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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.11.1920
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1920-11-13
- Erscheinungsdatum
- 13.11.1920
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- Zeitungen
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1920
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Redaktioneller Teil. 257, 13. November 1920. »Schlesischen Zeitung« zu verfolgen. »Born Manuskript bis zur ferti gen Zeitung« könnte man diese Führung nennen, die so interessant gestaltet wurde, das;, trotz der vorgerückten Morgenstunde, eine Ermat tung nicht auflam. Auch die in Tätigkeit befindlichen Rohrpost- und Dieselmotoren-Anlageu des W. G. Kornschen Hauses wurden mit große,» Interesse besichtigt. Mit herzlichen,, de» beiden Führern aus gesprochenem Dank trennten sich die Teilnehmer. Wieder ein Ruhmes blatt in den Veranstaltungen der Gesellschaft! Ans die am 26. November stattfindende 4. Ha uptversa in m - l u n g wird hiermit nochmals hingewiesen. Tagesordnung: l. Jahresbericht: 2. Bericht der Kassen- und Büchcr-Nevisoren; — 3. Neuwahl des Vorstandes; — 4. V o r t r a g »D a s B u ch händ- l e r - S ch a u f e n st c r (Herr Carl Müller): — 5. Verschiedenes. Auch an den Buchhänöler-Schaufenstcr-Wettbewerb vom 28. No vember bis 6. Dezember 1920 wird erinnert. Die Vorbereitungen wer den bereits getroffen. M. Zum Bttchhättdler-Wohltätigkcitsfest i» Berlin. — Auf das schon wiederholt im Bbl. (Nr. 253 n. 255) angczeigte, zugunsten des Er holungsheims für deutsche Buchhändler Donnerstag, den 18. November, abends 7)4 Uhr, in den Kammersälcn. Teltowcr- straße 1, stattsindcnde große Wvhltätigkeitskonzert, verbunden mit Ge sellschaftsabend und kleiner Tanzfestlichkcit, sei uochmalS hingewiesen. In dem Konzert, für das die Kunstgemeinde Groß-Berlin — unter deren Leitung die ganze Veranstaltung steht — ein ausgcwähltes Pro gramm (Bbl. Nr. 255) zusainmcngestellt hat, wird die Kammer-Bläser- vercinigung der Berliner Staatsoper u. a. das in diesen Tagen als Uraufführung mit riesigem Erfolg gespielte Sextett von Clemens Schmalstich (Staatsoper) zum Vortrag bringen, sodaß den Teilnehmern ein außergewöhnlicher musikalischer Genuß bcvorsteht. Eintrittskar ten zum Preis von 5 .// und 3 ./i können von der Kasse der Berliner Bcstcllanstalt bezogen werden. Im Anschluß an das Konzert soll im unteren Saale der Kammersäle eine kleine Tanzfestlichkeit veranstaltet werden, wo sich die tanzlustige Jugend des Berliner Buchhandels ein mal ein Stelldichein geben und einige vergnügte Stunden verleben soll. Um aber einer Ubersüllnng des Tanzsaales vorzubeugcn, kann der Eintritt nur gegen Tanz-Teilnehmerkarten gestattet werden, die zum Preise von 3 ebenfalls au der Kasse der Bcstellanstalt zu^haben sind. Postabgänge nach Südamerika über England. — Die nächsten Post- dainpferfahrten der Royal Mail-Linie nach Brasilien und dem La Plata finden statt mit den Dampfern «Avon« und »Ar- lanza« von Southampton nach Pernambuco, Bahia, Rio de Ja neiro, Santos, Montevideo und Buenos Aires (bis Buenos Aires in 23 und 22 Tagen) am 19. November und 3. Dezember, mit Dampfer »Orita« von Liverpool nach Rio de Janeiro und Montevideo (bis Montevideo in 23 Tagen) am 25. November; Dampfer »Avon« legt planmäßig außerdem in Rio Grande do Snl an. Die Postschlüsse für diese Dampfer treten ein beim Postamt 1 in Hamburg für Ein schreibsendungen am 16., 22. und 30. November, 8 Uhr vormittags, und für gewöhnliche Briefsendnngcn am 16., 22. und 30. November, 12 Uhr mittags, beim Postamt in Emmerich am 16., 22. n. 30. No vember, 12 Uhr mittags. Post. — Der Weg über Lübeck ist zur Versendung von Post pakete n ohne Wertangabe nach F i n nland wieder eröffnet. Von Lübeck werde» die Pakete wöchentlich mit Schiffen der Deutsch-Finn- kkMdischen Dampferexpedition G. m. b. H. in Lübeck nach Finnland be fördert. Von jetzt an werden gewöhnliche P o st f r a ch tst ü ck e bis 20 und solche mit einer Wertangabe bis 500 Fr. nach Jugosla wien (Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen) zur Beför derung angenommen. Uber alles Weitere erteilen die Postanstaltcn Auskunft. *Dcr Steuerabzug vom Arbeitslohn. Nach de» ergänzenden Be stimmungen des Finanzministers vom 16. Juni 1920 kann der Arbeit geber bei gewissen größeren Betrieben, statt Marken für jeden Arbeit nehmer zu verwenden, den einbehaltenen Betrag einheitlich an die für die Betriebsstä'tte zuständige Finanzkasse abführen. In Abände rung der diesbezüglichen Bestimmungen verordnet das Neichsfinanz- ministerium: Vom 1. November 1920 au ist die Berechtigung des Ar beitgebers zur Abführung der einbehaltencn Beträge an die für die Betriebsstütte oder in Ermanglung einer solchen an die für den Ar beitgeber sonst zuständige Finanzkasse von der vorherigen Genehmi- ; gung des Landesfinanzamtes abhängig. Die Genehmigung ist stets; widerruflich und wird nur erteilt, wenn der Arbeitgeber den Nachweis erbringt, daß er auf Grund einwandfreier Unterlagen imstande ist, die Steuerzeichen für die einzelnen Steuerpflichtigen und die für den Arbeitnehmer zu Beginn des jeweiligen Rechnungsjahres zuständige Stenerhebestclle genau anzugeben. Wenn der Arbeitgeber dieser Ver pflichtung nicht nachkommt, ist die Genehmigung sofort zurückznzichcn. Dies gilt auch für alle Fülle, in denen bisher eine Überweisung statt gefunden hat. Auf Verlangen hat der Arbeitgeber dem Arbeitneh mer aus Grund des 8 11 der Bestimmungen vom 21. Mai 1920 eine Be scheinigung ausznstellen, ans der die einbehaltencn Beträge, der Zeit punkt der Abführung und die Steuerhebcstelle, an die die Beträge ab geliefert worden sind, hervorgchcn. Tic Stcuerhebestelle nimmt diese Bescheinigung vorbehaltlich des Einganges der Zahlung an und ver langt von der darin angegebenen Steuerhebestelle die Überweisung. Kein Abba» preußischer ttuiversitätcn. — Der amtliche preußische Pressedienst teilt mit: Trotzdem das Preußische Finanzministerium und das Ministerium für Kunst, Wissenschaft und Volksbildung wie derholt und ausdrücklich die Gerüchte dementiert haben, denen zufolge die Preußische Regierung einen Abbau verschiedener Universitäten beabsichtige, setzt die »Magöebnrgische Zeitung« abermals die Nach richt in die Welt, daß der Abbau der Universitäten Halle, Marburg und Greifswald bevorstände. Es sei demgegenüber noch einmal mit allem Nachdruck erklärt, daß alle derartigen Mitteilungen vollkom men aus der Luft gegriffen sind. Die Preußische Regierung steht der artigen Plänen nach wie vor fern. Die Öffentlichkeit wird sich hof fentlich nicht länger durch die von Zeit zu Zeit immer wieder anf- tauchenden Falschmeldungen beunruhigen lassen. PersiliMMiMeu. Gestorben: am 5. November an der Schwelle des 80. Lebensjahres Herr I n - lius M. Reichardt s e n. in Roda, S.-A., seiner neuen Heimat. Der seit 20 Jahren im Ruhestände lebende Bernfsgenosse, der nun im biblischen Alter öahingegangen ist, hat seine Selbständigkeit mit kühnem Wagemut und dem gerade heute lächerlich klingenden Ka pital von 268 Thalern gegründet. Nach längerer Gehilfenlanfbahn hatte er zuletzt den Geschäftsführer-Posten in der Winckelmann'schen Buchhandlung in Berlin inne und glaubte nun genügend Fachkcnnt- nisse gesammelt zu haben, um ein eigenes Geschäft zu beginnen. Er wandte sich nach Halle, wo er die Realschule besucht und seine Lehre bestanden hatte; seine Ersparnisse betrugen 68 Thaler. zu denen sein Vater noch 200 Thaler znlegte. Mit dieser Summe eröffnetc er am 18. Oktober 1869 in der Barfüßergassc eine Buchhandlung und Lchr- mittelanstalt, verbunden mit Annoncenexpedition. Auf Grund seiner- guten Zeugnisse erhielt er bald bei vielen Verlegern offene Rechnung, und nach kaum Jahresfrist stand das junge Unternehmen gefestigt da. Mehrfache Lokalwechsel blieben dem Verstorbenen nicht erspart, über feine Kundschaft blieb ihm treu, die sich hauptsächlich aus Professoren und Studenten znsammensetzte. Schulbücher und Lehrmittel bildeten ferner Hauptzweige des Betriebes, ohne daß deshalb andere Litera turen vernachlässigt wurden. Viele Bernfsgcnossen hat der alte Reichardt ansgebildet, unter denen die Brüder Will). Langewiesche- Brandt und Karl Robert Langewiesche hervorragen. Am 1. Juli 1900 übergab der Verstorbene das blühende Geschäft seinem Sohne, Herrn Julius Moritz Reichardt, und zog sich auf sein »Rittergut« (Schrebergarten) zurück. Lange hat ihn die Bearbeitung der mütter lichen Erde frisch erhalten, nun hat er der Zeitlichkeit seinen Tribut gezollt. 6?rechs»l. Zur Verkaufsordnung fttr Auslandlieserungen. Eine Stimme aus Dänemark. Folgende, vom 5. November 1920 datierte Karte ans Kopenhagen erhalte ich soeben: »Wir lesen mit Interesse Ihre Rede gegen den Balutaznschlag. Falls diese Schwierigkeiten noch 6 Monate anbauern, hat Deutsch land keine Hoffnung mehr, den dänische» Buchhandel wiederzucr- obern. Ich verkaufe jetzt zehnmal soviel französische und englische wissenschaftliche Literatur wie deutsche. Und die Engländer und Franzosen senden jetzt alles in Kommission. Oxford hat hier eine skandinavische Niederlage eröffnet. Deutsche Bücher werde» für uns bald nur noch eine Sage sein.« D r e s ö e n - B l a s e w i tz , den 8. November 1920. Heinri ch M inde n.
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