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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.02.1922
- Strukturtyp
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- 1922-02-13
- Erscheinungsdatum
- 13.02.1922
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- Deutsch
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37, 13. Februar 1922. Redaktioneller Teil. oder Briefumschlag-Fabrikanten bekämpft die Formatnoriniing, dabei verharren wollte, sich den Anforderungen und Interessen der Verbraucher (ihrer Auftraggeber!) zu widersetzsn, wie das mit dem eingangs erwähnten Artikel des Vereins der Papierfabrikanten geschieht. Abgesehen von der Aussichtslosig keit des Widerstandes gegen die Forderungen der Zeit und der Wirtschaftlichkeit steht die Haltung der Papier-Fabrikanten auch in schroffem Gegensätze zu der Betätigung der großen Verbände der Papierverarbeitungsmaschinen-Fabrikanten und der Druck. maschinen-Fabriken, die den Wert der Formatnormung so- gleich erkannt und sich in ihren Dienst gestellt haben. Die Ver- einigung Deutscher Druckmaschinen-Fabriken, der alle großen Firmen angehören, hat festgestellt, daß für den Druck der Normal- papiersormate nur 5 Schnellpressengrößen erforderlich sind, wäh rend bei der bisherigen Planlosigkeit eine jede Firma mehrere Dutzend verschiedener Formate zu bauen gezwungen war. Der Ver treter derPapierverarbeitungsmaschinen-Fabrikanten im Normen ausschuß für das graphischeGewerbe, HerrGeheimratBiagosch von der Firma Karl Krause A.-G. in Leipzig, hat festgcstellt, daß die Steigerung des Lohnanteils an den Herstellungskosten, die für ungenormte Maschinen etwa das Dreizehnfache beträgt, für Nor malmaschinen nur das Sechsfache ausmacht. Die Vorteile der Papierformatnormung würden sich noch an unzähligen Beispielen Nachweisen lassen, das ist aber nicht der Zweck dieser Zeilen, die lediglich die Stellungnahme des Vereins Deutscher Papier-Fabrikanten kennzeichnen sollten. Normenausschuß für das graphische Gewerbe. Der Vorsitzende: Otto Säuberlich, Leipzig. Dein Weg. („Du und die Welt", erste Folge.) 366 Gedanken und Gedichte deutscher Denker und Dichter, aus- gewählt von Gerhard Merlan. 12°. 167 S. Berlin- Zehlendorf, Verlag Gerhard Merian. Ladenpreis geheftet 10.—, Geschenkband ^ 2l.—, Halblederband 48.—. Der Herausgeber, Gerhard Merian, ist ein Bcrufsgenosse. Mit seiner diesem Buche voransgegangenen Anthologie »Du und die Welt«, die sich durch Art »nb Anordnung und durch ihren inneren Rhyth mus von ähnlichen Werken unterschied, hatte er einen erfreulichen Erfolg zu verzeichnen. Dieser Erfolg durfte ihn ermutigen, einen weiteren Band unter dem Titel »Dein Weg- folgen zu lassen. Die Eigenart dieser Anthologie besteht einesteils in der Einteilung und Anordnung eines Jahrbuches, wobei die Monate und Tage bezeichnet werden und für jeden Tag ein Gedicht oder Spruch gegeben ist, andernteils in der besonderen Auswahl der Sprüche und Gedichte und deren Beziehung z» den gegenwärtigen Zeitverhältnissen. Der Her ausgeber hat ein ungemein reiches Material zusammengetragen »nb planmäßig angeordnet. Das Namenregister umfaßt allein vier eng bedruckte Spalten auf zwei Seiten. Ohne Zweifel ist es dem Herausgeber gelungen, etwas Besonderes zu schaffen und auch diesem zweiten Bande alle Erfordernisse mit- zngcben, die einen gleichen Erfolg wie beim ersten verbürgen. k. Ksremrs6eli. Nabeln: tüsäiokto. 12°. 40 8. kerlin 1921, Oriiantalisebe VerlagsduebbancklunK Irnn- seblibr. Imckonpreis stsik drosek. ./t 5.—. Der Verfasser ist Buchhändler und betreibt in Berlin ein Ver lags- und Sortimcntsgeschäst für orientalische Literatur. Der Titel des vorliegenden Gedichtbuches »Limiägän- bedeutet Reisegeschenk und Andenken. Sein Inhalt besteht in kurzen Prosadichtungen in ber blumenrcichen, pathetischen Sprach« des Orients. Z. T. sehr tief emp funden, entbehren sie nicht einer gewisse» Schwermut. Für Leute, die sich in die Gedankenwelt des Orientalen versehen und tiefer in seine Seele blicken wollen, wirb das im Stil des Orients ausgcstattete Büchlein mancherlei Interessantes bieten. Mine MMeilnvgen. Der Freiligrath-Nachlaß der Heimat erhalten. Es ist den Be mühungen des Dortmunder Städtischen Bibliotheksdirektors vr. Schulz und einigen sozialdemokratischen Stadtverordneten in Dortmund gelungen, den Nachlaß Ferdinand Freiltgraths an Büchern, Schriften, Handschriften, Gelegenheitsdrucken und Kunstblättern, der aus den Hän den der Familie des Dichters an einen Frankfurter Antiquar gelaugt war, der Heimat zu erhalten. Der Preis von 26 000 Mark, für den der Nachlaß erworben werden konnte, wäre gewiß fiir amerikanische Verhältnisse leicht aufzubringen gewesen, und wir hätten die für Ver ehrer des Dichters immerhin wertvolle Privatbibliothek Freiltgraths leicht ans immer verlieren können. Doch hat der Antiquar voll Ver ständnis für die vaterländischen Interessen dem Dortmunder Biblio thekar Gelegenheit gegeben und Zeit gelassen, sich nach Stiftern umzn- sehen, um die Werte im Inland zu behalten. Der Nachlaß enthält ca. 600 gebundene Werke, 140 geheftete Bücher, 126 handschriftliche Stücke. 00 Blätter (Erstveröffentlichungen in Zeitschriften) und Gclegcnhcits- drncke und 24 Kunstblätter, zusammen über 800 Stück. Dieser Nachlaß wird mtt dem ohnehin ansehnlichen Bestände der Dortmunder Stadt bibliothek an Freiligrath-Literatur in einem besonderen Raume unter- gebracht, den Büsten und Bilder Freiltgraths und seines westfälischen Kreises (Schücking, Schlickum, Droste-Hülshoff) schmücken. Der Nachlaß wurde im Januar d. I. als Stiftung der sozialdemokratischen Magi strats- und Stadtverordneten-Fraktioncn überreicht. Tie Fraktionen haben sich anheischig gemacht, auch die Schränke und Vitrinen für das Freiligrath-Zimmer zu stiften. Ein Katalog der Sammlung ist in Arbeit und wird auf Kosten der Buchhandlung Gerisch L Co. G. m. b. H. in Dortmund gedruckt werden. R. 11. Friedens-Nobelpreis. Der dänische interparlamentarische Aus schuß hat dem Komitee des norwegischen Storlhings vorgeschlagen, für das Jahr 1922 den Friedensnobelpreis vr. Frithjof Nansen zu verleihen, in Anerkennung der Verdienste, die er sich um die Rück führung der Kriegsgefangenen erworben habe. Der Vorstand des Verbandes deutscher BUHucnschriftstellcr und Bühnenkomponisten. — Zu Vorsitzenden wurden gewählt: vi Ludwig Fulda, vr. Walter Harlan, Eduard Küunecke, zu stellver tretenden Vorsitzenden: Leo Walter Stein, vr. Lothar Schmidt, Oskar Straus, zum Schriftführer: vr. Wenzel Goldbaum, zum stell vertretenden Schriftführer: Hans Brennert, zum Kassenwart! Richard Wilde, zum stellvertretenden Kassenwart: vr. Bruno Decker, '>u Beisitzern: Eugen d'Albert, Axel Delmar, vr. Franz Diilberg, Georg Engel, Otto Ernst, vr. Heinrich Ilgenstein, E. N. v. Reznicek, k)r. Richard Strauß, Hermann Haller, I)r. Hans Ios6 Rehfisch, I)r. Max Drcyer (Ehrenmitglied), zum Syndikus: Rechtsanwalt und Notar I)r. Wenzel Goldbaum. Künstlerische Sachverständige der Neichsdrnckerei. Durch Erlaß des Herrn Reichspräsidenten sind zu Mitgliedern des künstlerischen Sachverständigenausschiisses der Neichsdrnckerei für die Kalenderjahre 1622, 1923 und 1924 ernannt worden: der Direktor der Gemälde galerie und des Knpferstichkabinetts. Geheimer Regierungsrat I)r Friedländer in Berlin, der Direktor der Bibliothek des staat lichen Kunstgewerbemuseums, Geheimer Regiernngsrat Vr. Jessen in Berlin, der Direktor der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbe museums, Mitglied des Senats der Akademie der Künste, Architekt Professor Paul in Berlin, der Schriftsteller und Sachverständige ans dem Gebiete der Typographie Wallau in Mainz, der Direktor der württembergischen staatlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart, Pro fessor Pankok in Stuttgart, der Direktor der staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig Professor Tie- mann in Leipzig, der Mitinhaber der Schriftgießerei Gebrüder Klingsvor in Offenbach (Main) Dr.-Ing. Kling spor in Offen barst (Main), der Mitinhaber der Buchdrnckerei Pocschel L Trcpte in Leipzig Carl Ernst Poeschel in Leipzig, der Professor an der Akademie in Düsseldorf Aufsecser in Düsseldorf, der Professor Behrens in Nenbabelsberg und der Professor an der Knnstge- werbeschule in München Ehmcke in München. (Die Ernennung der Leipziger Herren war schon in Nr. 34 von uns gemeldet worden. Red.) Unterstützung der deutschen Wissenschaft ans Spanien — Der deutsche Generalkonsul Ulrich von Hassel! in Barcelona bittet um Verbreitung folgender Mitteilung: Die deutsche Kolonie Barcelona beabsichtigt, an ihrem bescheidenen Teile der Notlage der deutschen Wissenschaft abzuhelfen, deren Anstalten infolge des Tiefstandes der Mark sich nicht mehr das benötigte wissenschaftliche Schriftenmaterial des Auslandes, insbesondere Spaniens, beschaffen können. Hierzu hat sich in Barcelona eine »Deutsche Stiftung Barcelona 1922« gebildet, die den hauptsächlichen Zweck verfolgt, der deutschen Wissenschaft zur Beschaffung spanischen wissenschaftlichen Schrifttums behilflich zu sein. Ein kleiner Grundstock von Mitteln ist bereits zusammengetragen, den eine Reihe hiesiger Deutscher in hochherziger Weise durch freiwillige Spenden zusammcngebracht hat. I Die »Stiftung«, die ihre Anregung einem hiesigen Deutschen verdankt, 196
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