X- 10, 12, Januar 1923. Fertige Bücher. Börsenblatt s. d. Dtschn. Buchhandel. 287 Unbegreiflich ist es, dap zur Weihnachtszeit von klolo Dss illustrisrts kriclsricur - ksx - kuck in vielen Sortimcntshanblungen entweder überhaupt nicht zu haben oder sofort ausverkauft und dann nicht rechtzeitig nachcrgänzt war. Sonderbarerweise gerade in Süddcutschland — mit München an dcr Spiye—, wo Buch und Film ihre wärmsten Anhänger gefunden haben. Es ist kein Wunder, dafi das Publikum dem Buchhandel nicht daS frühere Vertrauen entgegenbringcn kann, wenn es durch die sorgfältige Vorbereitung in der Tagespressc auf eine so wichtige Erscheinung wie diese aufmerksam gemacht und dann im Buchladen nicht mit der Promptheit bedient wird, die es bei jedem andere» Handelszweig findet. Hier eine kleine Auswahl der Presse-Urteile: und den packenden, kraftüberströmenöen Schilderungen der Gestalt des grossen Fridericus Rex durch einen unserer bedeutendsten Dichter sei an dieser Stelle gedankt. Gs ist ein Buch für die deutsche Jugend, wie man es selten findet, das einen Grossen unseres Volkes und das rosse Geschehen um ihn her zeichnet in einer Art, die über Schilderung inauswächst, die Grieben ist und neuen Glauben gibt an die Zukunft unseres Vaterlandes! Lch wünschte der schaffenden deutschen Zugend Werk." (Hans Molff in der „Zeit", Berlin) „. : . Gs ist daher nur zu begrüssen, dass wir Art und Wesen dieses vorgeblichen Fridericus-Skandalfilms nun noch einmal an Hand einer Bildformates recht gut zur Wiedergabe gebracht worden. Man wird mit Interesse die Aufnahme des Büchleins im Publikum verfolgen und eine wünschenswerte Reform der Filmschriftstellerei nach diesem be in den beiden radikalen Sägern jedoch eine ernste Lehre geben soll. Politisch Lied ist bekanntlich ein Garstig Lied, politische Filme sind aber noch weit garstiger. (Marcello Rogge in der „Liga", Berlin) . . Vom Umschlagbild (dem friderizianischen Grenadier von Paul Scheurich) bis zur letzten Seite liegt das Buch aus einem Guss vor, wird es von einer rhythmischen Symmetrie überherrscht, die, beginnend in der Wahl des Formates, der Schrift und des Satzbildes, fortfliesst in den öreiunözwanzig textergänzenden Zllustrationen, in ihren bild nisecht öurchwerteten Ausschnitten, in ihrer Tönung und insbesondere in den ihnen unterlegten Schrifttexten, mit denen ein bisher Unbe- kannter, Heinz Battke, in die Reihe der besten Buchkünstler zu treten berufen erscheint.. . Lch bin durchaus der Meinung, dass durch diesen dass durch das Fridericus-Rex-Buck Sehnen nach mehr, nach dem Worte, nach dem Siteraturwerk zurück entsteht. Gin Grfolg, der in seinem Ursprünge derü Film zu verdanken wäre." („Der Tag", Berlin) nicht nur seinen Zweck, die Gindrücke des Films dauernd zu gestalten, zu erfüllen, sondern darüber hinaus in unseren Tagen ein deutsches Trost- und Grinnerungsbuch zu werden!" (HanS Merbach in der „Mitteldeutschen Zeitung". Erfurt) „... Schwungvolle Szenen, fortreissenö geschrieben und hineindringend in die feurigen Ereignisse, in denen Alt-Preussen geschmiedet wurde. Die Abbildungen geben die wichtigsten Darstellungen des Fribericus- Rex-Films wieder, in sehr schöner Ausführung, schon an sich eine gute Ldee, um dauernd festzuhalten, was Millionen bewegt und erhoben hat." (Paul Lindenberg in der „Berliner Börsen-Aeitung") Derartige Urteile liegen aus allen Teilen des Reiches zu Dutzenden vor und sind auch^in den kommen den Monaten zu erwarten. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich genügend einzudecken, denn in Kürze tritt auch die zweite Hälfte des grossen Filmwerkes ihren Zug über die deutschen Lichtspieltheater an und wird wie die erste selbst in der kleinsten Stadt zu sehen sein. Krundzahl seit 1. ds. gesenkt auf 3— dagegen jetzt wieder jeweilige Schlüsselzahl bes B.-D. Bezugsbedingungen so günstig wie bisher, sieh« Vsrlsg vsn V. 1. k^Srlins - SsrNn