S6, 7. Mürz 1923. Fertige Bücher. »Srl-»bl»u >. d. Mich». «»chch»»«-I. i ggg uk 7 ^IbL OLI? PK2582 über unsere Romane 0^8 Roman eines Aufstiegs von Alfons Pe tz o l d 7 (geft. 27. 1. 1923) In seinem Roman hat Petzold ausführlich geschildert, wie aus dem Elend seiner Eltern seine Not, aus ihrem kargen Glück sein Reinstes und Süßestes wuchs, wie das rauhe Leben den Knaben dem Paradies der Kindheit entriß und auf die wunden Knie zwang. An einer Stelle heißt es: „Ich habe einmal den Himmel meiner Menschheit nachtschwarz nnd dann wieder rot voll Feuer gesehen, und zwar jahrzehntelang. Und würde ich tausend Jahre alt werden, nie könnte ich zum Beispiel das furchtbare Bettelleut-Sterben meiner Eltern vergessen; der Vater in mittelalterlichem Zwange eines Siechenhauses verkommend, die Mutter auf der Straße beinahe vor Hunger sterbend." Diese zwei Toten haben rechts und links an seinem Schreibtisch gestanden nnd ihm die Feder ge führt — so ist ein Werderoman von ergreifender Tragik entstanden. „Tägliche Rundschau, Berlin." Ein romanhaftes, romantisches Leben. Wildromantisch. Was hier nicht etwa fesselnd, schön, be geisternd heißen soll. Denn dies Buch ist das Erlebnis des Armen. Bis zur Obdachlosigkeit, die er in den Kanalröhren Wiens fristet, fällt die Kurve dieses Schicksals eines Menschen, der heute ein anerkannter Poet ist. „Magdeburgische Zeitung" Ein Sohn der Wiener Vorstadt schildert hier mit schlichter Wahrheit seinen trüben Lebensgang bis zu dem Augenblick seiner Entdeckung als Dichter und gleichzeitig seiner Überführung in die Lungenheilstätte. Ohne Sentimentalität und darum doppelt ergreifend wirkt diese Selbstbiographie mit ihren buntwechselnden Schicksalen tatsächlich wie ein Roman. „Neue Freie Presse, Wien" m Pappband M Z.— / Schlüsselzahl 1500 / Vorzugsangebot ans dem Bestellzettel m