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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.06.1922
- Strukturtyp
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- 1922-06-19
- Erscheinungsdatum
- 19.06.1922
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- Deutsch
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^ 140. 19. Juni 1922. Redaktioneller Teil. vorserrLIaU f. d. Dtscha. Buchhandel. Bestimmungen der Sozialgesetzgebung klar erfaßt hat und sie in ver ständlicher Form den Prüflingen übermittelt. Der dritte Teil — Technisches — umfaßt die Seiten 115—154. Der Verfasser betont ein leitend, daß dieser Abschnitt keinen Anspruch auf Vollständigkeit er heben darf, da es als selbstverständlich vorauszusetzen ist, daß jemand, der sich als Meister in seinem Berufe prüfen läßt, auch technisch so vorgebildet sein muh, daß er die diesbezüglichen Fragen beantworten kann. Trotzdem muß aber anerkannt werden, daß auf diesem be scheidenen Räume ein vortrefflicher Unterrichtsstoff geboten wird, dessen Kenntnisnahme z. B. auch den Angehörigen des Buchhandels gute Dienste erweisen wird. Nicht nur der eigentliche Buchdruck, sondern auch die Nebenzwoige sind in den Bereich des Unterrichts gezogen worden, so der Truckstock, die Autotypie, das Galvano, die Stereotypie, der Drei- und Vierfarbendruck, das mechanische Zurichteverfahren, die Farben, ihre Zusätze usw., der Steindruck, der Offsetdruck, das Nach druckverfahren (anastatischer, Manul- und Obraldruck), der Lichtdruck, das Tiefdruckverfahren, das Papier und zum Schluß die am 1. Juli 1021 vom Normenausschuß für das graphische Gewerbe ausgestellte Normungstafel für Papiersormate. Außerdem sind auf Seite 154 die Formate der gegenwärtig gebräuchlichsten Papier- und Kartonformate angegeben worden. Der Bildungsverband hat mit dtesem Buche dem graphischen Gewerbe und namentlich den Meisterkandidaten einen vor trefflichen Dienst erwiesen. Aber auch N i ch t b u ch d r u ck c r n bietet das Werk vielerlei Bekehrung und Aufklärung. Von der Kalkulation und der Buchführung im Buchdruckgewerbe hat der Verfasser aus Naumrücksichten Abstand genommen. Er verweist in dieser Hinsicht auf die im Verlage des Bildungsverbandes hierüber bereits erschienenen vorbildlichen Abhandlungen. Wir möchten Herrn Zeh doch empfehlen, bei einer neuen Ausgabe wenigstens die Kalkulation, bzw. den neu- aufgcbautcn Preistarif für sein Buch zu berücksichtigen und das Wis senswerteste zusammenzutragen. Mau wird ihm hierfür Dank wissen. Mine Mitteilungen. Kartenbriefe rvcrden von der Post wegen der geringen Nachfrage künftig nicht mehr hergestellt werden. Me noch vorhandenen Be stände werden vom 15. Juni an ohne Erhebung des Papierprieiszu- schlags von 10 Pf. verkauft. Fluggebühr für Post nach Rußland. — Flugpostbriefe und Flug postkarten nach Rußland werden häufig unrichtig freigemacht. Alle Versender seien erneut darauf hingewiesen, daß der Flugzuschlag für solche Sendungen nicht 40 Pf., wie im sonstigen Auslandflugpostverkchr, sondern 8 Mark für Postkarten und für jede 20 § eines Briefes be trägt. Außerdem werden die gewöhnlichen Auslandgebühren erhoben. Bis auf weiteres kosten also eine Flugpostkarte nach Rußland 2.40 Mk. gewöhnliche Gebühr -i- 8 Mk. Zuschlag, zusammen 10.40 Mk., ein Brief bis 20 § 4 Mk. -j- 8 Mk., zusammen 12 Mk., ein Brief über 20 bis 40 8 6 Mk. -j- 16 Mk., zusammen 22 Mk., ein Brief über 40 bis 60 § 8 Mk. -1- 24 Mk., zusammen 32 Mk. usf. Eine Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Jslanv- kunde. — Tie Deutsche Gesellschaft für Jslamkunde hat eine Arbeits gemeinschaft gegründet, die vom Sommersemester an quellenmäßige Studien und Übungen zur Religion und Kultur des Islam unter Mit wirkung von mosleminischen Gelehrten im Berliner Seminar für orien talische Sprachen unter Leitung von Professor vr. G. K a m p f f m e y e r, dem ersten Vorsitzenden der Gesellschaft, veranstaltet. Dafür wurde eine allgemeine, arabische, «ine türkische, persisch-afghanische, indische, malaiische, endlich eine ostasiatische Abteilung gegründet. Zum Beispiel veranstaltet in diesem Sommer Prof. Jabbar Keiri zwölf Arbeits abende über Religion und Führerschaft, Landgerichtsrat vr. Pritsch Übungen zur Dichtung des türkischen Nationalismus. Prcisausgaben. — Von der Landwirtschaftlichen Hoch schule in Berlin werden für das Studienjahr 1922—23 folgende Preisaufgaben gestellt: 1. Aus dem Gebiete der Tierphy siologie: Zusammcnfassende kritische Darstellung der bisherigen Untersuchungen und ihrer Ergebnisse über die Nolle des Phosphors im tierischen Stoffwechsel unter besonderer Berücksichtigung des Mindest bedarfes an Phosphor bei den einzelnen Tierarten. 2. Aus dem Ge biete der A g r i k u l t u r ch e m i e: Die Art und Bedeutung der soge nannten indirekten Wirkung der künstlichen Düngemittel. 3. Aus dem Gebiete der Geologie: Die größeren Odländereien des norddeut schen Flachlandes und ihre bodeukundliche Bewertung. 4. Aus dem Gebiete der Maschinenkunde: Tie neueren Fortschritte im Drcschbetrieb. 5. Aus dem Gebiete der Geodäsie: Geschichtliche Entwicklung der Neflexionsinstrumente -um Abstecken von Winkeln be stimmter Größe. Bewerber haben ihre Arbeiten spätestens am 1. April 1923 in einen Teckel geheftet oder eingebunden im Sekretariat abzu geben. Preisaufgabc. (Vgl. Börsenblatt Nr. 133.) — Die Ita lienische Gesellschaft zum Studium des I n - dustrierechts (Loeietä Italisna per gli 8tuäi äi viritto InäuLtriale) hat dem Unterzeichneten Seminar einen ersten Preis von Mk. 2000.— (Zweitausend Mark) und einen zweiten Preis von Mk. 1000.— (Eintausend Mark) für eine Arbeit über den Rechtsschutz italienischer Schrift- und Ton werke in Deutschland zur Verfügung gestellt. Die Einlieferung hat bis zum 31. März 1923 an den Direktor des Seminars für Jndustrierecht in Hamburg, Rechtshaus, Moorweid-enstraße 8, zu erfolgen. Be werber müssen an der Hamburgischen Universität mindestens ein Se mester studiert haben oder zur Zeit der Einlieferung dort studieren. Der Umfang der Arbeit soll 40 bis 50 Schreibmaschinenseiten von je 30 Zeilen nicht oder nicht erheblich überschreiten. Es ist erwünscht, daß die Handschriften in doppelter Ausfertigung auf einseitig beschrie benen Bogen in Maschinenschrift eingeliefert werden. Jede Arbeit muß ein Stichwort tragen und von einem verschlossenen Umschläge begleitet sein, der den Namen, die Wohnung des Verfassers sowie die Angabe enthält, wann er an der Hamburgischen Universität stu diert hat. Das Preisgericht besteht aus drei Dozenten, die die rechts- und staatswisseuschaftliche Fakultät aus ihrer Mitte erwählt. Es ent scheidet mit Stimmenmehrheit und kann nach freiem Ermessen den Preis unter mehrere Verfasser gleich guter Arbeiten verteilen. Durch die Einlieserung erteilt der Verfasser der Italienischen Ge sellschaft zum Studium des Jndustrierechts die Befugnis, die mit einem Preise gekrönten Arbeiten in italienischer oder französischer Sprache in den Zeitschriften »8tudi di viritto ludustriale« oder »Bulletin do la 8oci6t6 Itaiievno pour 1o8 Vtudo8 de vroit Inciustriel« zu veröffent lichen. Die Entscheidung, ob die Veröffentlichung erfolgen soll, steht lediglich-er Gesellschaft zu; die Übersetzung wird von ihr besorgt. Der Direktor des Seminars für Jndustrierecht. Hamb u r g. Wasser m a n n. Das Zeitungswesen als Lehrfach an amerikanischen Hochschulen. — In den Vereinigten Staaten von Nordamerika ist, wie aus einem sehr aufschlußreichen Artikel des Zeitungs-Verlages hervorgeht, die Zei tung stunde an den Hochschulen schon bedeutend länger behei matet. Schon 1869 forderte der Präsident des Washington College derartige Einrichtungen, und 1875 setzte sich Andrew Dr. White dafür ein. 1893 wurden an der Universität Philadelphia die ersten derartigen Kurse abgehalten. Seitdem hat sich diese Idee unaufhaltsam weiter- entwickelt, sodaß heute an nicht weniger als 28 Staats universi- täten, 17 staatlichen Colleges und Schulen und 41 St i f- tungscollegcs und -Universitäten dafür vorhanden sind. Es standen zunächst 2 Richtungen im Lehrbetrieb sich gegenüber, die von Elliot und die von Pulitzer. Letzterer wollte die kaufmännische und ge schäftliche Seite des Aeitungsbctriebes vollständig aus den Kursen ausgcschaltet wissen, doch haben diesem Plan sich nur wenige Institute angeschlossen. Bemerkenswert ist, daß sich in Amerika neben der Zei tungspolitik und -Organisation, den Preßgesetzesfragcn, der Geschichte des Zeitungswescns und der Bcrufsproblematik auch die Druckver fahren eingehender Behandlung erfreuen. Es ist somit gewisser maßen eine Verbindung zwischen der Methode Karl Büchers und einer Buchdruckerlehranstalt, die in Leipig auch möglich wäre, zustande ge kommen. Endlich muß noch eine zweifelsohne sehr segensreiche Ein richtung erwähnt werden, die »ne'rvspapor rveek« (Zeitungs woche). Diese Veranstaltung halten die westlichen amerikanischen Uni versitäten regelmäßig ab. Bei dieser Gelegenheit versammeln sich die Zcitungsherausgebcr aus dem ganzen Staate in der Universität zu einer Besprechung über die verschiedenen Fragen, die mit der Heraus gabe und Herstellung einer Zeitung Zusammenhängen, und die hervor ragendsten Männer der Presse behandeln die Frage der Stellung der Presse im Staatswcsen. Japanische Kunstsammlcr in Europa. — Nachdem Jahrzehnte hin durch Europas Museen und Sammler die ostasiatische Kunst an sich ge zogen haben, beginnt jetzt bezeichnenderweise eine rückläufige Bewe gung einzusetzen. Japanische Sammler besuchen die Kunstländer des Westens und sind starke Käufer. In Berlin z. B. erwarb ein Japaner einen frühen Nembrandt und ein Bildnis von Rubens. Für unsere neuere Kunst scheinen die Gäste aus dem Osten weniger übrig zu haben, doch wurde ein Menzel nach Japan verkauft. 873
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