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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.10.1922
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1922-10-26
- Erscheinungsdatum
- 26.10.1922
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- Deutsch
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Sprechsaal. /de 251, 26. Oktober 1922. öprMM. ^ Schlüsselzahl des Börsenvereins. Wie klingt bas nach Einigkeit, Einheitlichkeit und Zusammenschlußl Und doch trügt es. Ja, die Schlüsselzahl besteht, sie wird auch an gewendet, aber leider nur non einem verschwindenden Bruchteil der Verleger. Viele, leider sehr viele gehen ihre eigenen Wege, ohne nach rechts oder links zu sehen, wo die Sortimenter mit gesträubten Haaren stehen vor Wirrnis in ihren Kopse» ob der Unmöglichkeit, sich in diesem Chaos znrechtzusinden. Es gibt tatsächlich Schlüssel zahlen, die von 4—17V schwanken! Es fällt mir als Ches schwer, mich hier zurechtzufinden, und wie soll ich da von meinen Angestellten, die ln der Hauptsache den Verkauf der Bücher bewirken, richtiges Ar beiten verlangen können! Man male sich den Wirrwarr um die Weih nachtszeit aus!! Meine Herren Verleger, mit Lieferungen gegen Nachnahme schädigt man den Sortimenter, man schädigt ihn aber noch mehr, wenn man ihm den richtigen Verkauf der Bücher zur Unmöglichkeit macht. Die Schraube ist am Ende ihrer Drehsähigkeit angelangt. Nehmen Sie Vernunft an, schließen Sie sich der vom Börse n- v erein und Verlegerverein festgesetzten Schlüs selzahl an, und Sie werden sich und uns dienen. K. Bitte an die Grundzahl-Verleger. Die Arbeitsgemeinschaft der Buchhandlungen von Groß-Hamburg hat die Bekanntmachung des Börsenvcrcins und des Deutschen Verlegervereins vom 8. September als ersten Schritt zur Wiedereinführung einer gesunden buchhänblerische» Preispolitik be grüßt. Sie hasst, daß die zurzeit noch zögernden Verleger das neue Preis ermittelungssystem -Grundzahl mal Schlüsselzahl» auch sllr thren Verlag schnellstens cinsiihren werden, damit bis Ende Oktober, d. i. vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts, das Sortiment In die Lage verseht wird, seine Bestände mit den neuen Grundzahlen auszeichnen zu können. Um sich vor Wertverlnsten zu schützen, wird die Arbeitsgemein schaft sllr alle gangbaren Bücher solcher Verleger, die nicht In nächster Zeit die Annahme des neuen Systems bekanntgeben, selbständig sllr den Bezirk Groß-Hamburg verbindliche ausreichend hohe Grundzahlen sesiisctzen, die, mit der Börsenvereins-Schliisselzahl multipliziert, die jeweils geltenden Verkaufspreise ergeben würden, »m die derzeit geltenden Verkaufspreise ermitteln zu können, bitten wir alle Verleger, ihre neuen Preisverzeichnisse jeweils sofort nach Ausgabe in vier Exem plaren an den Schriftführer unserer Arbeitsgemeinschaft, Herrn Waller Bangert, Hamburg 8, Dovenhos, zu senden. Ferner bitten wir all« Grundzahl-Verleger, aus den Fakturen stets auch die Grundzahlen bekanutzugebeu, weil die Kenntnis dieser für den Sortimenter unerläßlich ist, wenn das neue System seinen Zweck erfüllen soll. Hamburg, den IS. Oktober 1922. Die Arbeitsgemeinschaft der Buchhandlungen von Groß-Hamburg. Devisenordnungen und Nechnungsausgleick. Das gegenseitige Einvernehmen zwischen österreichischen und deut schen Buchhändlern läßt noch viel zu wünschen übrig. Biele deutsche Verleger mahnen noch immer darauslos, als ob ihnen die österreichische Devisensperre nicht bekannt wäre. Heute ging sogar wegen des Be trags von 428 Marl eine Klag« des Amtsgerichts Leipzig hier ein mit Anberaumung einer Tagsahrt aus den 13. November. Das bei folgende ausklärende Schreiben sagt so ziemlich das Wichtigste, was dem deutschen Buchhandel in Sachen der Dcvisenordnung zu wissen not tut. Leider erhielt auch Deutschland nunmehr seine Devisenordnung, die den österreichischen Buchhandel zur Rücksichtnahme zwingt. Der' deutsche Buchhandel wird sich daher seinerseits aus die folgende Replik berusen dürfen. Das Amtsgericht Leipzig erhielt aus die am 9. Oktober überreichte Klage folgende Erwiderung: An das Amtsgericht Leipzig, Peterssteinwcg 2/8. Die Leipziger N. A. G. klagt gegen mich beim dortigen Amtsgericht wegen 42S Mark für gelieferte Bücher. Bitte dem Kläger folgende Erwägungen bekanntzugeben, nach welchen ich weder in der Lage bin, seine Forderung zur rechten Zekt zu erfüllen, -S daher auch ablchnen muß, Mahngebühren und Zinsen zu zahlen, noch auch di« Kosten eines Rechtsstreits zu tragen, den zu verhindern ich wegen staatlicher Verordnungen nicht in der Lage bin. Der Kläger lieferte mir am S1. Juli einige Bücher im Betrage von 429 Mark. Schon am nächsten Tage, am 1. August, erließ das österreichische Bundesministerium für Finanzen die bekannte Devisen ordnnng, die den Erwerb von Mark unter staatliche Kontrolle stellt, was bis heute gültig ist. Für die eingereichten Fakturen wurden nur 19»/„ bewilligt, falls es sich um wissenschaftliche Werke handelt. Fakturen über schöngeistige Werke, wie die des Klägers, wurden trotz mehrmaligem Einbringen glatt abgelehnt. Wie in der Fach presse wiederholt betont wurd«, trägt die Devisenordnung den Cha rakter eines Moratoriums, was das dortige österreichische Kon sulat bestätigen kann. Mahnungen, Zinsenaufrechnung und Klagen find daher rechtlich unwirksam und müsse» nach der Natur der Sache wirkungslos bleiben. Der gesamte Buchhandel ist von dieser Tatsache unterrichtet und sieht schon jetzt dieselben Folgerungen bezüglich der deutschen Deoisenordnung voraus. Auch die deutschen Buchhändler dürfen wegen Kronenschulden nunmehr weder kostenpflichtig gemahnt noch geklagt werden. Nach soeben eingeholter Erkundigung de! der Korporation der Wiener Buchhändler ist die hier erwähnte Klag« die erste innerhalb der Dauer der Devifenorduuug, was zeigt, daß Kläger über den Charakter der Devisenordnung nicht informiert war. Es zeichnet hochachtenb Wien, den 18. Oktober 1922. vr. Viktor Pimmer, Buchhändler. Verleger, Presse und Bürkerbesprechungen. iBgl. Bbl. 184 und 233.) Herr Professor Paul Burg-Schaumbnvg machte vor einigen Mo naten im Börsenblatt den Vorschlag, der Presse durch Vermitt lung unserer »DPK», der dafür Belege zukommen, Neuerschsinnngen bekanntzugeben. Wir waren damals infolge zu hoher Selbstkosten, di« durch Belegexemplare nicht ersetzt werden können, keinesfalls in der Lage, diesem sonst sehr praktischen Vorschlag zuzustlmmen. Es gingen aber fast hundert Zuschriften vornehmlich großer Verlagshäuser ein, die übereinstimmend betonten, daß die Verwirklichung des Vorschlags von Herrn Professor Burg bas deutsche Buch sehr fördern würde. Nach einem regen Gedankenaustausch mit verschiedenen Interessenten haben wir uns nunmehr bereiterklärt, folgende Einrichtung zu treffen: Unsere -Deutsche Presse-Korrespondenz» IDPK) be liefert etwa 4SV inländische Zeitungen, außerdem über 8V deutsche Blätter des Auslands, insbesondere Amerikas. Es handelt sich um den gut redigierten Teil der bürgerlichen Provluzpress« lGrotzberltner Zeitungen säst alle ausgeschlossen). Die Leserzahl der von uns erfaßten Zeitungen schätzen wir auf weit über 2V Millionen, wenn die Annahme gilt, daß aus einen Zeitungsabonnenten etwa vier Leser entsallen. Damit ist der Wirkungskreis gekennzeichuei. Ein- oder zweimal monatlich verösfentlichen wir ab 1. November in der »DPK» ein« Rubrik -Neue Bücher» mit folgendem Ver merk: -Die Verleger nachstehend genannter Bücher liefern denjenigen Redaktionen, di« sich ausdrücklich zu einer Besprechung lnlcht lediglich Hinweis) des betreffenden Buches innerhalb eineL Viertel jahres bereit erklären, ein kostenfreies Rezensionsexemplar. Ent sprechende Bestellungen sind unter Bezugnahme aus die ^>PK° an die betreffenden Verleger direkt zu richten». — Alsdann folgen die ge nauen Titel der uns eingesandtsn Bücher, Seitenzahl und Verlags- anschrist. Da diese einzig und allein im Interesse des Bücher marktes und aus vielseitigen Wunsch erfolgte Einrichtung uns unter den heutigen Verhältnissen viel Zeit und Geld lostet, können wir gegenwärtig leider nicht alle Bücher, die uns als kostenfreie Belege hierfür zugedacht werden, aufnehmcn. Deshalb bestimmen wir von vornherein, daß Bücher unter einem Grundpreise von S.Mnrk (Börsen-veretns-Schlüsselzahl) grundsätzlich ausschalten. Man send« uns daher nur solche Bücher, deren Grundpreis 8 Mark und mehr beträgt, weil unsere Kosten sonst tatsächlich nicht gedeckt werdenl Im übrigen erfordert es der Ruf unseres Unternehmens daß nur wertvolle Werk« durch unsere Vermittelung angckllndigt werben. Rudolstadt sThllr.), den 18. Oktober 1922. Deutsche Presse-Korrespondenz. Prosessor Oppermann lMitgl. d. B. d. Dtsch. B.s. Verantworti. Redakteur: Richard Albert t. — Bertag: Der Börsenoerein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches BuchhändterhauS. Druck: Ramm L Seemann. Sämtlich in Leipzig. — Adresse der Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 26 tBuchbändlerhauSt >804
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