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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.07.1925
- Strukturtyp
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- 1925-07-17
- Erscheinungsdatum
- 17.07.1925
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- Deutsch
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X- 165, 17. Juli 1925. Fertige Bücher. ««mNail,. d. Dllchn, «ucht-nd-I. 11245 ÄegeSzug des Kreuzworträtsels Brief aus Amerika/ von Arthur Runöt (Kewgork) im berliner Börsenroucier^ u Wie Sas erste Buch enlstanä „Kreuzworträtsel" hat es immer ge. geben; im Sonntageblatt jeder großen Zeitung eine«. Wie cs Cholera und Schlafkrankheit immer gegeben hat, wie auch sie weniger beachtet werden, so lange sie nicht epidemisch austreten. Da« Unglück mit dem „Kreuzwort rätsel" geschah in den ersten Tagen de« Jahre« 1924. Am ersten Januar diese« Jahres eröffnet«» zwei junge Leute Richard L. Simon und Max Lincoln Schuster ein Verlagsunternehmen. E« führte zwar den stolzen Namen Plaza Publishing Company, aber in der kleinen Osstce im westlichsten Teil der siebenund- fünfzigsten Straße in Newpork saß außer den beiden Chefs nur ein kleines Schreib- sräulein. Mr. Simon halte eine Tante. Und da er sehr gute Manieren hatte, der alten Dame vielleicht auch von seiner neuen Busineß erzählen wollte, machte er ihr am Neujahrstage einen Besuch. Und bei diesem Besuch trat die kleine Ursache in Erscheinung, die so verheerende Wirkungen üben, die da« Seelenleben des amerikanischen Volkes umwälzen sollte. Die Tante er zählte ihrem Neffen nämlich von einem jungen Mädchen, da« leidenschaftlich gern „Kreuzworträtsel" löse, und dem sie ein Buch mit solchen Dingern zum Geschenk machen wolle. Ob er, Richard, ihr ein solche« Buch besorgen könnte. Am Morgen des zweiten Januar tele phonierte Richard L. Simon an zwölf bekannte Buchhändler, um der Tante gefällig zu sein, aber — es gab kein Buch mit „Kreuzworträtseln". Da sagte er am 2. Januar 1924 nach Lunchtime zu seinem Partner: „Max Lincoln, ich habe eine großartige Idee. Die Plaza Publishing Company wird ein,„KreuzwortrLtselbuch" herausgeben!" — Am 1. Januar besprachen die beiden die Sache mit Prosper Bura- nclli, F. Gregory HartSwick und Margaret Petherbridge. Diese drei waren die Rätsel redakteure der Newyorker World. Und Simon, Schuster, Buranelli, HartS wick und Petherbridge machten miteinander das erste ,Jsreuzworträtselbuch". Ohne viel Illusion, fast sogar schüchtern. Denn alle befreundeten Buchhändler meinten: „Wer interessiert sich schon für „Kreuzworträtsel ? !"— Die erst« Auflage betrug nur flSQS Exem- plare'), dann folgten andere, immer größere, Neuausgabe aus Neuausgabe. Im Sommer >924 brannte es bereits an allen Enden der Vereinigten Staaten: Schuster und Simon allein hatten ungefähr dreiviertel Millionen Rätselbücher verkauft! . . . Ist die ganze Sache — die scheinbar noch lange nicht zu Ende ist — ein Sport? Oder eine Lektüre? Oder ein Laster? Oder eine Volkskrankheit? Woraus beruh« sie? Wie breitet sie sich »u«? Aus welchen Wegen kriecht die Rätsel mikrobe den Leuten in« Hirn? Viele meinen, es sei eine Art Gymnastik de« Verstandes. Eine Parallelerscheinung zur Körperkultur, der andern großen amerikanischen Tagesmode. Allan Harding leitet ihren Ursprung vom allgemein menschlichen Detektivinstinkt her. Von der Neigung aller, Geheimnisse herauszubekommen. — Aber, das scheint mir etwa« zu allgemein. (Fortsetzung folgt.) ') Da« „erste den «che Kr,u,wortr-iselinch «on Bedeutnn," ist längst schon in höherer Aust. »bgesetzl. Auch Sie können sich an öiesem glänzenöen Geschäft besonöerS setzt, lm Sommer zur Reisezeit, beteiligen mit üem ,ersten öeutschen Kreuzworträtselbuch von Veüeutung". srj In Ganzleinen Mark 5.— Soeben erschien: Einführung in Sie organische Chemie <I Vtto Diels, Prof. ö. Chemie a. ö. Universität Kiel <I 5. veränderte Auflage. Mit 34 in den Text gedruckten Abbildungen. Ganzleinen, holzfrei RM. 13.— ord. Rabatt 35A», Frelexempl. 11/10 AuS einer h-üheren Besprechung: „Der „Diels" bat sich bei den Lhemiestudierenden seit einer Reihe von Jahren eln- aebürgert. Auch den Biologen sei er angelegentlichst empfohlen. Auf engem Raum bringt er alles Nötige tn klarer Dar stellung. Alle wichtigen Reaktionen und Körperklaffen sind behandelt. Prozessen, denen tn der Technik eine große Be deutung zukommt, wird aus diesem Grunde kein breiterer Raum zugestanden, wenn sie ln theoretischer Beziehung einfach verlausen. Die ganze Darstellung geht immer wieder auf die Strukturchemte zurück, dadurch ist sie klar und daS Buch auch dem Nichtchemiker so heilsam, indem eS ihn von seiner angeborenen Neigung zu Spekulationen abhält.... Die Entdeckungen der neuesten Zelt (sind) in großem Umfange berücksichtigt. . . . Möge daS wohlfeile Buch noch recht viel weitere Auflagen erleben". BeUchte über die gesamte Physiol. und experiment. Pharmakologie. Auch die neue 5. Auflage erfuhr eine sehr gründliche Durcharbeitung. Verlagsbuchhanölung I. I. Weber / Leipzig
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