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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.12.1922
- Strukturtyp
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- 1922-12-14
- Erscheinungsdatum
- 14.12.1922
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- Deutsch
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290, 14. Dezember 1922. Redaktioneller Teil. Beginn einer neuen Bezugszeit genau übersehen läßt, für wie viel Stücke neben der Zeitungsgebühr noch Bestellgeld zu ver-j rechnen ist. ! Die Verleger müssen sich künftig bei der Verabredung mit dem Bezieher gemäß Punkt 5 b der Zeitungsvertriebserklärung besonders auch darüber vergewissern, ob die als Abholer ange- meldelen Bezieher die Zeitungen tatsächlich abholen werden, und ob die als Abholungsort bezeichnete Postanstalt oder Posthilssstclle sich überhaupt mit der Ausgabe von Zeitungen befaßt. Anträgen der Verleger oder der Bezieher, ursprünglich zur Abholung bestimmte Verlagsstücke später zur Abtragung anmelden und das Bestellgeld nachträg lich entrichten zu dürfen, kann nicht entsprochen werden. 3. Soll eine Zeitung im Laufe der Bezugszeit an eine andere Post anstalt überwiesen werden, so ist in dem überweisungsschrei- ben anzugeben, ob das Bestellgeld bezahlt ist oder nicht. 4. Vorausbezahltes Bestellgeld für Verlags-stücke wird nicht er stattet. 5. u. 6. betreffen Vorschriften für den inneren Postdicnst betr. Vereinnahmung und Verbuchung des Zeitungsbestcllgeldcs. 7. Besonders wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß mit der Wicbereinsührinng des Zeitungsbestellgeldes die Vergütungen an die Bezieher und an die Verleger für die von ihnen in fünf oder mehr Stücken zur Abholung bei der Post bestellten und angcmeldetcn Zeitungen wegfallen. 8. Die Verlags-Postanstalten haben die Verleger von den für sie in Frage kommenden Änderungen sogleich zu verständigen. Umfang des Postscheckverkehrs im Deutschen Reich. — Zahl der Postscheckkunden Ende Oktober 882 419, Zahl der Postscheckkunden Ende September 865 831, mithin Zugang im Oktober 46 588. Auf den Konten sind im Oktober ausgeführt 24 705 000 Gutschriften über 569 655 000 000 Mk., 18 550 000 Lastschriften über 552 629 000 000 Mk., Umsatz 43 255 000 Buchungen über 1 122 284 000 000 Mk., davon sind bargeldlos beglichen 966 396 000 000 Mk. Durchschnittliches Guthaben der Post scheckkunden im Oktober 64 670 000 000 Mk. Versendung von Briessendnngcn mit zollpflichtigem Inhalt nach Lettland. — Fortgesetzt werden zahlreiche Briessendungen (Briefe, Drucksachen, Geschäftspapiere und Warenproben) nach Lettland versandt, die zollpflichtige Gegenstände, oft in erheblichen Mengen, enthalten. Ta in Lettland die Einfuhr von zollpflichtigen Gegenständen mit der Brief post verboten ist, werden die Sendungen von der lettischen Postver waltung zurückgewiesen. Um die Absender vor Schaden zu bewahren, wird hiermit daraus aufmerksam gemacht, daß nach Lettland zollpflich tige Gegenstände bei Versendung mit der Post nur in Postpaketen verschickt werden dürfen. Postwertzeichen-Versteigerung des Reichspostministcrinms. — Das Neichspostministerium versteigert zugunsten der Neichskasse vom 18.— 2 0. Dezember in Berlin im großen Saal des Kllnstlcrhauses, Bellevuestraße 3 (am Potsdamer Platz), gebrauchte Brief marken von Bayern und dem Auslande (Griechenland, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Türkei), sowie unge brauchte Postwertzeichen der deutschen Kolonie K a m erun (Briefmarken, Postkarten und Markcnhestchen der Schiffs- zcichnung mit und ohne Wasserzeichen). Die Verkaufslose sind so ge bildet, daß sowohl Sammler wie kleine und große Händler ihren Bedarf decken können. Um die Beteiligung an der Versteigerung zu erleichtern, werden schriftliche S t e i g e r u n g s a u f t r ä g e entgegengenommen und kostenfrei ausgeführt. Die gebrauchten Briefmarken, die aus erledigten Paketkarten ausgeschnitten find, werden später nur insoweit freihändig zum Ver kauf gestellt, als etwa Bestände davon bei der Versteigerung nicht ab gesetzt werden. Kausliebhabern der gebrauchten Marken wird daher geraten, ihren Bedarf bei der öffentlichen Versteigerung unter Um ständen durch Stellung eines schriftlichen Steigerungsauftrags zu be friedigen. Alles Nähere über die Versteigerung enthalten die Ver kaufsbedingungen mit dem Losverzeichnis, die bei jeder Postanstalt ein- gcsehen werden können, außerdem auf Verlangen von der Postamt lichen Verwertungsstelle für Sammlermarkcn in Berlin W. 66, Neichs postministerium, gebührenfrei zugesandt werden. Earl Flcmming K E. T. Wiskott A.-G. für Verlag und Kunst druck, Glogau. — Die Generalversammlung genehmigte den Jahres abschluß 1921/22, welcher einen Betriebsüberschnß von 516 084 Mark anfweist, von welchem 12°/, Dividende verteilt werden sollen. Neu in den Aufsichtsrat wurde gewählt Rudolf Ullstein, Berlin. Es wurde beschlossen, das Aktienkapital um 7 auf 13 Mill. Mark zu erhöhen durch Ausgabe von 6 Mill. Mark Stamm- und 1 Mill. Mark Vorzugsaktien mit zehnfachem Stimmrecht. Die Modalitäten der Kapi- talscrhöhung werden dem Vorstand und Aufsichtsrat überlassen. Zur Verpflichtung des Steuerpflichtigen, die Prüfung seiner Ge schäftsbücher durch Steucrbeamte in den Geschäftsräumen und in den üblichen Geschäftsstundcn vornehmen zu lassen. — Nach § 162 Abs. 9 der Neichsabgabenordnung kann das Finanzamt prüfen, ob die von dem Steuerpflichtigen zu führenden Bücher und Aufzeichnungen vorschrifts mäßig geführt werden. Es kann weiter gemäß § 198 a. a. O. seinen Beamten beauftragen, die Geschäftsräume des Steuerpflichtigen in den üblichen Geschäftsstunden zu betreten und diese Prüfung vorzu nehmen. Welche Stunden als die üblichen Geschäftsstunden anzusehen sind, sagt § 198 nicht. Das Verlangen des Beamten, ihm die Bücher noch gegen 9 Uhr.abends vorzulegen, ist aber jedenfalls unberechtigt. Denn Geschäftsräume im Sinne des 8 108 a. a, O. sind die Räume, in denen die in Frage kommenden Geschäfte geführt werden. Führt ein gewerblicher Betrieb seine Buchführung in besonderen Bureauräumcn, so sind für die Buchführung daher nur die Bureauräume als Ge schäftsräume und nur die Bureaustunden als übliche Geschäftsstunden anzuschen. Wenn die Bücher des Steuerpflichtigen im Bureau ge führt werden, sind die üblichen Geschäftsstunden die Stunden seiner Bureauzeit. (Urteil des Reichsfinanzhoses vom 9. Juni 1922, V ^ 280/21.) Ackcrmann-Teubner-Preis. — Das Preisgericht für den bei der Universität Leipzig bestehenden »Ackermann-Teubner-Ge- dächtnispreis zur Förderung der mathematischen Wissenschaften«, hat diesen aller zwei Jahre fälligen, 1912 von Hofrat Or. Alfred Ackermann- Teubner gestifteten Preis dem Professor der Mathematik an der Universität Jena vr. Paul Koebe für seine in den Mathe matischen Annalen (Verlag Teubner) erschienenen Arbeiten über die »Uniformisierung der algebraischen Kurven« zuerkannt. Staatshilfe für das Frankfurter Gocthehaus. — Ter'Hauptaus schuß des preußischen Landtages nahm den Antrag Fröhlich über das Gocthehans in Frankfurt a. M. an und beschloß, eine jährliche staat liche Beihilfe zur Erhaltung dieses Nationaldenkmals zur Verfügung zu stellen. Das Reich wird gleichfalls zu einer Beihilfe aufgefordert werben. Das Kleistzimmcr. Bisher entbehrte des Dichters Geburtsstadt Frankfurt a. O. im Kleisthause einer weihevollen Gedächtnisstätte. Eine solche wurde kürzlich in Form eines Bibliotheks-^und Erinne rungszimmers in Anwesenheit des Magistrats, des Vorstandes der Kleist-Gesellschaft und der Vertreter der Familie feierlich der Öffent lichkeit übergeben. Beim Festakt in der Aula der ehemaligen Universität hielt Herr Prof. vr. M i n d c - P o u e t-Leipzig die Rede über »Kleist als Führer in unserer Zeit«. Das Stadtheatcr würdigte den Gedenktag durch eine gelungene Aufführung des »Robert Guiskard*. Die Gesellschaft der Freunde Wilhelm Naabes, die seit zwölf Jahren das Andenken des Dichters pflegt und die Liebe zu seinen Werken in weiteste Kreise getragen hat, befindet sich in großer Not. Die »Mitteilungen« der Gesellschaft, die wertvolle Forschungsarbeit leisten, stehen vor der Gefahr des Eingehens. Infolge der sprunghaft steigenden Papierpreise und Arbeitslöhne sind fast die sämtlichen Ein künfte der Gesellschaft für die »Mitteilungen« verbraucht. Und doch hat die Hauptversammlung zu Magdeburg einstimmig beschlossen, daß die »Mitteilungen« weiter erscheinen sollen. Die Gesellschaft richtet daher an ihre Mitglieder und an alle Naabefreunde die Bitte, ihr zu helfen! (Postscheckkonto Hannover 11654: Prof. Ur. Schultz.) 300-Jahr-Feicr der Graphologie. — Die Graphologische S t n d i c n g e s e l l s ch a f t in Berlin hatte kürzlich zur Feier d.s 300jährigen Bestehens der Graphologie nach dem Meistersaal einge laden. Dem Publikum wurden mehrere anregende Vorträge geboten. Zunächst gab I)r. von Kreusch einen Überblick über die historische Ent wicklung der Graphologie, die zum erstenmal von einem Arzt in Bo logna, Camillo Baldo, vor 300 Jahren als Phänomen erfaßt wurde. Intuitiv wird sie dann weiterbctriebcn von Lavater, Grohmann, Hentze. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts verdichtet sich die Intuition zur Wissenschaft und wird besonders in Frankreich systematisch ausgc- baut. In Deutschland erhält sie wissenschaftliche Grundlagen durch Klagcs, Preyer, Langenbruch u. a. m., so daß zu hoffen sei. daß sie auch bald Einlaß in unsere Universitäten findet. Prof. Friedenthal 1743
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