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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.01.1928
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1928-01-07
- Erscheinungsdatum
- 07.01.1928
- Sprache
- Deutsch
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1928
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MsMMMmDrMckmVlMaM Nr. 8 (R. 3). Leipzig, Sonnabend den 7. Januar 1828, 85. Jahrgang. Redaktioneller TA Bekanntmachung. Die Mitglieder werden hiermit gebeten, den Mitgllcdsbeitrag von 17.58 Mark für das erste Halbjahr 1928 (Januar—Juni) auf unser Postscheckkonto 13 483 oder durch Kommissionär spä testens bis zum 31. Januar 1828 zu überweisen. Bei den Zahlungen bitten wir stets anzugeben: Betr. M. B. 1. Halbjahr. Vorauszahlung des Mitg l i edsbeitrags für das ganze Jahr 1928 (35.— Mark) ist er wünscht. Nachforderung auf Grund etwa späterer satzungsgemäß ein geführter Erhöhung des Beitrags bleibt Vorbehalten. Den Mitgliedsbeitrag derjenigen Mitglieder, die bisher durch Kommissionär oder über die BAG gezahlt haben, werden wir auch weiter aus diesem Wege einziehen. Wir bitten die Mitglieder wiederholt, durch baldige direkte Zahlung oder recht zeitige Anweisung ihres Kommissionärs zur Abkürzung des Inkassoverfahrens mit bei- z u t r a g e n. Wir weisen darauf hin, daß bei nicht rechtzeitiger Zahlung des Beitrags das Mitglied alle durch das Mahnverfahren ent stehenden Kosten zu tragen hat; auch sind die durch die erneute Postüberweisung des Börsenblattes entstehenden Postgebühren zu entrichten. Leipzig, den 6. Januar 1928. Geschäftsstelle des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. vr. Heß, Generaldirektor. Ausblick. Von vr. A. Heß. Mit den Betrachtungen wirtschaftlicher Art anläßlich der Jahreswende in Fachzeitschriften und in der Tagespresse wird ein doppeltes Ziel verfolgt: einen überblick über die Etappen des vergangenen Jahres zu geben und aus dem Fazit dieser Entwicklung einen Ausblick in die Zukunft, wenn auch nur in die allernächste, zu gewinnen. Freilich ist allenthalben dabei zu beobachten, wie schwierig es ist, den Schleier der Zukunft zu lüsten. Die Ansichten und Mutmaßungen weisen die verschieden sten Schattierungen auf, je nach der Einstellung und wohl auch der Veranlagung des Propheten: Der Optimist mischt freudigere Farben in seine Palette als der Pessimist. Auf jeden Fall kann es sich immer nur um subjektive Betrachtungen handeln; als solche sollen und dürfen auch nur die nachstehenden Ausfüh rungen angesehen und gewertet werden. Bon Betrachtungen allgemeinwirtschaftlicher Art sehen sie ab. Sie beschränken sich auf rein buchhändlerische Fragen. In soweit ist es aber durchaus möglich, eine Reihe von Aufgaben, die im nächsten Jahr in der Tätigkeit der Organisation eine besondere Rolle spielen werden, zu beleuchten. Dabei handelt es sich durchaus um eine Weiterentwicklung und um ein ÄN- knüpfen an die Tätigkeit des vergangenen Jahres. Was an völlig neuen Problemen im Schoße der Zukunft verborgen ist, bleibt dem suchenden Blick verborgen; für diese gilt nur, bereit und gerüstet zu sein, die Hoffnung und den Mut zu haben, kommenden Schwierigkeiten zu begegnen und ihrer Herr zu werden. Im Vordergrund steht als eine der wesentlichsten Ausgaben, die das Hauptthema der nächsten Kantatcversammlung bilden wird, die Satzungsreform oder, um es Präziser auszudrücken, die Neuorganisation; denn um eine solche handelt es sich, nicht um eine Reform im eigentlichen Sinne. Es gilt nicht, den Börsenverein an Haupt und Gliedern zu reformieren. Sein Zweck, die Arbeitsgemeinschaft des orga nisierten deutschen Buchhandels zu sein, bleibt unangetastet. Es läßt sich sogar behaupten, daß mit der Neuorganisation ange strebt wird, in noch besserer Form als bisher diesem Zweck zu dienen. Denn wenn es gelingt, die Fachvereine näher an den Börsenverein heranzusühren und rationelles Zusammenarbeiten zwischen den Organisationen zu gewährleisten, so wird gerade dadurch eine Arbeitsgemeinschaft in idealstem Sinne geschassen. Wird aber andrerseits auf gewissen Gebieten eine Arbeits teilung zwischen Börsenverein und Fachvereinen erzielt, so bedeutet das ebenfalls keine Zweckänderung, sondern lediglich eine Verschiebung des Tätigkeitsseldes. Dabei kann es sich aller dings doch wohl nur um eine Weiterentwicklung auf empi rischem Wege handeln, mit der angestrebt wird, die in der Ver gangenheit oft zu beobachtende Doppelarbeit zu beseitigen. Es wird kaum einen zweiten Gewecbezweig geben, der so vielfältig organisiert ist wie der deutsche Buchhandel. Man spricht vielleicht nicht zu Unrecht von seiner Überorganisation. Die Neuorganisation des Börsenvereins ist nicht als ein Heil mittel dagegen gedacht, etwa in der Form, daß nun einfach dieser oder jener buchhändlerische Zusammenschluß als aufge hoben zu betrachten wäre. Jede Bereinigung ist autonom, sie kann nicht durch Diktat einfach zur Auflösung gebracht werden. Wohl aber strebt die Neuregelung an, durch den Zusammenschluß zu rationalisieren und an Stelle des Nebeneinander das Mitein ander zu setzen. Auch die Tätigkeit der Kreisvereine wird nicht unberührt bleiben. Die Befürchtungen, daß sich die Neuordnung für sie nur zu einer Verkümmerung ihrer Rechte ausgestalten könne, werden sich nicht bewahrheiten. Wohl aber geht es auch bei ihnen um eine schärfere Abgrenzung der Arbeitsgebiete, als sie bisher bestand. Damit wird hoffentlich auch die Quelle oft recht unliebsamer, aus jeden Fall aber unnötige Arbeit verursachen der Kompetenzstreitigkeiten verstopft. Es wird somit durch die Neuorganisation keineswegs nur eine Stärkung und Machterweiterung des Börsenvereins selbst angestrebt, — eine Meinung, die schon vereinzelt geäußert wor den ist. Vielleicht läßt sich sogar die Auffassung vertreten, daß gerade das Gegenteil eintreten und eine Schwächung der Spitzen organisation die Folge der Neuordnung sein könnte. Erst die Zukunst wird entscheiden, ob das eine oder das andere der Fall sein wird. Das erwünschte Ziel ist jedenfalls Zusammen fassung, Zentralisation auf der einen, Arbeitsteilung, Dezen tralisation auf der anderen Seite. Am klarsten tritt dieses Be- 25
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