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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.03.1927
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1927-03-10
- Erscheinungsdatum
- 10.03.1927
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- Deutsch
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X- 58, 10. März 1927. Redaktioneller Teil. Börsenblatt s. d. Dtschn. Buchhandel. Es hieße den Kopf m den Sand stecken oder unangebrachte Schön färberei treiben, wollte man nicht zugestehen, daß die Bugra-Bllcher- inefse sich in einem sehr kritischen Stadium befindet. Noch ist sie eine nahezu vollständige Warenschau des deutschen Buches und bietet die größten Vergleichsmöglichkeiten und die beste Gelegenheit für die Auswahl jeglichen Bedarfs. Selbst der sehr bedauerliche Weggang einiger prominenter Verleger vermag daran nicht viel zu ändern. Wozu wird es aber schließlich führen, wenn auf einer Messe die Aussteller mit derselben Regelmäßigkeit erscheinen, mit der die erhoff ten Einkäufer ansbleiben? Die Frage, ob Messe oder nicht, beginnt für den Buchhandel brennend zu werden. Es bedarf ruhiger nnd reiflicher Überlegung, um zu einem Ergebnis zu kommen. Entweder gibt man der Möglichkeit einer Besserung nach Überwindung der Geschäftskrise Raum und schafft Mittel und Wege, um die Bücher messe in ihrem Ausstellerbeftande zu erhalten, oder man befreit sich gänzlich von dem Glauben der Messesähigkeit aller Bücher nnd gibt die Veranstaltung bis auf die Reste gewisser Gebrauchsliteratnr.preis, wobei sehr wohl zu bedenken wäre, daß das Bugra-Meßhaus dann wahrscheinlich auch für eine künftige internationale Gestaltung der Büchermesse in Leipzig verloren wäre. Eine solche Entwicklung er scheint durchaus nicht ausgeschlossen. Haben sich doch z. B. in dem neuen Meßhochhaus »Ring« eine britische und eine italienische Ab teilung aufgetan, zunächst zwar meist Textilien und Kunstgewerbe- erzeugnisse. Aber schon sehen wir in der britischen Abteilung einen großen Stand mit technischen und anderen Fachblättern. Nicht viel anders wie im Bugrameßhause entwickelt sich der Bücherverkauf in Stentzlers Hof. Ebensowenig zeigt der Ver kehr in der dort im fünften Stockwerk befindlichen und sehr sehens werten Ausstellung »Süddeutsche Graphische Kunst« eine merkliche Belebung, obwohl hier allerlei Gegenstände der sonst nicht schlecht in Anspruch genommenen Papiermesse, wie Ansichtspostkarten u. dgl., ange boten werden. Freunde der Kultur- und Leipziger Ortsgeschichte kommen in einer die Geschichte der Leipziger Messe veranschaulichenden Ausstellung im Alten Rathaus auf ihre Rechnung. Hier waren in Vitrinen die Privilegien und Bestätigungsurkunden der Leipziger Messe und an den Wänden eine Menge von Bildern aus den verschiedenen Jahrhunderten ausgestellt, die für die Kenntnis des Werdegangs der Leipziger Messe von Wichtigkeit erschienen. Diese in Nebenräumen des großen Fest saales untergebrachte Ausstellung erweckte stärkeres Interesse als die im Festsaale befindliche Schau der Werbemittel und Statistiken des Messeamts. Nachdem schon zur vorjährigen Herbstmesse ein Teil der Räume des neuen im Buchhändlerviertel (an der Johanniskirche) erstan denen Museums für Völkerkunde Meßzwecken dienstbar gemacht morden ist, hat dort die unter Leitung von Prof. Graul entstandene Inter nationale K u n st g e w e r b e s ch a u mit Beginn der Messe ihre Pforten aufgetan. Da sie nicht zu den eigentlichen Veranstaltungen der Frühjahrsmesse gehört, sondern eine bis August währende Dauer ausstellung darstellt, so wird sie an dieser Stelle -bei anderer Ge legenheit ausführlicher behandelt werden. Die im gleichen Gebäude befindliche Meßausstellung kunstgewerblicher Qualitätserzeugnisse, die ungemein reichhaltig und vielseitig ist, bietet auch dem Buchhändler eine willkommene Augenweide. Sie fand bisher sehr lebhaften Zu spruch und soll sich auch leidlicher geschäftlicher Erfolge zu erfreuen^ haben. Die Reklame messe ist aus dem Akademiegeb Lude für graphische Künste und Buchgewerbe in das neue Meßhochhaus »Ring« verlegt und damit der eigentlichen Messe regional wieder angeschlossen worden. Hier kann die bemerkenswerte Feststellung gemacht werden, daß sich die großen graphischen Anstalten (Steindruckereien usw.) merklich zugunsten der Lichtreklame und der Reklame mit beweglichen Gegenständen und Figuren zurückgezogen haben. Ob der Buchhändler mit solchen Dingen viel anfangen kann? Immerhin wäre es denkbar, ein Schaufenster der Afrikaliteratur mit jenem ausgestopften Löiven auszustatten, der seinen Kopf mit erhabener Herrscherwürde hin und her bewegt und dessen bernsteinfarbige Augen durch eine im Kopse versenkte Glühlampe in bestimmten Zeitabständen bedrohlich erleuchtet werden. Mit der Bewegung allein begnügt man sich schon nicht mehr. Da ist ein Leopard, der nicht nur die charakteristischen Be wegungen des Raubtiers, sondern auch ein vernehmliches Brüllen produziert. Oder wie wäre es, die lebensgroße Kuh mit Wackelkopf und Wackelschwanz unb mit sanftem »Muh«-Zuspruch als »Blick fang« in eine Ausstellung landwirtschaftlicher Literatur zu stellen? Mit Genugtuung darf man seststellen, daß bei weitem noch nicht die letzten Möglichkeiten buchhändlerischer Schausensteröekoration erschöpft 274 und tausend Kräfte am Werke sind, ihr mit neuen Attraktionen eni- gegenzukommen, wobei augenscheinlich die Arche Noah zunächst als unerschöpfliche Fundgrube benutzt wird. Aber zurück aus der Utopie in die Gegenwart. Sie ist hart genug für den Buchhändler, dessen Humor schon zum Galgenhumor geworden ist. Auch außerhalb der Messe hat er seine Hände gerührt, obwohl für ihn der Erfolg im Zweifel stand. Die Bücheraus stellung bei Koehler L Volckmar hat eine bemerkenswerte Erweiterung dadurch erfahren, daß auf Anregung von Verlegerseite eine Anzahl in sich geschlossener Verlege raus stell ungen aus dem Kreise der Kommitten-ten geschaffen worden ist. Daneben besteht die gut ge gliederte und sehr übersichtlich angeordnete allgemeine Ausstellung des Barsortiments weiter. Auch im Preise herabgesetzte Bücher des Bar sortiments und der Geschäftsfreunde des Kommissionsgeschäfts sind zu haben. Diese Dauerausstellung wird wie die Lehrmittel- Ausstellung der gleichen Firma im Koehlerhause am Täubchen weg, wie die Lehrmittelausstellung von Gustav Nietzsche!, die Wallmann - Ausstellung des ev.-christlichen Verlags und wie noch nranche andere Dauerausstellung in den Leipziger Buch- handelshäusern die größere Anziehungskraft zu Kantate oder anderen Zeiten entfalten, in denen kauflustige Berufsgenossen in Leipzig an wesend sind. Kurt Loele. Wöchentliche Übersicht über geschäftliche Einrichtungen ».Veränderungen. Zusammcngeftellt von der Redaktion des Adreßbuches des Deutschen Buchhandels. Abkürzungen: K — Mitglied des B.-V. u. eines anerkannten Vereins. — * — Mitglied nur d. B.-V. — K — Mitglied des Verbandes der Deutschen Musikalienhändler. — S-» — Fernsprecher. — TA. — Telegrammadresse. — V — Bankkonto. — ^ Postscheckkonto. — ck. — Mitglied der BAG sAhrechnungs-Genossenschaft Deutscher Buchhändler, e. G. m. b. H., Leipzig.) — 1 — In das Adreßbuch neu ausgenommen« Firma. — B. — Börsenblatt: — H. — Handels gerichtliche Eintragung smit Angabe des Erscheinungstages der zur Bekanntmachung benutzten Zeitung). — Dir. — Direkte Mitteilung. 28. Februar bis 5. März 1927. Vorhergehende Liste 1927, Nr. 52. Konkurse und Geschästsaussichten. KVol ks iv i rts cha s tl i ch e V e r l a g s g e s e l l s ch a s t m. b. H., B e r l i n, geriet in Konkurs. isDir.s A.-B. Söderströms Bokhandel O. I., Borgd, hat den Verkehr über Leipzig ausgegeben. sDir.s Alpensreund-Verlag und Buchdruckerei Arthur Laubereau, München 2, in Liquidation. Adresse jetzt: 2, Schellingstr. 151. sDir.s KAlpine Verlagsanstalt Hans Stock, München 2, ging an eine Komm.-Ges. über, die Alpine Verlagsanstalt H. Stock L Co. Komm.-Ges. firmiert. Pers. hast. Gesellschafter: KHans , Stock. sDir.s «Kasch's Buchh. u. Antiq., S., Berlin N 24. Adresse jetzt: > SW 19, Watlstr. 88 a. sB. 5S.s KBayerische Radio-Zeitung G. m. b. H., München 2. Rudolf von Scholtz wurde zum weiteren Geschästssührer bestellt. sB. 52.) Bedürftig, H., Brieg sBz. Breslau), ging 4./I. 1927 ohne Akt. u. Pass, an H. I. Sobotzik über, 481. — V Eichborn L Co., Brieg. Leipziger Komm.: Volckmar. sB. 15.) IBehr, Curt, Nachf. Cnrt Nickold, Dresden-A. 1k, Blasewitzer Sir. 34. Buch- u. Mustkh. Gegr. 1./IV. 1919. jd 2VK29.) Inh.: Curt Nickold. Leipziger Komm.: rv. Fleischer. sDir.s 1KB eher, Curt, München 2, NW, Alsonsstr. 71. Reise- u. Versandbuchh, Verlag. Lehrnitttelvertrieb. Antiquariat. Gegr. Dez. 1919. K3153. — TA.: Beyer München Alsonsstr. 7. — Karlsruhe sBabens 28 98S.) Unverlangte Sendungen gehen unter Spesennachnahme zurück. Anttquariatskataloge in 2facher Anzahl direkt erbeten. Nachnahmesendungen verbeten. Leipziger Komm.: rv. Fleischer. sDir.s IBuchberger, Karl, Wien l, Kärntnerring 1k (Halle »Hotel Imperial»). Buch- u. Zeitungshandel. Gegr. Nov. 1925. is—r 57 599. — TA.: Buchberger Jmperialhotel Wien. — d" 140 2M.1 Leipziger Komm.: rv. Fernau. sDir.s
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