228, 29, September 1925. Künftig erscheinende Bücher. v»rs-nUatt s. d. Dtlchn. «llchh-vd-I. 14683 Kudolf h-resvev Der Lisch des Kapitäns So lautet der Titel -es neuen Buches des beliebten Autors, das im Oktober als Gegenstück zu seinem erfolgreichen „Oie Zimmer der Frau von Sonnenfels" in gleich geschmackvoller Ausstattung mit Umschlag und Ganzleinenband nach Entwurf von Professor Belwe, Leipzig, in unserem Verlag erscheinen wird. Ca. rv Bogen bestes holzfreies Papier Ladenpreis: (Sehestet 4.- / Gebunden L.80 Einzeln ^ ^L"/„/L0 gemischt ^ 40°/» Rabatt. Vorzugs-Angebot: Auf diese Anzeige vorausbestellte Exemplare mit -4L>o/o Rabatt! „Diese« Buch da»!' ich dem Meere. Ln jede seiner Geschichte rauschten bald leise, bald stürmischer der Wellenschlag der See. Oie Mittagssonne de« Frühlings lag wie flüssige« Sold aus den sernen, weißen Häuschen von Missingen, als Arabella lachend den überraschten Doltor küßte. Nie schweren grünen Westen der ungnädigen Biskaya ließen unser braves Schiff bedenklich stampsen und rollen, als der baumlange Ministerialdirektor, mit dem Monokel spielend, von dem unseligen Komma erzählte, das eine- kleinen Lehrers bescheidenes Leben beinah mit der Wucht eines Schicksal« ver nichtet hätte. Gibraltar« englische Zwingburg trotzte, kahl und drohend, nach Afrika« weißen Usern, als Peter panhuys, holländisch fluchend, den letzten Affen sing. Der Hasen von Genova la Superba war wohl für den helläugigen Mairosen im Mastkorb noch in Sicht, ai« der behäbige Konsul mit großer Sachlichkeit da« Ottochen zum Leben erweckte. Und die letzten Strahlen des majestätisch in die Fluten sinkenden Sonnenbastes schmeichelten um Elbas grauen Lnselseisen, als Herr von Hüttig, im Zorn noch Kavalier, die geheimnisvollen Memoiren der Madame de Brignol« aus dem eisernen Tresor riß . . . La, dieses Buch und aste«, was es erzählt, dank' Ich dem Meere! Und etwas von der Frische der Winde, di« über die Schaumkronen de« Atlantischen Ozeans kommen und die Flaggen tanzen lasten am Mast und mit den bunten Hemden des Maler« Lamprecht spielen, die der emsige Chinese zum Trocknen aufgehängt hat,- etwa« von der Munterkeit der springenden Delphine, die bei den Balearen unsere silberglitzernden Begleiter waren,- etwa« von dem sockenden Licht, da« aus den sernen Usern die Ruinen und Moscheen vergoldete, als das stolze Schiff durch die Säulen des Herkules in den »etlchcnhellen Lenz des Mittelmeere« glitt; etwa« von dem plötzlichen Ausblitzen ferner LeuchttSrme, wie vtrahlenwttzchen, durch die dunkelblaue Nacht,- etwa« von der Fröhlichkeit der Herzen, die solch geruhig« Fahrt wie eine auserlesene Himmelsgnadc in der Unrast des törichten Menschenlebens genießen,- etwas von all dem Freien, Gütigen, Beglückenden wünschte ich dieses Buche« lachenden Histörchen." Was der Dichter, dessen Bücher zu den gelesensten der neueren deutschen Literatur gehören und der mit seinem darin gebotenen goldenen Humor Hunderttausend« erfreute, in diesen liebenswürdigen Worten verspricht, wird in dem neuen Buche in reichstem Maße gehalten. Es ist eine ganz prächtige Gesellschaft, die sich auf dem schmucken Schiff des »Nord deutschen Lloyd" am Tisch des Kapitäns zusammenfindet, und es ist so amüsant, so lustig und oft so drastisch, was hier erzählt und erlebt wird, daß der Leser immer wieder laut loslacht, das Buch nicht aus der Hand läßt, bis er die letzte Seite umgeschlagen, bedauernd, daß die famose Fahrt vorbei ist, die auch ihm so viel fröhliche Stunden beschert hat. So find alle Voraussetzungen erfüllt, um das auch äußerlich wieder geschmackvoll und zugkräftig ausgestatte.e Buch zu einem Verkaufs-Schlager und Schaufenster-Artikel ersten Ranges zu machen. Es wird das tVeihriachts-Vuch des Sahres 192S werden Wir bitten um Verwendung. / Bestellzettel liegt bei. T Or. EvSler Co. S». G. in Berit« SLV. 68