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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.07.1922
- Strukturtyp
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- 1922-07-01
- Erscheinungsdatum
- 01.07.1922
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Redaktioneller Teil. 151, 1. Juli 1922. klare Blick, der feste Wille, der eiserne Fleiß, die eigene Bedürfnis losigkeit des Gründers haben zusammen das zu erreichen vermocht, ivas wir heute sehen. Es wäre ein Herzenswunsch von mir, daß von berufener Hand eine Geschichte der Firma bearbeitet würde, und daß diese dem jüngeren Geschlecht ein Ansporn wäre, solchem Vorbilde nachzuleben. Otto Harrassowitz wußte vom ersten Tage seiner Lehrzeit an bis in die letzten Lebensjahre auch den langweiligsten, mechanischen Arbeiten, an denen der Buchhandel ja so reich ist, Interesse abzugc- winnen. Immer arbeitete er mit Freude und Interesse, »denn Herr Ulm (K. F. Koehlers Antiquariat) sagt« — schreibt er während seiner Lehrjahre an seinen Vater —, »daß man auch hier viel dabei lernt«. Die Firma seines Namens zeigt äußerlich die Früchte solchen Stre- bens; geachtet und beliebt steht sic da im Buchhandel wie im Publi kum. Der jetzige Inhaber, Herr Hans Harrassowitz, der Sohn des Gründers, lenkt das Geschäft durchaus in den alten Bahnen weiter, möge ihm das wohl gelingen, nicht zum wenigsten auch zur Ehre unseres herrlichen Standes. Neue Schwierigkeiten werden freilich auch auf diesem Wege auftauchen, sie müssen und werden überwunden werden, solange der alte gute Geist des Geschäfts besteht und bewahrt wird. ir. » Zwei andere Handlungen, deren Schwerpunkt auch im Antiquariat liegt, können ebenfalls am 1. Juli auf 50 Jahre ersprießlicher Arbeit zurllckschauen. Auf die Geschichte der Firma Hermann Behrendt in Bonn, die sich hauptsächlich mit Medizin, altklassischer und neuerer Philologie, Rechts- und Staatswisscnschaftcn, Geschichte, Geographie und Militaria beschäftigt, wollen wir auf Wunsch des Inhabers heute nicht näher eingehen. Die andere, Kubasta L Voigt in Wien, wurde von Konstantin Kubasta und Emil Voigt am 1. Juli 1872 als Sortiment und Antiquariat gegründet. Am 1. Juli 1898 schied Voigt aus der Firma aus, die Kubasta allein weiter führte, bis ihn im Jahre 1913 der Tod von seinem Arbeitsfelde abrief. Seit 1. Juli 1913 ist sein Sohn, Herr Carl Kubasta, ihr Inhaber, der sie trotz der schweren Zeiten mit Fleiß und Eifer weiterftthrt, denen der Erfolg nicht versagt ist. Als weitere 50jährige Jubilare sind die Sortimentsbuchhandlungen Wilhelm Solinus in Düren und N e i n h. Burkhardt in Bürgel zu begrüßen. Wilhelm Solinus errichtete am 1. Juli 1872 in Düren, Meierstraßc 37, eine Buch- und Papierhandlung, die sich guten Zuspruchs erfreute. Im Jahre 1890 wurde das Geschäft in das viel größere eigene Haus Marktplatz 12 verlegt, in dem es sich freier entwickeln konnte. Nach dem Tode des Gründers übernahm am 1. Ja nuar 1909 der jetzige Inhaber, Herr Wilhelm Solinus. das Geschäft, von dem die Papierhandlung abgetrcnnt und unter die Lei tung seiner Schwestern gestellt war. Herr Solinus betreibt Buch-, Kunst- und Lehrmittelhandlung, und sein Geschäft erfreut sich in Düren und Umgebung, wie im Buchhandel guten Ansehens. — Die Firma Neinh. Burkhardt in Bürgel (Thüringen) wurde von Carl Vogel als Druckerei gegründet. Zugleich unternahm er das Wagnis, eine Zeitung ins Leben zu rufen: »Das Wochenblatt für Bürgel und Dornburg« (jetzt BUrgeler Zeitung). Nach vielen Mühen stellte sich auch der Erfolg ein. Nach dem Tode des Gründers über nahm seine Witwe, Frau Bertha Vogel, die Leitung des Geschäfts, das auch dem regulären Buchhandel beitrat. Am 31. Dezember 1888 erwarb Herr Reinhold Burkhardt aus Kiel die Jubelfirma, der eifrig bestrebt war, die etwas veraltete Druckerei zu moderni sieren und die Buchhandlung auszubaucn. Während der Kriegsjahrc hat er schwierige Zeiten durchzumachen gehabt, seine beiden Söhne waren im Felde, von denen der eine sein Leben für das Vaterland gelassen hat. Am 1. Juli 1919 ging das Geschäft durch Kauf auf Herrn Neinhold Burkhardt jun. über. Drei Firmen, die einer Wurzel entsprossen find, begehen am 1. Juli ebenfalls das 50jährige Jubiläum: E. Pierson's Verlag, Holze L Pa hl, vor m. E. Pierson und Emil Pahl, sämtlich in Dresden. E. Pierson errichtete 1872 einen Verlag, der sich nament lich auf belletristischem Gebiete betätigte. Am 1. Juli 1895 übernahm Herr Richard Lincke den Verlag und gab das inzwischen ange gliederte Sortiment am 1. Januar 1900 an Curt Holze ab, dem am 1. Juli desselben Jahres Herr Emil Pa hl zur Seite trat, wo durch die Firma ihren jetzigen Wortlaut erhielt. Herr Curt Holze trat 1903 aus, um sich einem andern Arbeitsgebiete zuzuwenden, und Herr Emil Pahl führte das Geschäft weiter, bis er es am 1. April 1920 an Herrn Albert Dicderich veräußerte, dem im Jahre 1921 Herr Werner Petzholdt an die Seite trat. Herr Emil Pahl führt seitdem den Verlag unter der Firma seines Namens weiter. Von Firmen, die ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum begehen können, nennen wir die Kunsthandlung P. H. Beyer L Sohn in Leip zig, die Lurch ihre Kunstausstellungen weit über Leipzig hinaus S22 bekannt ist,— die Buchhandlung M. L H. Marcus in Breslau,, jetzt imBesitz des HerrnFritz Marcus', — die Volkserzieher- Buchhandlung und der V o l k s e r z i c h c r - V c r l a g Wil helm Schwan er in B e r l i n - S ch l a ch t c n s e c, die von Herrn Wilhelm Schwaner gegründet wurden, als er noch im Lehramt stand und eine Zeitschrift herausgab, an die sich nach und nach ein BuchverlaL angliederte. VcrkaufSordnung des Musikalienhandels für AuSlandlieferungew. — Es wird ausdrücklich darauf hingcwiesen, daß der Berechnung der Auslandpreise die vollen in Deutschland gültigen Preise und Teucrungs- zuschläge zugrunde zu legen sind. Tabelle Nr. 53. Für den Musikalienhandel festgesetzter Umrechnungskurs und Valuta-Ausgleich. Gültig vom 1. Juli 1922 an. Bleibt so lange in Kraft, bis eine neue veröffentlicht wird. Land Für das Publikum glt-tch aus p'k<« gemäß z « Für d.Musikalienhandel d. In- u. Auslandes l.SVPes.G. 4vo°/o I-LOPes.G. 4.- Pes.P. E/o 3.30Pes.P. >4-Fr 22«°/-, >0.- Fr. 7 20 Milr. 240°/„ 6.— Milr. SM Pesos 280°/„ 8.— Pesos 6.- Kr. 3M»/„ 5.— Kr. 6/— Schill. 350°/-. 5.,- Schill. 40.- F. M. 2lll°/„ 33.- F. M. 12.- Fr. 23, °/„ 10- Fr. 12 — Drach. 10.— Drach. 3.— Guld. 3-0°/° 2.50 Gulden 14 50 Lire '30°/° i2.- Lire 2.50Yen 3M°/° 2.- Ben 5 50 Kr. 6.50Kr. 28-.°/° s/- Schill. 1208.. 2. 4Schill. 7.20 Miir. 7«°/° Milr. S.- Kr. 33«°/° 4.—Kr. Fr. 280°/° S.-Fr. 7.20 Pes. 280°/« s.—Pesos l.SODoll. 420°/-, I.SSDoll. Argentinien Belgien-Luxemburg Brasilien ...... Chile Dänemark England und Kol. . Finnland Frankreich Griechenland .... Italien ..... ^ Japan Norwegen Palästina Portugal Schweden Schweiz Spanien Verein. Staaten und Mexiko Bei Lieferungen an Deutsche in den ehemalrgen deutschen Kolonien beträgt der Valuta-Ausgleich lOOA. 300°/» I70A >80^ 220°I 260°/L 270°/» 140«/» ISO«/» 2V«/» 220«/» 90°/«, 23"°/» 200<A 70°/» 40°/. 240dL 220°/» 220^«. 330A» Eine drucktechnische Ausstellung im Deutschen Buchgcwerbchause ns Leipzig. — In dieser Ausstellung, die aus Anlaß von Tagungen buch gewerblicher Vereinigungen in Leipzig von den Technischen Samm lungen des Deutschen Buchgewerbevcreins veranstaltet wird, bildet den Mittelpunkt eine vollständige Einrichtung für Offsetdruck, die in folgende Abteilungen gegliedert ist: Reproduktions-Photographie, Ko piererei, Zinkplattenschleiferei, Umdruckerci, Maschinendruck. Sämt liche Abteilungen sind im Betrieb und mit den neuesten Maschinen und Apparaten ausgestattet. Im Anschluß an diesen Offset betrieb zeigt eine vergleichende Ausstellung die Ergebnisse der ver schiedenen Verfahren, die speziell zur Wiedergabe von Werken im Wege des Offsetdrucks Verwendung finden. Weiterhin sind ausgestellt: eine Stereotypie-Einrich tung, System Winkler-Fallert, mit der die bekannten Auro-Stcreo- typien sogar für Drei- und Vierfarbendrucke hcrgestcllt werden können, ebenfalls praktisch arbeitend und mit einer Ausstellung der Arbeits ergebnisse; elektrische Setzmaschinen-Behcizungen und allerhand sonstige kleinere technische Neuheiten. — Die Maschinen der allge meinen ständigen Maschinen- und Messeausstellung arbeiten ebenfalls. Setzmaschinen, Schnellschncidemaschinen, Tiegeldruckpressen, Falz- und Heftmaschinen usw. usw. sind im vollen praktischen Betrieb, sie runden das Bild für den Fachmann sowohl als auch für den Laien, für die sich der Besuch der Ausstellung sehr empfehlen und recht lohnend ge stalten dürfte. Die Ausstellung wird voraussichtlich vier Wochen stehen bleiben; sie ist geöffnet am Sonntag, dem 2. Juli, von 10—2 Uhr: an den Wochentagen arbeiten die Maschinen nachmittags von 3—6 Uhr; der Eintritt ist völlig kostenlos. Verordnung zum Schutze der Republik. — Der »Deutsche Reichs- anzciger« Nr. 147 vom 27. Juni 1922 veröffentlicht diese schon augc- kündigte aus 13 Paragraphen bestehende Verordnung, die bereits am 26. Juni in Kraft getreten ist. Für den Zeitungsverlag ist besvnders- der 4. Abschnitt wichtig, der lautet:
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