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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 27.01.1925
- Strukturtyp
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- 1925-01-27
- Erscheinungsdatum
- 27.01.1925
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- Deutsch
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22. 27. Januar 1925. Fertig« Bücher. „Damit ist uns nicht geholfen. Warum laßt ihr das zu?" „Wart's ab. Dir wollen später wieder drüber reden, Ja also, was ist nun etg-ntllch, das dich meinen läßt, du würdest keinen p'atz bei uns fiad-n?" „3ch kann den Franzosen nicht lieben, und der Heiland hat gesagt.. petr„s unterbrach ihn „Geh dich da aus den Grenzstein. Ich will dir zwei berau»schicken, mit denen du ein Weilchen plaudern kannst, verweile lebe ich deine Abrechnung nach. Es sieht manches bei uns anders a»s wie drunten." Gr tra< in dos Tor zurück, und Bauer D-tlev setzte sich aus den Grenzstein unter dem Weoweiser. Nicht lanoe, so kamen zwei, von denen der eine bochgereckt ging und ein Bke^e war, indes sich der andere, weit kleinere aus einen Krückstock stützte und vornüber geneigt aina Der Kleinere bitte e'n paar Augen, wie sie Bauer in seiner s-lben Kürast'erunisorm aeseben. das war Bi«-marck. Der aber zuerst sprach, das war der Mein-re. „Kennt Gr mich?" fragte er. „Nen I^ mub aber an ein Bild denken, das ich als Junge in dem i^errn Pfarrer seiner Stube sah." „Was stand darunter?" „Hriederkkus Vex." „Der bin ich." Inl'es sah Petrus über sein Buch geneigt, und bald lächelte er. bald trabte er sich binter den Obren. „Oer Alte ist aus der falschen Fäbrte. Oas mit seinem Haste stimmt nicht. Davon fiebt nichts da Gr tut blök, ein übriges in ausrichtiger klebe ,u seinem Lande Das bat ibm den V-rstand ein bißchen verwirrt, sodaß er seinem Lande geboten Der alte Mann spürt, was von den anderen ablZust wie Veoenwaffer. die Stande seines Vaterlandes Nein, Detlev, daran bist du auf falschem Wese. Aber hier, du Trovs, da klebt, daß du den Harms Krause mit einem Schimmel übers Obr gehauen l'ast. und als du dem Strecker das Holz obka»sttest, hast du auch für d'ch nicht schlecht gemessen. Derlei Dinge stehen noch etliche da. Na, wollen seben." Gr ging schnurstracks zum Herraott. redete mit dem und kebrte lachend zurück. Grade sab er wie Bismarck dem Bauern die Hand aus die Schulter legte. „Detlev", sprach er, wem das <*»erz nlcht bricht. wenn er siebt, wie sein Volk Treue und Glauben und Ghre und Achtung vor sich selbst auf den Kehrichthaufen wirst, der ver. dient nicht, daß ihn eine Mutter gebar und ein Vater ibn er,og. Wer sein Genüssen einschläkert und aus dem Topfe, in dem seines Volkes Not siedet, sich die Fleischbrocken zu fsichen versteht der ist nicht wert, daß ihn seines Landes Aecker nähren. Der sein Vater« land hinwirft an die anderen wie einen obqenaqten Knochen vor die Hunde, den soll man an den Galgen hängen Ghre ober dem, der dreinzuschlagen bereit ist und bereit ist, Schmach und Schande ab,unaschen. Gr lebt und stürbe er darüber." Das verwirrte den Bauern so, daß er nicht sah, wie Petrus dem alten Fritz einen Wink gab. Der schob seinen rechten Arm unter des Bauern Linken, stützte sich selber mit der Linken fest auf den Krückstock und schritt aus. „Justament wie der Herr von Bis« marck, ko habe ich dazumal vor Leutben zu meinen Kerls aesprochen, und sie sind den Oesterreichern ans Leder gegangen, daß auch n cht eine Nabt heil oebli-ben ist " Indem er sprach, schritten sie vorwärts, und Bauer Detlev merkte erst, daß er im Himmel war. als ihn liebliches Getön begrüßte, und eine Helle ibn so stark blendete, -aß er die Augen schließen mi ßte. Da er sie wieder öffnete, stand sein Weib vor ihm und reichte ihm die Hand. „Willkommen im Himmel, Leopold." Der rieb sich die Augen. „Anna Dorothea, ich bin also wirk, lich im Himmel?" „Ja, Mann." Sie lächelte. „Gs sieht hier oben manches anders aus wie drunten." „Das scheint mir so. Aber wo sind denn die beiden anderen hingekommen?" „Der alte Fritz und der Herr von Bismarck?" „Ja. Ich habe doch eben noch mit ibnen gesprochen." „Gben?" Anna Dorothea lächelte wieder. „Oke stehen am Htmmelsfenster und leben hinab auf die Erde. Die deutschen Heere überschreiten den Bbein." Da schrie der Bauer förmlich aus. „Die deutschen Heere ziehn über den Vbein? So bald ist das gekommen? Das häite ich doch zu gern noch mit erlebt " Anna Dorothea lächelte stärker. „Warst du denn mit deinen achtziger, noch nicht alt genug?" „Schon, aber aus die paarTage wäre es doch nicht angekommen." „Da bist du im Irrtum." „Wie denn? Ich habe doch kaum ^0 Minuten mit dem alten König und dem Fürsten geredet., „Auf der Grde aber sind darüber etliche Iährlein vergangen." Detlev schüttelte den Kopf. „Und wir sehen über den Vheln?" „Ja. Und Deutschland wird wieder, wie es einst war. Stark und ehrenfest " „Anna Dorothea, jetzt glaube ich, daß ich im Himmel bin." 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