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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.04.1923
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1923-04-18
- Erscheinungsdatum
- 18.04.1923
- Sprache
- Deutsch
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Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Sprechsaal. X- 90, 18. April 1923. ist es erwünscht, zu wissen, welche Chefs durch einzelne Referate, Vorträge öder Leitung non Arbeitsgemeinschaften mithelfen wollen. Von der Gehilfenschaft bitten wir in erster Linie »m die Be teiligung jener, die von einer stark idealistischen Auffassung ihres Berufs getragen werden oder auch sonst -dem Geiste der Jugend bewegung uahestehen. Wir rechnen auf praktische Vorschläge aus ihrer Mitte für die Themen der Arbeitsgemeinschaften und für die Auswahl der Lehrenden sowie auf die Bereitschaft zu eigenen Referaten. Geplant sind zwei Kurse zu je 14 Tagen im August an geeigneten Punkten in Nord- und Westdeutschland, Mitteldeutschland und Slld- deutschland. Die geplante Benutzung von LandcrzichungSheimcn scheint sich nicht ermöglichen zu lassen. Es ist darum schon jetzt für jeden zukünftigen Teilnehmer der Zeitpunkt seines Sommerurlaubs recht zeitig fcstzulcgen. Für den Verlag: Eugen Diedcrichs, Jena. Für das Sortiment: L. Thclemann's Buchhandlung, Weimar. Für -den Norden und Westen: G. Lanzenberger, Hamburg. Für Mitteldeutschland: W. Lehmann (Deutsche Wandcrbuchhandlung), Leipzig. Für den Süden: Fr. von Rcchfcldcn , M ü n ch e n Schützt die Börsenvereins - Schlüsselzahl! Der Erhöhung der B.--V.-Schlüsselzahl folgen regelmäßig Ver- legererkläriingeu, die für sich, den früheren Stand der B.-V.-Sthlüssel- zahl belassen. Dieser Weg führt zum Chaos. ES ist für das Sortiment tech nisch unmöglich, bei jedem zu verkaufenden Buche die Schlüsselzahl prüfen zu lassen. Es schleichen sich Kehler ein, die eine ordentliche Preisbildung ausschließcn. Das Schlüsselzahl- und Grmidzahlsystei» hat nur dann Zweck, wenn alle Verleger die gleiche Schlüsselzahl haben. Richtig ist, wenn der Verleger für durch Erhöhung der Schlüssel zahl zu sehr verteuerte Werke die Grundzahl herabsetzt. Das Umzeichnen ist für das Sortiment das kleinere Übel und leicht durch führbar. Das Sortiment must erwarten, hast die Verleger im Interesse des Schutzes des Ladenpreises die einmal anerkannte Schlüsselzahl beibehaltcn und durchführen. Das Recht auf Grundpreis- ändcrung bleibt ihnen doch unbenommen. Scharnhorst. Die neue Steuer-Bilanz des Verlegers. Noch bin ich nicht im Besitz der Slcnerformularc, aber die Aus- sührungen, welche der Herr Kollege in Nr. 48 des Börsenblattes ge geben hat, lassen ahnen, welche Unsumme von Arbeit noch in den nächsten vierzehn Tagen geleistet werben must, um die Einschätzungen rechtzeitig scrtigzustcllen. Und das geht aus den Ausführungen doch klar hervor, daß die Art der Bewertung, wie sie die Steuerbehörde verlangt, für den Verlagsbuchhandel nach der Seite der Aufstellung sowohl wie nach der Seite der sich ergebenden Höhe des Steuerbetrags direkt unmöglich ist. Wie soll ich meine BcrlagSwerkc jetzt auf den Herstellungswert vom ZI. Dezember 1822 ausrechnen?! Bei jedem Berlage ist doch eine ganze Reihe von Werken, die man schon seit Jahr und Tag mit keinem Betrag mehr iu der Bilanz einsetzt, und diese sollen jetzt auf einmal als Millioncnobjekte in die Erscheinung treten! Bei großen Verlagen würde es sich gewiß hier um Milliarden handeln, und welche Steuerlast erwächst daraus! Man sollte de» Finanzämtern statt des Barbctrags entsprechende Mengen von Bücher» zur Verfügung stellen in dem Werte, wie er auf Grund der von der Steuerbehörde vorgeschriebcnen Basis errechnet ist. Sie mag dann sehen, wie sie aus den Büchern den Erlös erzielt. Jedensalls wäre eS dringend nötig, daß unsere Spitzenorgani sationen sich in den allernächsten Tagen mit diesen Fragen beschäftigen und dem Gcsamtbuchhauöcl Richtlincn geben, nach denen er seine Ein schätzungen vornehmen soll*). Ein Verleger. ») Die Ausstellung und öffentliche Erörterung derartiger Richt linien ist weder möglich noch ratsam. Jeder Fall muß individuell be handelt werden unter Berücksichtigung der bisherigen Bilanzierungs- methode. ES empfiehlt sich, in allen Zweiselssällen Steuers,ichver- ständige zu Rate zu ziehen. Solche zu benennen, ist die Geschäfts stelle des! Börsenvereins, soweit möglich, gern bereit, wie sic auch sonst zu sachdienlichen Auskünften zur Verfügung steht. Red. Ver1e«ersa,mrrzen. ES kommt in letzter Zeit häufig vor, daß kleine Reste von IM Mark, 288 Mark, aber auch nur 12 Mark — selbstverständlich Reste aus längstvergangencn Zeiten — durch Postscheckübeiwcisungrn beglichen werden. Run will eS manchmal der Zufall ober auch der schlechte Geschäftsgang, daß solche Zahlungen die einzigen des Tages sind, für die ich dann als österreichischer Verleger IM Mark an Porto zu zahlen habe. So hatte ich vor etwa vierzehn Tagen eine Einzcl- post mit 12 Mark, Anfang April eine solche mit 188 Mark, heute eine mit 145 Mark. Run kann es ja dem Sortimenter an sich gleichgültig sein, wieviel Spesen mir seine Zahlungen verursachen, wenn er aber ausrechnct, daß ja auch ihn die beträchtlichen Spesen für das Formular und die Überweisung treffen, so wird er sich vielleicht doch entschließen, solche kleine Zahlungen zusammcngesaßt dem Leipziger Kommissionär zu übergeben. Nicderdrückcndcr aber und den Beruf verleidend ist die traurige Tatsache, baß bisher noch kein Sortimenter aus eigenem Antriebe eS siir notwendig gehalten hat, den Verleger für durch sein« Schuld verzögerte Zahlungen zu entschädigen. So bekomme ich heute die be wußte Zahlung von 145 Mark für eine Sendung vom 2S. August 182 2 mit der kurzen Notiz: »Diese Sendung war versehentlich unter gebucht und in folgedessen nicht aufzusindcn. Wir bitten, das Versehen entschuldigen zu wollen.« So, das ist alles! Nun will ich einmal rechnen. Im August 1822 kaufte ich in Leipzig holzfreies Papier für 72 Mark das Kilo, erhielt also für 145 Mark etwa 2 Kilo. Heute verlangt man von mir 4888 Mark für bas Kilo, ich bekomme also für 145 Mark heute 36 Gramm Papier, oder den Säten Teil des Augustguantunis. Ich müßte also heute ca. 8888 Mark erhalten statt der tatsächlichen 145 Mark, die sich durch Portoabzug von IM Mark noch auf 45 Mark verringern. — Eine obcrstgerichtliche Entscheidung in Wien hat kürzlich die Haftbarkeit des Schuldners siir den Schaden, der aus seiner verzögerten Zahlung entsteht, fcstgcstellt. Das wird zweifellos auch in Deutschland cintrcten müssen; schöner wäre es allerdings, wenn der Buchhändler auch ohne gerichtlichen Zwang es als selbstverständlich betrachten würde, dem Verleger den Schaden zu ersetzen, der aus der verspäteten Zahlung erwächst. Ihn selbst trifft keine Schädigung. Hat er die Ware früher verkauft, so geschah das zu einem besseren Gelbe, für das er mehr einkanfen konnte. Ist die Ware noch unverkauft, so wird sie zur Schlüsselzahl des Berkaufstages berechnet. Ter einzig Leidtragende ist immer der Verleger! Die Bilanz vom 81. Dezember 1822 zeigt mit er- schrgckcnbcr Deutlichkeit, daß durch die Kursverluste infolge säumiger Zahlung selbst die buchmäßigen, ln Wirklichkeit jedoch ule existierenden hohen Gewinne verschwunden sind. 11. April 192Z. DerLeid tragende. Bestellfristen! Breunung. Der Versand (vgl. Bbl. Nr. 81) der zur Ansicht bestellten Probeformulare ist erfolgt. Die große Nachfrage (etwa 7M.aus allen Gegenden Deutschlands und des Auslands von allen Firmen, großen und kleinen) zeigt die Sehnsucht und die Notwendigkeit, vom Bestell buch loszukoinmcn. Wer das System noch kennen lernen will, kann meine Formulare noch erhalten. Außer den vielen Anfragen sind mir in liebenswürdiger Weise von verschiedenen Kollegen Probc- formnlare ihres Systems zugcstellt worden. Diese zeigen einen Fortschritt gegen das alte Bestellbuch, sind aber' alle nur Etappen auf dem Wege zur Vollendung. Ich danke an dieser Stelle dafür und sende allen mein Probeexemplar. Mein System hat neben allen Vorzügen noch den der Billigkeit und der größten Beweglichkeit. Ein fach bis zur Grenze; dabei allerhöchste Zuverlässigkeit. Ein falsches Bestellen ist miler Garantie unmöglich, denn der Kunde kontrolliert die herausgeschricbene Bestellung. Mit einem Ar- beitsgang wird Bestellzettel an den Verleger, Aiifiiahmezettel und Knnöenrechnung herausgeschrieben. Nein äußerlich zeigt mein System sofort das Alter der aufgegebcnen Bestellung. Mechanisch zeigt cs, wann reklamiert werden muß. Wie überhaupt alles bei meinem System daraus hinausgeht: Zeit, Geld und Nerven zu sparen. In größter Eile scheint ein Karteivcrlag ein System heraus gebracht zu haben; das aber nichts weiter ist als ein im Anfangs- stadium stcheiigcblicbciier Versuch. Es steht ungesähr aus der Stufe, auf die ich mein Werk im Sommer vorigen Jahres gebracht hatte. Seitdem sind aber gewaltige Verbesserungen und grundlegende Ver änderungen vorgciioniincii worden. Mein System ist zum Gebrauchs musterschutz «ngemclöet, und alle Formulare sind geschützt. Eislcbcn, den 14. April 182Z. Albert Breunung. Ber-utuwitl Redakteur: RtchardAliertt. — B-rlaa: De« BSrseuveretu der Deutschen Buchliäudler >u Letmta, Deutsches »uchkäudlerbauS. Druck: Ramm » S-em-uu. Sämtlich tu Leimt». — Äd resse bei Redaktion uni Lxpedtttou: Leimig, Gerichts«,-, SS (BuchbändterhaiiSI 520
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