Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.06.1884
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- 1884-06-30
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- 30.06.1884
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^ lLO, 30 Juni. Nichtamtlicher Theil. 3031 ischen Schwarz- und Buntdruck, theils in Heliogravüre. — Der Preis des dreibändigen Werkes in der gewöhnlichen Ausgabe ist 500 Fr., auf holländischem Velin 1000 Fr. Siguss sur 868 Monuments. — Das Werk enthält Details zur kirchlichen Baukunst. Jahrg. 1883 des bekannten „I/art xonr tous". Lä. äsLauckot, Lenlxturs krs.nyniss; woz-sn-ügs ot rsunissauso. Mit 400 Heliogravüren. Pslix Xarjoux, Larts. Monuments slovss par In Vills 1850—80. 3 8äo. 1b. LnIIn st vspsrtbss, I'LstsI cko VIII«. Von den Plänen zum Neubau werden hier zunächst die äußeren Decorationcn vor- gesührt, in KO Heliogravüren. I-onvrs. 56 Steindrucktaseln, gez. von Achille Jacquct. Von der Firma Rothschild haben wir noch Einiges zu er wähnen, was nicht im Kataloge aufgeführt ist: bllorsnss, pur Ob. Vrinrts. I/Liotoirs, Iss Löäisis, Iss I-sttrss, Iss Lrts. Mit 500 Abbild. Zum Preise von SO bis 300 Fr. 1-3. Vis ck'un Latrisisn äs Vsniss au XVI. siösls. Lar Ob. Vriarts. Dieses von der Akademie preisgekrönte Werk schildert in 8 Kupferstichen und 136 Holzschnitten die Zeit Paul Veronese's. Ferner ein von demselben CH. Hriarte aus dem Englischen übertragenes Werk: ä-sbäorvn Luäslsz-, 1'ä.rt ornsrasntnl s-nckapon. Mit 200 Tafeln in Lichtdruck, Farbendruck und Kupferstich, sowie 250 Text illustrationen. Ferner aus dem Verlage von L. Baschet: Von dieser Gallerie moderner Meister sind 210 Lieferungen erschienen, L 1H Fr. und in Summa 722,000 Hefte gedruckt. DieBilder sind hergestellt in Photoglyptie durchGoupil L Co.*) Von dem 330 Tafeln in Photogravure (Verfahren Gillot) enthaltenden Werke: I-ss vsssius äu bouvrs war die Lsolo ünmnuäs, boll3.ncks.iss st allsmanäs ausgelegt, mit Reproductionen nach van Dyck, Rubens, Jordaens, Dürer und Schongauer. — Bei Baschet erscheint ferner in 12 Nummern jährlich: Laris illnstrs, — ein periodisches Unternehmen, wie wir in Deutschland nichts Ähn liches haben. In leicht hingeworsenen Skizzen mit ein paar Farben tönen wird uns hier für 1 Fr. eine Fülle von Augenweide und Amüsement geboten, daneben auch Ernstes, z. B. die Katastrophe in Jschia, Bilder aus Tongking; aber „wo man's Packt — da ist es interessant." — Das Verfahren Gillot eignet sich trefflich für diese flotten Darstellungen. Eines der graciösesten und liebenswürdigsten Bücher ist Liearä, Is. vbausou äs bonkaot. (G. Chamerot, Paris.) Zeichnung, Schnitt und Druck, alles ist mustergiltig. *) Dieses Verfahren, bei uns nach dem Erfinder unter dem Namen „Woodburydrnck" bekannt, wird i» Deutschland säst gar nicht mehr ansgeübt; in: technischen Theil dieser Arbeit ist es daher auch nicht mit erwähnt worden. Der Vorgang ist folgender: Eine unter dem Negativ belichtete Chromleimschicht wird in heißem Wasser ausgewaschen; hiernach bilden die durch das Licht unlöslich gewordenen Theile ein Relief, welches unter enormem hydraulischen Druck in Blei abgeprägt wird. Die so gewonnene Bleimatrize wird in einer eigens construirten Presse mit einem Aufguß von gefärbter Gelatine und diese wiederum mit einem Blatt Papier bedeckt, worauf der Ueberschuß an Flüssigkeit durch die in Function gesetzte Presse entfernt wird. Nach dem Erstarren der Gelatine zieht man sie als fertiges, am Papier hastendes Bild von der Bleimatrize ab. — Das Bild besteht also auch hier, wie beim Pigment- oder Kohledruck, aus Leim und Farbstoff, Dieses opulente Werk bildet einen starken Band in großem Octavformat. Es wurde ein besonders starkes Reispapier ver wendet, welches durch seinen sanften Farbenton dem Holzschnitt zu Gute kommt, während übrigens nicht zu leugnen ist, daß die cigenthllmliche krystallinischc Textur des Papiers die Wirkung des Bildes bisweilen stört. Um den Eindruck des Holzschnittes voll und ganz aus den Beschauer wirken zu lassen, hat der Verleger jedes Jllustrationsblatt doppelt gegeben: einmal mit dem Text, einmal ohne ihn. Er erreicht damit eine gute Wirkung im letzteren Fall, bei welchem der Wegfall einer Rücksichtnahme auf die er forderliche leichtere Farbe des Textes für das Bild selber eine tiefere Farbengebung gestattet. Das ist übrigens nicht immer zum Vortheil der Bildwirkung, zumal für das Auge dem Bilde ohne Text die nothwendige Harmonie des äußeren Arrangements der ganzen Seite fehlt. Unter den Verlagswerken von CH. Delagr ave finden wir des Admirals Werner Bilder aus dem Seemannsleben, in Ueber- setzung von Nos, illustrirt von Ginos. Hinrichsen L Co. brachten eine Reihe hübsch ausgestatteter Jugendschriften, mit zahlreichen Farbendrucken. Ferner die originellen Zeichnungen von W. Busch zum „Heiligen Antonius von Padua" mit französischem Texte, bereits in dritter Auflage. — Danach scheint es, daß man auch jenseits des Rheins deutschen Spaß versteht. Der selbe Verleger kündigt alz demnächst erscheinend an: Listvirs äs la Von Ducher L Co. finden wir eine Reihe von Werken zur Architektur, Bautechnik, Decoration und Ornamentik, von Jo uv et L Co. illustrirte Prachtwerke meist instruetiver Tendenz — zur Geschichte, Erd- und Naturbeschreibung. A. Quantin lieferte ein herrliches Werk über japancsische Malerei, Architektur und Plastik, in 2 Bänden, von L. Gonsb. Die Bilder sind meistens in vorzüglichem Farbendruck ausgeführt. In hohem Grade fesselten besonders die großen architekto nischen Werke der Franzosen die Aufmerksamkeit des Betrachtenden. Werke wie: I-staronillx, Is Vatioan, Xarjoux, Aonrunsuts, (Morel), kz-riös st 8g.äonx, Iss sbg.ts3.ux bistoriguss (Oudin Fröres), und die decorativen Lehrwerke von Ducher L Co. in Paris: Llbnin äu xsintrs SN bntunsnt, I-aroux, Oonstruotion sn briguss, ä'Lvssnss, In ässoration arabs, sowie von Quantin in Paris: zeigen den außerordentlichen Geschmack, der dem Franzosen eigen, und eine bewundernswcrthe Fertigkeit und Sauberkeit in der tech nischen Ausführung. Auch bei den transatlantischen College», in New-Dork, Boston und Philadelphia hat die der Ausstellung zu Grunde liegende Idee lebhaften Anklang gefunden. Es waren im Ganzen etwa 180 amerikanische Werke ausgelegt, die in ihrer Gesammtheit einen Beleg dafür gaben, daß die praktischen Amerikaner auch im Cultus des Schönen eifrig vorwärts streben. Die amerikanische Abtheilung bildet daher einen hervorragenden Anziehungspunkt. Besonders die Jünger Gutenberg's benutzten fleißig die Erlaubniß zum Besuch der Ausstellung, um hier vergleichende Studien zu machen, wozu namentlich die künstlerisch und technisch schön ausge- sührten Holzschnittwerke vielfache Gelegenheit boten. Die Ameri kaner haben uns schon auf der vorjährigen Münchener Kunstaus stellung durch ihre glänzende Technik im Holzschnitt höchlichst über rascht, und das, was uns in diesem Jahre von drüben, speciell von der Firma Harper dargeboten wurde, ließ in Bezug auf prächtige und elegante Ausstattung nichts zu wünschen übrig. 428*
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