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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.08.1927
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- 1927-08-06
- Erscheinungsdatum
- 06.08.1927
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- Deutsch
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X- 182, k. August 1927, Redaktioneller Teil. Kleine Mitteilungen. Jubiläum. — Die Buchhandlung Johannes Kriebel N a ch f. W o l f g a n g S ch m i d t in Hamburg besteht am 7. Au gust 50 Jahre. Johannes Kriebel war der Gründer der Handlung. Er vertrieb hauptsächlich Schulbücher und für das Technikum Schreib und Zeichenmaterialien. Das Geschäft ging sehr gut, sodaß ein Lehrbücherverlag angcgliedert wurde. Im Jahre 1900 nahm Herr Kriebel als Teilhaber Herrn C. P. V. Lange und 1904 nach dessen Austritt Herrn Otto Loehmann als Mitinhaber aus; im Jahre 1911 verkaufte er das Geschäft an Herrn Wolfgang Schmidt. Dem neuen Inhaber gelang es unter mühevoller, zäher Arbeit, das Geschäft, das in den vorhergehenden Jahren besonders durch Mißgeschick bei der Verlagstätigkeit etwas zurückgegangen war, wieder hoch zu bringen. Er ließ den Vertrieb von Schreib- und Zeichenutensilien fallen und schuf in gemeinsamer Arbeit mit seiner Tochter eine reine Sorti- mentsbuchhandlung. 1918 starb Herr Schmidt. Seitdem führt die Tochter, vom Vater gut unterrichtet, das Geschäft allein weiter. Am 1. Juni d. I. wurde es in die Langereihe 4—0 in größere und schönere Geschäftsräume verlegt. Ausverkauf. — Die Firma H. Hohene m ser in Meinin - g e n veranstaltet einen Ausverkauf wegen Geschäftsverlegung. Wir weisen darauf hin, daß Nachbezüge gesetzlich unzulässig sind. Ein Brief aus Laucnstcin. — Unterm 2. August erhielt die Redak tion des Börsenblattes vom Bürgermeister von Lauenstein nach folgendes Schreiben. Der darin erwähnte Artikel ist in Nr. 168 erschienen: Für den uns freundlich übersandten Abzug des Artikels »Lancn- stein nach der Flutkatastrophe« gestatten wir uns den besten Dank zum Ausdruck zu bringen. Gleichzeitig bitten wir, auch dem Ver fasser der ganz vortrefflichen Schilderung den herzlichsten Dank der Stadt Lauenstein zu übermitteln. Mit dankbarer Freude und be sonderer Genugtuung können wir seststellen, daß uns gerade aus den Kreisen der Buchhändler namhafte Spenden und herzliche Bei leidsschreiben zugegangen sind: wir nehmen sie als Beweis dafür hin, daß den Insassen des Bcyerheimes und allen Freunden Lauen steins der Aufenthalt in unserem alten trauten Bergstädtchen stets ein angenehmer gewesen ist. Ihnen allen, die auch in Stunden der bittersten Not uns die Treue wahrten, ein herzliches »Habt Dank«. Unversehrt auf waldiger Höhe steht noch Ihr schönes Heim, welches die Bande zwischen der Buchhändlervereinigung und der Stadt Lauenstein geknüpft hat, mögen diese Bande durch die Katastrophe noch fester und inniger werden. Die Stadt wird bemüht sein, dem verwüsteten Tal mit der Zeit seine Reize und Lieblichkeit wiedcr- zugeben und dadurch auch den Besuchern des Beyerheimes den Aufenthalt in unserem Städtchen wieder so angenehm wie möglich zu gestalten. Mit herzlichem »Glück — Auf«! Die 16. Versammlung deutscher Historiker und Geschichtslehrcr findet vom 19.—23. September in Graz statt. Die dortige Firma Leuschner L Lubensky plant eine Buchausstellung. Inter essierte Firmen seien auf ihre Anzeige im Bbl. 180, S. 6867 hin gewiesen. Der »Krebs«, Verein jüngerer Buchhändler zu Berlin begeht am 6. November d. I. sein 7 0. Stiftungsfest. Nach den Kriegs- uud Jnflationsjahren soll der Beginn des siebenten Jahrzehnts An laß werden, wieder einmal alle Mitglieder und Freunde des »Krebs« im ganzen Reich zu frohen und festlichen Stunden zu vereinigen, zu Stunden, die dem Gedenken schöner Jugendtage und der Erneuerung alter Freundschaften gewidmet sein werden. Auf Vergangenem auf bauend, wollen wir wieder tatenfreudig neuen Zielen, die jetzt das Leben stellt, zustreben. Das 70. Stiftungsfest soll der Anfang sein, den alten Stamm mit dem jungen Nachwuchs wieder zusammen zuschließen. Wir hoffen, daß dieser Ausruf Widerhall finden wird bei allen, die jemals zum »Krebs« gehörten und in seinem Kreise Anregung und Freude, Belehrung und Freundschaft fanden, sodaß die 75. Jubelfeier unseres Vereins dem unvergeßlichen 50. Stif tungsfest entsprechen kann als eine würdige Nepräscntationsveran- staltung des von idealen Bestrebungen beseelten Jnngbuchhandels. Alle Kollegen im Reich, die sich der fröhlichen Stunden im »Krebs« gern erinnern, werden gebeten, ihre Anschriften dem Unter zeichneten mitzutcilen, damit weitere Mitteilungen und die Einladun gen rechtzeitig zugestellt werden können. Der Vorstand des »Krebs«, Verein jiingerer Buchhändler, Ernst Hertel, Berlin S 59, Kottbuserdamm 72.' Bastei, Verein jüngerer Buchhändler zu Dresden. — Ein Aus flug am 10. Juli erfreute sich trotz der Ferienzeit recht reger Be teiligung. Mit fröhlicher Stimmung brachte uns der Zug bei herr lichem Wetter nach Hermsdorf b. Dresden. Einige Kollegen und Kolleginnen erwarteten uns bereits dort, und unter ortskundiger Führung gelangten wir durch den herrlichen Schloßpark Hermsdorfs nach der Röder, an der wir über Grünberg auf herrlichen Wald- und Wiesenwegen aufwärts wunderten. Bald nahm uns das schöne und romantische Seifersdorfer Tal auf. Begleitet von lustigen Gesprä chen führte uns der Weg, immer an der Röder entlang, bald hoch über derselben, bis zur Marienmühlc zur allgemeinen Kasfee-Nast. Nicht mehr weit war es von dort durch das Tal bis zum Kurhaus Augustusbad, wo wir gegen Abend ankamen und von Koll. Pfeil, Nadcberg, mit Familie empfangen wurden. Bei der Musik, beim Tanz und edlem Naß vergingen die Sunden unter munteren Ge sprächen, und zu schnell kam die Trennuugsstunde. Der letzte Zug brachte uns von Nadeberg zurück nach Dresden, und hier schieden wir alle mit dem Bewußtsein, einen sehr schönen Tag im Kreise der Kollegen verlebt zu haben. Kr. Aus Skandinavien. — Am 1. Juli d. I. bestand die nicht nur in ganz Skandinavien, sondern auch im gesamten ausländischen Buch handel rtthmlichst bekannte Firma C. E. Fritzes k g l. Hofbnch- Handlung in Stockhol m 90 Jahre. Sie wurde 1837 von dem Deutschen C. E. Fritze und dem Schweden vr. C. A. Bagge gegründet, verblieb 4 Jahre lang in deren gemeinsamen Besitz, wurde später von ersterem allein weitergeführt und 1862 von P. V. Eklund und E. Giron übernommen. Nach 5 Jahren schied Eklund aus und im Jahre 1870 ging die Firma in den Besitz von K. F. Kruhs und B. Soedcrberg über. Seit 1907 befindet sie sich in den Händen einer Aktiengesellschaft, deren Direktor der Sohn des einen der früheren Mitinhaber, vr. G. Soedcrberg ist, welcher in Leipzig studiert und promoviert hat. Die Geschäftsräumlichkeiten wurden erst vor nicht zu langer Zeit bedeutend erweitert, um für das große Lager Raum zu schaffen. Dem Sortiment ist auch eine Kunstabteilung ungegliedert, in der Originalwerke hauptsächlich der Malerei r>on den hervor ragendsten schwedischen Künstlern zur Ausstellung und zum Verkauf gelangen. Die Firma widmet sich seit Jahren auch dem in Schweden leider so verbreiteten Abzahlungsgeschäft und hat auch auf diesem Gebiete sehr schöne Erfolge und Umsätze erzielt. Die Pflege des aus ländischen und ganz besonders des deutschen Buches ist schon von jeher von Fritzes mit Verständnis, Energie und Erfolg betrieben worden, sodaß ganz große Umsätze erzielt werden konnten und die Verdienste auch auf diesem Gebiete besondere Anerkennung verdie nen. Der im Jahre 1842 begonnene Verlag ist bereits seit Jahr zehnten vom Sortiment getrennt und erfreut sich ebenfalls eines guten Ansehens im Lande. Am 8. Juni wurde das 13. Schuljahr der schwedischen Buchhänd lerschule in der üblichen Weise eröffnet. Dieses Schuljahr zeigt wie der, daß das Interesse der schwedischen Buchhändler sich immer mehr der Buchhändlerschule zuwendet. Diesmal sind 33 Schüler auge meldet bzw. an den Kursen beteiligt, während früher die höchste Zahl etwa 24 betrug. Der Rektor der Buchhändlerschule Professor C. A. Fahlste dt, wurde kürzlich vom König von Schweden zum Ritter des Nordstern-Ordens ernannt, was eine verhältnismäßig hohe Aus zeichnung bedeutet. Nach einem Bericht des Kommerz-Kollegiums (Handelsministe rium) betrug laut vorläufiger Schätzung die Ausfuhr von Büchern aus Schweden im Jahre 1926 etwa Kronen 1550000 mit einem Gewicht von etwa 190 000 KZ. Hiervon ist ein Drittel auf gebundene Bücher zu rechnen, obgleich die überwiegende Zahl der schwedischen Bücher geheftet erscheint. Als bester Abnehmer kommt trotz des Sprachstreites, der seit einiger Zeit die Gemüter in Finnland be wegt, fast die Hälfte der Ausfuhr gerade ans dieses Land. Gewiß ist auch die Zahl der aus Finnland nach Schweden eingeführten (in Finnland in schwedischer Sprache gedruckten) Bücher keine geringe, denn dieses Nachbarland verfügt über eine stattliche Zahl von be deutenden schwedischen Autoren. Norwegen führte für etwa 220 000 und Dänemark und die Vereinigten Staaten von Amerika für je etwa 150 000 Kronen schwedische Bücher ein. Der größte Teil der gebundenen Bücher hat seinen Weg nach Amerika gefunden. Inter essant ist noch, daß auch Deutschland mit einer Eiufnhrziffer von etwa 83 000 Kronen vertreten ist, wobei jedoch hauptsächlich wissen schaftliche Abhandlungen in Frage kommen, von denen ja sehr viele nicht in schwedischer Sprache, sondern in deutscher, englischer oder französischer Sprache veröffentlicht werden. Mit beträchtlicher Verspätung ist vor einigen Wochen im Verlag des schwedischen Verlegervereins der »Ar?Irata1oA kör svenslra Lolc- kanäeln« für das Jahr 1926 (51. Jahrgang) erschienen, den seit 978
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