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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.09.1922
- Strukturtyp
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- 1922-09-20
- Erscheinungsdatum
- 20.09.1922
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- Deutsch
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Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Redaktioneller Teil. X° 220, 20. September 1922. der Staatsbürgerkunde, und dem Zeichnen (»die redende Hand«) ist eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Unter dem Titel »Erziehung und Unterricht« sind hauptsächlich Werke und Schriften über Philosophie und Psychologie, soweit sie Unterricht und Erziehung befruchten können, zusammcngetragen. Die Ausstellung, deren Wesen hier nur in groben Zügen gekennzeichnet ist, erfreut durch ihre große Reichhaltigkeit. Ausstellung von Wcrkunterrichtsliteratur in Stettin. — In der Zeit vom 3.—10. Oktober findet in Stettin eine »Pädagogische Woche« statt, zu der die Buchhandlung Wilhelm Rahn in Stet- t i n beauftragt wurde, eine Werkunterrichtsausstellung zu veranstalten. Sie zeigt dies im Bbl. Nr. 217 auf Seite 16 192 an und bittet um Ein sendung einschlägiger Literatur. Deutsche Büchcrschau Leipzig 1922. — Am Sonntag, dem 17. Sep tember, wurde im Deutschen Buchgcwerbehaufe die Deutsche Bli che r s ch a n Leipzig 1 922 unter reger Beteiligung eröffnet. Herr vr. Valerian Tornius begrüßte die Anwesenden und stattete den Dank d>er Leipziger Bolksakademic allen beteiligten Kreisen mit herzlichen Worten ab. Hierauf ergriff Herr Geh. Hofrat Or. Ludwig Volkmann als Vorsteher des Deutschen Buchgcwcrbevereins das Wort und wies u. a. auf die Schwierigkeit hin, die das Ausstclleu von Büchern, deren hauptsächlicher Wert ja doch im Innern steckt, bisher immer: bereitet hat, und wie dieses Problem in dieser Ausstellung in befriedigender Weise gelöst worden ist. Herr vr. Karl Blanck, der geistige Urheber der Ausstellung, führte sodann in fesselnder Weise in ihr Wesen und ihren Aufbau ein. Damit ivar die Ausstellung er öffnet, und es ist zu hoffen, daß ihr von der Leipziger Bevölkerung das Interesse cntgegcngebracht wird, das sic verdient. Einen kurzen Überblick brachten wir schon in Nr. 211 des Bbl., und wir behalten uns vor, noch näher darauf einzugchen. Hundertjahrfeier der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte. Als Festgabe der Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei zur Hundertjahrfeier deutscher Naturforscher und Aerzte erscheint ein Verzeichnis der in der Deutschen Bücherei vor handenen laufenden Zeitschriften aus den Ge bieten der Naturwissenschaften und Medizin, hcrausgegeben von der Direktion der Deutschen Bücherei. Das Ver zeichnis bringt auf 120 Seiten rund 1200 Zeitschristcntitel in alpha betischer Reihenfolge mit einem ausführlichen Schlagwortregister. Das Verzeichnis wird nur an Teilnehmer der Hundertjahrfeier im Geschäfts zimmer der Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei (Deutsche Bücherei, 2. Obergeschoß, Zimmer 181) ausgehändigt. Der Nest der Auslage soll in den Buchhandel gelangen. Gleichzeitig ist im Aus stellungssaal der Deutschen Bücherei eine Ausstellung von Zeit schriften aus dem Gebiete der Chemie und der chemischen Industrie eröffnet, zu der die am 16. September in den Räumen der Deutschen Bücherei abgchaltcne Hauptversammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie Deutschlands den Anlaß gegeben hat. Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 7 Uhr geöffnet. In der Naturforscherwochc finden für die Teil nehmer an der Tagung täglich um 11, 1, 3 und 5 Uhr Führungen durch die Deutsche Bücherei statt. Kolloid-Gesellschaft. Vor Beginn der Hundertjahrfeier Deutscher Naturforscher und Aerzte wurde Freitag, den 15. September, in Leip zig von mehreren Hundert kolloidchemisch interessierten Chemikern, Biologen und Technikern die Kolloid-Gesellschaft gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wurde Prof. vr. Wolfgang Ostwald (Leipzig) gewählt. Ferner wurden Geh.-Nat Prof. vr. Abderhalden (Halle) und Prof. I)r. Stiasny (Darmstadt) gewählt. Sitz der Gesellschaft ist Leipzig. Bibliographisches Institut, A.-G. in Leipzig. Das Bezngsrecht auf die neuen Aktien ist bis zum 2. Oktober auszuübcn, in Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Crcdit-Anstalt. Auf 2000 Mark alte Stammaktien können 1000 Mark neue Stammaktien zum Kurse von 160 Prozent bezogen werden. Wiederherstellung des Bankgeheimnisses und Aufhebung des Depot- l Zwangs. — Angesichts der gegenwärtigen Kreditnot und Zahlungs- mittclknapphcit gewinnt die Erkenntnis der völligen Verfehltheit der Einführung des sogenannten Depotzwangs sowie der Beseitigung des Bankgeheimnisses in allen maßgebenden Kreisen der deutschen Wirt schaft immer breiteren Boden. Nachdem unlängst der volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichstags eine Änderung der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen gefordert und insbesondere das Verlangen nach Auf hebung des Depotzivangs auch bei sozialdemokratischen Mitgliedern des 1330 Ausschusses Unterstützung gefunden hat, hat sich der finanzpolitische Ausschuß des Neichswirtschaftsrats iu seiner Sitzung vom 13. Sep tember in gleichem Sinne ausgesprochen. Der Zcntralverband des Deutschen Bank- und Bankiergewcrbcs hat nun angesichts der be denklichen Verschärfung der wirtschaftlichen Lage an die Negierung er neut den dringenden Appell gerichtet, sich der von allen sachverständigen Stellen geforderten Gcsetzesänderung nicht länger zu widcrsetzcn. Zn der Eingabe des Zcntralverbaudes wird insbesondere daraus hinge- wicsen, daß mit der Wiederherstellung des Bankgeheimnisses und der Beseitigung des Dcpotzwangs ein Abbau der zur Verhütung der Kapi talabwanderung nach dem Ausland getroffenen Bestimmungen in keiner Weise verbunden ist, sodaß die vom Ausland für die Erfüllung der deutschen Neparationspflichten auf dem Gebiete der Kapitalfluchtgesctz- gebung geforderten Garantien durch die im Interesse der deutschen Wirt schaft verlangte Reform nicht berührt werden. Tariferhöhungen der Reichsbahn. — Dem Ständigen Ausschuß des Ncichseiseubahnrats war in seiner Sitzung vom 16. September von der Neichseiscnbahnverwaltung vorgeschlageu worden, die Güter tarife zum 1. Oktober über die bereits beschlossene Erhöhung von 33 Prozent hinaus um weitere 100 Prozent, ferner die am 1. Oktober in Kraft tretenden, um 50 Prozent erhöhten Personcntarife vom 1. No vember ab um weitere 100 Prozent zu steigern. Die neue Erhöhung der Pcrsoncntarife auch schon vom 1. Oktober ab wirksam zu machen, sei aus technischen Gründen unmöglich. Der NcichS-vcrkehrsmiulster hat nach der Sitzung bestimmt, daß hie Gütertarife zum 1. Oktober um 100 Prozent unter Einrechnung der bereits vorgesehenen 331H Prozent (und nicht, wie die andere Vor lage wollte, noch darüber hinaus), die Personentarifc zum 1. November um 100 Prozent der Oktobertarife erhöht werden. Er hat damit den vom Ausschuß geltend gemachten Bedenken Rech nung getragen. Ter Neichsverkehrsminister ist aber, so wird amtlich erklärt, nicht im Zweifel darüber, daß die neuen Sätze zur Deckung der Ausgaben im Monat Oktober keinesfalls ausreichen werden. Es wird deshalb in kürzester Zeit eine Erhöhung der soeben festgclegten Sätze erforderlich werden, wobei eine etwa bereits entstandene Mehrausgabe durch stärkere Erhöhungen zu decken wäre. Die Verwaltung wird aber andererseits in ihrer Ausgabewirtschaft der durch den Beschluß des Ausschusses des Neichsciscnbahurats gcscki-affenen Lage Rechnung tragen müssen. Der Neichsverkehrsminister ist ent schlossen, unter allen Umständen für Deckung der Ausgaben zu sorgen, und kann nicht zulassen, daß die Rechnung der Reichsbahn wieder mit einem Fehlbetrag abschließt. Übernahme des Risikos einer künftigen Lohn- und Preissteigerung und Kündigung des Vertrags. (Nachdruck verböte«.) — Den Einfluß der Rechtsprechung zur Klausel: rebrrs 8le 8tunUbu3 auf einen Wcrk- l i e f c r u n g s v c r t r a g läßt eine Neichsgerichtsentschcidung erkennen, der folgender Sachverhalt zugrunde liegt: Im Verlaufe von Vertrags- Verhandlungen über K l i s ch ee l i e f e r u n g e n teilte die Firma T. L K. in Berlin der Vcrlagsgesellschaft m. b. H. »Der Junggeselle« in Berlin durch Schreiben vom 21. Juli 1019 unter anderem folgendes mit: »Wir wollen uns gern verpflichten, bei Znstau'dckommen einer Geschäftsverbindung mit Ihrer werten Firma diese Preise nicht mehr zu erhöhen, auch danu nicht, wenn infolge weiterer Steigerung der Materialien und der Löhne sei tens unserer Konkurrenz oder des Bundes der chemischen Kunstanstalten eine Prciserhö.hung vorgenommen werden sollte«. Mit diesem Ange bot erklärte sich die Verlagsgesellschaft »Der Junggeselle« einver standen. Schon am 6. November 1919 verlangte die sehr opti mistisch veranlagt gewesene Firma T. L K. eine wesentliche Prcis- erhöh« n g wegen der gestiegenen Löhne und Nohstoffpreise. Da die Verlagsgescllschaft dieses Ansinnen auf Grund des Vertrags ablehnte, kündigte sie den Vertrag durch Schreiben vom 10. November zum 31. Dezember 1919. Die Verlagsgesellschaft erhob daraufhin die gegen wärtige Klage mit dem Anträge auf Feststellung, daß di>e Beklagte ver pflichtet ist, die für die Zeitschrift »Der Junggeselle« benötigten Klischees zu den damals angegebenen Preisen zu liefern, und daß sie weiter verpflichtet ist, die über diese Preise hinaus gezahlten Mehr beträge an die Klägerin zurückzuzahlen. Das Landgericht Berlin erkannte zugunsten der Beklagten aus Abweisung der Klage. Es hat auSgesührt, durch das Abkommen vom Juli 1919 habe die Vergütung der Beklagten nicht für alle Zeit unabänderlich fcstgelegt werden sollen, da sie sonst in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise willkürlich gebunden sein würde. Infolgedessen sei die Beklagte berechtigt gewesen, die Auflösung des Vertrags in angemessener Frist vorzunchmen. Die bis zum 31. De zember 1919 gesetzte Frist sei angemessen. Die Berufung der.Klägerin, die wegen des landgerichtlichen Ausspruchs »nicht für alle Zeit unab-
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