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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.07.1925
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1925-07-28
- Erscheinungsdatum
- 28.07.1925
- Sprache
- Deutsch
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Redaktioneller Teil. 174, 28. Juli 1925. so sei der Verkaufspreis gemäß H 7 der Verkaussordnung so sest- zusetzcn, daß sich ein Rabatt von 35?6 ergebe. Die Preisfestsetzung für Schulbücher und die Bestellgebühr für Zeitschriften blieb örtlicher Vereinbarung überlassen. Da verlangte die Preis prüf u n g s st e l l e für Schlesien, die uns sonst in diesem Jahr wenig in Anspruch genommen hat, noch im März 1925 Auf hebung dieser Beschlüsse. In energischem Ton haben wir das Ansinnen mit länge,»«-. Schreiben als vollständig ungerechtfertigt zurückgewiesen. Die lJehörde muß sich wohl damit zufrieden- gegeben haben, denn bis heute ist leine Antwort aus unfern Bries eingegangen. Hosscntlich sind die Tage dieser höchst überflüssigen Behörde bald gezählt. Unfern, Mitglieds Bruno Wenzel in Breslau konnten wir zum 25jährigen G c s ch ä f t s j u b i lä u m Glückwünsche dar bringen. Aus kleinen Anfängen hat sich seine Kunsthandlung in dieser Zeit zu einer -der ersten im deutschen Osten emporgearbeitet. Der Bericht erwähnt weiter die Aufnahme von 9 neuen Mitgliedern, nämlich: Georg Zinke in Fa. Georg Zinke. Bolkenhain; Frau Bertha Dittmar i. Fa. Carl Dittmar, Babn- hos-Buchhandlung, Breslau; Alfred Fritzsche i. Fa. Alfred Fritzsche, Breslau; Karl Widmann, Prokurist i. H. Frankes Buch- bandlung, Sortiment, Breslau; Paul Steinke i. Fa. Völkische Buchh., Verlag Paul Steinke, Breslau; Fräulein Anneliese Wir- walski i. Fa. Rudolf Wirwalski, Brieg; Paul Weh, Direktor der Berlagsanstalt Görlitzer Nachrichten und Anzeiger, Görlitz; Bruno Engel i. Fa. Bruno Engel, Neiße; Günther Fechner i. Fa. W. Daustein, Sagan. Aus geschieden sind 19 Mitglie der. Fünf verloren wir durch die Abtrennung von Ostober- schlesicn in den Städten Kattowitz und Tarnowitz, sie sind aber durch den Übertritt zum Verbände der Buchhändler in Polen dem Börsenverein erhalten geblieben. Wegen Aufgabe des Geschäfts, Ausscheidens aus der Firma, Geschäftsverkaufs, Verlegung des Wohnsitzes aus dem Vereinsgcbiet schieden 8 Mitglieder aus, das sind: Willy John i. Fa. Willy John, Breslau; Wilhelm Kirchner i. Fa. Schuberts Sortiment, Breslau; Otto Borgmeyer i. Fa. Frankes Buchhandlung I. Wolf, Habelschwevdt; Reinhold Fischer i. Fa. Reinhold Fischer, Kotzenau; Stephanie Engel i. Fa. Karl Kothes Nachf., Leobschütz; Paul Robert Pfeiffer i. Fa. Paul Robert Pfeiffer, Liegnitz; Alwin Ahncr i. Fa. Alwin Ahncr, Muskau; Ella Müller-Kranefeldt i. Fa. W. Daustein, Sagan. Erich Schatzky i. Fa. Th. Schatzky, Breslau, schied aus wegen Aufgabe des buchhändlerischcn Betriebes. Karl Widmann in Breslau und Hermann Oesterwitz in Görlitz traten aus den Firmen, die sie als Prokurist bzw. Direktor leiteten, wieder aus und waren des halb aus der Liste der Mitglieder zu streichen. Edgar W. Meier in Görlitz mußte, wie oben gesagt, gestrichen werden. Wegen Nichterwerbs der Mitgliedschaft im Börsenverein strichen wir ein Mitglied; endlich schied ein Mitglied aus, nachdem es wegen Nicht zahlung des Mitgliedsbeitrages vom Börsenverein gestrichen war. Die Zahl der Gesuche um Aufnahme in das Adreßbuch des Deutschen Buchhandels hat sich gegen das Vor jahr beträchtlich vermehrt. 19 Gesuche haben uns beschäftigt, davon haben wir 10 Geschäfte anerkannt, und zwar folgende: Völkische Buchhandlung, Verlag Paul Steinke, Breslau; Paul Schubert, Reise- und Berfandbuchhandlung, Breslau; Werner Loose, Inh. Charlotte Loose, Charlottenbrunn; Fritz Winkler, Falkenberg (O.-S.); Regulus-Verlag Bohneberg L Co., Görlitz; Stadtblattbuchhandlung Rudolf Jäckel, Kotzenau; Leobschützer Rundschau, Leobschütz; Carl Walter Mierzwa, Bahnhofsbuchhand- luug, Neiße; Ed. Hertwigs Buchhandlung, Patschkau; Fritz Hoff- niann, Sagan. Sechs Gesuche wurden nach zum Teil ziemlich langwierigen Nachforschungen abgelehnt, und drei sind noch in der Schwebe. Der Jahresbericht fand sofortige einstimmige Annahme eu bloo. Aus dem weiteren Verlauf der Verhandlungen sei folgendes hervorgehoben. Dem leider aus Gesundheitsrücksichten scheiden den bisherigen vieljährigcn Schatzmeister Heinrich Kasten stattete der Vorsitzende in warmen Worten den Dank des Ver eins für die treue Mitarbeit ab, und -die Versammlung ehrte ihn durch Erheben von den Plätzen. An seiner Statt wurde Max Bernau i. Fa. I. U. Korn's Verlag, Breslau, zum Schatz meister gewählt. Die drei Vorstandsmitglieder, deren Amtszeit abgelaufen war, wurden wiedergewählt. Die nunmehrige Zu sammensetzung des Vorstandes ist bereits im Börsenblatt (Nr. 148) veröfsentlicht worden. In den Bericht über die Stuttgarter Her bst - versammlung 1924 und die diesjährigen Kan- tateversammlungen zu Leipzig teilten sich Kollege Alt - Haus und Herr Paul Ritsch mann dergestalt, daß ersterer über Stuttgart und die Leipziger Festveranstaltungen, einschließ lich des Dresdner Ausflugs referierte, während Nitschmann über die Vcrhandlungsgegenstände sprach. Er schnitt dabei besonders folgende Punkte an: Urheberrechtsschutzsrist, buchhändlerische Aka demie, Buchgcmcinschasten, Beamtenbücherhandel, Vereinbarung zwischen Berlcgervercin und Gilde zur geschäftlichen Behandlung schwerster Mißstände, Begriff des unlauteren Wettbewerbs, Rhei nische Sortimentervereinigung. Zu letzterem sei mitgeteilt, daß seit dem Vorstoß zu Kantate über die weitere Entwicklung und die Tätigkeit dieser - Vereinigung nichts bekannt geworden ist. Ob man hoffen darf, daß das Gebilde, welches die übergroße Mehrzahl -der Sortimenter als einen Schädling am Baum des Buchhandels, insbesondere des Sortiments erkannt hat, wieder abstirbt, steht freilich noch dahin. In der Diskussion wurde unter anderm eingehend über den Junglehrerbücherhandel gesprochen, der besonders in Oberschlesien zu argen Mißständen geführt hat. So wurde erwähnt, daß ein zelne umherziehcnde Junglehrer sich bereit erklärt haben, jedes Buch mit hohem Rabatt zu besorgen. Es wird eine Aufgabe der nächsten Zukunft sein, dieser Plage wieder Herr zu werden. — Ein Verleger hatte ein soeben fertig gewordenes Buch seines Ver lages den Mitgliedern einer wissenschaftlichen Tagung nicht ge schenkweise überlassen, sondern zu einem Preise angeboten, der weniger als ein Drittel des Ladenpreises von 18 Mark betrug. Dies gab Anlaß zur Annahme einer von Theodor Marcus eingebrachten Resolution, die hier folgt: »Wenn Verleger zu Tagungen und wissenschaftlichen Kon gressen Festgaben stiften, so darf dies nur in der Form ge schehen, daß für die Festteilnehmer der Charakter als Geschenk klar erkennbar ist. Auf jeden Fall ist eine Geldsorderung (Vor zugspreis) zu vermeiden, damit nicht der Eindruck ertveckt wird, daß der gezahlte Sonderpreis dem inneren Werte des Buches entspricht, und daß sich bei den Teilnehmern nicht die Idee sest- setzt, daß der Verlag einen zu hohen Gewinn erzielt, und daß das Sortiment das Buch ungebührlich verteuert.» Ein weiterer Verhandlungspunkt war der Antrag Theo dor Marcus auf Einrichtung einer Freizeit für den schlesischen Jungbuchhandel, zu welcher der Verein drei Frei stellen bewilligen sollte. Die Ansichten gingen sehr auseinander, insbesondere begegnete der Antrag glatter Ablehnung aus klei neren Städten. Auf Vorschlag des Vorsitzenden soll ein Aus schuß, bestehend aus dem Vorsitzenden, dem Antragsteller und einem Mitglied aus einer kleineren Stadt mit allem Weiteren betraut werden. Bei dieser Gelegenheit wurde aus Antrag des Vorstandes dem Buchmusc-um zu Leipzig (Direktor Professor vr. Schramm) eine einmalige Zuwendung von 100 Mark bewilligt. Herr Syndikus vr. Heß hielt sodann einen längeren Vortrag über buchhändlerische Tagesfragen. In eingehender Weise ver breitete sich der Redner über eine Anzahl Themen, die er als Folgeerscheinungen der allgemeinen Wirtschaftslage charakteri sierte. Es war geradezu ein ästhetischer Genuß, den sorgfältig ab gewogenen Betrachtungen über Für und Wider zu folgen. Rege und gespannt hörte die Versammlung den Ausführungen zu; es war sehr zu bedauern, daß so viele Mitglieder abwesend waren. Dann sprach Herr Fritz Schnabel über Alte und neue Werbemittel. Die warmherzige Art, die dem Vor tragenden eigen ist, die frische Kraft, mit der er spricht, sein froher Optimismus reißen hin. Er hat viel kluge Beobachtungen auf dem Gebiet angestellt, das er zu seiner Domäne erkoren hat. Einige Stichworte aus seinem Vortrage geben wir wieder: beste Propaganda ist dergebildete Buchhändler — Prospekte sollen nicht zu viel Titel bringen — der Kundenbrief muß für Männer anders abgefaßt werden als für Frauen — Wichtigkeit des Adresscnsammelns — Preisschildchen im Schaufenster oder nicht?
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