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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 25.01.1882
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1882-01-25
- Erscheinungsdatum
- 25.01.1882
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- Deutsch
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Hk 20, 25. Januar. Nichtamtlicher Theil. 359 Systematische Uebersicht der literarischen Erzeugnisse des deutschen Buchhandels in den Jahren 188V und 1881.*) Mitgetheilt von der I. C. Hinrichs'schen Bucht), in Leipzig. > 1880 I 1881 1. Sammelwerke. Literaturwissenschaft. Biblio- graphie 377 411 2. Theologie 1390 1472 3. Jurisprudenz. Politik. Statistik. Verkehrs- wesen 1557 1469 4. Heilwissenschast. Thierheilkunde .... 790 817 5. Naturwissenschaft. Chemie. Pharmacie. . 787 924 6. Philosophie 125 148 7a.Pädagogik. Deutsche Schulbücher. Gymnastik 1S50 1924 7b.Juge»dschriften 496 490 8. Altclassischc und orientalische Sprachen. Alter- thumswissenschast. Mythologie . . . 533 574 g. Neuere Sprachen. Altdeutsche Literatur . . 506 461 10. Geschichte. Biographien. Memoiren. Brief- Wechsel 752 779 11. Geographie. Reisen 356 352 12. Mathematik. Astronomie 201 186 13. Kriegswissenschaft. Pserdekunde .... 353 367 14. Handelswissenschaft. Gewerbskunde . . . 583 626 15. Bau-, Maschinen-und Eisenbahnkundc. Berg- bau. Schiffahrt 403 463 Iß. Forst-und Jagdwissenschast 112 99 17. Haus- und Landwirthschaft. Gartenbau . . 433 417 18. Schöne Literatur (Romane, Gedichte, Thea- ter ic.) 1209 1226 IS. Schöne Künste (Malerei, Musik rc.). Steno- graphie 627 581 20. Bolksschristcn. Kalender 657 639 21. Freimaurerschriften 20 23 22. Vermischte Schriften 423 402 Karten 301 341 Summa 14,S41 15,191 MiScellcn. Replik. — Aus die Abwehr des Hrn. Drewitz in Nr. 12 d. Bl. habe ich Folgendes zu erwidern. Der Posamentier Lubasch hat nicht nur „Prinz Heinrich", sondern auch die andern Drewitz'- schen Jugendschristcn für 1 M. SO Pf. (nicht 1 M. 70 Ps., wie ich früher angab) verkauft; das ist Thatsachc. Wenn Hr. Drewitz sagt, Lubasch habe die Bücher mit dem Bestellzettel eines sogen. Grossisten „von einem in der ganzen Welt bekannten großen Hause" bezogen, so muß ich gestehen, daß dieser Grossist ein sonderbarer Kauz sein muß, der seine Bestellzettel an das Publicum abgibt und dasselbe instruirt, wo es die Maaren, mit denen er selbst handelt, billiger bekommt. Wie heißt denn dieses Unicum von Grossist? — Wenn Hr. Drewitz behauptet, Alle abgewiesen zu haben, von denen Schien derei zu befürchten, darunter Firmen, die gegen baar Zehn tausende (?) seiner Jugendschristen aus einmal bezogen hätten, so scheint er nicht zu wissen, daß in ganz Berlin wohl kaum eine Firma ist, die nicht mit seinen Jugendschristen geschlendert hätte: wir haben Alle damit geschleudert, wenn nämlich das Verkaufen der Bücher unter dem Nettopreise, der bei den Drewitz'schen Jugend schristen auf 3 M. festgesetzt war, Schleudern heißt. Seine Bücher wurden hier überall mit 2 M. SO Ps., theilweise sogar mit 2 M. in den Schaufenstern ausgestellt. — Wenn Hr. Drewitz klagt, daß *) Die Zusammenstellung der Erscheinungen 1879 u. 1880 siehe Bör senblatt 1881, Nr. 24. der Verleger künftig noch müßte Paß und Lenmundszeugniß fordern, so mache ich daraus aufmerksam, daß es bisher Sitte gewesen ist, vor der Auslieferung im „Schulz" nachzusehen, ob der Besteller Buch händler ist oder nicht. Von denThienemann'schen Jugendschriften, die Hr. Drewitz »achzuahmen sucht, ist mir ein Fall wie der vor liegende nicht bekannt, und ich kann Hrn. Drewitz versichern, daß er auch nicht Vorkommen wird, so lange das Geschäft dort »ach den bisherigen Prinzipien weiter geführt wird. Bei Thiencmann's Verlag ist es auch nicht gebräuchlich, größere Posten mit höherem Rabatt zu berechnen, sondern allen Sortimentern wird dort zu gleichen Preisen geliefert, so daß auch die kleinere Handlung mit Ruhe und Sicherheit sich für diesen Verlag verwenden kann, ohne die Concurrenz der größeren fürchten zu müssen. Bei dieser Ge legenheit möchte ich alle Verleger, welche ihren Vortheil darin suchen, an einzelne größere Firmen große Posten mit unmäßig erhöhtem Rabatt zu liefern, wiederholt darauf aufmerksam machen, daß die Folge davon nur die ist, daß jene Firmen zu Preisen an das Publicum verkaufen, welche den Einkaufspreis im Einzelnen kaum übersteigen, so daß eine große Menge kleiner und mittlerer Handlungen den Vertrieb für solche Verleger ganz aufgeben muß. Es ist zu verwundern und zu bedauern, daß letztere nicht einsehen, daß sie durch solche Manipulation sich nur selbst schädigen. — Auf die Frage, wer ich bin, antworte ich unten mit meiner Firma. Hr. Drewitz wird daraus erkennen, daß ich gar kein beson deres Persönliches Interesse an den Stuttgarter Erzeugnissen habe; es thut mir nur leid, daß diese wirklich guten Jugendschriften jetzt so verdrängt werden von Nachahmungen, die nichts mit ihnen gemein haben, als den rothen Rücken, das Format und den Laden preis. Es liegt mir sein, Hrn. Drewitz geschäftlich schädigen zu wol len; ich wollte nur etwas hier veröffentlichen, was uns Alle beim Publicum in Mißkredit bringen muß, um womöglich zu verhindern, daß auf den abschüssigen Bahnen weiter gewandelt wird, welche bereits von mehreren Verlegern resp. Fabrikanten betreten sind, und Hr. Drewitz würde vielleicht auch ohne mich bereits in den nächsten Jahren erkennen, daß er so nicht weiter arbeiten kann, da seine Bücher nach und nach ganz aus dem Buchhandel verschwin den würden, wofür ihm die Posamenten- und Wäschegeschäfte wohl kaum ein entsprechendes Aequivalent bieten dürften. Er wird sich erinnern, daß ich ihm persönlich vor Weihnachten sagte, daß ich mich für seine Sachen nicht verwenden könne wegen der traurigen Erfahrungen, die ich bereits im vorhergehenden Jahre damit gemacht hätte. Andere haben ihm dies vielleicht nicht direct gesagt, aber geäußert hat sich schon Mancher in diesem Sinne. — Mag er nun thun, was er für recht hält — ich glaube meine Schuldigkeit gethan zu haben. Berlin. Julius Klönne. Als Ergänzung des Aufsatzes im Börsenblatt vom 11. ds., die Otto Drewitz'schen Jugendschriften betreffend, können wir mittheilen, daß dieselben hier in Hamburg auf der Karre von Hausirern zu 3 M. und 2 M. SO Pf. ausgeboten wurden und da bei noch besonders betont wurde: in jedem Buchhändlerladen kosten diese Bände 4 M. SO Ps. Hamburg. ck. IV. Prrsonalnachrichten. Herrn vr.Theod. Toeche, Inhaber der Firma E.S. Mittler L Sohn in Berlin, ist vom König von Preußen der Kronen-Orden 3. Classe verliehen worden. Herrn Hans Feiler in Carlsbad wurde vom Kaiser von s Oesterreich der Titel eines Hosbuchhändlers verliehen. 50
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