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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.02.1927
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- 1927-02-01
- Erscheinungsdatum
- 01.02.1927
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- Deutsch
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>-? 26, l. Februar 1927. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f.d. Dtschn. Buchhandel. alle technischen Maße usw. verzeichnet sind, das aber neuerdings leider vergriffen und meines Wissens noch nicht wieder aufgelegt worden ist. Ob Zahlen mit Ziffern zu setzen oder als Worte voll aus- zuschreibcn sind, ist besonders wichtig, wenn viele Zahlenangaben Vorkommen. Sind diese Zahlcnwerte von ausschlaggebender Wich tigkeit oder bilden sic mit einer zugehörigen Kürzung (Maß- oder Gewichtsbezeichnung) gewissermaßen eine Einheit, so sollen sie mit Ziffern geschrieben werden. Dies trifft sür technische, chemische, medizinische und andere Werke zu: 10 kg Belastung, Zusatz von 3 Eimern Wasser, 8 cm Umfang, 2 m Hubhöhe usw. In medi zinischen Schriften läßt sich sehr gut von vornherein festlcgcn, daß alle die Medikation oder den klinischen Befund betreffenden Zahlen mit Ziffern zu schreiben sind, z. B.: »Bon den 7 cingelicferten Kranken verblieben 2 in Behandlung, 3 wurden als geheilt ent lassen und 2 einer andern Anstalt überwiesen. Nach 3 Tagen starben 2 von ihnen.- Ebenso: 2 Teelöffel, 3 Tropfen dieser Lösung in Wasser, bei mehrmaliger Wiederkehr mit 4tägigcr Unter brechung. Für genaue Maßangaben ist die Ziffer selbstverständ lich: l g Uism. subga»., für statistische Zusammenstellungen eben falls. In Nntcrhaltungsschriftcn mögen Zahlen ausgeschrieben werden, aber dann nicht nur die mit kurzen Worten ausgedrückten, wie sechs, zwölf usw., sondern alle: ein Bauwerk von vierund zwanzig Meter Höhe; er legte die Strecke in siebzehn Stunden zurück. — Sogenannte runde Zahlen sind sinngemäß in Worten auszuschreiben: etwa tausend Krieger, ungefähr sechzig Personen, denn es sind eben nicht gerade 1000 Krieger oder 60 Personen. Wenn Fußnoten nicht im Manuskript schon nach Art des Druckes angeordnet und als solche kenntlich sind, muß durch Ver merk und Umrahmung das als Note zu behandelnde Stück deut lich bezeichnet werden. Ein unsicheres Häkchen zu Anfang und Ende des betreffenden Satzstückcs schafft nicht immer die nötige Klarheit. Ob Noten mit Ziffern oder Sternchen bezeichnet wer den sollen, ist anzugebcn, ebenso wenn die Noten etwa fortlaufend (durch das ganze Kapitel oder Buch hindurch) beziffert werden sollen. Hat ein Verfasser die Gewohnheit, Einschaltungen mit *) oder H zu bezeichnen, so muß unbedingt bemerkt werden, daß solche Stücke nicht als Fußnoten zu behandeln, sondern Zusätze zum Text sind. Bei der Anlage von Tabellen sind für den Verfasser zunächst nur Rücksichten auf den Stoff ausschlaggebend, von der fatztcchnischcn Ausführbarkeit hat er gewöhnlich gar nicht den rich tigen Bcgriss. Auch bei der Durchsicht des Manuskripts sind wo möglich cintrctcnde Satzschwicrigkeitcn nicht immer leicht zu er kennen, selbst bei ziemlich sauberer Anordnung der Tabellen, denn die Handschrift wird sich leicht überall den gegebenen Verhält nissen der Felder angepaßt haben, wogegen der Setzer mit dem starren Schriftmatcrial zu rechnen hat. Jedenfalls ist aber daraus zu sehen, daß das Manuskript den zu druckenden Wortlaut mög lichst buchstäblich wiedergibt, denn oft kann wegen der gering fügigsten nachträglichen Änderung, ja wohl wegen eines einzigen Buchstabens eine weitläufige Verschiebung mehrerer Felder oder ganzer Kolonnen nötig werden. Besonders sollte bei jedem tabel larischen Satz bereits im Manuskript der Inhalt der einzelnen Felder durch Linien scharf nuseinandergehaltcn werden, damit hier keine Jrrtümer Vorkommen können, wie dies sonst bei eng an- einandergeschriebenen Kolonnen möglich ist. Mathematische Formeln. Der Verfasser, für den die Formelgrößen Selbstverständlichkeiten sind, empfindet oft gar nicht, wie über ihre Lesung ein Zweifel bestehen könnte; der Setzer aber, der im allgemeinen nur Volksschulbildung besitzt, sieht in ihnen mehr oder weniger tote Buchstaben. Deshalb müssen For- melwertc so deutlich wie möglich geschrieben sein und dürfen nicht, wie in manchen Handschriften, zu allerlei Zweifeln Anlaß geben, wie beispielsweise: 8 und >^>; L und r; D und S; IV, v und w; 1? und r; V, V und x; V und v; I(, k und x: tk, X oder X, x: ct und ü usw. Ebenso muß aus der Stellung der Buchstaben auf der Zeile klar ersichtlich sein, ob sic Basis oder Index sein sollen (Lx oder usw.). Da einzelne Formelgrößen zuweilen Hunderte von Malen Vorkommen, können bei irrtümlicher Deutung recht kostspielige Korrekturen entstehen, wenn ganze Formeln dadurch mitunter völlig neu ausgeschlossen (nmgcbaut) werden müssen, wo beispielsweise ein bi an Stelle eines x gesetzt werden soll. (Aus den, Papier sieht man dann freilich die Veränderungen nicht, die die zahlreichen Ausschlußstückc des Satzes erfahren mußten, um die Neuordnung zu schassen.) Hieraus ersieht man, wie wichtig es ist, dort, wo eine zu Verlesungen Anlaß gebende Formelgröße zuerst vorkommt, zur Sicherheit zu vermerken: kki, 'rbsta, Fraktur-d, großes V, kleines x, Vau, großes 1 usw. Manuskripte zu Sachregistern sind häufig mangelhaft, sowohl was die ABC-Folgc als die Zuverlässigkeit hinsichtlich der Anwendung des Wiederholungsstriches betrifft. Vor allem läßt die Anordnung der Zusammensetzungen mit dem Stichwort oft zu wünschen übrig, indem das Stichwort das eine Mal als selb ständiges Wort, das andere Mal nur als Wort teil zu bewerten ist. Zweckmäßigerweise sollten nur ganze (selbständige) Wörter durch Wiederholungsstrich ersetzt werden, Zusammensetzungen aber, worin ein Stichwort nur Bestimmungswort ist, sollten als selb ständige Stichworte behandelt werden, wie in der zweiten Spalte des nachfolgenden Beispiels: Nerven 92 — Bewegungs- 95 — Empfindlings- 96 — fasern 93 motorische 95 — reize 94 — sensible 96 — system 92 sympathisches 98 Nerven 92 — Bewegungs- 95 — Empfindung?- 96 — motorische 95 — sensible 96 Nervenfasern 93 Nervenreize 94 Nervensystem 92 sympathisches 98 Zettelmanuskript muß so angelegt sein, daß der Setzer bei mehreren zu einem Stichwort gehörigen, sich anhängendcn Zetteln wegen der Anzahl der zu setzenden Wiederholungsstriche nicht in Zweifel kommen kann. Hierin versagen zahlreiche Manuskripte, wodurch recht zeitraubende Korrekturen entstehen. Diese Liste der an ein Druckmanuskript zu stellenden An forderungen könnte noch um ein Mehrfaches ausgedehnt werden, doch mögen die hier gegebenen Hinweise genügen, darzutun, welch bedeutenden Einfluß die Beschaffenheit eines Manuskripts auf den Druckpreis hat. W. H. Zum hundertsten Geburtstage Carl Köhlers. Von Professor vr. jur. et plril. Karl Esselborn. Am 3. Februar 1927 sind es hundert Jahre her, das; Christian Philipp Carl Kühler, Buchhändler und Kunstmaler seines Zeichens, zu Darmstadt geboren würbe. Sein Name wird durch die noch be stehende von ihm gegründete Sortimentsbnchhandlung daselbst, durch die Werke seines Verlags und vor allem durch seine Landschafts- aquarelle, die eine nicht gewöhnliche Meisterschaft auf diesem Zweige der Malerei bekunden, im Gedächtnis der Stach weit erhalten. Seine Ellern waren der Bürger und Gastwirt Karl Köhler (gest. 1861) und dessen Frau Marie Katharine Jllig (gest. 1859). Nachdem er bis zum Vollendeten vierzehnten Lebensjahr die Realschule besucht hatte, trat er in die Buchhandlung von Bädeker in Rotterdam als Lehrling ein. Hätte die Wahl des Berufs seiner Neigung folgen dürfen, so wäre er unzweifelhaft Maler geworden. Vier Jahre währte seine Lehrzeit, und jede berufsfreie Stunde benutzte er zum Malen. Dann kam er als Gehilfe in die Buchhandlung des aus Gießen stammenden Adolf Emmerling nach Freibnrg i. Br., bis er sich iw September 1848 als Begleiter des jungen G. Kronfeld, dessen Vater damals als Schauspieler am Darmstädter Hoftheater wirkte, nach New Aork einschiffte. Die Reise geschah im Anstrage seines Oheims^ des Verlagsbuchhändlers Gustav Georg Lange (1812—1873), dessen Frau eine jüngere Schwester seiner Mutter war, und hatte die Grün dung einer New Aorker Filiale zum Zweck, die auch unter der Firma »Lange und G. Kronfeld« zustandckam. Bis London begleitete Lange die beiden jungen Leute, die sich dort am 7. September 1848 ans der »Wellington« einschifften und nach vierunddreißigtägiger Fahrt am 11. Oktober ihr Reiseziel erreichten. Eine durch das ihm nicht zuträgliche Klima von New Dort ver- anlaßte Krankheit zwang Köhler dazu, am 2. April 1849 die Weltstadt zu verlassen. Ans der Farm des badischen Revolutionärs Friedrich Hecker (1811—1881) bei Belleville im Staate Illinois, wo er am 21. April eintraf und bis zu seiner Abreise am 14. Jnn'i »seine zn- 131
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