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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.09.1922
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- 1922-09-20
- Erscheinungsdatum
- 20.09.1922
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X« 220, 20. September 1922. Redaktioneller Teil. «»rleLLIiM s. ». Dtsch«. vuitztzüLd«!. pier fllr Gulden, Pfunde, Franken und Dollars ins Ausland schaffen. Im übrigen seien die Holzpreisc nur durch die Papicrholz- hamsterei der Papierfabriken in die Höhe gejagt worden. * Außerdem versucht man jetzt offenbar, die Ermäßigungen, -die man seitens des Reiches den Zeitungen auf ihr Papier zugestehen will, auf Lun Bedarf des Buchverlags übcrzuwälzen. Der Buchverlag hat allen Anlaß, auf der Hut zu sein und rechtzeitig Stellung zu nehmen. Höchstpreise für Holzstoff. — Ter Neichswirtschaftsminister hat nun mehr, entsprechend dem Gesetz über Maßnahmen gegen die wirtschaftliche Notlage der Presse, einen Höchstpreis für Fichtenholzschliff aller Art ab 1. September festgesetzt, der für 100 KZ lufttrocken (berechnet 88:100) 3000 Mark beträgt. Der Preis ist Verbraucherpreis und gilt auch für Wiedervcrkäufer ab Bahnstation des Erzeugers. Die Zahlung hat Zug um Zug gegen Lieferung der Waren zu erfolgen. Abreden, die eine Umgehung des Höchstpreises bezwecken, sind nichtig. Verträge, die zu Preisen abgeschlossen sind, die unter dem Höchstpreis liegen, sind zu den vereinbarten Preisen auszusllhren. Die Strafbestimmungen im Sinne des Höchstpreisgesetzes finden Anwendung. Für Auslandlicferungen. — Der Neichskommissar für Ein- und Ausfuhrbewilligungen hat nachstehende Umrechnungskurse nach dem Stande vom 18. September 1922, gültig für die Zeit vom 20.—26. Sep tember 1922, festgesetzt, die von den Außenhandelsnebenstellen bei der Umrechnung von Fakturen in ausländischer Währung zur Ermittelung der Gebühren usw. benutzt werden: Aegypten 275.— Italien 60 — Amerika 1200.— Japan 580.— Argentinien G. 970.— Jugoslawien 86.— — P. 430.— Luxemburg 86.— Belgien 86.— Norwegen 202.— Brasilien 150.— Oesterreich 0.016 Bulgarien 7.20 Polen —.16 Chile 168.— Portugal 61.— Dänemark 249.— Rumänien 7.20 England 265.— Schweden 313.— Finnland 26 — Schweiz 223.— Frankreich 91.— Spanien 180.— Griechenland 32.— Tschechosloivakei 40.— Holland 460.— Ungarn —.48 Angemessener Preisausschlag aus Lagcrware. — Die sächsische Landesprcisprttfungsstelle hat an die örtlichen Preis prüfungsstellen ein Rundschreiben gerichtet, in dem cs u. a. heißt: »Unter den jetzigen Wirtschaftsverhältnissen erscheint es recht und billig, Handel und Industrie -auch für Lagcrware eine Kalkulation zu Durchschnittspreisen zuzugestehcn, wenn der feste Kauf einer neuen gleichartigen Ware noch nicht vorliegt, der Bezug neuer Ware aber nach der ganzen Art des Geschäftsbetriebs außer Zweifel steht. Für einen gewissenhaften Kaufmann ist es unter dieser Voraussetzung nicht schwer, einen Durchschnittspreis zu errechnen, der zuzüglich eines angemessenen Verdienstes den Verkaufspreis ergibt. Dieser deckt sich nicht und darf sich nach der bisherigen Stellungnahme des Neichswirt- schaftsministeriums nicht decken mit dem Wiederbeschaffungspreise, trägt aber der Geldentwertung in angemessener Weise Rechnung«. Der Ankauf von Gold für das Reich durch die Neichsbank und Post erfolgt in der Woche vom 18. bis 24. September unverändert zum Preise von 5000 Mark für ein Zwanzigmarkstück, 2500 Mark für ein Zehn markstück. Fllr ausländische Goldmünzen werden entsprechende Preise gezahlt. Der Ankauf von N-eichssilbermünzen durch die Neichsbank und Post erfolgt bis aus weiteres zum lOOfachcn Betrag des Nenn wertes. Nene Lohnerhöhungen im Buchdruckgewcrbc. — Die am 14. Sep tember in Berlin begonnenen und am 17. September zu Ende ge führten Verhandlungen des Tari fauss chufs cs der Deutschen Buchdrucker führten zu einem Abkommen, durch das die Ge hilfen für die Zeit vom 17. bis 30. September (2 Wochen) eine neue Lohnzulage von 650 bis 800 Mark erhalten, die für die Woche vom i. bis 7. Oktober noch um weitere 325—400 Mark erhöht wird. In Orten ohne Lokalzufchlag erhält beispielsweise ein verheirateter, über 24 Jahve alter Gehilfe ab 17. September einen Mindestwochenlohn von 2455 Mark, ab 1. Oktober von 2780 Mark, in Leipzig 3015, bzw. 3415 Mark, und in Berlin und Hamburg 3053, bzw. 3453 Mark. Tie Maschinensetzer erhalten auf vorstehende Löhne noch einen Aufschlag von 130, bzw. 180 Mark. Die Hilfsarbeiter und Hilfsavbeiterinnen erhalten von den neuen Zulagen die im Tarif vorgesehenen Prozentsätze. Die Lehrlinge beziehen in der Zeit vom 17. September bis 7. Oktober ein Kostgeld, das im ersten Lehrjahre 282 bis 365 Mark, im zweiten 287 bis 375 Mark, im dritten 292 bis 390 Mark und im vierten 297 bis 400 Mark beträgt (je nach der Höhe des Lokalzuschlags). Die Ent schädigung für die Herstellung von Montagszeitungen wurde gleichfalls erhöht. Am 5. Oktober tritt der Tarifausschuß bereits wieder zusammen. Diese erheblichen Lohnerhöhungen haben natürlich auch wieder eine entsprechende Steigerung der Druckpreise im Gefolge gehabt. Die bis zum 16. September gültigen Druckpreise wurden um 60 Prozent erhöht, was einem Aufschlag auf die Sätze des im April d. I. zur Ausgabe gelangten Preistarifs (6. Aus gabe) von 480 Prozent entspricht. Die Friedenspreise (1912) erfahren ab 17. September folgende Aufschläge (in Prozenten): Formulare und Akzidenzen 18 950 (11800) Kataloge, Preislisten und größere Truckarbeiten 18 000 (11200) Werke, Zeitschriften und sonstige regelmäßig er scheinende Blätter sowie Zeitungen 17 200 (10 700) Qualitätsarbeiten 19 900 (12 400) Buchbinderarbeiten 18 950 (11800) Die wirtschaftliche Lage im Buchdruckgewerbe hat sich in der letzten Zeit entschieden verschlechtert. Die Schwierigkeiten in der Kreditbeschaf fung und das sogenannte Kurzarbeiten nehmen immer mehr zu. Die abermals erfolgte bedeutende Erhöhung der Druckpreise wird zweifel los wieder eine sehr fühlbare Lähmung der Drucksachenbestellungcu im Gefolge haben, zumal auch in Rücksicht auf die ungeheuerlichen Pa- picrpreise. Neue Teuerungszulagen im Buchbindcreigcwcrbc. — Die Arbeit geber- und Arbcitnehmerverbände in diesem Gewerbe haben, wie aus deu »Mitteilungen des Verbandes Deutscher Buchbindereibesitzer« her vorgeht, am 13. September in Weimar ein neues Abkommen ge tätigt, wodurch die Arbeiter und Arbeiterinnen wieder ganz wesentliche Lohnerhöhungen erreichten, und zwar in Form einer zweimaligen Zulage. Die erste Zulage gilt für die Zeit vom 18. bis 30. Sep tember d. I., die zweite vom 1. dis 7. Oktober. Im Höchstmaß beträgt die erste Zulage 18 Mark für die Stunde, die sich fllr die erste Oktober woche auf 23.50 Mark erhöht. Die Arbeitnehmer hatten 35 Mark Zu lage für die Stunde gefordert. Die gegenwärtigen Stundenlöhne be wegen sich für ledige Gehilfen je nach der Ortsklasse und dem Alter zwischen 26 und 61 Mark, für verheiratete Gehilfen zwischen 47 und 65 Mark. Für die erste Oktoberwoche tritt dann der Zuschlag hinzu, der im Höchstmaß 5.50 Mark beträgt. Die Stundenlöhne der Arbeiterinnen bewegen sich gegenwärtig zwischen 13.50 und 38.50 Mark, ab 1. bis 7. Oktober zwischen 14.25 und 42 Mark. Auf die im Reichsakkordtarif sestgelegten Grundlöhne kommt für die Zeit vom 18. bis 30. September ein Aufschlag von 1500°/o, vom 1. bis 7. Oktober von 1630°/o. Auffällig ist, daß das in den »Mitteilungen des Verbandes Deutscher Buch bindereibesitzer« veröffentlichte Lohnabkommen nicht auch von den Ver tretern des Deutschen Buchdrucker-Vereins unterzeschnet ist, und zwar für die sogenannten Buchdruckerei-Buchbindcreien. Der Verband Deutscher Buchbindcreibcsißcr (Geschäftsstelle: Leipzig, Dolzstraße 1) hat in Verbindung mit dem »Reichsverband der Buch bindereien« schon wieder ein Rundschreiben unterm 14. September (das letzte siehe Bbl. Nr. 214) an seine Auftraggeber versandt, das wieder neue Preisaufschläge ankündigt. Es lautet: »Infolge der soeben neu abgeschlossenen, wesentlich erhöhten Tariflöhne (siehe vorstehend) sind wir gezwungen, für die laufenden Aufträge einen Aufschlag von min destens 5 0 Prozent für gebundene Bücher und einen Auf schlag von mindestens 6 0 Prozent für Broschüren und der gleichen Arbeiten, abgesehen von der eingetrctencn weiteren enormen Verteuerung aller Materialien, in Rechnung zu stellen«. Eine Ausstellung pädagogischer Schriften wird zurzeit -im Ober lichtraum von E. Meitzer's Buchhandlung (G. Knorrn) in Waldenburg i. Schl, gezeigt. Sie gibt, wie das Waldenburger »Neue Tageblatt« berichtet, ein Bild von dem großen Gärungsprozeß, der gegenwärtig mit der deutschen Schule vor sich geht. Der Aufbau und die Methode sind die beiden Hauptfragen, um deren gründliche Lösung sich die Köpfe unserer modernen Schulmänner mühen. Die unter dem Titel »Grundschule« und »Arbeitsschule« ausgelcgten Lehr- und Lernbüchcr zeigen, wie weit man bei Beantwortung dieser Fragen bis jetzt gekommen ist. Auch der Nichtfachmann wird gerade an diesem Tisch mit großem Interesse weilen, weil er zu der Erkenntnis kommen wird, daß in der heutigen Schule des Erlebens doch recht vieles anders geworden ist seit den Lerntagen seiner Jugend. Die anderen Abteilun gen der Ausstellung gehen auf die einzelnen Unterrichtsfächer näher, und meist über den Nahmen der Grundschule hinausschreitend, sin. Den Spezialgebieten der einzelnen Disziplinen, besonders der Heimatkunde, 1329
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