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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.10.1923
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1923-10-30
- Erscheinungsdatum
- 30.10.1923
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- Deutsch
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.x; 254, 30. Oktober 1923. Redaktioneller Teil. «SrseublaU s. d. Dtschn. vuchhauvel. 7487 selzahlen stützen sich also nicht auf Material- und Lohnnotierungen im einzelnen, wie das bei der Berechnung der gewöhnlichen Multiplika toren der Fall ist, sondern sie bestehen zunächst ans nur zwei Sum- manden: Valuta und Nvnvaluta, was durch eine hübsche Formel ver anschaulicht wird. Praktisch jedoch nicht so ganz einfach, wie Wichcrt sich das denkt, scheint mir dabei die Feststellung des prozentualen An teiles der verschiedenen »Substanzen« an diesen beiden Ursubstanzen; auch der nur in der Idee vorhandene Begriff der »Notierung der Non valuta« bereitet Schwierigkeiten, die Wichcrt selbst erkennt. Doch ist hier nicht der Ort, darauf näher einzugehcn. Hermann Gassert, Diplomkaufmann, München. meine Mineuungen. Die Schlüsselzahl des Buchhandels beträgt auch für den 29. und 30. Oktober unverändert 16 Milliarden. Die Tabellen mit Ladenpreisen nach der Schlüsselzahl des Buchh. gelangen infolge der veränderten Verhältnisse bei den sehr beträcht lichen Unkosten, die dabei entstehen würden, vorläufig nicht mehr zum Abdruck. Schlüsselzahl des Deutschen Buchdrucker-Vereins: 700 000000. ab 27. Okt. 1923: bisher: 23 594 Mill. 20 218 Mill. Gültig ab 27. Oktober 1923. Formulare und Akzidenzen Kataloge, Preislisten und Truckarbeiten Werke, Zeitschriften und regelmäßig erscheinende sowie Zeitungen Qualitätsarbeiten Buchbinderarbeiten größere sonstige Blätter 22 294 Mill. 19 104 Mill. 21407 Mill. 24 769 Mill. 23 594 Mill. 18 344 Mill. 21 224 Mill. 20 218 Mill. Bekanntgemacht unterm 26. Oktober 1923. Feiertage im Freistaat Sachsen. — Der 31. Oktober (N ef 0 rma - tivnsfcst) und der 9. November (N e v 0 l n t i 0 n s t a g) sind in Sachsen gesetzliche Feiertage! Es gelten also an diesen Tagen die Vor schriften über die Sonntagsruhe, und deshalb sind, wie wir schon m Nr. 244 des Bbl. hinsichtlich des Reformationsfestes mitgetcilt haben, an beiden Tagen in Leipzig sämtliche Geschäfte geschlossen. Postgebühren. — Die Tabelle mit den zum 1. November festge setzteil Gebühren war bereits im Druck, als bckanntgcgeben wurde, daß unter dem Zwange der Geldentwertung das Neichspostministerium sich genötigt sieht, diese Gebühren verdoppeln zu müssen. Der einfache Fernbrief kostet demnach vom 1. November an 1 0 0 Mil- l i o n e n , die F e r n p o st k a r t e 40 Millionen, der Bücher- z e t t e l 2 0 M i l l i o n e n M a r k. Da zum 5. November weitere voraussichtlich sehr beträchtliche Erhöhungen angekündigt sind, sehen wir vorläufig davon ab, eine Tabelle der Postgebühren heraüs- zngeben. Sobald die Gewißheit besteht, daß die Gebühren wieder einmal längere Zeit Gültigkeit haben, werden wir unsere Tabelle wieder erscheinen lassen. Gleichzeitig wird vom 1. November an die Schlüsselzahl für die Fernsprechgebühr auf 3 Milliarden erhöht. Danach kostet von diesem Zeitpunkten ein Ortsgespräch 1 Vs Mil liarden Mark. PostanweisungSverkchr mit den Vereinigten Staaten von Amerika. — Am 1. November wird der Postanwcisungsverkehr mit den Vereinigten Staaten von Amerika nebst ihren Besitzungen, aus genommen die Kanalzone von Panama und die Philippinen, wieder ausgenommen. Die Postanweisungen sind in beiden Richtungen in amerikanischen Dollars und Cents auZzustellcn; Meistbetrag 100 Dollar. Neue Erhöhung der Eisenbahntarife. (Zuletzt Bbl. Nr. 252.) Vom 29. Oktober an werden die Schlüsselzahlen für die Eisen- bahutarife im Personenverkehr 6 Milliarden, im Güter verkehr 12 Milliarden betragen. Goldmarkrcchnung bei der Reichsbahn. - Infolge des Nieder gangs der Papicrmark und der zunehmenden Umstellung der deut schen Wirtschaft auf Goldmarkrcchnung wird auch die deutsche Reichs bahn zum 1. November 1 923 im Personen-, Güter- und Gepäck verkehr zum Goldrechnnngstarif übergehen. Die bisherigen Grund zahlen, die'durch Vervielfachung mit der Schlüsselzahl den zu er legenden Papiermarkbctrag ergaben, werden auch künftig der Tarif- berechnnng zugrundegelcgt, nur mit dem Unterschiede, daß die Ver vielfachung mit dem jeweiligen Kurse der Goldmark erfolgt. Der Umrechnungskurs der Goldrechnungsmark in Papiermark wird täglich auf Grund des amtlichen Dollarkurses an der Berliner Börse fest gesetzt und den Eisenbahndienststellen telegraphisch mitgetcilt. Dieser auf Milliarden abzurundende Umrechnungskurs wird am nächsten Tage für die Umrechnung der Goldtarifsätzc in Papicrmark angc- wendet. Die Ausgabe der Zwischenscheinc der Goldanlcihe. — Aus Berlin wird gemeldet: Mit der Ausgabe der Zwischenscheine der Gold anleihe, die über V.v, '/s, und ^ Dollar lauten, ist in Berlin bereits begonnen worden. Es wird versichert, daß gleichzeitig betracht liche Beträge in die Provinz abgchen werden. Natürlich genügen die bisher ausgcgebenen Zwischenscheinc bei weitem nicht für den Bedarf der Geschäftswelt. Außer den Zwischenscheinen der Goldanleihe geht der Truck der eigentlichen Goldanleihestücke zu 1, 2 und 5 Dollar in verstärktem Tempo weiter, und schließlich ist auch die Prägung der Münzen für das Nentengeld sowie des Papierrenten geldes in vollem Gange. Es werden 1-, 2-, 5-, 10- und 50-Nenten- Pseunigstticke geprägt und fiir die größeren Werte Papierrentenscheine gedruckt. Darüber hinaus bleibt aber die Papiermark allgemeines Zahlungsmittel, sodaß die Zahlungsmittelkalamität schon in den nächsten Tagen behoben sein würde. Erhöhung der Vcrsichcrungspflichtgrcnze in der Angestellten- vcrsichcrung. — Unter dem 26l Oktober 1923 wurde mit Wirkung vom 1. Oktober an folgende neue (zwölfte) Verordnung bekanntge geben: Voraussetzung der Versicherung nach 8 1 des Versicherungsgcsctzcs fiir Angestellte ist, daß der Jahresarbeitsverdienst im unbesetzten Gebiet 6,6 Billionen Mark, im alt- und neubesetzten Gebiet und in dem Gebiet, in dem besondere Vorschriften für die Erwerbslosen- sürsorge gelten, 8,2 Billionen Mark nicht übersteigt. Der neue Steuerabzug vom Arbeitslohn. — Tie Vcrhältniszahl. mit der die in der zweiten Septcmberhälste in Geltung gewesenen Ermäßigungen beim Steuerabzug vom Arbeitslohn zu vervielfachen sind, beträgt für die Zeit vom 2 8. Oktober bis zum 3. No vember 6 0 00. Unter Zugrundelegung dieser Verhältniszahl er geben sich für die Woche vom 28. Oktober bis 3. November folgende Ermäßigungen: für Steuerpflichtige und Ehefrau je 1036 800 000 Mk., für jedes minderjährige Kind 6 912 000 000 Mk., für Werbungskosten 8 640 000 000 Mk. Ter im Wege des Steuerabzugs einznbehaltende Betrag ist in allen Fällen ans volle Millionen Mark nach unten abzurunden. Rheinische Literatur- und Buchwoche. — In dem so überschriebenen Artikel im Börsenblatt Nr. 242 hat bei Aufzählung der rheinischen Alitoren der Dichter Wilhelm Schmidtbonn ein falsches Epitheton er halten. Es sollte heißen: der st a r k s i n n i g e Wilhelm S ch m i d t b o n n. Außerdem ist irrtümlicherweise der Privatdozent Iir. Bücken in einen Büchner verwandelt worden. Die nächste Tex.tnummcr des Börsenblattes wird nicht, wie üblich, ! Donnerstag, den 1. November, sondern Sonnabend, den 3. N o - v c m bcr erscheinen und wird die sonst am Donnerstag fälligen Listen: »Wöchentliche Übersicht über geschäftliche Einrichtungen und Verände rungen« und »Fiir die buchhändlerische Fachbiblivthek« enthalten. PersrnilllliMWeii. 70. Geburtstag. - Ein im Leipziger Buch- und namentlich Musi kalienhandcl sehr bekannter, beliebter und angesehener Kollege, Herr I M a x M e r s e b u r g c r in Leipzig, vollendet am 30. Oktober sein 70. Lebensjahr. Er ist ein Sohn des Portraitmalers und späteren Mnsikalienverlegers Otto Merseburger (1822—1898) und hatte sich an fangs nicht dem Beruf des Musikalienhändlers, sondern dem des See manns zngewandt. Er hatte auch schon eine Reise nach Amerika unter nommen, als beginnende Kurzsichtigkeit ihn zwang, den ersehnten Le- I bcusbcrnf aufzugeben. Voller Wanderlust unternahm er nun zunächst eine große Fußreise nach Italien und bekleidete darauf verschiedene Stellungen, n. a. hat er 6 Jahre lang bei Otto Spanier in Leipzig im Hcrstcllnngs- und Illnstrationswesen gearbeitet. Sodann trat er in ^ das 1849 gegründete Mnsikalicnvcrlagsgeschäst Earl Merseburger ein, das sein oben erwähnter Vater Otto Merseburger leitete. Max Merseburger hat das Geschäft später als Prokurist für die Mer^ I sebnrgerschen Erben jahrzehntelang erfolgreich geleitet, bis er cs am I 1. Februar 1900 in Gemeinschaft mit seinem Vetter, Herrn Georg Mcr- 1000'
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