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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.10.1926
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- 1926-10-26
- Erscheinungsdatum
- 26.10.1926
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X? 250, 36. Oktober 1926. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Handel wie auch der endgültige Verbrauch Hallen mit der Erteilung größerer Aufträge noch sehr zurück, auch das Exportgeschäft ist in der letzten Zeit erheblich ruhiger geworden, und die Folge ist, daß den Aus. trägen scharj nachgegangeu werden muß. Es wird dann bemerkt, baß hierdurch die Preise derart gedrückt würden, daß selbst Betriebe, die rationell zu arbeiten verständen, nicht einmal die Gestehungskosten er-1 reichten. (Der Begriff »Gestehungskosten, ist allerdings ein sehr > dehnbarer.) Es sei daher nicht verwunderlich, wenn viele Betriebe ihre Erzeugung einschränkten, sodaß ln der Tat Gefahr lm Verzug« sei, daß plötzlich einsctzender Bedarf nicht wunschgemäß befriedigt werden könne, denn auch die Vorräte seien sehr beschränkt, weil infolge des ungewöhnlich schlechten Zahlungseinganges die Betriebsmittel nicht hinreichten, um in größerem Umsange aus Lagervorrat arbeiten zu können. Besonders uncrsreullch lägen die Verhältnisse noch immer aus dem weilen Markte der holzfreien Schreib-, Druck-, Brief- und Notenpaplere. Das Inland verhalte sich noch immer überaus zurück haltend, der Papicrgroßhandel erkläre, daß er an die Eindeckung des Wclhnachts- und Neujghrsbcdarss überhaupt noch nicht Herangehen könne, weil noch gar keine Anzeichen dafür vorhanden seien, daß cs überhaupt ein Weihnachtsgeschäft gebe; bisher seien Anstalten für etnen größeren Wcihnachtsbedarf noch nirgendwo getroffen worden. Auch von den Buch- und Kunstverlagen höre man das gleiche Urteil! man befürch'e, daß das Weihnachtsgeschäft sllr den Buch- und Kunst druck wahrscheinlich noch um vieles schlechter als im vorlgen Jahre ausfallen werde. Feinere Kunstdruck-, Chromo-, Autotypiepapiere und auch Kartons hätte» aus allen diesen Gründen einen engen' Markt, und an Preisunterbietungen fehle es daher nicht. Leider habe auch bas Exportgeschäft, besonders nach Rußland, das eine Zeit hindurch äußerst vielversprechend war, sehr nachgelassen. — Es kann nicht be stritten werben, daß die Wirtschaftslage in der Papier-Industrie keine rosige ist, aber ln den Berichten wird doch vielfach gar zu grau ln grau gemalt. Und bas Schreckgespenst, daß der Bedarf gegebenensalls nicht wunschgemäß befriedigt werden könne, hätte man sich vor allem sparen können. Der neue Ausstellungsraum der Stadtbibliothek Leipzig, Universl- tätsstraße 1k, mit den Kostbarkeiten aus eigenem Besitz sHandschriften des 1ü.—18. Jahrhunderts, Bücher und Musikalien des 15.—18. Jahr hunderts und alte Bucheinbände) ist bis mit Sonntag, dem 31. Ok tober, täglich von 11—1 Uhr unentgeltlich geöffnet. Sonntag, den 31. Ok tober, findet um 12 Uhr «ine Führung statt. Im November wird der Ausstellungsraum jeden Mittwoch von 12—1 Uhr und von 4—6 Uhr unentgeltlich geöffnet sein. Führungen von Vereinen und Schule» müssen bet der Direktion rechtzeitig angemeldet werden. Ausstellung »Deutsche Schrift» in der Staatsbibliothek Berlin. — In den Schauräumen der Staatsbibliothek, Unter den Linden 38, 2. Stock, wird vom 2. November bis 24. November d. I. diese Aus stellung zu sehen sein. Der Bund für deutsche Schrlst (W 30, Motz- straße 22) gab die Veranlassung dazu: er hält die Frakturschrift für bedroht und sieht deshalb ein deutsches Kulturgut In Gefahr. — Ge zeigt werden kostbare alte handgeschriebene und gedruckte Bücher, Plakatschristen in ihrer historischen Entwicklung bis in die Gegenwart, daneben wird durch den Graphiker und Fachlehrer Gustav Tischer die Bedeutung der deutschen Schristsormcn im Kunstgewcrbe, tn der Archi tektur und im Gartenbau bargestellt. Die Deutsche Bücherei in Leipzig wird durch die von vr. Julius Rodenberg geleitete Abteilung für künstlerische Drucke mit wundervollen Privatdrucken vertreten sein. Nicht minder bedeutsam sind die Leihgaben des Vereins Deutscher Schriftgießereien, unter Leitung von vr. Jolles. Der Bildungsver band Deutscher Buchdrucker, Berlin, steuerte ebensalls schätzenswertes Material an schönen, neuzeitlichen Frakturdrucken und handschriftlichen Entwürfen bet. Die Schildermaler werben in der Abteilung des be kannten Graphikers Georg Wagner vertreten sein. Auch Meister Rudolf Koch in Osfeirbach, Otto Reichert, Anna Ämons, Prof. Heinr. Wiennck, Pros. Kleukens und andere süHrende deutsche Künstler stellicn sich in ihren Werken zur Verfügung, ebenso die Akademie für gra phische Künste, die Dresdener Kunstgewerbeakabemie, die gleichartige» Schulen von Elberfeld, Köln, Hamburg und anderen deutschen Städten. Da» Unternehmen soll eine Art Vorschau zu weiteren Veranstaltungen dieser Art sein. Pap.-Ztg. Eine internationale Presse-Ausstellung in Köln 1828. — Der erste Auftakt zu der Kölner Welt-Ausstellung, die dem Thema »Presse» gewidmet ist, hat, wie die Leipziger Neuesten Nachrichten berichten, am 20. Oktober fiattgesuirden. Zahlreiche Delegierte aller an der Ver anstaltung interessierten Gruppen hatten sich in Köln eingesundcn, um an der konstituierenden Sitzung der »Internationalen Presseausstel lung Köln 1928» teilzunehmen. Von den zahlreichen Delegierten, die für ihr« Organisationen srendigste Mitwirkung zusagten, ist Herr Hos- rat Horst Weber- Leipzig, der sür den Börsenverein der Deutschen Buchhändler, den Deutschen Berlegerverein und den Verein Deutscher Zeitschristenverleger das Wort ergrisf, zu nennen, seiner Herr Geh. Hosrat vr. Bolkmann -Leipzig als Vertreter des Deutschen Buch- gewerdevcreins und Herr vr. PcterSmann-Leipzig als Sprecher des deutschen Buchdruckgcwerbes. Für den Verein Deutscher Zeitungsver leger sprach Professor Wolls-Dresden, sür den Reichsverband der Deut schen Press« Direktor Richter-Berlin. Generaldirektor vr. Esch, der Leiter des Kölner Ausstellungswesens, gab einen interessanten Über blick über die Vorarbeiten sür die Ausstellung. Da die plan- und userlosen Weltausstellungen zwecklos seien, habe sich Köln entschlossen, in Weltsachausstellungen große Cinzelgebiete der Kultur und Wirtschaft großzügig und möglichst lückenlos zur Darstellung zu bringen, vr. Esch führte u. a. aus: »Es wird das Streben sein, den Ausstellungsgegen stand sowohl tn seiner geschichtlichen Entwicklung und wissenschastlichen Begründung wie seiner gegenwärtigen Gestaltung darzulegen. Von den geistigen Krästen, die Im Pressewesen wirken und die ihm Form und Gestaltung geben, ausgehend, sollen die technischen AuSdrucksmittel und das fertige Produkt der Press« und aller Dinge, die mit der Presse zusammenhängen, dargestellt werden». Verbot im besetzte» Gebiet. — Die Interalliierte Rheinland-Obcr- kommisfion hat am 18. Oktober 1926 beschlossen, in Anwendung des Artikels IS der Verordnung Nr. 368 die sofortige und endgültige Beschlagnahm« der Nr. 29 des in München erscheinenden Witzblattes »S i m pl tz i ss t mu s» vom 18. Oktober 1926 in den besetzten Ge bieten anzuovdnen. DerlMMAWen. Berliner amtliche Devisenkurse. am 2t. Ottaber -SA am 2S.OIt°be- ISA Geldkurs Vrieftur« Gelt>kur« Briefrur« 1 20.358 20,408 20,86 20.41 . 100 Null). 167,01 168,83 167.05 168 37 Bueno«Aire« (Pav.-Pes.l I Peso 1,710 1.714 1.711 1.715 Oslo 100 Kr. 105,12 105,38 103.07 104.23 Kopenhagen. . . 100 Kr. 111,70 111.98 111.71 111.99 . 100 «c. 112,18 112,46 112.10 112.47 New York. . . . i r 4,100 4.200 4,2005 4.2105 Belgien. . . . 100 Frc,. 11,89 11,03 11.68 11 72 Italien.... 100 Lire 18,28 18,32 18,81 18,85 Pari« 100 Frc«. 12.66 12,70 12.84 12,88 Schweiz. . . . 100 Frc«. 81.00 81,20 81,02 81 22 100 Peseta« 63.22 63,38 63.32 63.48 1 Milrei« 0.585 0.587 0.584 0.586 1 den 2.052 2,056 2,043 2.057 Pray . 100 Sr. 12,482 12,472 12,433 12,478 100 Finnm. 10,56 10,60 10,557 10.507 21,425 21.475 21.425 21.475 100 Lewa 3,03 3.04 8.03 3.04 100 Dinar 7.41 7.43 7.412 7.432 Wien 100 Schill. 50,26 59.40 59.26 50.40 100000 «c. 5.88 5,00 5.88 5.90 100 Suld. 81,42 81,62 61,50 81.70 l tttrt. -k 2.1« 2,15 2,145 2.155 Achcn .... 5.14 5.16 5,14 5.16 > I Sgypt. ^ 20,879 20,931 100 Lei 2.275 2.205 Warschau. - . 100 Zloty 46.43 46,67 Riga 100 L itS 80,55 80,95 Reval .... 100 Esl». M. 1.113 1.110 ' 100 Lita« 41.445 41.655 PersolllllMrWeii. Jubiläum. — Sein SöjährigeS Arbeltsjubiläum feierte am 16. Ok tober Herr Heinrich Tute, Kassen- und Lesezirkelbote der Firma Carl Spielmeyer's Nachs. in Göttingen. Bei einer kleinen Feier wurde ihm bas Ehrenzeichen des Buchhandels überreicht. Gestorben: wie ivir erst jetzt erfahren, am 12. September d. I. Herr Theo dor Buhl mann in Guben. Ter Verstorbene war von 1882—ISIS Inhaber der 1829 gegrün deten Eduard Berger's Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung in Guben. Nach dem Verkauf an Herrn Georg Pilz betrieb er ein Anti quariat unter der Firma Gubener Antiquariat Th. Nuhlmann, das von seiner Tochter weitergesührt wird; ferner: am 22. September d. I. nach langer Krankheit Herr vr. Max B r ei t e n stei n, Mitinhaber der Verlagsbuchhandlung und Antiquariat M. Breitenstein ln W > e». 1284 ammLSccmann). Sämtlich ln Leipzig. — Adresse der Redaktion u. Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 2S lBuchhänblerhausj.
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