Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.08.1921
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1921-08-06
- Erscheinungsdatum
- 06.08.1921
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19210806
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-192108060
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19210806
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1921
- Monat1921-08
- Tag1921-08-06
- Monat1921-08
- Jahr1921
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Redaktioneller Teil. 182, 6. August 1921. Zur Feier von Wilhelm Raabes Ott. Geburtstag wird am 11. Sep tember d. I. eine Gedenktafel am Sterbehanse des Dichters in Braun schweig feierlich enthüllt werden. Gleichzeitig bereitet die »Gesellschaft der Freunde Wilhelm Naabcs« in ihren Ortsgruppen Berlin, Hamburg, Magdeburg, Hannover, Leipzig, Düsseldorf usw., sowie in Braunschweig selbst eine Gedächtnisfeier vor. Perfonlllnachrichten. 80. Geburtstag. — Herr Hofrat Heinrich E r n st Poeschel, Seniorchef der bekannten Buchdruckerei Poeschel L Trcptc in Leipzig, feierte am 4. August seinen 80. Geburtstag in geistiger und körper licher Frische. Er ist der Mitgründer der Firma und leitete trotz seines hohen Alters im Kriege die Firma allein, da sein Sohn, Carl Ernst Poeschel, als Kriegsfreiwilliger sich den Fahnen gestellt hatte. Auch an dieser Stelle seien dem verdienten Manne, der vor kurzem sein goldenes Bürgerjubiläum und am 1. Oktober v. I. das 50jährige Bestehen der Firma begehen konnte, die besten Wünsche für einen rnhigen Lebensabend ausgesprochen. Bon» Leipziger Mcsinmt. — Professor Dr. H. H. Ho üben, der bisherige Leiter der Literarischen Abteilung des Leipziger Meß- amtcs, ist von seinen» Posten zurückgetreten. Die Leitung der Lite rarischen Abteilung hat Paul Bost, früher Leiter des Presse dienstes der Handelskammer Leipzig und zuletzt als Dezernent der Ncichsstelle für Textilwirtschaft tätig, übernommen. Gestorben: am 01. Juli infolge eines Automobilunfalls bei Negensburg Herr Max Barella, Direktor der Vereinigten Kunstinsti tute A.-G. vorm. Otto Troitzsch, in Berlin-Schöncberg. Der Wagen, der von Frau Barella selbst gesteuert wurde, fuhr rück wärts in die Donau, als Frau Barella versuchte, auf einem nicht fahrbaren Wege längs des Flusses Kehrt zu machen. Nach einer andern Meldung riß Frau B. den Wagen beim Ausweichen vor der Straßenbahn zurück, sodaß er in voller Fahrt die Böschung hinabglitt. Herr Barella wurde durch den Sturz des Wagens tn die hochgehende Donau geschlendert und ertrank. Seine Gattin, der Chauffeur und ein Schwager, die sich am Wagen festhaltcn konnten, wurden leicht verletzt gerettet. Enrico Caruso f. — In seiner Vaterstadt Neapel ist am 2. August der Sänger Enrico Caruso an einer Rippenfellentzündung im Alter von 48 Jahren gestorben. Die Opernbtthne hat in ihm nicht nur den wohl glänzendsten zeitgenössischen Tenor, sondern auch einen Charakter darsteller ersten Ranges verloren. Auch auf deutschen Bühnen hat der Verstorbene Triumphe gefeiert und ein Andenken hinterlassen, das lange fortleben wird. Richard Ewald f. — In Konstanz starb Geh. Medizinalrat Professor vr. I. Richard Ewald, der seit dem Jahre 1900 Direktor des Physiologischen Instituts der Universität Strasiburg gewesen ist. Mit seinem Lehrer Goltz zusammen »vies er nach, daß bei einen» Hund auch nach Entfernung des Rückenmarcks die Arbeit des Darms, der Verdaunngsdrüscn und der Geschlechtsorgane »veiter ablaufen kann. Dann brachte er den Nachweis, daß auch beim Menschen die bei Er regung der motorischen Zonen des Großhirns auftretendendcn Be wegungen unbewußt uud uuwillkürlich ablaufen. Seine Hauptarbeit galt dem Labyrinth, sowohl seinen Funktionen als Gleichgewichts- und Körperbewegungsorgan, wie als Gehörorgan. Äonrad Lange s. — In Tübingen ist Konrad Lange, einer der namhaftesten deutschen Ästhetiker und Kunsthistoriker, im 66. Le bensjahre nach langer Krankheit dahingcschicdcn. Der Gelehrte .hatte sich anfangs mit Fragen der alten Kunst (u. a. »Komposition der Äginctcn«), später mit der Kunst der Renaissance sowie mit allge meinen ästhetischen Fragen (»Das Wesen der Kunst«, 2. Aufl., »Schön und praktisch«, »Zweck der Kunst«) beschäftigt und mit Fuhse den schriftlichen Nachlaß Albrecht Dürers herausgegeben. Friedrich Czapek f. - Der Professor der Botanik, Direktor des Botanischen Instituts in Leipzig, Professor Or. püil. ei mecl. Friedrich Czapek, ist an» 30. Juli plötzlich an Herzschlag im 54. Lebens jahre gestorben. Czapek war erst im vergangenen Semester an Stelle des verstorbenen Professors vr. Pfeffer von der Universität Prag nach Leipzig berufen worden. Zahlreiche sachwissenschaftliche Unter suchungen und Essays auf dein Gebiete der Pflanzenchemie und des Pflanzenbaues sowie eine ganze Reihe von pflanzenphysiologischen Monographien liegen von ihm vor. Edinond Perricr f. Der Pariser Akademiker Edmond Pcrrier, Professor der Zoologie au der Leole kratigue ckes Hautes Ltuck68, Mitglied des liwUtut cle bl-anoe und ehemaliger Leiter des Museums für Naturgeschichte, ist in Paris im Alter von 77 Jahren gestorben. Seine Werke beschäftigten sich mit Tiefseeforschungen, zoologi schen und astronomisch-biologischen Problemen. Sprechsaal. Eine französische Antwort. (Vgl. auch Bbl. Nr. 152, S. 956.) Eine Wiener Firma erhielt auf ihr Ersuchen, eine gering fügige Schuld von Fr. 30.20 (vom Juli 1914) zu einem etwas günsti geren Zeitpunkte begleichen zu dürfen, von der I^idrairie cke 1a soeists cku Revue »1 8irez? in Paris folgende Antwort, die »vir hier in Übersetzung wiedcrgeben, »veil ihre Veröffentlichung gewiß andere Kollegen davon abhalten wird, auf das Entgegenkommen fran zösischer Verleger zu rechnen: Paris, den 19. Juli 1921. Meine Herren! Wir sind glücklich, daß Sie die Nichtigkeit unserer Rechnung an erkannt haben. Was die Bezahlung anbetrifft, so sind »vir nicht in der Lage, Ihnen eine Vergünstigung einzuräumcn; »vir sind keinesfalls ver antwortlich dafür, wenn durch die Umstände der Wert des österreichi schen Geldes verloren hat. Sie hätten uns sehr gut Ihre Bestellun gen vom Juli 1914 begleichen könne»». Sie wußten besser als »vir, welche Ereignisse sich entfesseln würden, und »vir haben keinesfalls die Absicht, Ihnen Zahlungserleichtcrungen zu gewähren auf Grund der Umstände, die Sie anfllhren. Sie haben recht, zu sagen, daß es nicht in unserer Absicht liegt, unseren Berufsgenossen zu schaden, aber die Absichten derjenigen, die einen solchen Krieg erklärt haben, waren wohl, denen in weitest gehendem Maße zu schaden, gegen die der Krieg unternommen wurde. Wollen Sie uns also Ihre Schuld in der kürzesten Zeit bezahlen. Empfangen Sic meine Herren .... Der billigste Weg. Wiederholt bitten in letzter Zeit Sortimenter um billigste Expe dition und beklagen sich besonders darüber, daß Bücher als Paket geschickt werden, die in einzelnen Drucksachen mit billigerem Porto gesandt werden könnten. Nun, zunächst hat es der Buchhändler ja in der Hand, ausdrücklich Lieferung in Kreuzbändern vvrzuschreibcn. Und ferner können die Herren Sortimenter es nicht ermessen, wieviel Schaden und Nachteile dem Verleger crivachscn, wenn er für sie denkt. Die Unsicherheit der Postverhältnisse hat cs wohl in erster Linie »nit sich gebracht, daß der Verleger keine Meinung fiir einfache Kreuzbänder hat. Deren Verbleib ist ja niemals zu ermitteln, und in unser»»» Verlage ist es sehr häufig vorgekommcn, daß trotz ge nauester Achtsamkeit bei der Expedition Drucksachen verschwanden. Beruft man sich darauf, daß Lieserungen auf Gefahr des Empfängers gehen, so werden von 10 Fällen 9mal die Herren Sortimenter schreiben, daß selbstverständlich nie inehr eine Bestellung bei den» Verlag aufgegeben würde, wenn er auf Zahlung des nicht cingegan- genen Buches bestünde. Und immer oder meistens wird der Ver leger — der ja überdies so viel an einem Buche verdienen soll kostenlos Ersatz liefern. Bei Firmen, »nit denen der Verlag nicht in lebhafter Verbindung steht, empfiehlt sich Lieferung in Kreuzbändern stcts eingeschrie ben oder unter Nachnahme, zumal »veil gerade gelegentliche Kunden oft nicht daran denken, den Gegenwert kurze Zeit nach Empfang cinzuschicken. Sic müssen erst gemahnt werden, und häufig sogar mehrfach, ja oft heißt es nach Monaten: jenes Buch — obwohl es extra bestellt ?var und dann hätte moniert werden müssen — sei gar nicht eingegangen. Das braucht noch gar kein böser Wille seitens des Empfängers zu sein, »veil nach langer Zeit der Eingang schon bestritten werden kann, wenn die Jnterimsfaktur in Verlust geraten ist. — Kurz und gut, selbst bei»»» besten Willen kann der Verleger nicht immer genau in» Sinne des Sortimenters handeln. Hamburg. Gcbr. Eno ch. Verantwvrtl. Redakteur: Richard Albert i. — Verlag: Der Börsenveretn der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buchhändlerhau». Druck: Ramm L Seemann. Sämtlich in Leipzig — Adresse der Redaktion und Expedition: Leipzig. Gerichtsweg 26 lBuck-händlerhauSi. 1176
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder