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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 31.12.1927
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1927-12-31
- Erscheinungsdatum
- 31.12.1927
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- Deutsch
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X» 304, 31. Dezember 1927. Redaktioneller 'Teil. strenge Gewissenhaftigkeit im Tatsächlichen und unbedingte Sachlich keit im Urteil verbürgender Stab von Mitarbeitern. Staatsmän ner, Gelehrte, Künstler, Techniker, hohe Beamte und Militärs, Wirt- schaftsführcr und sonstige hervorragende Persönlichkeiten des öffent lichen Lebens haben in beiden Bänden musterhafte biographische Dar stellungen gefunden; das; darin beispiels-weise auch der Feuil- letonrcdakteur des »Vorwärts« vr. Franz Diederich und der Gründer der bekannten Bctonbaufirma Wayß L Frcytag, Kommer- -zienrat Conrad Kreytag, Aufnahme gefunden haben, zeigt ge wiß deutlich die glückliche Vermeidung jedes einseitigen Interesses in der Auswahl der Biographien. Auch der Buchhändler-Stand ist in beiden Bänden vertreten, und zwar im Ergänzungsband durch Vr. Eduard B r o ck h a u s sgeb. 7. Aug. 1829, -j- 11. Jan. 1914) und vr. Joses Neuen Du Mont, den Verleger der Kölnischen Zei tung (gcb. 13. Aug. 1857, f 1. Nov. 1915), in Bd. Ill durch vr. Oskar v. Hase, den Seniorchef der Firma Breitkopf L Härtel lgeb. 15. Sept. 1849, f 29. Jan. 1921), und A u g u st S ch e r l, den bekannten Gründer des »Berliner Lotalanzcigers« und der »'Woche« (gcb. 24. Juli 1849, f 18. April 1921). Tie Biographie von vr. Eduard Brockhaus hat Scbastian Hausma n n in München, die von vr. Neuen Du Mont der frühere Chefredakteur der ».Köln. Ztg.« vr. ErnstTolle in Großhadern bei München, die von vr. v. Hase Johannes Hohlfeld in Leipzig, die von August Scherl der frühere Chefredakteur des »Berliner Lokalanzeigers« Hugo v. Kupffer zum Verfasser. Den Lesern des »Börsenblattes« sind der Lebensgang und die Leistungen dieser verdienten und angesehenen Vertreter ihres Standes bekannt, aber sie werden ihre Aufnahme in das »Deutsche Biographische Jahrbuch« als eine Anerkennung der Bedeutung ihrer Berufsarbeit im deutschen Gcsamtleben darum nicht minder zu würdigen wissen. vr. S. Prager, Hans: Das Buch von gestern und heute. (Biblio phile Zeit- und Streitfragen, 2. Heft.) Verlag Leopold Heid- rich, Wien. 22 S. M. 1.20. Wenn man dieses schlanke Büchlein liest, erhält man den Ein druck einer Kapuzinerpredigt, in der es scharf gegen das Publikum und die Zeitströmnngcn hcrgeht und in der die Wirkung zum guten Teil durch dasNtbertreiben erzielt wird. Freilich, ein bißchen Wahrheit ist ja bei allen diesen Ausfällen dabei. Kino, Rundfunk, Sport, Magazine werden die Totengräber des Buches, dessen Zeit vorbei ist, genannt. Sicherlich hat es das Buch nicht leicht, mit den genannten Einrichtungen und Liebhabereien in Wettbewerb zu treten, aber nachweisbar versankt das Buch allen diesen Strömungen auch wieder neue Absatzmöglichkeiten. »Das Buch ist vordringlich geworden, auf fällig in Ausstattung und Titel, aus Zeitungsladen, großen Kauf häusern, von wandernden Büchcrwagen her tritt einen das Buch an, laut und fordernd mit seinem ,Kauft mich'.« »Das Buch ist so zur Ware geworden, Ware, die sich anpreist, anprersen muß und ohne Reklame liegen bleibt.« Mag sein, aber ich glaube, daß es zu Goethes und Göschens Zeiten nicht viel anders war. Das Buch war immer Ware, und daß es heute bei der kolossalen Produktion stärkerer Reklame als je bedarf, läßt sich nicht leugnen. »Das Buch ist in die Masse gedrungen, damit hat es seinen aristokratischen, seinen Selten heitswert eingebüßt. Es ist Bedarfsartikel geworden.« Bravo, das soll es sein; die Literatur soll keine Angelegenheit für Fünfuhrtces sein, sondern eine Herzens- und Geistesangelegenheit für immer wei tere Kreise. »Früher war der Preis eines Buches ehern, heute be kommt man nur zu oft bei verschiedenen Händlern dasselbe kürzlich erschienene Buch zu verschiedenen Preisen, die drohende ,Namschgcfahr' drückt den Kurs.« Leider ist diese Klage nicht unberechtigt, aber die buchhäiMerischen Organisationen sind bemüht, diesen ttbelstand zu be kämpfen. »Barbarische primitive Zustände sind auf dem Gebiete der Bnchknltur innen und außen eingetreten; man schreibt alles, man liest alles, man verdaut alles, man vergißt alles.« Übertrei bungen, über die man sich mit den Ausführungen des bekannten Schriftstellers Mar; Brod trösten kann. In einem Artikel, betitelt »Der Feldzug gegen den Geist«, ist er überzeugt, daß die bescheidene Nolle, mit der sich der Geist immer begnügt hat, ihm gesichert bleibt, heute wie je, denn sie ruht fest auf den ewigen Bedürfnissen des Men schen, der des Absoluten, der höheren Sicherheit bedarf. Friedrich Schiller. Kleine Mitteilungen. Wie war das bnchhnndlcrischc Weihnachtsgeschäft 1927? — Tic Schristleitung dcS Börsenblattes hat großes Interesse daran, mög lichst bald zu ersahren, wie sich das Weihnachtsgeschäft gestaltet hat. Sie wäre daher dankbar, wenn ihr recht viele der Herren Sortt- timcntsbnchhändlcr, vor allem auch die Herren Vorsitzenden der Kreis- und Ortsvcreinc Berichte über die Art und den llmsang des Geschäfts in den letzten Woche» vor Weihnachten zugchen lassen woll ten, Alles Bemerkenswerte und Charakteristische an dem diesjäh rigen Weihnachtsgeschäst sollte Erwähnung finden. Sehr erwünscht sind Angaben über das Verhältnis der Kundenzahl, der Turchschnitts- clnzelkäusc und des Gesamtumsatzes zum Vorfahr, die markantesten Wunsche der Käufer, Mitteilungen über die Werbewirkung u, a, m. Die Form der Veröffentlichung behält sich die Schrijtleitung vor, da sic von der Anzahl und dein Umfang der Einsendungen abhängen wird. Dir Jnngbuchhändlcr, Lauensteincr und deren Freunde im Ge biet des Sächsisch-Thüringischen Buchhändler-Verbandes trefscn sich am 12, Februar 1928 in Halle oder Merseburg, Als Leitgedanke unserer Arbeit steht: »Die Bedeutung unseres Zusammenschlusses innerhalb der Landschast für die praktische Arbeit-, Ich verweise dabei auf den Aussatz »Kreiswerbcstellen» im Börsenblatt vom 27, Dezember And bitte, nach Möglichkeit Radler, »Entwicklungs geschichte des deutsche» Schrifttums», Eugen Diederichs Verlag, Jena, —,19 Mk,, dnrchzuarbeitcn und vielleicht auch in Nadlers Literatur geschichte der deutschen Stämme und Landschaften hineinzuschen. Alles Weitere wird »ach der Anmeldung bckanntgegcben, Max Eichelberg, Torgau, Die typographische Entwicklung des Zeitschristcntitcls ist ein Thema, dessen Darstellung an praktischen Beispielen in der »Pressa«- Köln 1928 unternommen werden soll. Gerade im Titelblatt unserer ältere» und neuere» periodischen Presse aller Gebiete spiegelt sich der Kunstgeschmack ihrer Zeit, kommt das Können der jeweilige» Künstler und Uunstgcwerbier zur praktischen Auswirkung, Schristcharaktcr, Schristvcrteilung, die Form und Anordnung der Linie, des Symbols, Emblems in ihrer ganzen Vielseitigkeit kommen i» de» Titelblättern der Zeitschriften zum Gesamtbild, das in der »Pressa» aus den Be schauer sinnsäilig wirken soll. Um diese Ausgabe restlos zu erfüllen, bedarf cs der Mitarbeit der deutschen Zeitschriften- Verleger. Die Bitte des Unterzeichneten, die im Aufträge des »Ausschusses für das Zeitschristcnwescn« der »Pressa« erfolgt, geht nun dahin, an ihn Originale oder Reproduktionen von Titeln der einzelnen Zeit schriften aus ihren charakteristischen Jahrgängen einzusenden. Wenn die Herren Zeitschristenveriegcr dieser Bitte Gehör schen ken und ihre Einsendungen bald tätigen würden, würde sehr dankbar sein Ernst Drahn, Berlin- Steglitz, Forststraße ö. Schlesische Gesellschaft zur Förderung der buchhöndlcrischen Fach bildung sTitz Breslaus, — Die ersten Veranstaltungen der Schlesischen GescUschast im Wintersemester 1927/28 nahmen eine» guten Verlauf. ,Deu BuchbindcrkursuS, der in den Räumen der Stäotiscyen Hand werker- und Kunstgewerbeschute von einem Fachlehrer derselben an 4 Abenden abgehaltcn wurde, besuchten 19 Teilnehmer, Der Vortrag des Herrn Wohlsarth über die beiden Breslauer Firmen Graß, Barth L Comp, und Echlctlersche Buchhandlung, der wiederum im Hörsanl des städtischen Schuimusemns stattfand, zeigte eine zahlreiche Hörerschaft, die mit großem Interesse den wie immer glänzenden Ausführungen des Redners folgte. Herr Wohisarth ver steht es, ans Archive» der Firmen und den verschiedenen Bibliotheken sehr viel hcrnusznholc», und feine Rednergabe gestattet ihm dann, das sonst trockene Material interessant wiederzngeben. Die Führung durch den Betrieb der Druckerei der Schlesischen Zeitung, der ein eingehender Vortrag des 2, Vorsitzenden der Schle sischen Gesclischast, Herrn Konrnd Schneider sExpeditivnsvorsteher der Schics, Zeitung), voranging, zeigte eine über jede Erwartung große Zahl Teilnehmer, In zwei Gruppen muhten die 89 erschie nene» Damen und Herren geführt werden, da es sonst unmöglich gewesen wäre, einen Merblick über die vorzüglichen Einrichtungen und neuesten Maschinen der Druckerei zu erhalten. Die Führung durch das Museum der bildenden Künste konnte nur in beschränkter Weise stattisinden, da Herr Barkemcyer, der in freundlicher Weise die Führung übernommen hatte, telegraphisch ab- geruscn wurde. Statt seiner sührte unser Geschäftsführer Herr Ver- lagsbuchhändicr Bernau, Die Führung wird im Januar 1928 wie derholt werde». Im neuen Jahre ist eine Anzahl Veranstaltungen geplant, nnb es wäre wünschenswert, daß kein Jnngbuchhändier und keine Jnng- buchhändlcrin bei diesen schien würbe. Leiber sichen noch recht viele der jüngeren Mitarbeiter der Schlesischen Gesclischast fern, und doch ist cs sür den Jungbuchhandel von sehr großem Vorteil, sich an den Kursen, Führungen und Vorträgen, die ihnen fast uncittgeltlich ge boten werden, z„ beteiligen. Die Chcfkoklegc» sind an dieser Stelle IS1I
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