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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.07.1925
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- 1925-07-07
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- 07.07.1925
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^ 156, 7. Juli 1925, Redaktioireller Teil. Vörsenblalt f. d. Dkschn. vnchhanbil. 10817 Robert Voigt länger (Leipzig): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie sehen mich aufs tiefste bewegt, daß ich unter so vielen anderen Männern, die sich, wie ich glaube, ebenso wie ich für das Wohl des Buchhandels und des Börsen vereins bemüht und geopfert haben, allein den Vorzug haben soll, an diesem Erinnerungstage die höchste Ehrung zu empfangen, dis der Börsenverein einem Mitgliede erweisen kann. Meine Damen und Herren, ich fühle mich aufs tiefste beschämt. Ich kann kaum einsehen, daß ich diese Ehre verdient habe. Der Herr Vorsteher hat verlesen und aufgezählt, was ich in meinem langen Leben getan habe. Die Tatsachen sind ja richtig. Wenn Sie nach den Beweggründen fragen, die mich getrieben haben, oder wenn ich sie Ihnen nennen darf, so sind es kurz diese: Zunächst die Liebe zur Arbeit, zur Arbeit nicht allein zugunsten des eigenen Hauses und Herdes, nein auch das Bedürfnis, über den Zaun des Eigenen hinaus hin und wieder einmal ins Ganze zu sehen und sich für ein Ganzes verantwortlich zu fühlen. Es hat mich weiter getrieben die Liebe zu meinem, zu unserem schönen Berufe, einem Berufe, in dem zwar in der Regel keine goldenen Rcichtümer anzusammeln sind (Sehr richtig!), der aber den Berussgenossen reich belohnen kann durch das Bewußtsein, seinem Volke, der Kultur und anderen zu dienen. Zum Dritten — und das namentlich in der letzten Zeit — hat mich angetrieben das Verantwortlichkeitsgefühl, für unser niedergebrochenes Deutschland auch an meinem bescheidenen Teile wirken zu sollen was ich kann, und das habe ich insbesondere bei der Gründung der Abrechnungsgenofscnschaft getan. Meine Damen und Herren, es hat sich auf diese Weise allerdings ein innerer Drang ausgewirkt. Aber, meine verehrten Kollegen und Kolleginnen, das reicht nach meiner innersten Überzeugung nicht oder doch kaum aus für die Ehre, die Sie mir erwiesen haben. Doch cs ist nun einmal geschehen. Ich versichere Ihnen, daß Sie mir das größte Glück bereitet haben, welches einem Buchhändler an seinem Lebensabend zuteil werden kann, — Ich danke Ihnen, (Stürmischer Beifall,) Vorsitzender, Erster Vorsteher des Börsenvereins Max Röder (Mülheim, Ruhr): Meine Damen und Herren, wir stehen am Schluß unserer Tagung, Ich freue mich, daß wir in diesem Jahre so zeitig und so glatt mit unserer Tagesordnung zu Ende gekommen sind. Ich möchte nur noch einige Herren bitten, uns nachher in das Borstandszimmer zu begleiten, unk die Niederschrift zu voll ziehen. Wünscht sonst noch jemand irgend etwas vor die heutige Hauptversammlung zu bringen? Bernhard Hart mann (Elberfeld) (durch lebhafte Zwischenrufe aus der Versammlung zum Sprechen ausgefordert): Meine sehr verehrten Kollegen! Ich habe es allerdings seit fünf oder sechs Jahren übernommen, am Schluß einer Hauptversamm lung dem Vorstand den Dank der Versammlung zu übermitteln; ich habe aber geglaubt, es würde heute ein anderer an meiner Stelle, der ich allmählich alt geworden bin, das Wort nehmen. Da sich jedoch keiner gemeldet hat, so gestatten Sie mir, daß ich nun in Ihrem Namen noch einige Worte an den Vorstand richte. Meine sehr verehrten Herren Kollegen vom Vorstand! Sie haben in einer sehr schweren Zeit dieses Jahr in außerordent lich geschickter und großzügiger Weise die Geschäfte des Börsenvereins besorgt. Ich danke vor allem auch noch Herrn vr. Meiner dafür, daß er an Stelle des erkrankten Herrn vr, Siebeck zur rechten Zeit wieder in dieses Kollegium eingetreten ist. Vor allem aber möchte ich aus wirklich rein persönlichen Gründen meinem lieben alten Freunde, dem Ersten Vorsteher Max Röder meinen herz lichsten Dank und auch Ihrer aller Dank aussprechen (Bravo!), der heute zum ersten Male an dieser Stelle steht. Wir danken Herrn Max Röder, wir danken Ihnen allen für die Arbeit, die Sie für uns getan haben, und ich hoffe: wir werden uns im nächsten Jahre Wiedersehen, und ich werde dann auch wieder im Namen der Versammlung den Dank aussprechen dürfen. (Leb haftes Bravo und Händeklatschen.) Vorsitzender, Erster Vorsteher des Börsenvereins Max Röder (Mülheim, Ruhr): Meine Damen und Herren, ich danke für die anerkennenden Worte, die Herr Hartmann unter der Zustimmung der Versammlung an den Vorstand zu richten die Güte gehabt hat. Ich glaube, wir können von Vorstands wegen nicht besser darauf antworten, als daß wir Ihnen versprechen, auch in Zukunft nach bestem Wissen und Gewissen unsere Pflicht zu tun; denn nichts als unsere Pflicht haben wir erfüllt, und mit Freuden, Ich schließe die Versammlung, (Schluß der Sitzung 1 Uhr 25 Minuten.) Tagungdes Allgemeinen Deutschen Buchhand- lungsgehilfen-Derbandes auf Schloß Lobeda. Der Allgemeine Deutsche Buchhandlungsgehilfen-Verband (Fach- gruppe Buchhandel im D. H. V.), Sitz Leipzig, hatte für seine dies jährige 40. ordentliche Hauptversammlung Schloß Lobeda zu seinem Tagungsort gewählt. Dies erwies sich insofern als glücklich, als die Tagung von vielen Kollegen aus dem Reiche besucht war, die die Ge legenheit, ein reizvolles Stück Thüringer Landes kennen zu lernen, aus nützten. Am Sonnabend, dein 27. Juni, nachmittags '/s4 Uhr, wurde die Hauptversammlung von dem 1. Verbandsvorsitzenden, Herrn Richard H i n tz s ch c, i. Hse. Grehner L Schramm, Leipzig, eröffnet und die zahlreich Erschienenen, unter ihnen auch ein Mitglied der Verwaltung des D. H. V. Hamburg, herzlich begrüßt. Aus den sich anschließenden Berichten des Vorstandes und der Ge schäftsleitung ergab sich ein klares Bild davon, daß der A. D. B. V. trotz aller Absplitterungen, wie sie die Inflationszeit naturgemäß mit sich bringen mußte, gefestigt dasteht und im Bewußtsein der Buchhand luugsgehilfen fest verankert ist. Besonderer Anerkennung bedarf es, daß der Verband trotz des Zusammenbruches seiner Hilfskassen doch imstande ist, heute an gegen 700 Witwen und Invaliden vierteljährliche Unterstützungssätze auszuzahlen. Der Rechnungsbericht ergab die günstige Lage des Verbandes, er - wurde genehmigt und Entlastung erteilt. Der Hauptversammlung wurden zwei Entschließungen vorgelegt, die vom Geschäftsführer eingehend begründet wurden, sie sind im Aus zug im Bbl. Nr. 154 bereits bekanntgcgebcn worden. Abends VZ8 Uhr fand im Gasthof »Zum Bären« ein Geselligkeits abend statt, der, da viel innerer Frohsinn ihn belebte, sehr stimmungs voll verlief und dnrch allerlei Talente anwesender Mitglieder verschönt wurde. Auch Jenaer Kollegen nahmen mit ihren Damen an dem Ver lauf des Abends regen Anteil. Am Sonntag vormittag nahm die Hauptversammlung ihren Fort gang. Alte bewährte Mitglieder wurden zu den verschiedenen Ämtern wieder-, andere neu gewählt und den ausscheidenden Herren nilt war men Worten der Dank ausgesprochen. Als nächster Tagungsort wurde München gewählt gegen nur wenige Stimmen. Die Satzungsänderungen, meist nur redaktioneller Natur, wurden genehmigt. Das Schlußwort, gesprochen von dem Gauvorstehcr des D. H. V-, Hegewald-Leipzig, beendete die Tagung, die unter dem Zeichen stand deutsch fühlen, deutsch denken, deutsch handeln; erst dann kommen wir zu der Volksgemeinschaft, die wir brauchen. Am Montag, dem 20. Juni, wurde früh nach einführenden Worten des Leiters die B u ch h ä n d l e r w o ch e durch den 1. Vorsitzenden des j Verbandes eröffnet und dem Fach- und Fortbildnngskursus rechtes ; Gelingen gewünscht.
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