besonderer Vereinbarung. Anmeldungen nimmt das Vortragsamt des Börsenvereins entgegen. Frau Louise Diel, Berlin, die 1926 die erste Kollwitz-Ausstellung in New Aork zeigte und viele Jahre drüben als Journalistin wirkte, fährt jetzt im Rahmen der pädagogischen Studienreise am 21. März 1028 hinüber, um im Winter in Deutschland verschiedene Lichtbilder- vorträge über die amerikanische Frau, über das Kleinstadtleben in Amerika usw. zu halten. Frau Diel hat diesen Winter in verschie denen größeren Städten Deutschlands Lichtbildervorträge über »Das Werk von Käthe Kollwitz« gehalten. »Eltern und Kinder im Buch.« — Uber diese, von der Buchhandlung Hapke L Schmidt in Berlin veranstaltete Ausstellung schreibt die Deutsche Allgemeine Zeitung vom 29. Februar: Sie hat es sich angelegen sein lassen, eine Buch-Ausstellung zu veranstalten, die außerordentlich geeignet ist, das ganze Gebiet der Jugenderziehung und Jugendpflege zu beleuchten. Maßgebend für die Sammlung er scheint der Gedanke, daß die Kinder und Jugendlichen nicht wie bisher zu kleinen Gelehrten erzogen werden sollen. Entscheidend für das Leben sind nicht die Kenntnisse, sondern der offene Blick, die Ge sinnung und der Drang zu eigenen Erkenntnissen. — Von der Pflege des Säuglings angefangen, den Spielen des Kindes, Gymnastik und Turnen, geht die Sammlung zu den geistigen Fragen der Erziehung in Schule und Elternhaus. Nicht vergessen ist die wichtige Frage der geschlechtlichen Erziehung (»Was das Kind wissen will«, heraus gegeben vom Dürerbund, Berlin) und auch eine vollständige Neuheit auf dem Gebiete der Jugendpsychologie (»Graphologie der Kinder schrift«, Minna Becker, Niels Kampmann Verlag) liegt zur Einsicht vor. Aus der Werbearbeit eines Sortiments. — Die Bücher stube Walter Schatzki in Frankfurt a. Main, Börsen straße 2—4, veranstaltete im letzten Jahre folgende Vorträge: Hans Schönlank: Moderne Literatur; Polgar, Conrad, London, Ünamuno, Chesterton, Kafka; Fürstin Mechthilde Lichnowfky: Aus eigenen Werken; Ludwig Klages: Goethe als Seelcnforscher: Philipp Sou- pault und Leon Pierre-Quint: Uber neue französische Literatur; Jakob Wassermann: Aus eigenen Werken; Alfred Neumann: Aus eigenen Werken; Francois Porche: Valöry et la Poesie pure; Nor bert Schiller: Novellen, Skizzen ausländischer Autoren; Prof. Giuseppe Gallavresi, Mailand: Geschichte der Scala; vr. meck. Walter Niese: Uber Georg Trakl, Das Sinnesleben eines Dichters; vr. Helmut von den Steinen: Stefan George und sein Werk; Anja Mendelssohn: Symbolik der Handschrift. Almanach-Sammlung. — Das Buch- und Kunstantiquariat Ernst Dannappel (Ed. H. Thoma) in Dresdcn-Blasewitz erwarb aus Dresdner Privatbesitz eine Almanach-Sammlung 1760—1840. Die umfangreiche Sammlung enthält — teilweise in seltenen Reihen — die wertvollen Almanache und Taschenbücher dieser Zeit in Originalein bänden bester Erhaltung. 250 Aus Wien. — Mitte Februar fand hier in den Räumen der Kanzlei des Bundespräsidenten eine Versammlung der Wiener Bibliophilen- Gesellschaft unter dem Vorsitze des Schrift stellers Hans Feig! statt. Sie wurde mit der sehr erfreulichen Mit teilung eröffnet, daß nach fünfzehnjähriger Pause Ende September 1028 der Bibliophilentag (Generalversammlung der Gesellschaft der Bibliophilen Weimar) wieder in Wien abgehalten werden wird. Zum Empfange der jetzt schon zahlreich angcsagten deutschen und auslän dischen Teilnehmer der Tagung rüstet die Wiener Bibliophilen-Ge- sellschaft bereits heute und plant offizielle Empfänge, festliche Ver anstaltungen, Besichtigungen und Ausflüge. Im Anschluß an diese Mitteilungen hielt I)r. Kurt Thomasberger einen sehr inter essanten und aufschlußreichen Vortrag: »Bibliophiles und Kuriosa aus der Richard Wagner - Literatur«. Der Vortragende steht zur Kunst Richard Wagners im Verhältnis eines kenntnisreichen und begeisterten Verehrers. Unter steter Bezug nahme auf die durch Richard Wagner beeinflußte zeitgenössische Lite ratur schilderte er die Stellung von Dichtern und Schriftstellern, wie Grillparzer, Bauernfeld, Nietzsche, Kalbeck, Hanslick, Billroth u. a., zu dem Wagner-Problem. Sehr einleuchtend war die Scheidung in Gegner und in Feinde Wagners. Den ersteren muß man in beinahe allen Fällen ehrliche Einstellung zubilligen. Bei den letzteren han delte es sich meist um die Absicht, ihren Witz an den kleinen Schwächen des Meisters zu zeigen. Ein besonders beredtes Zeugnis hiervon ist die seinerzeit durch Daniel Spitzer erfolgte Veröffentlichung von Wagners Briefen an eine Putzmacherin; eine separate Stellung neh men die Parodien aus der Feder des witzigen Nestroy und anderer minder begabter Autoren ein. Auch in Romanen (z. B. von Gutz kow) wurde Wagners Persönlichkeit mehr oder minder günstig dar gestellt. Dem Vortragenden wurde reicher Beifall zu teil, und es wäre nur zu wünschen, daß diese Studie durch Veröffentlichung in einer Zeitschrift oder einem Jahrbuche dem großen Publikum zugäng lich gemacht würde. Die knapp bemessene Zeit zwang ohnehin zur möglichsten Kürze, und beim Drucke könnte dann der ganze Umfang der Forschung benutzt werden. In der Zeit vom 11. bis 18. März findet die 14. Wiener Internationale Messe (Frühjahrsmesse 1928) statt. Die Ausstelleranmeldungen übersteigen an Zahl und an Größe der bean spruchten Fläche bedeutend jene der beiden vorangegangenen Messe- veranstaltnngen. Deutschland allein erscheint in 13 von den 35 Branchegruppen der Messe. Von Spezialansstellungen seien nur er wähnt die Reklame-Messe, die Erfinder-Messe usw. Zahlreiche Ge seilschaftsreisen sind angemeldet, u. a. aus der Tschechoslowakei. Frankreich, Italien, Rumänien. Von New Aork gehen zwei Niesen dampfer als »Wiener Messedampfer« in Sec. In der Zeit von Mitte April bis Mitte Juni 1028 findet im Wiener Messepalast eine Ausstellung »Frau, Mutter und K i n d«, veranstaltet von der Wiener Messe-Aktiengcscllschast, statt. Die Standpreise betragen 60 8. für den Quadratmeter, für Stände in bevorzugter Lage 80 8. Für Aussteller, die einen Detailverkauf beabsichtigen, wozu es einer besonderen Vereinbarung mit der Aus stellungsleitung bedarf, kommen die obigen Ansätze mit einem 100-, prozentigen Aufschlag in Anrechnung. In der »Österreichischen Reklame« veröffentlicht vr. Erwin Paneth eine auf amtlichen Daten beruhende Statistik, wonach der Aufwand für Presse-, Plakat-, Kino-, Post- und Lichtreklame in Österreich im Jahre 1926 rund 58 Millionen Schilling betrug. Die in diesem Betrage inbegriffenen Neklamesteuern ergeben rund 5,5 Millionen Schilling, ein Betrag, von dem die Presse allein mehr als */°, das sind rund 4,25 Millionen Schilling zu tragen hat. Uber die Höhe dieser Steuer wird vielfach Klage geführt. Für das Jahr 1925 wurde der amerikanische Reklameaufwand auf rund 1,3 Mil liarden Dollar geschätzt. Wien, Ende Februar 1928. Friedrich Schiller. Ausstellung deutscher Kinderbücher in Moskau. — In Moskau soll, wie hier (Nr. 22) schon mitgeteilt wurde, im April eine Aus stellung deutscher Kinderbücher stattfinden, die reicher ausgestattet werden und länger dauern soll als die Ausstellung im Dezember, über die hier ebenfalls schon berichtet wurde. Ans diesem Anlaß beabsichtigt die rassische Gesellschaft zur Anknüpfung kultureller Be ziehungen mit dem Auslände, ein Rundschreiben an die bedeutendsteu deutschen Jugendschriftenverlage zu richten. Da man aber in Moskau nicht alle deutschen Verlage kennt, die Kinderbücher und Jugend schriften veröffentlicht haben, auch vielleicht der eine oder andere versehentlich unberücksichtigt bleiben könnte, sei der Text dieses Rundschreibens hier mitgeteilt: »Im Dezember v. I. fand in Moskau im ,Haus der Presse^ eine Ausstelluug deutscher Kinderbücher statt. Diese kleine Aus-
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