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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.04.1922
- Strukturtyp
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- 1922-04-18
- Erscheinungsdatum
- 18.04.1922
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. — Sprechsaal. oV» 90, 18. April 1922. Zur den Verkehr mit Jugoslawen. — Der serbische Forst- und Bcrgministcr hat große Pläne zur Ausbeute der Kulturschätze Jngo- slavieus ausgearbettet. Es handelt sich um die Erschließung von Eisen erzen und Kohlengebieten, um den Ausbau der Salinen von Creka und die Verwertung der reichen Waldbeständc. Da man in Jugoslawen dabei insbesondere auf die Heranziehung deutscher Maschinen usw. rechnet, dürfte sich auch für den Absatz entsprechender Literatur dorthin gute Gelegenheit bieten. Vordrucke zu Nack^nahmc-Posta,«Weisungen und Zählkarten. Für den Postbetrieb habenZich dadurch Schwierigkeiten und erhebliche Mehr arbeiten ergeben, daß die von der Privatindustrie hergestellten Vordrucke zu Nachnahme-Postanweisungen und Zahlkarten die verschiedensten Far bentöne aufweiscn. Die Reichspostvcrwaltung muß deshalb-in An spruch nehmen, daß die Bestimmungen der Postordnung, wonach nicht von der Post bezogene Vordrucke der in Rede stehenden Art mit den amtlichen in Größe, Farbe und Papierstärke genau übereiustimmen müssen, in Zukunft sorgfältige Beachtung finden. Zur Vermeidung von Härten soll indes nachgegeben werden, daß die sich noch in den Händen der Auflieferer befindlichen unvorschriftsmäßigen Vordrucke bis Ende September d. I. weiter verwendet werden können. Alte Wappeukuust. Die Bibliothek des K u n st g e w e r b e - Museums in Berlin hat für April und Mai in ihrem Lcsesaal gemeinsam mit der Bibliothek des Vereins Herold eine Ausstellung von Wappenhandschriften des 14.—18. Jahrhunderts, Wappen- und Adelsdiplomen, Entwürfen zu Wappenscheiben aus dem 15.—17. Jahr hundert, ferner Druckwerken des 15.—18. Jahrhunderts, Wappensamm lungen, alten Vorlagen für Wappenschmuck, Wappen als Verleg er- u n d B ü ch c r z e ich e n n. a. eröffnet. Ein Menzelsund. — Ein köstliches, bisher unbekanntes Werk Men zels ist jetzt aus Berliner Privatbesitz zum Vorschein gekommen, eine Folge von P i n s c l z e i ch n u n g e n des Meisters auf Glas, die einst für das beliebte Kindervergnügen der Laterna Magica bestimmt waren. Wie vr. Willy Kurth in der »Kunst für Alle« mitteilt, hat Menzel diese fünf Szenen in Dcckweiß mit voller Modellierung der Formen auf Glas gezeichnet. Die Wirkung, die Menzel gewissenhaft ausgeklügelt hat, ähnelt der Silhouette, die Bilder sollten als halbe Schattenrisse vergrößert auf der Leinwand erscheinen. Dementsprechend hat Menzel friesartige Kompositionen gewählt, bei denen keine verun- klärenden Überschneidungen entstehen. Das eine ist eine Landschaft mit einem großen Baum in der Mitte, das andere ein Weideplatz oon Pferden, ruhigen und stürmischen, deren Hirt über dem Zaune hängt. Auf einer Tanzszene tobt sich Soldateska im Stile der 50er nnd 60er Jahre aus. Eine Aufziehbrücke, wie am Berliner Landwchrkanal, hebt sich gerade iiber einem Kahn, hinter dem Zaun halten unterdessen die Reihen der Fußgänger und Wagen. Auf dem seltsamsten Bilde schwimmt ein Karpfen auf ein großes Menschenauge zu: es sieht aus wie ein Fibclbild oder ein Scherz, dessen Spitze wir nicht mehr ver stehen. Ein Ehrenmal für E. Th. A. Hofsmann. — Zum hundertsten Todes tage E. Th. A. Hoffmanns (25. Juni) soll an seinem Geburtshause i» Königsberg (Französische Straße 26) ein Ehrenmal das Fort leben des faszinierenden Geistes bei seinen Landsleuten bezeugen. Im 'Namen des Goethebundes Königsberg i. Pr. richtet ein Komitee, dem Lovis Corinth, Arno Holz, Ludwig Dettmaun, Käthe Kollwitz, Her mann Sudermann angehören, an alle Freunde und Verehrer E. Th. A. Hoffmanns die herzliche Bitte, die Verwirklichung dieses Plans zum Gedächtnistage zu ermöglichen. Siidwestdeutsche Wärmewirtschaft- und Wärmeiudustrie-Ansstel- lung in Ludwigshafcn a. Rhein. — Herr Buchhändler E. Weinhold in Ludwigshafen a. Rhein macht im Börsenblatt Nr. 88 auf Seite 4399 bekannt, daß er für obige Ausstellung, die vom 1.—30. Juni 1922 stattfindet, mit der Ausstellung einschlägiger Bücher und Zeit schriften betraut worden ist. Die Ausstellung wird besonders folgende Fachgruppen aufweisen: Brennstoff- und Energiestatistik — Brennstoff kunde — Wärmelehre — Feuerungskunde und Meßtechnik — Wärme wirtschaft im Haushalt — Wärmewirtschast im Gewerbe — Wärme wirtschaft in der Industrie. Die Verleger von Fachliteratur iiber diese technischen Zweige seien auch hier auf die günstige Gelegenheit, ihre Verlagswerke bekanntzumachen, hingewiesen. Beschlagnahmte Druckschriften. — Es hat die 6. Strafkammer des Landgerichts III in Berlin in der Sitzung vom 3. November 1921 für Recht erkannt: Die beiden Bücher »Aus dem Tagebuch einer Kammerzofe« und »Sturmfreie Buden«, sowie die zu ihrer Herstellung bestimmten Platten und Formen sind mit der Be schränkung des § 41 Abs. 2 unbrauchbar zu machen. 5 L 3 I 520/21. Berlin, 28. März 1922. Die Staatsanwaltschaft III. Durch Beschluß des Amtsgerichts in Cottbus vom 29. März 1922 sind beschlagnahmt worden: 1. Unzüchtige M i n i a t u r b i l d e r auf einer Postkarte mit der Aufschrift »Serie 190«, 2. Unzüchtige Postkarten. 6 I 164/22. Cottbus, 1. April 1922. Der Oberstaatsanwalt. (Deutsches Fahndungsblatt, 24. Jahrg., Stück 6957 vom 10. April 1922.) PersmMiMrlchteii. 50jähriges Bcrusöjnbiläum. — Am 2. April d. I. konnte Herr Friedrich Förster, Mitinhaber der Firma Arnold Simon's Sortiment in Hannover, auf eine 50jährige musikalienhändlerischc Tätigkeit zurückblicken. Am 2. April 1872 trat er bei der Firma C. A. Klemm in Leipzig als Lehrling ein, blieb daselbst zunächst als Gehilfe und war in gleicher Eigenschaft in den ^Fir men Carl Nuckmich in Freiburg, Chr. Bachmann in Hannover und Arnold Simon's Sortiment in Hannover- tätig. Nachdem er dieser Firma seit 1889 treue Dienste geleistet hatte, übernahm er sic käuflich am 1. Oktober 1908. Ten guten Ruf der Firma befestigte er durch seine sachkundige Führung des Geschäfts, an dem er seine Freude hatte. Zu seiner Erleichterung nahm er am 1. Januar 1920 Herrn Ernst Rühling als Teilhaber auf. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, seine reichen Erfahrungen dem ferneren Gedeihen der Firma noch viele Jahre hindurch in praktischer Mitarbeit widmen zu können. (Aus: Musikalienhandel und Vereinswahlzettel.) Gestorben: am 14. April nach schwerem Leiden im beinahe vollendeten 81. Le bensjahre Herr Verlagsbuchhändler Richard Brandstctter- i-I e n a n n t Degener, langjähriger Inhaber der Verlagsbuch handlungen Friedrich Brandstetter und Otto Holtzes Nachf. in Leipzig. Der Verstorbene hatte die 1839 von W. Einhorn gegründete und 1844 von Friedrich Brandstetter übernommene Verlagsbuchhandlung am 1. Januar 1878 von den Erben seines Vaters erworben und hat sie in emsiger, ausdauernder Arbeit auf eine hohe Stufe gebracht. Na mentlich auf dem Gebiete der Pädagogik hat er hervorragende Werke veröffentlicht, wie die bekannten Grubeschen Charakterbilder aus der Geographie, Geschichte usw., Gude, Auswahl deutscher Dichter, die Schul bücher von Kasten, Klauwell, Kleinschmidt, die Werke des Seminar direktors August Lüben und dessen in Verbindung mit Carl Nacke be arbeiteten Lesebücher, die bekannte Anthologie von Coutelle, Pharus am Meere des Lebens u. v. a. Der jedem öffentlichen Hervortreten abholde Mann ging ganz in seinem Geschäft auf. Im Jahre 1892 erwarb Brandstetter auch die Firma Otto Holtze, die er unter der Bezeichnung Otto Holtzc's Nachfolger weitergeführt und ausgebaut hat. Seit 1. Jan. 1904 stand dem Verstorbenen sein ältester Sohn Herr vr. pliil. Friedrich Brandstetter als Teilhaber zur Seite, dem sich am 3. Juni 1920 Herr- Walter Georg Brandstetter anschloß. Ihnen überließ der Verstorbene am 31. Dezember 1920 seine Geschäfte, aber noch oft sah man die charakte ristische Gestalt Richard Brandstetters in der Stephanstraße auftauchcn, bis ihn Krankheit am Besuche des dort gelegenen Geschäfts hinderte. Eiu aufrechter, tüchtiger und erfolgreicher Berufsgcnosse ist mit Richard Brandstetter dahingeschieden, dessen Gedächtnis lange lebendig bleiben wird. Spreüislllll. Rückentitel (Vgl. Bbl. Nr. 66 u. 79.) ES ist gar nicht zu bedauern, sondern im Gegenteil lebhaft zu begrüßen, daß auch die Schristleitung des Börsenblattes sich zu der Anregung des Herrn Pastor zustimmend geäußert hat. Wenn man vor einem Büchergestell mit mehr oder weniger wohl- geordneten Büchern steht, so ist diese Frage eigentlich ziemlich belang los. Etwas anderes ist es aber, wenn die. Bücher im Sortiment vor dem Einräumen in die Regale oder aus Platzmangel gestapelt liegen: denn das Stapeln ist durchaus keine Ausnahme, sondern in einem lebhaften Geschäft für einen Teil gerade des gangbarsten Lagers fast eher die Regel. Ist man nun gezwungen, ein bestimmtes Buch aus solchen Stapeln herauszusuchen, so stehen bei dem Aufdruck vou unten, nach oben sämtliche Titel auf dem Kopfe Es ist zwar höchst zeitgemäß, daß heute vieles auf dem Kopfe steht, aber dem gesunden Menschen verstand entspricht es nicht. Auch ein Sortimenter. Verantwort!. Redakteur: Richard Albert i. — Verla«: Der « S r I e n n e r - i n der Deutsche,i Buchhändler Leipzig, Deutsches Buchhändlers,->uL Dru.i: Ramm 4 Seemann. Sämtlich !n Leivzia — Adresse der Redaktion und Expedition: 0eti',ty, <Herichtvwes Ai iBuchl.ändierh.ind. 528
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